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Hukamnama  online | Guru Granth Sahib

Das Leben besteht vor allem aus praktischen Herausforderungen. Oft sind es alltägliche Dinge, die uns beschäftigen. Um solche Angelegenheiten kümmert sich Karigar Singh. Er ist unser Experte fürs Alltägliche. Er kennt nicht nur schöne Namen und ihre Bedeutung sondern auch tolle Rezepte.

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▪ Wie finden wir einen schönen Sikh-Namen für unser neugeborenes Baby? Antwort ->
▪ Sikh Namen und ihre Bedeutung
▪ Wie macht man Parschad?
Antwort ->
▪ Wie bindet man einen Turban? Antwort ->
▪ Wie vermeidet man Stress? Antwort ->

Wie finden wir einen schönen Sikh-Namen für unser neugeborenes Baby?
Für einen Sikh ist die Geburt eines jeden Kindes ein kostbares Geschenk. Ein Sikh, der die Lehren des GGS verinnerlicht hat, freut sich gleichermaßen über einen Jungen wie über ein Mädchen. Ihr seit nun gerade Vater und Mutter geworden und sucht noch immer einen schönen Namen für euer Baby? Vielleicht findet Ihr ja hier einen Namen der Euch gefällt. Falls es doch ein Junge statt eines Mädchens geworden ist: Kein Problem. Einfach nur jeweils Kaur bzw. Singh anhängen und schon habt ihr eine Sorge weniger! Wenn es euch möglich ist, dann könnt ihr den Anfangsbuchstaben des Vornamens durch den Guru Granth Sahib einholen zu lassen. Dies ist aber kein Dogma. Habt ihr keine Möglichkeit hierzu, dann wählt einfach selbst einen Namen; ein Gutka (Gebetsbuch) kann diesbezüglich nützlich sein. Traditionell wird bei der Namensgebung der GGS zufällig aufgeschlagen. Der Anfangsbuchstabe des ersten Wortes auf der linken Seite bildet den ersten Buchstaben für den Namen des Kindes. Ansonsten kann der Name frei gewählt werden. Alle Frauen bekommen den Nachnamen Kaur, die Männer den Nachnamen Singh.

Die Rolle des Familiennamens in der Sikh-Tradition
In vielen Teilen Indiens weist der Nachname auf einen bestimmten Beruf bzw. die vermeintliche ‘Kaste’ hin. Daran entlang werden Menschen unterschiedlich hoch oder niedrig angesehen. Um diese Zuschreibung zu durchbrechen, hat der zehnte Nanak, Guru Gobind Singh, gleiche Familiennamen für alle Sikhs eingeführt und bestehende Namenszusätze für überholt erklärt. Guru Gobind Rai hat sich selbst anschließend nur noch “Gobind Singh” genannt. Aus Sikh-Sicht ist es daher mehr als wünschenswert, alle Namenszusätze (Got, Jaat) wie Gill, Bedi, Ghotra, Brar, Hanspal, Padda, Saini, Padda, Annand, Sikand oder Dhillon nicht (mehr) zu verwenden. Interessant ist, dass noch vor 50 Jahren solche Namenszusätze, die den Sinn von Singh und Kaur kontakarieren, viel weniger ausgeprägt waren als heute. Auch die inzwischen inflationär auftauchenden ‘religiösen’ Namenszusätze wie Guru, Sant, Sant Baba, Braham Giani, Siriman 108, Mahapursh etc., die sich vermeintliche Sikh-Heilige selbst aneignen, verdeutlichen die Respektlosigkeit gegenüber der Sikhi. Die Zusatznamen legen Zeugnis davon ab, wie leicht es möglich ist, unter dem Deckmantel der Religion, wenig gebildete und gutgläubige Anhänger in die Irre zu führen. Die Gurus haben bereits betont, dass Menschen, die ihre angebliche Gottverbundenheit mit Namen und religiösen Titeln zu beweisen versuchen, sich vom Pfad der Religion verabschieden. Gerade für die kommenden Elterngenerationen ist es daher geboten, wieder zu den Wurzeln der schlichten Namensbenennung nach Sikh-Tradition zurückzukehren. Wenig ist mehr. In der noblen Schlichtheit und Demut liegt die stärke eines religiösen Menschens.

Namenswahl
Bei der Namenswahl sollten sich Eltern in Ruhe Gedanken machen, was für einen Namen sie ihrem Kind geben wollen. Der Name wird ein Lebenlang beibehalten und vermittelt dem Kind in gewisser Weise auch eine Botschaft. Ein Kind, das den Namen “Siegerin” bekommt, wird sich vielleicht immer mal wieder in schwierigen Zeiten klar machen, dass es doch einen sehr optimistischen Namen trägt und sich daher wieder mehr auf die positiven Seiten des Lebens besinnen. Der Name kann uns also immer mal wieder daran erinnern, was unser Lebensmotto sein könnte. Wenn wir vornehmlich Namen mit Wörtern aus dem GGS verwenden würden, hätten wir immer Namen mit einer positiven, gottzugewandten Botschaft. Ganz im Gegensatz zu den geläufigen Ersatznamen wie Mintu, Bunty, Prince oder Sunny. Wie schön wäre es, wenn alle Eltern ihre Kinder von Anfang an mit dem vollständigen Namen anreden würden und ihnen erklären könnten, was der Name zu bedeuten hat. Um euch eine kleine Hilfestellung zu geben, haben wir die Bedeutung einiger Namen erklärt. Die Liste wird von Zeit zu Zeit erweitert. Ihr könnt gerne die Bedeutung eures Namens per E-Mail bei uns erfragen.

Sikh Namen und ihre Bedeutung
In der nachfstehenden Liste sind die Bedeutungen von einige Sikh-Namen erklärt. Die Übersetzung eines Namens ist wie folgt zu verstehen: Akal bedeutet zeitlos und ist für sich genommen geschlechtsneutral, so wie alle Namen aus dem Guru Granth Sahib. Durch den Zusatz Kaur heißt es dann aber die Zeitlose, durch den Zusatz Singh der Zeitlose. Wir beschränken uns im Folgenden auf die jeweils weibliche Form.

A
Akal (Die Zeitlose), Akalbir (Die Mutige Gottes), Achet (Die Sorglose), Ajit (Die Unbesiegbare), Ajaiprit (Die Siegerin der Liebe), Abinash (Die Unsterbliche), Asim (Die Unendliche), Akal (Die Zeitlose), Akaljot (Die Ewige, Die Göttliche Seele), Amritlin (Die mit Gottes Nektar erfüllte), Awtar (Die Verkörpernde; Die bedeutende Seele)

B
Bahadar (Die Tapfere), Balhar (Die Große), Beant (Die Unendlichkeit)

D
Dilmohan (Die von Herzen Liebende), Dinprit (Die den spirituellen Weg Liebende; Die Armen Liebende), Dharmrup (Die Gläubige)

E
Ekamprem (Den Einen Liebende)

G
Gian (Die Weise), Gunnkar (Die Tugendhafte), Gurkirt (Die, die sich voller Aufrichtigkeit auf dem Weg der Weisheit befindet)

H
Har (Die Schöpferin), Harsangat (Die Gemeinde Gottes), Hari Scharn (Diejenige, die  Zuflucht/Schutz in Gott sucht), Harjeet/Harjit (Die Siegerin Gottes)

I
Ikjot (Die mit der einen göttlichen Seele), Izatprem (Die auf ihre Ehre achtet), Ikrup (Die mit dem einen göttlichen Antlitz)

J
Joginder (Die Führerin der Yogi - mit Yogi sind nicht Menschen gemeint, die bestimmte Meditationstechniken ausüben, sondern Menschen, die wahrhaftig die Schöpferin im Alltag verinnerlichen; Die Gott Verinnerlichende)

K
Kanchan (Die Wertvolle), Kamalnainn (Die mit den schönen Augen), Kartar (Die Schöpferin), Komalrup (Die Schöne; Die mit dem schönen Antlitz), Khiwa (Die Glückliche), Kamaljit (“Kamal” bedeutet wörtlich Lotus, “jit” meint Sieg. Der Lotus steht für Reinheit und hohem Wesen. Die Bedeutung ist demnach: Der Sieg der Reinheit; Die von hohem Wesen; Der Sieg der Ungebundenen - gemeint ist hier: Die, die sich nicht an das Weltliche bindet; die Lotusblüte bewahrt ihre Pracht auch im schlammigen Wasser, sie ist ein bedeutendes Symbol der Spiritualität.)

L
Livdeep (Die mit dem Licht - Schöpferin - verbundene)

M
Manpreet (Die von Herzen Liebende)

N
Naveen (Die Neue, Frische), Navleen (Die Neue, Reine, Junge, Schöne)

S
Sangat (Die Heilige Gemeinde)

U
Uchet (Die Tugendhafte), Uchdharm (Die von hoher Spiritualität), Udam (Die Fleißige), Uankar (Die Göttliche)

Auf folgender Seite sind englische Übersetzungen von Namen zu finden: www.sikhnames.com

 

Wie macht man Parschad?
Es ist eigentlich sehr einfach und nicht besonders aufwendig. Zu beachten ist, dass man sich vorher die Hände wäscht, seinen Kopf bedeckt, saubere Töpfe und Pfannen verwendet sowie während der Zubereitung das Jap Ji rezitiert. Wenn man es lediglich für sich zubereiten will, entfallen diese Notwendigkeiten. Man spricht dann aber nicht von Parschad sondern von Karrah.

1. Zutaten: Jeweils eine kleine Tasse Atta (Getreide), Zucker und Schmalz (Ghe) sowie vier kleine Tassen Wasser.
2. Den Schmalz in eine Pfanne geben und den Herd auf eine geringe Stufe einstellen.
3. Parallel werden die vier Tassen samt Zucker erhitzt, bis es kocht.
4. Sobald der Schmalz flüssig ist, Atta hinzufügen und ab jetzt immer leicht rühren bis alles ein brauner Brei wird.
5. Jetzt das fertige Wasser in den Brei geben. Am besten die Pfanne hierfür vom Herd nehmen und vorsichtig hinzugießen. Dabei nicht vergessen, den Inhalt umzurühren. Wenn alles in die Pfanne umgefüllt wurde, diese wieder auf den Herd stellen und weiter rühren. Wenn der Brei fest wird und nicht mehr an die Pfanne anklebt, ist der Parschad fertig.

 

Wie bindet man einen Turban?
Auf folgenden Seiten seht ihr, wie man einen Turban bindet:

http://www.wdrmaus.de/sachgeschichten/sachgeschichten/sachgeschichte.php5?id=313

http://www.sikhnet.com/pages/tyingturbans

http://www.youtube.com/watch?v=nkXQZit1DPo&feature=fvw

http://www.sikhwomen.com/turban/index.htm

http://www.sikhwomen.com/turban/how.htm

Video: http://www.sikhwomen.com/turban/videos/HowToTieATurban_Medium.wmv (4 MB)

 

Wie vermeidet man Stress?
- Gott für alles danken, was man hat. Man hat so viel.
- Aufgaben ernst nehmen, aber sich selbst nicht zu sehr.
- Ausgewogen ernähren.
- Regelmäßig Sport treiben.
- Die Umwelt nicht unnötig belasten.
- “Nein” sagen, wenn man eh schon zuviel um den Turban oder die Ohren hat.
- Aufgaben an kompetente Mitmenschen delegieren.
- Aufräumen.
- Vorrausschauend handeln und planen (wie bei der praktischen Führerscheinprüfung).
- Sorgen von Ängsten trennen. “Sorgen für; sorgen um” ist aktiv, “Angst haben” ist passiv.
- Nur Geld ausgeben, was man es tatsächlich hat. Kreditkarten vermeiden.
- Wichtige Dokumente und Computerdaten kopieren und an einem anderen Ort lagern.
- Jeden Tag etwas für das Kind in einem tun.
- Aufgaben und Gedanken aufschreiben.
- Jeden Tag mal für sich allein sein.
- Freundschaft mit Menschen hohen Charakters schließen.
- Inspirierende Texte lesen und Vorträge anhören.
- Entspannende Musik hören.
- Lachen.
- Noch mehr lachen.
- Andere zum lachen bringen.
- Vergeben und die Vergebung vergessen.
- Nett sein zu unfreundlichen Mitmenschen.
- Weniger reden, mehr zuhören.
- Inne halten und reflektieren, was man denn da eigentlich gerade macht.
- Rechzeitig ins Bett gehen.
- Rechtzeitig aufstehen damit man den Tag in Ruhe angehen kann.
- Genug schlafen.
- Rausfinden, warum man ein schlechtes Gewissen hat und versuchen das Problem zu lösen.
- Zur Schöpferin beten (Sorgen teilen und für das Wohl anderer beten).

 

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