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In dieser Rubrik sind Auszüge deutschsprachiger Berichte und Nachrichten aus dem Internet zusammengestellt, die sich vornehmlich mit Sikhs beschäftigen. Internationale Artikel werden miteinbezogen, wenn es sich um besonders interessante bzw. brisante Inhalte handelt. Die Rubrik wird regelmäßig aktualisiert - sofern relevante Inhalte verfügbar sind.
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Sikhs to have separate marriage law soon 25.12.2011 http://www.hindustantimes.com Sikhs are likely to have a separate marriage law soon with the ministry of home affairs planning to move the Union Cabinet in this regard. Ahead of the Punjab Assembly polls, the Centre has decided to accede to the long-standing demand of the Sikh community for enacting a separate Anand Marriage Act, giving legal sanctity to the marriages under Sikh religion, official sources said. So far, Sikh marriages are solemnised under Hindu Marriage Act after the annulment of the Sikh Marriage Act in 1955. Prior to Independence, marriages among Sikhs were held under the Anand Marriage Act in the presence of Guru Granth Sahib and the practice continued till 1955 when the Sikh Marriage Act was replaced and included in the Hindu Marriage Act, clubbing four communities together - Hindu, Sikh, Buddhist and Jain. ... Several political, religious groups and individuals, including former Punjab chief minister Amarinder Singh and Congress leader R S Jaura, have appealed to Prime Minister Manmohan Singh and home minister P Chidambaram for enactment of a separate law for solemnising Sikh marriages. Earlier, a Parliamentary Standing Committee had unanimously approved the creation of the marriage law for Sikhs. However, the Centre has been refraining from acting on it it apparently apprehending that it could lead to similar demands from other communities covered under the Hindu Marriage Act.
Religiöse Konflikte in der Heimat führten den Sikh nach Deutschland 17.12.2011 http://www.badische-zeitung.de Jatinder Singh Sandhu lebt seit sieben Jahren in Deutschland, wo er bei der Gärtnerei Hoch-Reinhard in Fischingen arbeitet und mit seiner Familie in Friedlingen wohnt. ... Zwischen den Sikhs, einer religiösen Minderheit in Indien, und der indischen Regierung hatten sich 1984 mehrere schwere Konflikte zugetragen, bei denen unter anderem die heiligste Stätte der Sikhs angegriffen wurde. Als Reaktion darauf wurde Ministerpräsidentin Indira Ghandi ermordet, wie viele auch hierzulande sich noch erinnern. Jatinder Singh Sandhus Freund und Vorarbeiter bei Hoch-Reinhard, auch ein Sikh, verlor bei dem Angriff auf den Goldenen Tempel zwei Brüder. Jatinder Singh Sandhu spricht von schweren Zeiten für die Sikhs und davon, er glaubt, dass Indien schon immer ein Problem mit Minderheiten gehabt habe. Aufgrund dieser Probleme flüchtete er vor sieben Jahren nach Deutschland, wo er 2004 Asyl beantragte, was ihm 2005 auch gewährt wurde. ... Da Jatinder Singh Sandhu, der "Jeet" genannt wird, wusste, dass in der Gärtnerei in Fischingen andere Sikhs arbeiten, war es für ihn naheliegend, sich dort auch um eine Stelle zu bewerben. Nun arbeitet er seit sechs Jahren in Fischingen, wo er alle möglichen Arbeiten erledigt und sich auch sehr wohl fühlt. Mit seiner Frau und seiner vier Jahre alten Tochter lebt Jatinder Singh Sandhu in Weil-Friedlingen. Dass er praktizierender Sikh ist, kann man auch an seinem kunstvoll gebundenen Turban, genannt Dastar, erkennen, den er trägt. Da der nächste deutsche Sikh-Tempel in Mannheim und damit recht weit entfernt liegt, fährt er an den Wochenenden oft in die Schweiz in die Nähe von Olten, wo es einen nähergelegenen Sikh-Tempel gibt. Die Religion ist im Leben des gläubigen Sikhs wichtig, und auch seiner Tochter möchte er die Religion nahebringen, sobald sie alt genug dafür ist. Jedoch ist ihm auch klar, dass seine Tochter automatisch in zwei verschiedenen Kulturen aufwächst. Das findet er gut, er möchte nur, dass sich seine Tochter bewusst ist, woher ihre Eltern kommen und welche Probleme sie nach Deutschland brachten. von: eran
Mainstream. Der Sog der Masse 14.11.2011 http://www.zeit.de ... Das Experiment ist oft wiederholt worden, es kommt immer das Gleiche heraus. Man kann die meisten Leute dazu bringen, öffentlich zu erklären, dass eins plus eins drei ergibt. Kein Problem. Es müssen ihnen nur genügend andere Leute dabei Gesellschaft leisten. ... Die Außenseiter, die Verweigerer des Mainstreams, haben nämlich oft recht behalten. Galileo Galilei wurde eingesperrt, weil er die Ansicht vertrat, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Die ersten Kämpferinnen für das Frauenwahlrecht waren in den Augen der Mehrheit Spinnerinnen. 1980 waren die Grünen eine Randgruppe. ... Auf der Suche nach einer Antwort – was wird zum Mainstream? – landet man bei Gustave Le Bon, der 1895 den Klassiker Psychologie der Massen geschrieben hat. Le Bon war Arzt und Anthropologe, das Massenverhalten konnte er im Krieg von 1870/71 studieren, im belagerten Paris, und während der Tage der Pariser Kommune. Le Bon behauptet, dass Menschenmassen sich in ein neues Wesen verwandeln, ein Gemeinschaftsgeschöpf, das anders handelt und anders funktioniert als der Einzelne. Die Masse sei schlichter, begeisterungsfähiger, brutaler, irrationaler, leichtgläubiger, sprunghafter, als Individuen es sind. Intelligenz sei als Massenphänomen unmöglich. Die Masse ist dumm – diese Weisheit klingt ziemlich undifferenziert, nach einer Stammtischweisheit, aber sie beschreibt tatsächlich recht genau die Grundlage der Massenpsychologie. Falls Le Bon recht hat, ist ein Soziologenkongress in seinem gemeinsamen Arbeitspapier weniger intelligent, als jeder einzelne Soziologe es wäre, wenn er alleine nachdenkt. Eine Redaktionskonferenz, die gemeinsam über ein Thema berät, wäre demnach im Normalfall weniger originell als der einzelne Redakteur, den man in Ruhe überlegen lässt. Da kann ich mitreden, das habe ich oft erlebt. Und lange vor den großen Verbrechen der Nazis und des Stalinismus vertrat Le Bon die Theorie, dass »gutmütige Bürger, die normalerweise ehrsame Beamte geworden wären«, in der Masse zu den grausamsten Verbrechen fähig sind. Die Masse ist nicht nur dumm. Sie kann auch gefährlich sein. 1895 wurde das Kino gerade geboren, ans Fernsehen dachte keiner. Trotzdem hat Le Bon über die Entstehung von Massenmeinungen den erstaunlichen Satz geschrieben: »Die Massen können nur in Bildern denken.« Bilder transportieren Emotionen, nur Emotionen bewegen Massen. Logik ist zu kompliziert für sie. Die zweite Grundregel zur Überzeugung der Massen – Le Bon spricht lieber von »Hypnose« als von »Überzeugung« – heiße Wiederholung. ... Dies ist die größte Beunruhigung von allen, dass nämlich unser offizieller Herrscher, der Souverän in einem demokratischen System, das Volk, wir selber, ein launischer, dummer und gefährlicher Herrscher sein könnte. ... 1986 hat der Wissenschaftler Craig Reynolds mithilfe von Computersimulationen herausgefunden, dass die Individuen, aus deren Summe ein Schwarm entsteht, sich an drei Regeln halten. Das, was wir »Schwarmintelligenz« nennen, beruht tatsächlich auf nur drei Verhaltensregeln. Erstens: Bewege dich als Mitglied des Schwarms immer in Richtung des Schwarm-Mittelpunkts. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Schwarm auseinanderfließt. Zweitens: Bewege dich weg, sobald dir jemand zu nahe kommt, vermeide Zusammenstöße. Drittens: Bewege dich in dieselbe Richtung wie deine Nachbarn. ... Im neuen Heft der Kulturzeitschrift Merkur geht es um das Thema »Konformismus«. Niemand möchte ein Konformist sein, tatsächlich sind es aber fast alle. Warum? Die Herausgeber antworten: »Es ist etwas anderes, ob man sich als professioneller Tabubrecher in Talkshows feiern lässt oder ob man freimütig die Wahrheit sagt, seine Wahrheit. Dafür muss man womöglich einen Preis bezahlen. Zu missfallen oder gar ausgestoßen zu werden aus dem Kreis derjenigen, die die richtigen, die guten, die hilfreichen Ansichten vertreten.« ... Noch einmal die Frage: Wer entscheidet darüber, welche Ansicht »richtig« ist und welche »falsch«? Im Merkur schreibt der Medientheoretiker Norbert Bolz, dass die meisten Leute die Ansichten übernehmen, von denen sie glauben, dass die meisten anderen Leute sie auch haben. Darüber, welche Meinung gerade die allgemein übliche ist, informieren die Massenmedien. Die Meinungsmacher dort sind aber auch nur Leute wie alle anderen. Sie tendieren dazu, die Meinungen und die Themen anderer Meinungsmacher zu übernehmen – sie verhalten sich genau wie die Versuchspersonen im Solomon Aschs Experiment mit den vier Linien. Sie trauen ihren eigenen Augen nicht. ... Weil der Mainstream heute die normative Rolle übernommen hat, die früher von Traditionen und Sittengesetzen gespielt wurde, tendiert man dazu, vom Mainstream abweichende Meinungen als unmoralisch zu verurteilen. Wissenschaftler, die zur angeblich nahenden Klima-Apokalypse eine abweichende Meinung vertreten, werden zum Beispiel »Klimawandelleugner« genannt – als ob es um Religion ginge und nicht um Wissenschaft. In der Wissenschaft kann es ohne den Zweifel an scheinbaren Gewissheiten keine Entwicklung geben. Und weder in der Wissenschaft noch in der Kunst hat die Masse jemals etwas Bemerkenswertes hervorgebracht. »Alles Wertvolle«, schreibt Bolz, »verdanken wir außergewöhnlichen Individuen.« ... Von Harald Martenstein
Hundertjähriger Marathonteilnehmer Singh - "Laufen hält mich am Leben" 04.11.2011 http://www.spiegel.de Er ist der älteste Mensch, der jemals einen Marathon absolviert hat: Für Fauja Singh ist Laufen ein Lebenselixier. Im Achilles-Interview spricht der Hundertjährige über Schicksalsschläge, Training im hohen Alter und erklärt, warum das Fliegen für ihn pure Entspannung ist. ... Singh: Es ist Gottes Wille, dass ich gesund bin und in meinem Alter noch so herumlaufen kann. Dass ich berühmt bin, bekomme ich gar nicht so mit. Aber ich genieße jeden Lauf und finde es toll, dass sich die Menschen mit mir freuen. Frage: Sie sind ein Idol geworden für viele Läufer auf der ganzen Welt. Singh: Es macht mir Freude, zu sehen, dass sich insbesondere ältere Menschen durch mich ermutigt fühlen, Sport zu treiben. Aber als ich mit dem Laufen begann, war es gar nicht meine Absicht, ein Vorbild oder berühmt zu werden. Ich bin nur ein ganz normaler Mann, der etwas für seine Gesundheit tun möchte. Frage: Wann haben Sie mit dem Laufen angefangen? Singh: Als ich noch ein Junge war, damals in Indien, habe ich Sport geliebt. Ich wollte immer zusehen oder mitmachen - egal ob beim Wettlauf, Gewichtheben oder Ochsenrennen. Und weil ich nicht zur Schule ging, hatte ich auch viel Zeit dazu. Dann kam das Jahr 1947: Indien erklärte sich unabhängig, es gab viel Blutvergießen. Rennen tat man nicht mehr in der Freizeit, sondern um sein Leben zu retten. Da habe ich mit dem Sport aufgehört. Frage: Wie haben Sie zurückgefunden? Singh: Erst starb meine Frau, dann verlor ich einen Sohn durch einen schrecklichen Unfall. Ich wollte nicht alleine bleiben und beschloss, mein Leben als Bauer in Indien aufzugeben. Mit meinem jüngsten Sohn zog ich nach Großbritannien - und dort sah ich eines Tages einen Marathon im Fernsehen. Das gefiel mir und ich beschloss, selbst einmal mitzumachen. ... Singh: Das Laufen hält mich gesund, und bei den Marathons habe ich die Möglichkeit, Spendengeld für Bedürftige zu sammeln. Und der Segen der Bedürftigen sorgt wiederum dafür, dass ich gesund bleibe. Es ist ein Kreislauf. Frage: Wie viel trainieren Sie? Singh: Ich bewege mich jeden Tag bis zu 16 Kilometer. Viel Walking und ein kleines bisschen Jogging. Frage: Achten Sie besonders auf Ihre Ernährung? Singh: Ich esse, um zu leben, und lebe nicht, um zu essen. In den armen Ländern sterben die Menschen an Unterernährung; in den reichen Ländern sterben sie, weil sie zu viel essen. Ich nehme nicht viel zu mir und auch nur das, was mir guttut. ... Singh: Das Laufen hält mich am Leben, ich werde so lange wie möglich weitermachen. Denn nach dem Tag, an dem ich die Laufschuhe an den Nagel hänge, würde mein Körper nicht lange gesund bleiben. Ich würde bald sterben. Das Interview führte Wendelin Hübner
Indien: Vorurteile abbauen 17.09.2011 http://www.oecumene.radiovaticana.org Die Polizei sollte mehr Sensibilität im Umgang mit religiösen Minderheiten lernen. Das fordert der indische Premierminister Manmohan Singh, der selbst der Sikh-Minderheit angehört. Vorurteile seien „schädlich für eine wirksame Polizeiarbeit“, so Singh. Er traf sich am Freitag mit Polizeichefs und führenden Sicherheitskräften in Neu Delhi. Die Tätigkeit der Polizei müsse sich auf das Vertrauen und die Zusammenarbeit aller Bevölkerungsteile stützen. Die Wahrnehmung, dass es in manchen Strafverfolgungs- und Ermittlungsbehörden Vorurteile gegen religiöse Minderheiten gebe, sei auch beim jüngsten Treffen des Nationalen Integrationsrates zur Sprache gekommen, so Singh. Der Polizei wird immer wieder vorgeworfen, bei Angriffen gegen Minderheiten nicht einzugreifen. ... (ucan/kna 17.09.2011 mg)
Mandat für Überlebende - Die Norwegerin Prableen Kaur schwamm um ihr Leben, als Anders Breivik auf der Insel Utøya zum Massenmörder wurde. Nun tritt sie bei der Kommunalwahl in Oslo an und hat gute Chancen. 10.09.2011 http://www.fr-online.de Von Hannes Gamillscheg Vom 23. Platz der Wahlliste ins Rathaus einzuziehen, wo die eigene Partei nur 18 Sitze hat, ist für Politprofis schwierig und für eine 18-jährige Novizin eigentlich unmöglich. Doch Prableen Kaur dürfte es gelingen, genügend Vorzugsstimmen zu sammeln, um auf der Liste nach oben zu rutschen; das norwegische Wahlrecht sieht diese Möglichkeit vor. So könnte die Gymnasiastin aus Oslo nach den Kommunalwahlen am Montag ihre Zeit wohl zwischen Schule und Bürgerversammlung der Hauptstadt teilen müssen. Kein anderer sozialdemokratischer Kandidat hat bei Facebook so viele Anhänger wie die Tochter eines aus Indien eingewanderten Taxifahrers. Niemand wurde im Wahlkampf so oft angesprochen wie das Mädchen mit dem Turban, mit dem sie ihre Zugehörigkeit zur Sikh-Gemeinde demonstriert.... Sie war eine der Teilnehmerinnen des Jungsozialisten-Lagers auf Utøya, eine von denen, die der Massenmörder Anders Breivik vernichten wollte und die um ihr Leben lief und schwamm. ... „Niemals“, sagte sie später, habe sie nach dem Massaker daran gedacht, ihr politisches Engagement aufzugeben. Schon zuvor war sie in Parteikreisen bekannt: Ihr Appell auf einem Kongress, als sie – vergeblich – eine Resolution für ein Verbot religiöser Kopfbedeckungen im öffentlichen Dienst bekämpfte, beeindruckte auch Andersdenkende. Sie gab selbst ein Beispiel, dass man „nicht den Kopf verliert, weil man ein Kopftuch trägt“, wie sie es formulierte. „Wir sind alle Norweger“, sagt sie. „Jeder auf seine Art.“
Dr Indarjit Singh OBE CBE has become the first Turban-wearing Sikh to be appointed a life peer in the House of Lords 06.09.2011 http://www.obv.org.uk Dr Singh, who is the director of the Network of Sikh Organisations, will sit as an independent Lord. He played a central role in the landmark case of Mandla v Dowell Lee in 1982, which established an important degree of protection for Sikhs to wear the symbols of their faith. He also has played his part in promoting inter-faith understanding, having been a founding member and current vice chair of the Inter Faith Network UK. Dr Singh is also head of the Sikh Chaplaincy Service, which works for the pastoral care of Sikhs in prisons. He is also the co-coordinator of pastoral care for Sikhs in hospitals and in the Armed Forces, and a trustee of the World Congress of Faiths. ... In 2008 he became the first Sikh to address a major conference of at the Vatican, when he gave a keynote address on the need for respect and tolerance between world faiths. Dr Singh said he was honoured to become a life peer and wanted to use his position to further promote harmony and tolerance between different communities. He said: “I'm delighted to be the first turbaned Sikh in Parliament. It gives me a new opportunity, to do what I have always tried to do; to work with people of all beliefs to increase tolerance and understanding and work for greater social and political justice in society.” He added: “As Sikhs we have a glorious history of commitment and sacrifice for uplifting ideals. It is important that we see this as inspiration to work for a better present and future, not simply for ourselves, but for all people in line with our Gurus' teachings. The mantra of today's times to look after ourselves, because we are important, is creating a selfish and fragmented society. ... As Sikhs we see a wider society where the focus is away from an unhealthy obsession with self to the needs of wider society. I would like, in my small way to work with like-minded people to reverse this trend. Sikh teachings are a unique blueprint of how to move in this direction.
»Es sind tolle Menschen« Im italienischen Pessina Cremonese steht der größte Sikh-Tempel Europas 30.08.2011 http://www.neues-deutschland.de Von Anna Maldini, Rom Mitten in der Poebene, dort wo die ausländerfeindliche Lega Nord ihre Stammwähler hat, steht seit einigen Tagen ein Sinnbild dafür, dass das Zusammenleben zwischen unterschiedlichen Kulturen und Religionen sehr wohl funktionieren kann. In Pessina Cremonese, zwischen Mantua und Cremona, wurde der größte Sikh-Tempel Europas eingeweiht. Und alle sind sich einig: Ohne diese indische Volks- und Religionsgemeinschaft wäre diese Gegend sehr viel ärmer und würde es typisch italienische Produkte wie den Parmesan-Käse vielleicht gar nicht mehr geben. Die Einweihung des großen Tempels mit seinen fast 3000 Quadratmetern Fläche und 15 Metern Höhe war äußerst feierlich: Aus einem Hubschrauber wurden Tonnen von Rosenblättern geworfen und etwa 10 000 Menschen setzten zum ersten Mal den Fuß in dieses Gebäude, das Kulturzentrum, Restaurant und Tempel in einem ist. Ganz fertig ist der Bau noch nicht: es fehlen die fünf goldenen Kuppeln, für die hat das Geld nicht gereicht. Aber auch so ist der Tempel – der größte in Europa – schon teuer genug gewesen: knapp zwei Millionen Euro, von denen 700 000 von den Anhängern der Religionsgemeinschaft gesammelt wurden, während 1,3 Millionen ein Kredit sind, den die lokale Landwirtschaftsbank genehmigt hat. Das ist ein weiteres Zeichen für das gute Verhältnis zwischen den Italienern und den etwa 50000 Sikh, die in der Poebene leben und arbeiten. Die ersten kamen in den 80ern: Es waren vor allem Tierpfleger in einem Wanderzirkus, die dann in der lokalen Landwirtschaft Fuß fassten. Und Landwirtschaft bedeutet in der Gegend entlang dem Fluss Po in erster Linie Käseherstellung und Parmesan. Die Bauern sind sich einig: So gute Melker und Tierhüter haben sie noch nie gehabt! Zwar sind Kühe für Sikh nicht heilig, aber sie haben trotzdem ein besonders gutes Verhältnis zu den Tieren, was ihnen bald den Beinamen »Kuhflüsterer« eingebracht hat. Die ersten Inder haben dann ihre Familien nachgeholt. Inzwischen lebt hier eine zweite Generation, die versucht, gleichermaßen beiden Kulturen gerecht zu werden. Die Kinder besuchen höhere Schulen, viele träumen von einer Karriere als Computerspezialist oder Ingenieur. Ihren indischen Vornamen haben die meisten italienische hinzugefügt, weil sie den Italienern keine Zungenbrecher zumuten wollen. So entwickelte sich mit der Zeit eine große Gemeinschaft, die sich nicht nur gut integriert hat, sondern von den Italienern zum Teil bewundert wird. Man schätzt nicht nur ihre Zuverlässigkeit und ihren Arbeitseifer, sondern auch ihre Gastfreundschaft und die Zuwendung, die sie allen Lebewesen entgegen bringen. ... Für den Bau ihres Tempels haben sie italienische Baufirmen beauftragt (»Wir müssen der lokalen Wirtschaft doch unter die Arme greifen«) und der italienische Architekt Giorgio Mantovani hat die Arbeiten geleitet. Auch er hat nur freundliche Worte: »Es sind tolle Menschen und wir müssen ihnen dankbar sein.« Ähnlich sieht das Dalido Malaggi, linker Bürgermeister des Dorfes, wo unter dem Ortschild steht: »Gemeinde ohne Rassenvorurteile«. ... Die wirkliche Freiheit ist die Überwindung aller Vorurteile!« ...
Religiöse Ansichten respektieren. Nur wenn es keinen Arbeitsplatz gibt, der mit dem Glauben vereinbar ist, können Firmen kündigen 06.08.2011 http://www.welt.de Autor: Christian Althaus ... Unternehmen dürfen ihren Mitarbeitern kündigen, wenn diese aus Glaubensgründen ihre Arbeit verweigern. Voraussetzung ist aber, dass der Arbeitgeber vorher geprüft hat, dass es keine andere Tätigkeit im Betrieb gibt, die mit den religiösen Ansichten des Angestellten vereinbar ist. (BAG, Urteil vom 24.02.2011, Az. 2 AZR 636/09). Dabei kommen jedoch nur solche Tätigkeiten in Betracht, die der Arbeitgeber für seinen Mitarbeiter auch bereitstellen kann. Lässt das der Betrieb nicht zu, dann ist eine Kündigung gerechtfertigt. ... Ein Arzt und eine Ärztin wollten so etwa nicht an der Entwicklung von Medikamenten mitarbeiten, die den Einsatz von Soldaten bei einem möglichen Nuklearkrieg ermöglichen und verlängern sollten. Ihr Arbeitgeber, eine Arzneimittelfirma, kündigte daraufhin. Dagegen klagten die beiden Betroffenen. Vor dem Bundesarbeitsgericht hatten sie schließlich Erfolg. Die Regeln des Bürgerlichen Gesetzbuches (§ 275 Abs. 3 BGB) lassen in bestimmten Situationen ebenfalls eine Arbeitsverweigerung zu. Kein Arbeitnehmer muss einer Arbeitsanweisung nachkommen, die seine eigene Gesundheit erheblich gefährdet oder sogar sein Leben bedroht. Gerichte haben auch schon eine Arbeitsverweigerung anerkannt, wenn ein familiärer Notfall droht, also schwer erkrankte Angehörige zu betreuen sind oder das eigene Kind versorgt werden muss. Auch das Tragen bestimmter Kleidungsstücke aus religiösen Gründen, wie beispielsweise das haarbedeckende Kopftuch bei Frauen muslimischen Glaubens oder der Turban der Sikh, muss vom Arbeitgeber geduldet werden. Es fällt unter die Religionsfreiheit. ... Arbeitgeber sind rechtlich auf der sicheren Seite, wenn sie nachweisen können, dass der betroffene Mitarbeiter einen möglichen Gewissenskonflikt schon bei Abschluss des Arbeitsvertrags absehen konnte. In diesem Fall kann er sich im Nachhinein nicht auf sein Gewissen berufen. Das gilt auch für Gebetspausen. So wollte ein Mitarbeiter während seiner Arbeitszeit fünf Mal am Tag Gebetspausen einlegen. Religiöse und arbeitsvertragliche Pflichten kollidieren. Das Landesarbeitsgericht Hamm entschied zugunsten des Arbeitgebers. ... Die jüngste Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts nimmt Mitarbeitern die Pflicht nicht ab, den Arbeitgeber so früh wie möglich auf absehbare Einschränkungen hinzuweisen, die aus Gründen der Religion oder des Gewissens entstehen können. ...
High Court appoint first Sikh judge 01.08.2011 http://www.obv.org.uk Rabinder Singh QC has created history after becoming the first Sikh to be appointed as a High Court judge. The 47-year-old is set to take up his position on the Queen’s Bench Division (QBD) in October and will preside over cases wearing a turban rather than the traditional judicial wig. Singh is the first male from an ethnic background to be made a High Court judge and his appointment comes at a time when diversity in the judiciary is being looked at by a House of Lords select committee. But his selection is far from being a response to a lack of representation from the BME community. Singh has been seen as a high caliber appointment and someone who can inspire more members from the ethnic community to aim to get to his level. ... In 2004, he successfully represented human rights group Liberty, in the House of Lords against the indefinite detention without trial of non-UK national suspected of terrorist activities. A year later, Singh again was successful representing Liberty and the Joint Council for the Welfare of Immigrants in the case against the UK government over the refusal of economic benefits to refugees. Born in Bristol in 1964, Singh achieved a double first in law at the Trinity College University of Cambridge in 1985 and four years later he was called to the Bar by Lincoln's Inn and was one of the Junior Counsel to the Crown (A Panel) until he took silk in 2002. He has also been the recipient of a number of awards including being named Barrister of the Year in 2001 by Lawyer magazine. Singh was also given the award of Human Rights Lawyer of the Year (JUSTICE/Liberty) in 2006 and in 2010 was Human Rights and Public Law Silk of the Year (Chambers Bar Awards). Siehe auch: Uganda's first Sikh High Court Judge sworn in
«Ich stellte mich tot, bis alles still war» 23.07.2011 http://bazonline.ch Die junge Prableen Kaur hat den Amoklauf auf Utøya überlebt. In einem Aufsatz erzählt sie, was sie auf der Insel gesehen hat. Vor wenigen Tagen reiste Prableen Kaur mit ihren Kollegen auf die kleine Insel Utøya für ein gemeinsames Sommerlager mit anderen Jungpolitikern. Sie ist Mitglied der Arbeidernes Ungdomsfylking AUF, der Jugendabteilung der norwegischen Arbeiterpartei. .. Mittlerweile sind fast hundert junge Menschen nach dem Amoklauf eines 32-Jährigen in dem Lager ums Leben gekommen. Prableen Kaur hat überlebt. Sie ist zuhause bei ihren Eltern. Am Mittag hat sie in einem Beitrag auf ihren Blog beschrieben, was sie erlebt hat. ... Prableen erinnert sich, dass sie dachte: «Ist er hier? Schiesst er auf mich? Sieht er mich?» Dann rennt sie weiter, hinunter zum Wasser. Auch dort verstecken sich andere Jugendliche. Prableen legte sich hinter einen Mauervorsprung und ruft ihre Mutter an. «Ich sagte ihr, dass ich nicht sicher bin, ob wir uns noch einmal sehen. Dass ich aber alles tun würde, um mich zu retten. Ich sagte ihr mehrmals, dass ich sie liebe. Ich hörte sie weinen. Ich schickte eine SMS an meinen Vater, dass ich ihn liebe. Ich schickte eine SMS an einen anderen Menschen, der mir sehr viel bedeutet. Ich schickte eine SMS an meinen besten Freund.» ... Alle rundum schrieben laut Prableem SMS, niemand traute sich zu telefonieren. Aus Angst, gehört zu werden. Prableem schreibt auf ihr Facebook-Profil, sie sei «noch immer am Leben». Als die Schüsse näher kommen, rennen einige der anderen Jugendlichen los und springen ins Wasser, um zu fliehen. «Ich entschied, dass ich nicht rennen würde», schreibt Prableen. Ich würde mich totstellen, wenn er kam.» ... «Als wir an Land traten, bekamen wir Decken. Die Tränen haben mich überwältigt, ich weinte immer mehr. Eine Frau umarmte mich. Es fühlte sich so gut an.» ... (oku)
Wegen Turban. Australische Kneipe wirft Sikh-Gläubigen raus 04.07.2011 http://www.spiegel.de Der Rauswurf eines Turban-Trägers hat einem Pub in Australien negative Schlagzeilen beschert, die Entschuldigung kam prompt: Gäste sollen in der Kneipe zwar keine Kopfbedeckungen tragen - "in diesem speziellen Fall" habe es sich aber um ein Versehen gehandelt. Brisbane - Die Kneipe Royal English Hotel in Brisbane hat sich am Montag gezwungen gesehen, für einen Vorfall um Entschuldigung zu bitten. Zuvor hatte die Bar einen Turban-Träger aus ihren Räumlichkeiten hinausgeworfen - und damit für negative Schlagzeilen gesorgt. ... Der Anhänger der Sikh-Religion, der wegen seines Turbans das Pub am Sonntag verlassen musste, hätte "in diesem speziellen Fall" allerdings nicht aufgefordert werden dürfen, seine Kopfbedeckung abzulegen. ... Präsident der Weltorganisation der Menschen indischen Ursprungs, sprach von einem "Einzelfall" in Australien. In dem Land dürften selbst gläubige Polizisten einen Turban tragen - dies werde auch respektiert. wit/AFP
Geplante Hinrichtung in Indien. Letzte Hoffnung Deutschland 23.06.2011 http://www.spiegel.de Von Hasnain Kazim, Islamabad Erstmals seit sieben Jahren soll in Indien wieder ein Mensch hingerichtet werden: Präsidentin Patil hat das Gnadengesuch eines verurteilten Terroristen abgelehnt. ... Deutschland, finden sie, sei Schuld, dass Davinder Pal Singh Bhullar möglicherweise bald sterben muss. Deutschland, sagen sie, könnte das aber auch verhindern. ... Hunderte demonstrieren, verlangen die Freilassung des Mannes. T-Shirts mit dem Bild des Mannes mit dem langen schwarzen Bart und dem Turban sind in Punjab derzeit der Renner. An der Spitze der Protestbewegung: Navneet Kaur, Ehefrau von Bhullar. ... Davinder Pal Singh Bhullar, 45, Dozent im Fach Ingenieurswissenschaften, wird von den indischen Behörden vorgeworfen, in zwei Terroranschläge 1991 und 1993 in Indien verwickelt zu sein. Mehrere Menschen kamen bei den Gewalttaten von Sikh-Extremisten ums Leben. Bhullar war Mitglied einer militanten Organisation, die für einen unabhängigen Sikh-Staat kämpft. Seit Mitte der achtziger Jahre war er mehrmals verhaftet und von der Polizei misshandelt worden. Mehrere Sikh-Extremisten, darunter Bhullars Vater und Onkel, wurden verhaftet und verschwanden. Bhullar wollte nach Kanada fliehen, wurden aber im Dezember 1994 am Frankfurter Flughafen bei der Durchreise festgenommen. Er trug gefälschte Papiere bei sich. Noch in der Untersuchungshaft stellte er einen Asylantrag, der in einem Schnellverfahren abgelehnt wurde. ... Dort könnte ihm Folter und im schlimmsten Fall sogar die Todesstrafe drohen, erklärten sie und beriefen sich auf Erkenntnisse von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch, wonach Folter in indischen Gefängnissen noch durchaus üblich ist. Doch ein Gericht hielt den Antrag für "offensichtlich unbegründet" und sah auch keine Abschiebungshindernisse. Im Januar 1995 wurde Bhullar zurück nach Indien gebracht. ... Das Frankfurter Verwaltungsgericht bestätigte zwei Jahre später zwar die Nichtanerkennung des Asylgrundes, bewertete aber die Abschiebung als rechtswidrig - die drohende Todesstrafe stelle eindeutig ein Abschiebehindernis dar. ... Bei seiner erzwungenen Rückkehr wurde er in Neu-Delhi verhaftet. Er räumte eine Beteiligung an den Anschlägen ein, zog das Geständnis später aber mit der Begründung zurück, er habe die Aussage unter Folter gemacht. Sechs Jahre dauerte das Gerichtsverfahren, an dessen Ende er im August 2001 zum Tode verurteilt wurde. Der Vorsitzende Richter hatte sich gegen ein Todesurteil ausgesprochen, er hatte erklärt, das fragwürdige Geständnis allein könne nicht Grundlage für eine so drastische Strafe sein. Seine beiden Richterkollegen überstimmten ihn. Seit mehr als 16 Jahren sitzt Bhullar nun in Indien in Haft. Der Fall bringt Berlin in die Bredouille, weil führende Sikhs immer wieder anprangern, Deutschland habe ihn entgegen dem Grundsatz, dass niemand abgeschoben wird, dem Folter oder die Todesstrafe droht, nach Indien zurückgeschickt. Eine Hinrichtung könnte die deutsche Politik "aufwühlen", da Deutschland gegen die Hinrichtung von Menschen sei, schreibt die "Times of India". ... Schon Bundespräsident Johannes Rau habe darum gebeten, Milde walten zu lassen. Auch die deutsche Botschaft habe in den vergangenen Jahren mehrmals gegen das Todesurteil protestiert. Anfang Juni, nach der Ablehnung des Gnadengesuchs, verabschiedete der Rat der EU-Außenminister eine Erklärung, die ebenfalls eine Haft- anstelle einer Todesstrafe verlangt. ... Die Organisation Pro Asyl betont, es sei der bisher einzige Fall, in dem ein Mensch illegal deportiert wurde und nun mit der Hinrichtung rechnen muss. Die Bundesrepublik habe die drohende Vollstreckung des Todesurteils wegen der Abschiebung mitzuverantworten. ... Navneet Kaur ... sei zuversichtlich, dass er frei komme. Nach all den Jahren in der Todeszelle leide er unter psychischen Problemen. "Das Urteil basiert ja nur auf einem erzwungenen Geständnis. Es wurden 133 Zeugen vernommen, kein einziger hat meinen Mann als Täter identifizieren können", sagt sie. ...
Anklage gegen mutmaßliche Rädelsführer und Mitglieder der "Khalistan Zindabad Force" (KZF) 19.05.2011 http://nachrichten.t-online.de presseportal.de - Karlsruhe (ots) - Nr. 19 Die Bundesanwaltschaft hat am 21. April 2011 vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main Anklage gegen den 36-jährigen indischen Staatsangehörigen Bhupinder S. B., den 33-jährigen indischen Staatsangehörigen Gurmit S., den 36-jährigen indischen Staatsangehörigen Sukhpreet S., den 41-jährigen indischen Staatsangehörigen Jagtar S. M. und den 31-jährigen deutschen Staatsangehörigen Mandeep S. wegen Mitgliedschaft - bei Bhupinder S. B. und Gurmit S. wegen Rädelsführerschaft - in einer ausländischen terroristischen Vereinigung (§ 129b Abs. 1 i.V.m. § 129a Abs. 1 und 4 StGB) und Verstößen gegen das Waffengesetz erhoben. Die Angeschuldigten Bhupinder S. B., Gurmit S. und Mandeep S. sind darüber hinaus der Verabredung zum Mord (§ 30, § 211 StGB) hinreichend verdächtig. Dem Angeschuldigten Sukhpreet S. wird außerdem die Nichtanzeige einer geplanten Straftat vorgeworfen (§ 138 StGB). In der nunmehr zugestellten Anklageschrift ist im Wesentlichen folgender Sachverhalt dargelegt: Die ausländische terroristische Vereinigung "Khalistan Zindabad Force" (KZF) verfolgt das Ziel, auf dem indischen Subkontinent mit Gewalt einen unabhängigen Staat "Khalistan" für Angehörige der Religionsgemeinschaft der Sikhs zu errichten. Sie verübt zum einen Anschläge auf indische Einrichtungen und Persönlichkeiten der indischen Politik. In ihr Anschlagsspektrum fallen aber auch religiöse Führer von Sikh-Gruppierungen, die eine andere Ausrichtung als die KZF vertreten. Die Organisation verfügt über ein Netz aus Mitgliedern, das bis nach Europa reicht. Sie ist aufgrund eines Beschlusses des Rates der Europäischen Union seit Dezember 2005 als terroristische Vereinigung gelistet. ...
Vorleserin probt vor Spiegel 03.05.2011 http://www.allgemeine-zeitung.de 13.05.2011 - BAD KREUZNACH. Von Wolfgang Zumsteg. WETTBEWERB Ehrung der Landessiegerin in der Förderschule am Ellerbach Nur in Rheinland-Pfalz und in Schleswig-Holstein werden an den sogenannten Förderschulen landesweite Vorlesewettbewerbe durchgeführt, in anderen Bundesländern gibt es diesen Vergleich, der der Leseförderung dient, nicht. ... Am Ende des Lesemarathons stand für die Juroren die Siegerin fest: die erst 13 Jahre junge Savkirt Kaur aus Nieder-Olm.
31 Gastdozenten aus aller Welt an Nordhäuser FH 03.05.2011 http://www.thueringer-allgemeine.de Amerjit Walia zeigt Studenten der Fachhochschule indische Kampfkunst als Methode der Mitarbeitermotivation. Die Nordhäuser Einrichtung führte eine internationale Projektwoche mit 31 Gastdozenten aus 14 Ländern durch. Gastwissenschaftler aus 14 Ländern sorgen in dieser Woche für internationales Flair auf dem Fachhochschul-Campus. 550 Studenten beteiligen sich an der besonderen Projektwoche. Nordhausen. Der Säbel zerschneidet die Luft. Amerjit Walia schwingt ihn elegant und kraftvoll zugleich. Das ist indische Kampfkunst, die der Sikh, seines Volkes - und eine Möglichkeit der Mitarbeitermotivation. Als solche bringt der Unternehmensberater und Dozent einer Londoner Universität diese auch Nordhäuser Studenten nahe. ... Kristin Müller / 03.05.11 / TA
Entwicklungshilfe. Versicherer wittern Geschäft mit Mikropolicen 02.05.2011 http://www.welt.de Autor: Melanie Hofmann ... In armen Ländern fehlt Menschen meist das Geld, gegen Krisen vorzubeugen. Versicherer bieten Mikropolicen und machen lukrative Geschäfte. Jarnail Kaur und ihre Familie gehören der Sikh-Religion an, wie fast alle hier in Punjab, einem Bundesstaat im Nordwesten Indiens. In seiner opulenten Buntheit will dieser Altar nicht richtig zum Rest des einfachen Hauses passen, das Jarnail Kaur von ihrem Mann geerbt hat. Es ist etwas über ein Jahr her, dass ihr Ehemann Ramji eine Lebensversicherung bei der Bajaj-Allianz abgeschlossen hat. Nur 57 Tage später starb er. „Ich war so dagegen, dass er die Police kauft“, erinnert sich Kaur. Aber nach seinem Unfalltod bekam Kaur einen Scheck über 100.000 Rupien (fast 1600 Euro) von der Versicherung ausgehändigt. Das ist ein Vermögen für landlose Milchbauern. ... So wie Jarnail Kaur und ihre Familie leben weltweit etwa 80 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze – und müssen mit weniger als umgerechnet einem Euro pro Tag auskommen. Für Notlagen haben sie keine Absicherung, ein Sozialsystem gibt es auch in Indien nicht. Diese Lücke versuchen jetzt Versicherungsunternehmen zu füllen und bieten Policen an, die oft nur wenige Cent im Monat kosten. ... Auch der weltweit erste Mikroversicherungsfonds Leapfrog hat schnell 112 Millionen Dollar gesammelt, um künftig kleine Versicherungsgesellschaften damit zu fördern. Die Gelder des Fonds werden in wachstumsstarke Versicherungsgesellschaften in Asien und Afrika investiert, in Südafrika, Indien, Kenia, Ghana und auf den Philippinen. ... Dabei handeln die Versicherungskonzerne und Entwicklungshelfer keineswegs aus reiner Nächstenliebe: Der weltweite Bedarf an Mikroversicherungspolicen wird auf 1,5 bis drei Milliarden Stück geschätzt. Laut einer Studie der Schweizer Rückversicherung (Swiss Re) winken der Branche Gewinne von ungefähr 30 Milliarden Euro. Berechnungen der Vereinten Nationen haben ergeben, dass derzeit nur fünf Prozent dieses Marktpotenzials ausgeschöpft werden. ... In Indien leben etwa 70 Prozent der Bevölkerung auf dem Land. 2005 hat die indische Versicherungsaufsicht IRDA (Insurance Regulatory and Development Authority) deshalb die Versicherer verpflichtet, ihre Geschäftsmodelle auf ländliche Gebiete auszuweiten. Das ist schwierig, da nicht nur die mangelnde Infrastruktur den Zugang zu den Menschen erschwert. „Wir haben viele private und öffentliche Mitbewerber hier in Indien, aber kaum einer kümmert sich wirklich um die Dörfer“, sagt Gupta. ...
Kaymers Stress, Tigers TV-Tour 22.03.2011 http://www.golf.de ... Gar nicht gut verlief die Ankunft des indischen Golfprofis Jeev Milkha Singh und seines Schwung-Coaches Amritinder Singh am Flughafen Mailand auf dem Weg zur Sicilian Open. Die Sicherheitsleute wollten, dass der Coach seinen Turban absetzt. Der gläubige Sikh weigerte sich. Wie der Golfprofi Singh in einem Gastbeitrag für Gulfnews.com schrieb, würde sich kein Sikh jemals ohne seine Kopfbedeckung in der Öffentlichkeit zeigen. Deswegen werden die Turbane am Flughafen zwar mit einem Scanner gecheckt, aber nie abgenommen. Der 39-Jährige spricht von einer Demütigung. Die Beschwerde aus Indien kam prompt, der italienische Botschafter entschuldigte sich. Dennoch kein schöner Zwischenfall. ...
Kanada verbietet Tragen von Dolchen im Parlament 18.02.2011 http://www.welt.de Die Nationalversammlung hat ein Verbot traditioneller Sikh-Dolche in ihrem Gebäude beschlossen. Der Grund: Eine Delegation wollte ihre Zierdolche nicht ablegen. ... Kirpan genannte Zierdolch sei auch in den Gebäuden der Vereinten Nationen in New York oder Genf verboten. Andere Parteien wiesen diese Begründung zurück. Sie stimmten dem Antrag auf Verbot des Dolchtragens im Parlament zwar zu. Allerdings machten sie dafür ausschließlich Sicherheitsgründe geltend. ...
Sind wir nicht alle Egoisten? 18.02.2011 http://www.planet-wissen.de Wirtschaftskrise, Klimawandel, Politikverdrossenheit! Das sind die Schlagworte der letzten Jahre. Und die Politik? Interessiert eigentlich überhaupt noch irgendjemanden, wie es uns geht? Wie der Natur oder unserem Nachbarn? Sind wir alle Egoisten, die sich nur noch um sich selbst kümmern? Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft? Diesen Fragen geht Planet Wissen heute auf den Grund. ...
Bei den Sikhs. Fünf Stunden ganz weit weg in Hamburg 03.02.2011 http://www.migazin.de Weltweit gibt es rund 20 Millionen Sikh, von denen ungefähr 10.000 in Deutschland leben. Ein Besuch bei der Sikh Gemeinde in Hamburg – der Kontakt, das Geschehen vor Ort und die Eindrücke. Eine Reportage von Anika Schwalbe. ... Der 12-jährige wurde mir zur Seite gestellt, als seine Mutter erfuhr, dass ich diesen Ort zum ersten Mal besuche. Ruhig steht er in der Tür, lächelt und schaut zu, wie ich drei Mal ansetze, um meine Haare mit einem orangefarbenem Tuch zu bedecken, wartet bis ich meine Schuhe abgelegt habe und führt mich in eine andere Welt. Von Prinzessinen und Löwen Während draußen ein nebliges, graues Wetter die Umrisse der Gebäude im Industriegebiet mit dem Horizont verwischen lässt, tollen im Innern Kinder unter bunten Fähnchen. Im Takt der Musik strömen süße und herzhafte Gerüche ... Das Heilige Buch, Guru Granth Sahib, ist 1430 Seiten stark und beinhaltet keine Dogmen und Geschichten, sondern Lobpreisungen und Weisheiten. Guru Gobind Singh, der zehnte Guru, veranlasste, dass nach seinem Tod nur dem Heilige Buch die Würde eines Gurus zuteil werden dürfe und keinem Menschen mehr. ... Leckeres, indisches Essen und eine ältere Frau, die mich bittet, neben ihr Platz zu nehmen – wer kann da schon „Nein“ sagen. Während des Essens sitzen alle als Zeichen der Gleichheit auf dem Fußboden. ...
Auffallen in der Mehrheitsgesellschaft. Junge deutsche Sikhs zwischen Anpassung und Rückzug 15.01.2011 http://www.dradio.de Von Thilo Guschas In Deutschland gibt es nur wenige Tausend Sikhs. Viele Deutsche kennen den Sikh-Glauben nicht und halten seine Anhänger fälschlicherweise für Muslime. Daher bekommt die Sikh-Community die aufgeheizten Islam-Debatten negativ zu spüren.... Robin ist sehr fest in seinem Glauben. Das war nicht immer so: "Als erstes dachte ich, ich will deutsch sein. Leben wie die Deutschen, finde ich gut. Klar gibt es da Probleme, die Familiensitten der Inder sind manchmal sehr traditionell, man sollte nicht nachts irgendwo draußen herumlungern, 10, 12 Uhr nachts noch draußen sein, Spaß haben, Party machen, da gab es halt so einen Culture-Crash." Robin ist in Hamburg geboren, studiert IT, liebt indisch angehauchte Elektromusik. Er ist einer von fünf- bis zehntausend Sikhs in Deutschland. Guru Nanak gründete die Religion vor 500 Jahren in Indien. Nanak missfiel der Bilderkult des Hinduismus und der Islam kam ihm reglos vor. In den Mittelpunkt stellte er die Verehrung Gottes. Priester, als Vermittler zu Gott, lehnte er ab. Alle Menschen seien gleich, Frauen gelten als ebenbürtig zu den Männern. ... Die heutigen, jungen Sikhs in Deutschland ringen nicht so sehr mit äußeren Feinden - als vielmehr mit ihrer Rolle in der Diaspora. "Ich war früher viel auf Parties, auch in meiner pubertierenden Zeit. Aber jetzt - viele müssen sich besaufen, um glücklich zu werden, ich brauch das alles nicht." ... Gruppe: "In der 6. Klasse hatten wir Projektwoche Religion, und da sind wir auch mit unserer Klasse hierhergekommen. Da hat der Lehrer erklärt, was die Sikh-Religion ist. Sie hatten schon ein bisschen mehr Respekt in meiner Klasse. Die haben Fragen gestellt. Warum trägst du das? Warum schneidest du nicht die Haare? Das hat sich dann geklärt." ... "Seit dem 11. September ist nunmal so. Wirst vielleicht mal angepöbelt 'Du Muslim' oder 'Du Scheiß-Taliban', diese Vorwürfe gibt's immer. Man muss einfach einen kühlen Kopf bewahren und einfach ein Lächeln haben, sonst würde man da einfach gar nicht durchkommen." ... Karam, 28 Jahre, ist als Kind nach Deutschland gekommen. Nach dem Abitur ist er überzeugter Sikh geworden. Seither trägt er Turban und Bart. Als Taxifahrer hört er oft folgende Frage: "'Darf ich sie fragen, woher sie kommen?' Ich muss sagen: Ich bin geboren in Afghanistan. Ich bin ein afghanischer Sikh. Aber aufgewachsen in Indien. Sobald sie einen sehen mit Turban und Bart, denken sie 'Islam'. Deshalb fragen sie auch so vorsichtig. Wenn sie hören 'Indien', dann werden sie gleich lockerer. Dann fangen sie an zu erzählen." ... "Ich war im März in Indien und es hat mich natürlich sehr schockiert dort. Ich hab das gesehen, meine Eltern, als sie hierher kamen, oder die Eltern vieler anderer, sie kannten ihre eigene Religion nicht. Ich würde schon sagen, wenn ich in Indien wäre, dass ich eigentlich kein Sikh wäre. Es kommen viele hierher und fangen erst an, nachzudenken, was überhaupt unsere Religion, was unsere Identität ist." ... "Es ist so: Es werden viele Generationen vergehen, bis wir auch eine feste Identität haben, bis auch der erste Beamte einen Turban trägt oder der erste Polizist, wie in England oder Amerika. Man muss das auch mit einem Lächeln sehen!"
Augenblicke 2010: Die Bilder des Jahres 31.12.2010 http://www.spiegel.de Ein Sikh steht im Januar 2010 auf einem provisorischen Boot, während er den Heiligen Teich des Golden Tempels von Amritsar säubert. Nebel umhüllt den Putzmann und den Schrein der Sikh-Religion im Norden Indiens. Es ist der 344. Geburtstag des zehnten und letzten Sikh-Gurus, Gobind Singh. Der Gründer der Khalsa-Bruderschaft starb 1708 an den Folgen eines Attentats. (DPA)
A matter of faith 12.12.2010 http://www.tribuneindia.com Born Michel Jean Louis Rudel and now Darshan Singh Rudel, a baptised Sikh, this Frenchman does organic farming near Anandpur Sahib, writes Charandeep Singh Born in Montpellier, South France, he is currently residing at Anandpur Sahib. Born as Michel Jean Louis Rudel, he is now known as Darshan Singh Rudel. Born as a Roman Catholic, he is now a Sikh. Is it some kind of a paradox we are talking about? Or is it destiny? "No, it is Waheguru da bhana", says a smiling Darshan Singh at his organic farm in Anandpur Sahib, which is popularly called as Angrez da farm. Darshan, right from childhood, was a spiritual-minded person, but his different ideas and intricate questioning were bringing him into conflict with his practising Roman Catholic parents. He never believed that only Catholics and Christians had "monopoly on the truth." "What about others," he used to ask. He refused to eat meat because of the lines in the Bible, which said "Thou shalt not kill." This saying, felt Darshan, also extended to animal life. Similarly, he had long hair because all the prophets and philosophers kept their hair unshorn. ... It was in 1977, during the time of the Emergency, that Darshan first landed in India to discover the diversity of India as well to know more about Gandhian philosophy. Nine months in various parts of India brought him into contacts with Sikhs. Darshan used to wonder if some of them were keeping turbans and beards merely out of tradition rather than out of vital faith. "I met a few Sikhs and I was deeply impressed with their personality and kindness, and I had the urge to know more about the faith. Then I visited Amritsar and spent some time at Guru Ramdas guest house, near the Golden Temple," informs Darshan. The discovery of the Golden Temple had a great impact on him, and Darshan Singh felt deeply impressed with the beauty, serenity and the universal spirit of the Temple of God, since the foundation was laid by a Muslim saint and the four gates welcomed all. He also felt that Guru ka Langar, which provides food to all, is a marvellous way of sharing with the less fortunate ones, and a radical way to eradicate barriers between caste and creed. Listening to kirtan was also a unique experience for him, though he did not know the meaning of the shabads. The kirtan had a soothing effect on him. "It was this encounter with Sikhism that had the greatest impact on me, since I always believed in universal rights, and Sikhism propagated Sarbat da bhala," said Darshan. "Sikhism restored my faith in God and made me realise that it is always our ego which keeps us away from reality", says Darshan in a triumphant tone. ... Finally it was on July 10, 1991, that Darshan was baptised as a Sikh after partaking amrit from Sikh clergymen. Darshan Singh finally landed in England in 1983. He lived amongst Sikhs, learnt Punjabi and listened to kirtan while doing sewa at the local gurdwaras. "In England I joined British Red Cross as a volunteer member after doing first aid and nursing courses, since it is an organisation doing humanitarian work without any discrimination — something in the spirit of Sikhism", remarks Darshan. "In the name of secularism and integration, French laws are discriminating against people converting to another faith," laments Darshan. He wrote a letter to the French Consulate in London that since it did not recognise his Sikh identity, he would not be acknowledging his French nationality any further. He returned his passport. He got his name recognised in the UK after he signed a statutory declaration. He became a British citizen after renouncing his French citizenship. In 1997, at the age of 40, he got married to Malwinder Kaur at the Sector 34 gurdwara in Chandigarh, and now lives with his wife and step-daughter. Thereafter, he purchased some agricultural land in Anandpur Sahib, which he calls his place of rebirth and is doing organic farming there.
Laufen mit göttlicher Hilfe. Fauja Singh: 99-jähriger Marathon-Senior tritt beim Commerzbank Frankfurt Marathon an 30.10.2010 http://www.fnp.de Von Björn Thomsen. Mehr als 10 000 Teilnehmer werden zum Commerzbank Frankfurt Marathon erwartet. 1500 weitere Staffelläufer treten an. Mit von der Partie ist der weltälteste Marathonläufer: der «Tornado mit dem Turban». Frankfurt. 99 Jahre alt, 52 Kilogramm leicht und Vater von sechs Kindern – ein knapper Abriss von Fauja Singhs Lebensdaten. Das wäre an sich noch nichts Ungewöhnliches, wenn der seit den 70er Jahren in London lebende Inder nicht aktiver – und zugleich weltweit ältester – Marathonläufer wäre. Beinahe wie ein personifiziertes Gegenmodell zum jungen und Bestzeiten laufenden Idealsportler mutet der gläubige Sikh an. Dennoch ist er der Inhaber des Weltrekords in der Altersklasse 90 mit einer Zeit von 5 Stunden, 40 Minuten und 4 Sekunden – erkämpft beim Toronto Waterfront Marathon 2003. Ob er noch immer Bestzeiten abliefern kann, wird sich am Sonntag zeigen. Denn dann tritt Singh zum VGF-Staffelmarathon an, der als Teil des Commerzbank Frankfurt Marathons stattfindet. Als Mitglied einer interreligiösen Staffel wird der Inder daher nicht über die klassische Distanz von 42 195 Meter laufen, sondern sich die Gesamtstrecke mit anderen Läufern teilen, die etwa muslimischen oder christlichen Glaubens sind, erläutert Pressesprecher Uwe Martin. Singh wird dann in die Festhalle Frankfurt einlaufen. ... Siehe auch: http://www.facebook.com; http://www.fr-online.de; http://www.marathon4you.de
Stilkritik: Guido Westerwelle Der Kopftuchmann 18.10.2010 http://www.sueddeutsche.de Eine Stilkritik. Sehr dynamisch: Außenminister und FDP-Chef Guido Westerwelle tritt in Indien mit einem traditionellen Sikh-Kopftuch auf - das stark an das Lieblings-Outdoor-Accessoire der Deutschen erinnert. In Knallorange. ... Aber von vorne: Außenminister Guido Westwerwelle tourt momentan durch Indien, als Auftakt seiner Reise besuchte er einen Sikh-Tempel. Den dürfen Angehörige anderer Religionen betreten - allerdings nur, wenn sie vorher Schuhe und Socken ausziehen und ihren Kopf bedecken. Im Gurdwara Shish Ganj liegen für Besucher deshalb orangefarbene Tücher bereit. ... Siehe auch: http://www.bz-berlin.de
99-Jähriger kämpft sich über 42,195 Kilometer 14.09.2010 http://www.usinger-anzeiger.de Der Inder Fauja Singh ist der älteste Marathonläufer der Welt und startet im Oktober beim Frankfurt-Marathon in der Staffel - 50 Jahre Trainingspause USINGEN (kie). Fauja Singh, mit 99 Jahren der älteste Marathonläufer, startet am 31. Oktober beim „Commerzbank Frankfurt Marathon“. Der sportliche Oldie aus London ist Weltrekordinhaber der Altersklasse M-90, den er im September 2003 mit 5:40:04 Stunden beim Waterfront-Marathon in Toronto aufstellte. In der Mainmetropole wird es der gebürtige Inder jedoch etwas ruhiger angehen lassen und „nur“ am VGF-Staffelmarathon teilnehmen, bei dem sich vier Athleten die klassische Distanz von 42,195 Kilometern teilen. ... Der gläubige Sikh verfehlte den Weltrekord in der Altersklasse M-95 des Schweden Wiktor Burgren damals wohl nur, weil er unterwegs einmal falsch abgebogen war und deshalb einen Kilometer mehr absolvierte als vorgesehen. „Das waren im Frühjahr sehr emotionale Momente mit Fauja Singh“, so Schindler weiter. Der drahtige Inder, übrigens Vater von sechs Kindern und 52 Kilogramm leicht, ist rund um die Welt für diverse wohltätige Organisationen aktiv und hält zudem mehr als ein Dutzend Altersklassenrekorde. Zudem ist er „das Gesicht“ im globalen Senioren-Laufsport, seit er nach einer Trainingspause von einem halben Jahrhundert vor 20 Jahren wieder mit dem Laufen begann. „Fauja ist ein unglaubliches Phänomen“, bestätigt auch sein Trainer und Mentor Harmander Singh, der in Frankfurt seinen bereits 48. Marathonlauf bestreiten wird. ...
Wo Indien lebendig ist: Am Stadtrand von Regensburg 01.09.2010 http://www.wochenblatt.de Die Grunewaldstraße am Stadtrand von Regensburg mutet auf den ersten Blick mit ihren grauen Lagerhallen, Bauzäunen und zerzausten Wohnblocks etwas verwahrlost an. ... Tatsächlich bietet ein unscheinbarer Seiteneingang Zutritt in einen Tempe [Gurdwara]l der Sikh, einer religiösen Gemeinde, die ihre Wurzeln im Panjab hat, das heute an der Grenze zwischen Pakistan und Indien liegt. 1469 durch Guru Nanak begründet, ist sie heute die viertgrößte monotheistische Religion der Welt. Es ist Samstag, Gebetstag bei den Sikhs, und wir sind eingeladen, ihn mit der Gemeinde zu verbringen. ... Die Schuhe müssen ausgezogen, das Haar bedeckt werden – aus Respekt vor der Schöpfung und dem Leben. Aus diesem Grunde schneiden sich die Sikh auch nicht die Haare. Es sei denn ihre Arbeit verlangt es. ... Als die wichtigsten Inhalte benennt er die Achtung des Lebens, Hilfsbereitschaft, Frieden und die Gleichheit aller Menschen. Eine Überzeugung, die überrascht, im hinduistischen Indien, das vom Kastensystem geprägt ist. ... „Wir heißen jeden willkommen, der ein guter Mensch sein will und wir wollen in Frieden mit unseren Nachbarn leben“, betont Sukh. Gerade bei diesem Thema haben die deutschen Sikh mit Vorurteilen zu kämpfen. „Viele Deutsche halten uns wegen unseres Turbans für Taliban und Terroristen. Dabei haben wir mit denen überhaupt nichts zu tun“, sagt er. Dann stehen wir unversehens im eigentlichen Gebetsraum. Rechts im Schneidersitz die Männer mit ihren Turbanen, links die Frauen in bunten, grazilen Seidengewändern, hauchdünne Schleier über ihr Haar gelegt. In der Mitte ist ein riesiger Baldachin errichtet, verziert mit glitzernden Puscheln und Blumen, unter dem der Priester aus dem heiligen Buch, dem Guru Granth Sahib, vorliest. „Das ist Panjabi, eine indische Sprache“, erklärt eine Frau neben mir. Neuankommende knien sich vor dem Baldachin nieder und neigen ihr Haupt. „Damit zeigen wir, dass wir vor Gott Nichts sind“, wird Sukh später erklären. „Vor Gott können wir mit unseren Taten nicht prahlen.“ Mit den meisten ihrer Regeln gehen die Sikh übrigens sehr großzügig um: Während des Gottesdienstes kommen und gehen die Mitglieder, Kinder laufen herum und spielen, Fotografieren ist sogar erwünscht. „Es gibt hier kein Muss“, bestätigt Sukh. Er führt durch den Tempel. In der Gemeinschaftsküche sind ein paar Männer am Mittagessen zu Gange. Sikh essen nur Vegetarisch, Alkohol und Tabak sind verboten. Er zeigt mir das Zimmer, in dem seine Frau die Kinder in Panjabi unterrichtet, das Zimmer des Priesters und einen Raum, der, mit einem malerischen Himmelbett in der Mitte, wie ein Schlafzimmer wirkt. In dieses Bett wird das heilige Buch jeden Abend zur Ruhe getragen. Inzwischen wird der Gottesdienst mit gemeinsamen Gebeten und Gesängen beendet. Zum Schluss verteilt der Priester ein Gemisch aus Mehl, Butter, Zucker und Wasser, das die Seele reinigen soll. Anschließend folgt das gemeinsame Essen als wichtigster Ausdruck dafür, dass Arm und Reich gleichgestellt sind. „Hier sitzen alle Schulter an Schulter.“ ... die Erwachsenen unterhalten sich auf Indisch, die Kinder auf Deutsch. Und plötzlich ist alles vorbei. Sikh essen schnell. ... Autor: Sabine Oberpriller
Surinder Kaur to lead Indian women Hockey squad 14.08.2010 http://www.punjabnewsline.com By Gagandeep Ahuja PATIALA: Surinder Kaur will lead the 18 member squad of Indian women hockey in the women's Hockey World Cup to be held from August 29 to September 11, 2010 in Rosario, Argentinaina. ...
Sikhs brauchen keinen Friedhof 13.07.2010 http://diepresse.com 3.07.2010 | 18:28 | ARAM GHADIMI (Die Presse) Grabsteine sind tabu, die Asche wird meist nach Indien überführt. Für Sikhs gibt es keinen Grund, Angst vor dem Tod zu haben, denn das Ende steht für einen neuen Anfang im Kreislauf des Lebens. Dementsprechend ist der Tod ein normaler Vorgang: „Der Verstorbene wird, wenn möglich, aus dem Spital nach Hause mitgenommen“, sagt Harjot Singh, Pressebeauftragter der Sikh-Gemeinde in Wien. Das unterscheide die Tradition der Sikhs vom gängigen Vorgehen in Österreich, bei dem der Verstorbene im Spital bleibt. Man verabschiede sich im Kreis der Familie. Meist wird am Ort, wo der Tod eintrat, gebetet. Onkar Singh, Sikh-Priester in Wien, erklärt: „Es geht darum, in jedem Moment in Einklang mit der Schöpfung zu leben.“ Dementsprechend seien in den Überlieferungen der Sikhs nur wenige, dafür klare Hinweise für eine Todeszeremonie zu finden. „Die Leiche eines Sikh wird verbrannt. Das ist das Beste für die Umwelt.“ Grabsteine und Ähnliches sind gegen die Vorschriften des Sikh-Glaubens. Traditionell wird die Asche in einen nahen Fluss verstreut. Aus religiöser Perspektive könnte die Asche aber überall auf der Welt verstreut werden. Auch in die Donau. „In Österreich verbieten dies Gesundheitsauflagen“, sagt Onkar Singh. Deswegen werde der Verstorbene oder die Asche nach Indien überstellt. Bevor jedoch eine Verbrennung in Wien stattfinde, müssen oft lange Wartezeiten in Kauf genommen werden. ... Die Zeremonie unmittelbar vor der Verbrennung werde dann mit den Zuständigen des Krematoriums am Zentralfriedhof besprochen. Diesbezüglich setze sich die Bestattung Wien für eine größtmögliche Vielfalt ein und sei offen für Kundenwünsche, bestätigt man in der Servicestelle. Die Angehörigen der einzelnen Religionsgemeinschaften wüssten am besten, was zu tun sei: „Selbstgestaltung ist für die Hinterbliebenen wichtig. Die Asche kann mitgenommen werden, das regeln die Gesundheitsauflagen der Wiener MA 40.“ Die Urne ins Ausland zu bringen sei abhängig vom jeweiligen Land und ohne vorherige Formalitäten nicht möglich. Meist sei eine Bestätigung der Botschaft einzuholen. Aus Zollgründen werden die Urnen versiegelt. Hinterbliebene, die ihre Art der Verabschiedung in Österreich nicht unbegrenzt ausleben können: „Bei uns wäscht man Verstorbene persönlich, um sich zu verabschieden“, sagt Harjot Singh. Hierzulande gebe es dafür nicht immer Verständnis – und vor allem oft nicht die nötigen Einrichtungen. ("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.07.2010)
Immer mehr Deutsche mögen Kneipen ohne Qualm 22.06.2010 http://www.focus.de In Deutschland wächst nach einer Analyse des Deutschen Krebsforschungszentrums die Lust an Kneipen ohne Qualm. Sprach sich im Jahr 2005 bei repräsentativen Umfragen erst die Hälfte der Deutschen für rauchfreie Gaststätten aus, sind es im Jahr 2010 fast drei Viertel der Befragten (74 Prozent). Selbst unter passionierten Rauchern wuchs die Zustimmung nach der Einführung der Nichtraucherschutzgesetze in den Jahren 2007 und 2008 von 26 auf 41 Prozent, teilten die Forscher am Dienstag in Berlin mit. Sie kritisierten jedoch, dass es in Deutschland keine einheitlichen Raucherregeln für Gaststätten gibt. Die Nichtrauchergebote in Kneipen haben nach der Analyse der Krebsforscher auch Einfluss auf das Rauchen zu Hause. ... Trotz vieler Spekulationen sei der Umsatz nach den neuen Raucherregelungen der Gastronomie nicht eingebrochen, sondern habe sich schnell wieder stabilisiert. Vom Bund fordert das Krebsforschungszentrum nun eine einheitliche Regelung für Deutschland. In Italien oder den skandinavischen Ländern sei die Zustimmung zu reinen Nichtraucher-Gaststätten nach einem solchen Gesetz deutlich gewachsen. ... dpa
99-jähriger plant Halbmarathon-Weltrekord 13.05.2010 http://www.marathon4you.de Beim 5. ING europe-marathon luxembourg am nächsten Samstag, 15. Mai, wird womöglich ein Stück Sportgeschichte geschrieben. Denn der 99-jährige Fauja Singh aus Großbritannien möchte einen neuen Halbmarathon-Weltrekord laufen. ... Begleitet wird der gläubige Sikh auf seinem 21,0975 Kilometer langen Lauf durch Luxemburg von Nirmal Singh Lotay; sein Trainer Harmander Singh läuft nämlich die komplette Marathondistanz. „Es ist für uns eine große Ehre, dass Fauja Singh wiederum bei uns startet“, sagt Francois. Kraft schöpfen wird der ältere Herr mit dem interreligiösen Friedensgebet am 15. Mai (16.15 Uhr) im Buffetsaal der Luxexpo ... Wer ist Fauja Singh? Er war bereits Hauptdarsteller einer Running-Werbekampagne des Sportartikelherstellers Adidas, und die Botschaft versprach, dass nichts unmöglich sei. Er wiegt 52 Kilogramm, ist Vegetarier und hat vor einigen Jahren auf die Gefahr hingewiesen, dass Fleisch die Arterien verstopfen könne. Er hat sich für wohltätige Zwecke eingesetzt, etwa für die britische Herzstiftung und eine Organisation, die sich um Frühgeburten kümmert. Und Fauja Singh, der Vater von sechs Kindern, hat einen Traum: Er möchte einmal als ältester Marathonläufer im Guiness-Buch der Rekorde geführt werden und damit den Griechen Dimitrion Yordanidis ablösen, der 1976 in Athen als 98-Jähriger nach 7:33 Stunden ins Ziel kam. Einen bedeutenden Rekord hat Fauja Singh bereits, denn am 28. September 2003 absolvierte er den Toronto Waterfront Marathon in 5:40:04 Stunden - schneller ist noch kein über 90-Jähriger gewesen. ... Seinen ersten Marathon absolvierte er im Alter von 89 Jahren in London (2000/6:54:42). Knapp dreieinhalb Jahre später folgte sein Rekordlauf in Toronto. Im November 2003, nur acht Wochen später, ist Fauja Singh auch in New York dabei gewesen und lief 7:23:57 Stunden. ... Quelle: Pressemitteilung
Namaste Köln: Eine Kulturwanderung durch das indische Viertel Kölns 09.05.2010 http://www.campus-web.de/9/5119/10176/ Die Erleuchtung findet man gleich am Neumarkt. Genauso wie Mango Chutney, Chapatimehl oder einen neuen Sari. Wer Indien sucht, wird unweit der Stadtbibliothek fündig, denn zwischen typischen Kölner Eckkneipen, Friseursalons und Kiosken versteckt sich das indische Viertel der Domstadt. Vielen noch unbekannt und genau deshalb einen Besuch wert. Das kann man auf eigene Faust erledigen oder sich für den Erstkontakt Hilfe holen. Dass Köln eine multikulturelle Stadt ist, dürfte nicht von der Hand zu weisen sein. Der Kontakt mit den rund 170 Nationen seiner Stadt beschränkt sich jedoch meist auf das Kulinarische. ... Erst der Hinweis von Ladenbesitzer Herrn Singh, dass es zurzeit kein frisches Obst aufgrund des Vulkanbruchs in Island und dem damit verbundenen Flugchaos gibt, holt zurück ins Hier und Jetzt. Herr Singh trägt Turban, wie es Tradition der Sikh-Religion ist, der er angehört. Wenn man genau hinhört, erkennt man den Kölner Akzent, der sich bereits bei ihm eingeschlichen hat. Karneval hat Herr Singh auch schon gefeiert: „Da hab ich als Indianer auf einer Bühne getanzt“, lacht er. Während eines anschließenden Vortrages über die Schöpfung Gottes, das Spiel des Lebens und die Gleichheit aller Menschen, wenden sich die ersten Teilnehmer bereits dem Inhalt der Regale zu. Wir sind alle gleich, fasst Herr Singh zusammen und Reiseleiterin Frau Smarzoch leitet über zu der Kunst des Reiskochens und einer kleinen Gewürzkunde. Die Information, dass der Dampf platzender Senfkörner gegen Erkältungen hilft, sorgt für Aufsehen unter den Anwesenden. ... Autor: Florian Tomaszewski (Text & Fotos)
Mittelformatmaschinen aus Sachsen in Indien gefragt 29.04.2010 http://www.printerslounge.com ... Ende Mai 2009 lieferte KBA eine Vierfarben-Rapida 105 an das SGPC – Golden Tempel Komplex in Amritsar. Indiens Shiromani Gurdwara Parbandhak Committee (SGPC) ist das Parlament der Sikh-Nation und damit autorisiert, die heilige Schrift „Guru Granth Sahib“ der Sikhs zu veröffentlichen. 1.430 Seiten stark ist das Buch in der heutigen Standardausgabe. Mit der neuen Rapida 105 ist das SGPC nun in der Lage, die Seiten für zehn Guru Granth Sahib-Ausgaben in einer Stunde zu produzieren. Die Regierung des indischen Bundesstaates Gujarat lässt ebenfalls auf einer Vierfarben-Rapida 105 drucken. ...
Jede Frau heißt "Prinzessin" - Die Religion der Sikhs 24.03.2010 http://www.br-online.de/bayern2/radiowissen von Christian Feldmann Jeder männliche Sikh heißt Singh (Löwe), jede Frau wird Kaur (Prinzessin) genannt. Der Verzicht auf einen individuellen Nachnamen - vor allem, wenn dieser auf einen Beruf hinweist - ist ein sanfter Protest gegen das indische Kastendenken und ein Bekenntnis zur Geschwisterlichkeit. Denn Berufe haben in Indien eine direkte Verbindung zu den Kasten. Entsprechend wird von gläubigen Sikhs höchstens der Heimatort angefügt oder bei Künstlern ein religiös inspiriertes Wort aus dem Guru Granth Sahib. Dass jeder Mensch dieselbe Würde hat, ... ebenso wie die Überzeugung von einem bedingungslos liebenden, namen- und geschlechtslosen Gott und von der Einheit einer durch und durch beseelten Schöpfung ... Im 15. Jahrhundert als eine der jüngsten monotheistischen Weltreligionen entstanden, hat der Sikhismus heute über 19 Millionen Anhänger. Auch in deutschen Ballungszentren wie Köln, Hamburg und Stuttgart leben rund 5.000 von ihnen.
Neue Uniformen bei den Wiener Linien 21.04.2010 http://kurier.at Zum Amtshandeln braucht man schon lang kein Kapperl mehr. 2004 wurde bei den Wiener Linien die Pflicht, die Kappe als Erkennungsmerkmal zu tragen, abgeschafft. War früher die Dienstkappe fixer Bestandteil der Uniform, darf es heute Kopftuch, Sikh-Turban, Baseball-Kappe oder auch einmal Glatze sein. "Wenn amtsgehandelt werden muss, dann trägt das Personal eine gelbe Sicherheitsweste", gibt die Pressestelle der Wiener Linien Auskunft. ... Uniformen gibt es bei den Wiener Verkehrsbetrieben seit 1916. In den Fünfzigerjahren litten die Schaffner unter den schweren, langen Mänteln, die allerdings im Fahrwind der damals noch offenen Tramway vor Kälte schützten.Von 1973 bis Mitte der Neunziger trug man Grau-Blau, danach Weinrot. Die neue Uniform glänzt taubenblau mit kirschroten Details. Artikel vom 21.04.2010 14:27 | KURIER | Barbara Mader
Ein Inder – ein Personalausweis. Auf dem Subkontinent beginnt die bis anhin grösste Volkszählung 02.04.2010 http://www.nzz.ch ... Im Rahmen einer Volkszählung sollen sämtliche Inder erfasst werden und einen Personalausweis erhalten. Das war bis anhin nur der Mittel- und Oberschicht vergönnt. (ddp) Mit einer Volkszählung beispiellosen Umfangs hat in Indien die Registrierung von rund 1,2 Milliarden Menschen begonnen. Ziel ist es, auf der Basis der erhobenen Daten allen Bürgern einen Personalausweis ausstellen zu können. Die alle zehn Jahre angesetzte Zählung erfasst zum ersten Mal auch biometrische Daten. ... Bis Februar des kommenden Jahres sollen rund 2,5 Millionen Mitarbeiter alle Inderinnen und Inder über 15 Jahre fotografieren und Fingerabdrücke von ihnen nehmen. Die Volkszähler – überwiegend Behördenmitarbeiter und Lehrer – sollen aber auch die Verfügbarkeit von Trinkwasser, Stromanschlüssen und Sanitäranlagen ermitteln und Informationen über Internet- sowie Handy-Nutzung erfassen. Selbst Millionen von Obdachlosen, die in Parks oder unter Brücken leben, sollen erfasst werden. ... «Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte wird versucht, 1,2 Milliarden Menschen zu identifizieren, zu zählen, zu registrieren und schliesslich mit einem Personalausweis auszustatten», sagte Innenminister Palaniappan Chidambaram. Bis anhin gibt es in Indien kein Ausweissystem. Angehörige der Mittel- und Oberschicht können ihre Identität mit Reisepass, Führerschein oder Kreditkarten nachweisen. Die Armen verfügen allerdings oft nicht einmal über eine Geburtsurkunde. Sie müssen sich mit Hilfe von Stromrechnungen, Wahlbenachrichtigungen oder Behördenbriefen legitimieren.
Indien will kostenlose Volksschule für alle einführen 01.04.2010 http://derstandard.at Premier Singh: Alle Buben und Mädchen sollen zur Schule gehen Neu-Delhi - Die unter schlechten Umfragewerten leidende indische Regierung versucht mit einem Versprechen aus den Gründertagen der Republik bei ihren armen Wählern zu punkten: Kostenlose Grundschulbildung für alle. Ministerpräsident Manmohan Singh sagte am Donnerstag in einer Fernsehansprache zu, das 1950 versprochene, aber erst 2009 verabschiedete Bildungsgesetz konsequent umzusetzen. Die hohen Kosten von 1,7 Billionen Rupien (28 Milliarden Euro) in den kommenden fünf Jahren würden daran nichts ändern, versicherte der Regierungschef. ... "Was ich bin, verdanke ich der Bildung" Der aus einer armen Familie zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften aufgestiegene Singh weiß aus leidvoller Erfahrung um den Wert qualifizierter Abschlüsse. "Was ich bin, verdanke ich der Bildung", erinnert sich der Ministerpräsident an kilometerlange Schulwege und Lernen beim schlechten Licht von Öllampen. Alle Buben und Mädchen sollen zur Schule gehen. "Ich will, dass jeder Inder seinen Traum von einem besseren Leben wahr macht", gibt Singh die Parole aus. Jetzt sollen alle Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren die Volksschule besuchen. Auf 30 Schüler soll es einen ausgebildeten Lehrer geben. Derzeit bleiben die Bildungseinrichtungen für acht Millionen Inder dieser Altersgruppe verschlossen. Dabei gibt das Land acht Prozent seines Budgets für Unterricht und Schulbau aus. Die Alphabetisierungsrate des 1,2-Milliarden-Volks ist zwar auf 64 Prozent gestiegen. Dennoch zeigen Studien, dass viele Schüler des Lesens und Schreibens kaum mächtig sind. Hinzu kommt, dass die meisten staatlichen Schulen schlecht ausgestattet sind und es den Lehrern an der notwendigen Qualifikation mangelt. Schlechte Bildung Grund für langsames Wachstum Für die Investmentbank Goldman Sachs ist die schlechte Qualität des indischen Bildungswesens einer von zehn Gründen, die ein schnelles Wachstum verhindern, das wiederum 300 Millionen Menschen den Weg aus der Armut ebnen könnte. ... (APA/Reuters)
French govt may lift Sikh turban ban on India's plea 15.03.2010 http://timesofindia.indiatimes.com CHANDIGARH/NEW DELHI: India may have found a novel way of persuading France to lift the ban on Sikh turbans by invoking Europe's deep-seated fear of terrorism. According to minister of state for external affairs Preneet Kaur, India has taken up the issue of French authorities taking photographs as identity markers and conveyed to Paris that if Sikhs are photographed without turbans, it would create a faulty database. Kaur said the Indian demand of allowing turbans in France was under active consideration and the matter was likely to be resolved soon. ... Kaur, who was in Chandigarh on Saturday, said the fact that a turbaned Sikh — PM Manmohan Singh — was a chief guest in France recently was a strong message by the French government that it was not averse to turbans. ...
Dal Khalsa rejects SGPC version, released original version of the Nanakshahi Calendar 02.03.2010 http://www.punjabnewsline.com Satinder Bains. HOSHIARPUR: Rejecting the amended version of the SGPC, the Dal Khalsa Sunday released the Nanakshahi calendar as per original version adopted in 2003 to mark the first day of Nanakshahi Samat 542. The calendar has been dedicated to the great Sikh warrior Baba Baghel Singh. The occasion was 227th anniversary of the historic event when Sikh warrior Baba Baghel Singh, unfurled Nishan Sahib atop the historic Red Fort in 1783. At a well-attended convention at a village gurdwara built in memory of Baba Baghel Singh, Party president H S Dhami said it’s ironic that Badal family has established a monopoly on all important Sikh institutions. “The father and son, who are devoid of ideology are controlling the institutions of historical importance”, he rued. ...
Sikhs urged to celebrate March 14th as an "Sikh Environment Day" 02.03.2010 http://www.punjabnewsline.com WASHINGTON: Sikh Council on Religion and Education in partnership with Shromani Gurdwara Parbandhak Committee requests all Sikhs to celebrate Gurgaddi Diwas of the 7th Guru, Guru Har Rai ji, as a Sikh Environment Day. Guru Har Rai Ji, who became Guru in the year 1644, preached that Sikhs must come to the defense of all that is vulnerable and protect the well being of plants and animals. ... In July 2009, in collaboration with the United Nations, SCORE organized a EcoSikh conclave in New Delhi in which Sikh organizations and leaders declared a five year plan as a Sikh response and commitment to save earth against the threat of global warming. This plan was presented to the UN chief Ban Ki Moon in December at the Windsor Castle, Queen Elizabeth's residence which hosted an international conference of all religions on global warming. Sikh plan includes creating a one particular environmentally focused celebration from Sikh history and theology and it focuses on five key areas--assets, education, media/advocacy, eco-twinning ( pairing gurdwaras across globe for collaborative work), and celebration. Avtar Singh Makkar, President of SGPC, ... agreed to send announcements to all educational institutions to mark March 14th as the Sikh Environment day. He also pledged to plant 100,000 trees in SGPC run schools and colleges. ...
Punjabi ... existed even before "Indian Valley Civilization" 25.02.2010 http://www.punjabnewsline.com CS KANWAR - KURUKSHETRA: "People of the Punjab were not mute when the world-known ancient Indian Valley Civilization flourished in the north-west parts of the country. The Panjabis used to speak their own language which is older even than the Dravadian's". This was claimed by the eminent Punjabi litterateur Dr Satinder Singh Noor while delivering his keynote address in the inaugural session of the 2-day national seminar on the New Perspectives of Punjabi Language, Literature and Culture being organised by the Department of Panjabi, Kurukshetra University. ... Refuting the ongoing theory that Punjabi was Indo-Aryan language, the Vice Chairman of the Bhartiya Sahitya Academi, Delhi Professor Noor said that the Panjabi was the oldest language of the world which existed in one form or the other before the use of Tamil and even Sanskrit because it existed before the emergence and blooming of the most ancient Indian Valley Civilization in this part of India. He cited examples with the help of many prevalent words using phonetics and morphological terms. About 2000 words were being studied and scrutinised by scholars of Tamil and Telgu languages and they also agreed to the foregoing conclusions to this effect, he disclosed. Dr Noor said Panjabi is spoken by the Punjabis who were residing in 160 countries all over the world. The diaspora is spreading this language abroad but intermingling of words with local foreigners has led to coining new words like globalikaran ( globalization) and glocalikaran (localization of globalization) with the change in their thoughts and practice of this language. Quoting a report of the UNESCO, the Punjabi scholar said Punjabi has over 13 lakh words spoken and written both ...
Aufständische enthaupteten Sikh in Pakistan 22.02.2010 http://www.kleinezeitung.at Pakistanische Aufständische haben im Grenzgebiet zu Afghanistan drei Angehörige der religiösen Minderheit der Sikhs entführt und mindestens einen der Männer geköpft. Ein Beamter im Stammesgebiet Khyber sagte am Montag, die Familie hätte das von den Entführern verlangte Lösegeld nicht gezahlt. Das Schicksal der anderen beiden Geiseln sei unklar. Die drei Sikhs seien im vergangenen Monat im Khyber-Distrikt entführt worden, in dem zahlreiche extremistische Gruppen wie die Taliban operieren. Sikhs, Angehörige einer in Indien entstandenen monotheistischen Religion, leben vor allem im indischen Unionsstaat Punjab, eine kleine Minderheit lebt aber auch im benachbarten muslimischen Pakistan. ... Der indische Außenminister Krishna sprach von einem "barbarischen Akt der Taliban". Er sagte: "Gewalttätige Methoden, unzivilisierte Methoden, barbarische Methoden werden uns zurück ins Mittelalter führen." Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Quelle: APA
Celebrating The Lover Harinder Singh 'Mehboob' 20.02.2010 http://www.sikhchic.com Prof. Harinder Singh 'Mehboob' passed away on February 15, 2010. The nom de plume he used - 'mehboob' - literally means 'lover' or 'beloved'. My introduction to Professor Harinder Singh Mehboob's work occurred in Kansas, U.S.A., in September 1993. I found the opening paragraphs of "The Rider of the Blue Steed" incredible: a fresh, endearing and intelligent approach to the "life-movement" of Guru Gobind Singh. ...
... Vizekanzler Josef Pröll auf Indien-Reise. Er traf Politiker, Top-Manager und besuchte ein Sikh-Heiligtum ... 19.02.2010 http://www.oe24.at ... Zunächst besuchten die beiden VP-Minister das Gandhi-Museum in Delhi, ein Fixpunkt jeder offiziellen Besuchsreise in Indien. Doch dann sahen sie das „echte Indien“: Um die Ecke des Connaught Place, wo sich Luxusgeschäfte und Restaurants drängen, tauchten Pröll und Mitterlehner in eine andere Welt ein: Sie wurden in einen Gurudwara, einen Sikh-Tempel, geführt. Sie besuchten den Bangla Sahib, den größten Sikh-Tempel Delhis. Staatsgast hin, aufgeklärter Alpenrepublikaner her – Pröll und Mitterlehner mussten zunächst wie alle Besucher ihre Schuhe und Socken ausziehen. ... Ernster wurde der VP-Chef dann in der Armenküche des Tempels: Dort werden täglich 15.000 Menschen – aus allen Kasten, also auch unberührbare Parias – mit Fladenbrot und Suppe bewirtet. ... Indien sei einer der „wichtigsten Märkte für Österreich neben dem Schwarzmeerraum“, betonen die VP-Politiker immer wieder, wenn sie bei ihren zahlreichen Terminen etwa mit dem Vizepremier und dem Handelsminister Stimmung für heimische Geschäftsleute machen. Autor: Isabelle Daniel
Hahn wirbt in Integrationsdebatte um Geduld SEITE 42 - FREITAG, 5. FEBRUAR 2010 - NR. 30 Frankfurter Allgemeine Zeitung | www.faz.de Diskussionen über Zuwanderung haben viele Facetten. Das gilt auch für die Veranstaltung des Rates der Religionen. Es ging um Diskriminierung, das Kopftuch und Pauschalurteile. Einen „visuellen Fetischismus" im Umgang mit in Deutschland als fremd erscheinenden Bürgern hat der Sozialanthropologe Khushwant Singh beklagt. Deutsche, die wie er als Sikh einen Turban trügen, würden schnell „in Schubladen einsortiert" und nicht mehr als Individuen wahrgenommen - in ländlichen Regionen mehr als in Städten wie Frankfurt, sagte er am Mittwochabend bei einer Diskussion über religiöse Diskriminierung im Haus am Dom. Nicht ohne Grund seien viele Sikhs nach England gezogen, weil sie sich dort heimischer fühlten. Zu der Diskussion eingeladen hatte der Rat der Religionen, zu dem 23 Mitglieder aus neun Religionsgemeinschaften gehören. Auch Singh gehört dem Rat an; beruflich ist er bei der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Eschborn tätig. Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) entgegnete ihm, dass es eine „Willkommenskultur in Deutschland nicht von heute auf morgen geben kann". Erst seit zehn Jahren setze sich die Gesellschaft mit Zuwanderung ernsthaft auseinander. Zuvor habe man geglaubt, Deutschland sei gar kein Einwanderungsland oder das Zusammenleben komme ohne ein gemeinsames Wertesystem aus. „Beides war falsch", so Hahn. Vor Pauschalisierungen - etwa im Umgang mit Muslimen - warnte Matthias Rohe, Professor für Bürgerliches Recht an der Universität Erlangen-Nürnberg. … Er rief dazu auf, in Schulen zu „verträglichen Lösungen zu kommen", zu denen auch ein nach Geschlechtern getrennter Unterricht gehören könne. In der Frage, ob muslimische Lehrerinnen ein Kopftuch tragen dürfen oder nicht, legte sich Rohe nicht fest. „Das ist eine schwierige Abwägung, in der beide Seiten gute Argumente haben." Prinzipiell müssten Musliminnen selbst bestimmen können, ob sie ein Kopftuch tragen wollten oder nicht, hob Naime Cakir vom „Kompetenzzentrurn Muslimischer Frauen" hervor. Sie selbst trage keines mehr, nachdem sie von ihren Schwiegereltern und ihrem früheren Mann dazu gezwungen worden sei, eines anzulegen. … toe.
Siehe auch: http://frankfurt.bistumlimburg.de
Integrationsminister Hahn gegen Burka-Verbot 05.02.2010 http://www.epd.del Frankfurt a.M. (epd). Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) hofft, dass bis zu diesem Sommer ein Kooperationspartner für die Erteilung eines islamischen Religionsunterrichts an den staatlichen Schulen gefunden ist. ... Sollte sich jedoch keine Gruppierung finden, die die rechtlichen Voraussetzungen für die Erteilung eines bekenntnisorientierten, deutschsprachigen und nach deutschen Lehrplänen ablaufenden Islamunterrichts erfülle, werde ein Fach Religionskunde eingeführt, bekräftigte Hahn. ... Hahn wandte sich auch gegen ein Verbot von Ganzkörperschleiern, sogenannten Burkas, in Schulen und Universitäten, wie es sein Stader Parteikollege Serkan Tören und der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) jüngst gefordert hatten. Er sei gegen jede "Symbolpolitik". Vorrangige Aufgabe des Staates sei es, zur Lösung der drängendsten Probleme von Migranten beizutragen, nämlich ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und ihnen Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Der Professor für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Erlangen-Nürnberg, Mathias Rohe, erklärte, dass die deutsche Rechtsprechung in Konfliktfällen sorgfältig zwischen der Religionsfreiheit und anderen Rechtsgütern abwäge und dabei keine Religion bevorteile, "auch nicht das Christentum". ... Gleichwohl rief der Experte für islamisches Recht dazu auf, die Ängste der Mehrheit der Schweizer vor "dem Islam" ernst zu nehmen und sorgfältig zu schauen, welche wirklichen Probleme dahintersteckten. Die Angst vor Muslimen sei bei Christen oft die Angst vor der Schwäche des Christentums. Der ... Ethnologe und Angehörige der Sikh-Religion, Khushwant Singh, berichtete von Diskriminierungen in Schule und Beruf. Weil Turbanträger in Deutschland nur sehr schwer eine Arbeitsstelle fänden, wanderten viele beispielsweise nach England aus. ... Die Podiumsdiskussion mit rund 160 Teilnehmern im Frankfurter "Haus am Dom" trug den Titel "Wenn Glaube stört. Was ist religiöse Diskriminierung?" Sie wurde vom 2009 gegründeten Rat der Religionen der Stadt organisiert. epd leh ds
Protest against changes in Nanakshahi calendar; Panthic bodies in Punjab to hold Convention 15.01.20010 http://www.punjabnewsline.com AMRITSAR: Several Panthic bodies including Dal Khalsa, SAD (Panch Pardani), Shiromani Panthic Council, Shiromani Khalsa Panchayat, Sikh students Federation, Tat Khalsa, Akal Federation and Sikh Youth of Punjab will be organizing a Panthic Convention to voice their concern against mixing of Nanakshahi calendar with Bikrami calendar. In a statement Dal Khalsa spokesperson Kanwarpal Singh, SAD (Panch Pardani) leader Harpal Singh Cheema and Panthic Council chairman Manjit Singh Calcutta said the convention would be held at Ludhiana on January 17 ... We would continue our protest in a democratic way and would not rest in peace till the arbitrary decision of the SGPC to alter the calendar was not revoked, they said. They opined that the changes had vertically divided the community. They said that those claiming to have achieved panthic unity by agreeing to the changes in the almanac need to reflect on the long-term consequences of their capitulation. They said the SGPC and the Sant Samaj has gone against the wishes and aspirations of the community while bringing the radical changes in the calendar unilaterally. Condemning all efforts to effect changes in the Nanakshahi Calendar they said these were inspired and encouraged by Hindutva forces and the changes amounted to saffronization of the almanac that gave the Sikhs their unique identity.
Suit against new Nanakshahi calendar 13.01.20010 http://timesofindia.indiatimes.com CHANDIGARH: A civil suit seeking restraint on the implementation of new Nanakshahi calendar was filed in city’s district court by Harmohinder Singh, convener, Punjab unit, Shiromani Akali Dal, Delhi, on Tuesday here. The suit was filed seeking permanent injunction restraining Shiromani Gurdwara Parbandhak Committee (SGPC) and its members from implementing new Nanakshahi calendar as decided in January 3 meeting, until a calendar is decided by the Sikh community. The suit added that directions be issued to the SGPC and its members to prevent it from interfering in decisions of religious interpretations, practices and assuming the role of religious authority in contravention of the constitution. According to suit, Pal Singh Purewal, a Canadian and renowned Sikh scholar, drafted calendar after consulting various scholars, jurists and members of various Sikh bodies. This calendar was accepted by Sikh community worldwide and was implemented in year 2003. ... The committee set up by SGPC lacks competence in field of both calendars and religious dates. It lacks legal authority to deliberate on such matters, the plaint claimed.
See also: Nanakshahi Changes Come Under Fire from US Sikhs - Resolution rejects SGPC, sadhs’ doings, calls it saffronization agenda. WSN Bureau.
Turban schützt vor Helmpflicht 11.11.2009 http://www.suedkurier.de Autor: Hans-Martin Vögtle Das ist Salinder Singh, 1964 als Angehöriger der Glaubensgemeinschaft der Sikh im Landesteil Panjab in Indien geboren und seit 1992 in Deutschland. Doch der Reihe nach: Singh flüchtete 1986 während des Sikh-Progroms aus Indien und kam über Jordanien, Irak, Österreich und der Schweiz nach Deutschland. Er hat den Status eines politischen Flüchtlings und eine unbegrenzte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Seit 1999 ist er Inhaber des Adria-Pizzaservices im Keltenweg in Bad Säckingen und beschäftigt vier Mitarbeiter und fünf Aushilfskräfte. In seiner Freizeit fährt er mit seinem Motorrad, einer in Indien in Lizenz gebauten Royal Enfield Bullet 500, durch Bad Säckingen und Umgebung. Auffallend ist dabei, dass er dies mit einem Turban statt Helm tut. Da wundert sich manch einer, warum er nicht angehalten wird und auf die Helmtragepflicht hingewiesen wird. Das wird er eben nicht, weil Salinder Singh eine Sondergenehmigung vom Landratsamt Waldshut hat und von der Helmpflicht befreit ist. Sikhs dürfen aus religiösen Gründen keine andere Kopfbedeckung außer einem Turban tragen und so darf er als einziger im Landkreis ohne Helm mit seiner Enfield durch die Gegend tuckern. Das macht er oft und gerne. Sein neuestes Hobby aber ist sein auffallendes Feuerwehrauto. Dabei handelt es sich um ein ausgedientes Flugfeldlöschfahrzeug des Flughafens Bern-Belp, Baujahr 1955. ...
Tradition und Moderne - Khushwant Singh und sein Sikh-Film Musafer SEITE 39 - DIENSTAG, 10. NOVEMBER 2009 - NR. 261 Frankfurter Allgemeine Zeitung Er selbst nennt es Turbanophobie, dieses Unbehagen mancher Menschen, die ihn auf der Straße oder in der U-Bahn begegnen. Die ihn für einen Fanatiker halten, einen Taliban, weil sich das Bild von Osama Bin Laden in ihre Köpfe gebrannt hat – der Turban und der lang gekräuselte Vollbart als Erkennungsmerkmal des Terroristen. Khushwant Singh nimmt sich das zu Herzen – und bleibt dennoch gelassen. Als männlicher Sikh hatte er es nicht immer leicht nach dem 11. September 2001. „Schon mal zusammen mit fünfzig Eintracht-Fans in der S-Bahn gestanden“, fragt er lächelnd. „Alle angetrunken außer du, alle auf dem Weg zum Revierderby gegen die Offenbacher Kickers. Und alle zeigen auf dich und grölen: Usama, schmeiß Bomben auf Offenbach.“ Dabei haben die aus dem nordindischen Pandschab stammenden Sikhs nichts mit Usama Bin Laden zu tun. Sie bilden die fünftgrößte Weltreligion. 10.000 von ihnen leben in Deutschland – vor allem im Rhein-Main-Gebiet. Über ihre monotheistische Religion ist hierzulande wenig bekannt. „Es ist paradox“, sagt Singh. „Wir Sikhs sind gut integriert, gelten weltweit als Vorzeige-Minorität. Aber es gibt nur wenige Migranten, deren Aussehen derart abweicht vom dem, was gemeinhin als normal angesehen wird.“ Singh, der in Frankfurt wohnt, hat einen Dokumentarfilm gedreht. Fünf Jahre lang hat er mit dem in Toronto lebenden Soziologie-Professor Michael Nijhawan junge Sikhs mit der Kamera begleitet - in Frankfurt, Heidelberg, Paris und London, in Delhi und San Francisco. Der Film heißt “Musafer”, Reisende. Er zeigt das Leben junger Menschen, die Sikh-Tradition und Moderne spielerisch miteinander vereinbaren und manchmal doch unsicher sind, zu welcher Seite sie nun gehören. ... Oliver Keppler
Heiligtum der Sikhs - 24 Stunden im indischen Tempel 07.11.2009 http://www.bz-berlin.de Caroline Rosales B.Z.-Reporterin Caroline Rosales besuchte das wichtigste Heiligtum der Sikhs im nordindischen Amritsar und verbrachte einen unvergesslichen Tag unter 40000 Pilgern. 40000 Menschen, die beten, essen, schlafen, meditieren, ihre Kinder und sich selbst im heiligen Wasser waschen – das alles so leise, dass, wenn ich die Augen schließe, vergesse, dass sie überall sind und ich mittendrin. 40000 Menschen, so viele wie jedes Jahr das Hurricane-Festival oder ein Fußballstadion füllen, besuchen täglich, 365 Tage im Jahr, den Golden Tempel von Amritsar, im Norden Indiens – das größte Heiligtum der Sikhs. „Auch für ausländische Touristen bietet der Tempel kostenlose Schlafmöglichkeiten“, steht in der Reisebibel „Lonely Planet“. ... Nur so viel vorab: Vergessen Sie Mumbai, das Taj Mahal, vergessen Sie die Traumstrände von Kerala oder die saftig grünen Tee-Planatagen von Darjeeling. Seitdem ich im Goldenen Tempel von Amritsar einen Tag erlebt habe, sind alle meine Indien-Erinnerung, monatelange Touren, zu einer einzigen Amritsar-Traum-Masse verschmolzen. ... Vor dem Tor knattern die Rikschas, bieten Granatapfelhändler brüllend ihre Ware feil. Die staubige Luft, 40 Grad, Sonne, der Lärm – und dann ist es plötzlich ruhig. Wie eine Stadtmauer der Stille umgeben mehrere hohe Wände den berühmten Tempel-Komplex, riegeln den heiligsten Ort der Sikhs von der hektischen Welt dort draußen ab. Die Wege sind auf Hochglanz poliert. Das liegt daran, dass hier fast 24 Stunden am Tag gewischt und gefegt wird. ... Schuhe ausziehen, Hände und Gesicht waschen, das Haar bedecken – und dann heißt es der Masse folgen. Tausende von Sikhs in Turbanen, bunter Kleidung und Gepäck bahnen sich ihren Weg hinein. Der Sikhismus ist eine der größten Weltreligionen (20 Millionen Gläubige). Eine friedliche Glaubensrichtung, die sich im 15. Jahrhundert unter ihrem Stifter Guru Nanak vom indischen Kastensystem abgewandt hat und seitdem für die Gleichheit aller Völker und Religionen predigt. So sind Menschen von allen Kontinenten eingeladen, im und um den Golden Tempel gemeinsam zu essen, zu schlafen, im Wandelgang und am riesigen Wasserbecken zur Ruhe zu kommen. ... Die Teilnahme an den Gebeten ist für alle freiwillig. Tabak, Alkohol und der Verzehr von Fleisch sind aus religiösen Gründen in der Anlage tabu. Für ausländische Touristen wie mich sind ein eigener Schlafsaal, frisch gebügelte Laken und Handtücher vorgesehen. „Internet finden Sie nebenan, Filterkaffee können sie hier aufbrühen“, erklärte mir der Pförtner mit dem hohen grünen Turban an der Tür. ... Und die Gastfreundschaft geht weiter: Ab 19 Uhr beginnt täglich das Abendessen, in drei der großen Massenspeisesäle. ... Wie alle setze ich mich mit meinem Teller auf den Boden in eine lange Reihe. Junge Männer geben süßen Hirsebrei, scharfe Linsensuppe und frisch gebackenes Brot aus. Beim Essen lächeln mich alle neugierig an – und ich lächele gerührt zurück. Finanziert werden die Küche und die Reinigung des Tempels übrigens durch Almosen und Freiwilligenarbeit. Jeder der 40000 Pilger nimmt und gibt ein Stück zurück – für den ewigen Kreislauf. Als ich am nächsten Morgen aufbreche, hinterlasse ich eine kleine Spende für eine Erinnerung, die Millionen wert ist.
US-Streitkräften - Mit Turban und Bart für die USA in den Krieg 24.10.2009 http://www.20min.ch Die amerikanischen Streitkräfte ... erlauben einem Sikh das Tragen seines Turbans. Der Interessensvertretung Koalition der Sikh zufolge wird Hauptmann Kamaljeet Singh Kalsi der erste Angehörige der Religionsgemeinschaft seit über 20 Jahren sein, der seinen Dienst bei den US-Streitkräften mit Turban, Bart und nicht kurz geschnittenen Haaren ableisten darf. Der 32-jährige Kalsi ist Arzt in der Notaufnahme eines Militärkrankenhauses. ... Ein Sprecherin der Streitkräfte betonte, die Erlaubnis für Kalsi bedeute keinen Bruch mit der seit den 1980er Jahren geltenden Regelung zum Verbot bestimmter religiöser Symbole im Dienst, vielmehr handele es sich um eine Einzelfallentscheidung ... (ap) [Hinweis Sikh-Forum: das Photo zum Artikel, welches einen Riesenturban zeigt, kann klischeehafter nicht seint.]
11.000 Euro für Sikh wegen Turbanverbot 02.10.2009 http://www.dnews.de LONDON - Arbeitgeber muss 11.000 Euro zahlen, da er einen Arbeitnehmer aufgefordert hatte, den Turban abzunehmen. Ein britischer Richter hat am Freitag einem Mann, der der Sikh-Religion angehört, eine Schadenersatzzahlung von rund 11.000 Euro zuerkannt, da sein Arbeitgeber ihn gezwungen hatte, seinen Turban während einer Katastrophenübung abzunehmen. ... Laut Richter müssen Arbeitgeber auf die religiösen Pflichten ihrer Arbeitnehmer Rücksicht nehmen. © ANP/nina
Prof's documentary [Musafer - Sikhi is Travelling] chosen as gala opener of Sikh film festival 23.09.2009 www.yorku.ca What is the meaning of Sikhi for today’s diasporic Sikh youth around the world? That’s the topic York sociology Professor Michael Nijhawan grappled with in his documentary film Musafer – Sikhi is Travelling, the gala screening at the seventh annual Spinning Wheel Film Festival opening this Friday. It is also the world premiere of the film, which was shot in Frankfurt, Paris, London, Delhi and San Francisco between 2003 and 2009. Musafer will open on Sept. 25 at the Royal Ontario Museum’s Michael Lee-Chin Crystal, 100 Queen’s Park in Toronto. The 2009 Spinning Wheel Film Festival, a celebration of film by or about Sikhs, runs from Sept. 25 to 27. Parminder Singh, the voice of CBC's "Hockey Night in Canada" regular season Punjabi broadcasts, will MC the gala evening. “It’s a film that we really made for the broad Sikh diaspora. So a film festival devoting itself to that end is a good venue for it,” says Nijhawan, adding that it's also a film an external audience can get something from. He is planning to show the film at York in the near future, as well as in communities and film festivals around the world. Musafer is the first documentary made by Nijhawan and his filmmaking partner, Frankfurt-based researcher Khushwant Singh. It tells the story of the interconnected lives of a younger generation of diasporic Sikhs, and came about while the filmmakers were doing ethnographic research in Germany. Nijhawan, the new associate director of the York Centre for Asian Research, started to film some of the Sikh religious festivals and spoken-word artists as part of his research, and was surprised by the issues repeatedly raised in conversations with the Sikh diaspora. ... After the filmmakers shot footage of a demonstration in France against that country’s banning of religious symbols in schools, the project really took on a dynamic of its own, says Nijhawan. Shortly after, they met the film’s main protagonist, Indi Kaur, who also provides the film’s music, in London. ... “Many of the Sikh diaspora in mainland Europe and Germany feel like they are in social and legal limbo,” says Nijhawan. “A large majority of them went through the asylum law regulations in Germany and most had their cases dismissed, and their status became unsure. They can’t get permission to work and they can’t bring in their families, however, the courts are unlikely to deport them.” Some of that is changing, but there is still so little known about Sikhs in some of the European countries where they now find themselves. ... Emphasis in the 70-minute film is given to artistic expressions of Sikh youth and to in-depth conversations about the meaning of Sikhi during times of political upheaval and social uncertainty. ... As the filmmakers did not initially set out to film a documentary, Musafer was shot in intermittent phases over a span of six years, and followed the protagonists’ as well as the filmmakers' own trajectories. ... The overall aim was to portray aspects of everyday Sikh diasporic lives that had been less marked by the grand scale of identity politics – though some of that is included in the film – with a particular angle on questions relating to matters of Sikhi or the Sikh way of living with the everyday social and political realities on the ground. Nijhawan and Singh were also interested in issues of importance to a younger generation of “musafers/sojourners” without attributing labels, such as “second generation migrant”, “asylum seeker” or “economic migrant”. Both filmmakers were raised in Germany and share a personal and academic commitment to Sikhi and Punjabi society and culture. ... The Spinning Wheel Film Festival was founded in 2003 to showcase films that address issues of interest or concern to Sikhs around the world, to present the Sikh world view and to encourage the production of high-quality films. The festival is open to Sikh and non-Sikh filmmakers and films from around the globe. ...
Tod in der Schubhaft - Sikhs fordern Klärung 19.09.2009 http://www.oe24.at Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung an dem jungen Inder. Vorerst gegen unbekannt. Das kann sich ändern. Gaganpreet Singh K. ging gerne in den Prater. Er war einer, der Zeitungen austrug und in einer Pizzeria jobbte. Einer, der mit diesem Geld seine Mutter und seine jüngeren Geschwister daheim im indischen Panjab ernährte. Einer, der drei Jahre lang illegal in Österreich lebte, bis er bei einem Autounfall aufgegriffen wurde und am 14. September nach 38 Tagen Hungerstreik in der Schubhaft starb. ... Ob er in Indien tatsächlich verfolgt wurde, weiß er aber nicht: „Von 1984 bis 2000 sind in Panjab 300.000 junge Sikhs getötet worden. Vielleicht hatte er auch Probleme und ist deshalb nach Österreich gekommen.“ Sukhdev selbst ist Österreicher und lebt seit 20 Jahren in Wien. Es gab noch nie Probleme mit der Polizei: „Die waren immer sehr freundlich. Und wir auch. Sikhs sind friedliebende Menschen. Für uns sind alle gleich. Diese Negativ-Schlagzeilen über uns machen uns zu schaffen.“ ...
http://www.oe24.at ... Der Österreich-Generalsekretär von amnesty international, Heinz Patzelt, forderte am Montag die rasche und transparente Aufklärung im Fall des toten indischen Schubhäftlings Gaganpreet Singh K., die öffentlich versprochen worden sei. "Der Fall macht betroffen", sagte Patzelt. Aber: "Das Ausmaß der Anwendung der Schubhaft in Österreich ist jenseits aller menschenrechtlichen Zulässigkeit." ...
Sikh in Berlin - Melodische Gesänge im Schneidersitz 18.09.2009 http://www.faz.net Von Llewellyn Reichman, Freie Waldorfschule Kreuzberg, Berlin - ... Sie haben die Hände im Schoß gefaltet, die Knie angezogen oder sind locker an die Wand gelehnt. Kinder gibt es überall, auf den Schößen der Mütter, an die Väter geklammert, schlafend oder herumrennend, brabbelnd zwischen den Andächtigen. Die Kleidung ist bunt gemischt von Punjabi, einem kittelähnlichen Oberteil mit Schal und einer weiten Hose, bis zur Jeans mit kariertem Hemd oder T-Shirt. Alle sind barfuß und tragen eine Kopfbedeckung.
Ursprünglich aus Nordindien So fängt der Sonntag in der Gurdwara Sri Guru Singh Sahba an, einer Gebetsstätte der Sikhs in Berlin-Reinickendorf. Die Sikhs gehören einer Religionsgemeinschaft an, die ihre Ursprünge in Nordindien hat. Guru Nanak, der Gründer der Sikhs, wurde in Nankana Sahib, im heutigen Pakistan, geboren. Er lehnte das Kastenwesen ab und sagte: „Erkenne Gottes Licht in allem, und frage nicht nach der Herkunft.“ ... In Grüppchen strömen die Menschen nach draußen, jetzt gibt es ein gemeinsames Essen ein Stockwerk tiefer. In einem schmalen Raum lassen sich die Sikhs im Schneidersitz nieder, drei Reihen bilden sie, an den Seiten und eine in der Mitte des Raumes. ... Viele Sikhs leben schon lange in Berlin. Der 70-jährige Bhuai Singh wohnt in einem dreistöckigen Haus in Hermsdorf. Er trägt einen gelben Dastar, wie der Turban bei den Sikhs heißt, blaue Jeans und sitzt barfuß in einem Ledersessel, die Beine angezogen. ... Seine Frau bringt auf einem Tablett schwarzen Tee herein. Ein violettes, leicht durchsichtiges Tuch bedeckt ihren Kopf ... Bhuai Singh gehört zu einer der losgelösten Organisationen der Sikh-Gemeinde. Regelmäßig praktiziert er Gebete und leistet soziale Dienste in der Gemeinschaft. ...
Frauen heißen Prinzessin Etwa 100 Sikh-Familien leben in Berlin. Gefährlich findet Bhuai Singh Berlin nicht. Früher lebte er in West-Berlin und mied die Außenbezirke. Bei den Behörden traten nur Schwierigkeiten bei der Namensgebung auf, da die meisten Sikhs mit Nachnamen Singh heißen, entstand Verwirrung. Gobind Singh, der zehnte Guru, bestimmte die Vereinheitlichung der Nachnamen, damit das Kennzeichnen des Kastenwesens verlorenging. Seitdem tragen alle Männer den Nachnamen Singh, übersetzt Löwe, und die Frauen heißen Kaur, Prinzessin. Wenn im Gurdwara-Zentrum alle fertig sind mit essen, hört man aus der Küche fröhliche Gesänge der Männer, die mit Trockentüchern und Bürsten in der Hand das Geschirr säubern, denn für die Frau will der Mann sein Bestes in der Küche zeigen und ihr Zeit lassen, sich sonntags entspannt mit ihren Freundinnen zu unterhalten. Die gute Küche lebt von Spenden aus den Familien. ... Kinder spielen Verstecken, Frauen und Männer unterhalten sich. Auch Amarjeet Singh sitzt im Schneidersitz im Gebetsraum. Für ihn ist Gott die Wirklichkeit, er ist überall, er leitet alles, er ist der Macher.
Kopftuch führt zu Spielverbot. Eine Kopfbedeckung verbietet einem Tiroler Nachwuchskicker die wettkampfmäßige Ausübung seines Sports. 28.08.2009 http://tt.com Von ALEX GRUBER. Innsbruck - „Kopftücher und das Tragen eines Turbans sowie weitere Kopfbedeckungen (Haube) sind nicht Teil der Spielausrüstung und deshalb nicht erlaubt", liefert FIFA-Schiri Conny Plautz das leidige Regulativ, das zum möglichen Spielverbot eines Tiroler U13-Spielers führt. Hintergund: Dem 11-jährigen Pamma Harkamal ist es aufgrund seines indischen Glaubens (Sikh) nicht erlaubt, sein Kopftuch (Hidschab) [Hinweis Sikh-Forum: Hidschab ist eine falsche Bezeichnung, da diese für muslimische Kopfbedeckungen verwendet wird. Es müsste “Patka” heißen.] selbstständig abzunehmen. Zwar suchte der SV Völs beim Tiroler Fußballverband unlängst um eine Ausnahmegenehmigung bis zu Pammas 16. Lebensjahr an, der TFV lehnte das Ansuchen aber ab. ... Dabei kennt jeder den Helm von Petr Cech, den der Chelsea-Goalie zum Schutz trägt, nachdem er sich im Premier-League-Spiel gegen den FC Reading am 14. Oktober 2006 bei einem Zusammenstoß einen Schädelbasisbruch zugezogen hat. ... Nicht nur für Ties wirft sich die Frage der Religionsfreiheit auf. Verletzungsgefahr ist für die Gegner ja keine vorhanden. Die traditionelle Kopfbedeckung dient vielmehr dazu, das ungeschnittene Haar zusammenzubinden und entsprechend dem Selbstverständnis der Sikhs Weltzugewandtheit, Nobelhaftigkeit und Respekt vor der Schöpfung auszudrücken. Zum gegebenen Zeitpunkt sieht es aber so aus, als ob eine starre Regel(-auslegung) den völkerverbindenden Charakter des Fußballs auf Tiroler Boden untergräbt. ...
Man with world's longest beard visits Yuba City 26.08.2009 http://www.appeal-democrat.com/news/singh-85917-beard-sarwan.html By Ashley Gebb/Appeal-Democrat. At 7 feet, 8-plus inches, Sarwan Singh's beard is quite a sight to behold. But any emotions the Sikh man holds about the hairs flowing from his face are of gratitude and respect rather than pride. Singh credits God for blessing him with such lengthy wisps, and in accordance with his religion, has not disfigured his body by cutting them. "God has given a beard to everybody, but he has given him a special gift," said Yuba city resident Sukhcharan Singh. Sarwan Singh, 43, lives in Surrey, Canada, but has spent the last three weeks at the Gurdwara Sahib on South George Washington Boulevard in Yuba City. Sukhcharan Singh is videotaping the religion and music teacher while he reads the holy scriptures of the Guru Granth Sahib aloud in Punjabi. ... t was not until about 10 years ago, when he moved from India to Canada, that Singh realized a knee-length beard was a bit of an oddity. His friends finally urged him to contact Guinness World Records. The record-keepers measured Singh's strands at 7 feet, 8 inches in November. The previous record was held by Shamsher Singh of Punjab, India, whose beard measured 6 feet long in 1997. The men do not know one another. ... Despite all the care and maintenance they demand, Sarwan Singh treats his hairs with patience.bAs he talks, reads or simply stands, he gently fingers the tips of silver, gray and black wisps or drapes them over his hands. When a clean surface is available, Singh allows the strands to coil onto the floor; otherwise he wraps the beard into a loose knot below his chin. The hair on his head, hidden by the traditional Sikh wrap, grows at a normal rate and length, he said. Singh urges Sikh children to take pride in their religion and be proud to grow their hair. If he can take care of an almost-8-foot-long beard, they can respect God and their bodies, he said. ... "We have to live this way, with whatever he has given us," he said.
Dietzenbach. Ein Stück Freiheit am Herd 28.08.2009 www.fr-online.de Von Anne-Sophie Lang ... "Meine Frauen", sagt die 61-Jährige, wenn sie über die redet, denen sie ein Vorbild sein will. Die Frauen stammen aus der Türkei, aus Marokko, Afghanistan, Indien und Pakistan. "Die hierherkommen, die waren nie zu Hause raus", sagt Kaur. Sie will ihnen zeigen, wie auch sie leben können, aktiv und selbstbestimmt. Nicht, weil das ihr Job wäre; Perminder Kaur ist im Ruhestand. Sondern, weil sie es für notwendig hält. "Nur integrierte Migranten können Migranten integrieren", sagt sie. Die Inderin hielt Vorträge über Brustkrebs, sie erklärte ihren Zuhörerinnen auf Hindi und Urdu, wie sie Übergewicht vermeiden können. Sie setzte sich für Frauenschwimmen in den Neu-Isenburger und Dietzenbacher Schwimmbädern ein. ... Sie machte mit bei den Projekten "Stärken vor Ort" und "Mit Migranten für Migranten". ... Sie hat es für sich und ihre Familie geschafft. Ihre Kinder heirateten Deutsche, ihr Sohn ist erfolgreicher Mediziner. Bis vor drei Jahren arbeitete die 61-Jährige in einer Parfümerie - bis ein Arzt Krebs diagnostizierte. Mit der Arbeitsunfähigkeit begann ihr Engagement für andere Frauen. ... Viele Frauen arbeiten inzwischen, kleine Jobs auf 400-Euro-Basis, dennoch ein Riesenerfolg. "Man muss die Leute qualifizieren", sagt Kaur. Sei es Kochen, sei es Häkeln, jede könne etwas, nur verstecken dürfe sich keine. "Kopftücher sind nicht das Problem", sagt sie und zeigt auf ihre Stirn, "das Problem ist, wenn man hier geschlossen ist."
Grüne: Initiative gegen „lächerliche Namen“ 23.08.2009 http://diepresse.com PHILIPP AICHINGER (Die Presse). Die Grünen fordern, dass das Gesetz den Behörden mehr Ermessens- spielraum einräumt, um auf kulturelle Besonderheiten Rücksicht nehmen zu können. Generell wird eine Novelle beim Namensrecht eingemahnt. ... Die jetzige Rechtslage, so beklagt Steinhauser, bringe nämlich Probleme für Leute aus einem anderen Kulturkreis mit sich. ... Bei der Gruppe der Sikhs wiederum tragen Männer generell den Nachnamen Singh, Frauen den Namen Kaur. Leben Sikhs in Österreich, hätten sie aber Probleme, so Steinhauser. Denn Geschwister innerhalb einer Familie müssten den gleichen Nachnamen tragen. Das führe dazu, dass Töchter meist den Nachnahmen „Singh“ bekommen, der aber „Mann“ bedeutet. Probleme gibt es etwa auch bei slawischen Nachnamen, wo die Endung oft für das Geschlecht der Person steht. Und bei Spaniern wiederum sind zwei Nachnamen üblich – und zwar der des Vaters und der Mutter. Das sei bei binationalen Ehen ein Problem, erklären die Grünen. Denn das österreichische Namensrecht macht es unmöglich, dass beide Eltern ihren Geburtsnamen behalten und die Kinder einen Doppelnamen führen. ...
Bald soll der Tempel leuchten 29.07.2009 http://www.bernerzeitung.ch Von Stefan Aerni. Drei Jahre nach seiner Eröffnung wird der Langenthaler Sikh-Tempel erst jetzt richtig fertig. Künftig soll er wie ein Stern leuchten. ... Wie Bauführer Renzo Costa gegenüber dieser Zeitung erklärte, geht es bloss um Arbeiten, die eigentlich zum Neubau gehört hätten. Damals aber habe das korrekte Material gefehlt. ... Dass ein neuerdings beleuchteter Tempel auf Widerstand stossen könnte, das glaubt Singh nicht. Es handle sich nur um ein sehr dezentes Blau. Dazu komme, so betont der Sikh-Präsident, «dass unsere Türen für alle Menschen offen sind».
Das will Religionskritiker Daniel Zingg nicht bestreiten. Der Sprecher des «Stopp Minarett»-Komitees bringt den Sikhs viel Goodwill entgegen: «Sie haben nicht den Machtanspruch der Muslime und sind zahlenmässig zu unbedeutend.» Sollten die Sikhs ihren Tempel aber zu auffällig beleuchten, will sich Zingg mit seinen Mitstreitern überlegen, «aktiv zu werden».
Bluttat in Wien löst in Indien heftige Proteste aus 25.05.2009 www.netzeitung.de Ein indischer Geistlicher ist Opfer einer Attacke auf einen Sikh-Tempel [Hinweis Sikh-Forum: Es handelt sich um einen Tempel der Ravidasi.] geworden - in der österreichischen Hauptstadt. Rama Nand war dort nur zu Besuch. In seiner Heimat reagierten Anhänger heftig auf die Nachricht. Bei einer heftigen Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Gruppen der Sikh-Religionsgemeinschaft ist in einem Tempel Wien ein Guru ums Leben gekommen. In Indien, dem Heimatland der Bewegung, reagierten Menschen mit Protesten auf die Tat. Sie setzen Autos in Brand und blockierten Straßen. Die Polizei verhängte in der Stadt Jalandhar ein Ausgehverbot, Soldaten patrouillierten. Jalandhar gilt als Hochburg der Dera Sach Khand, einer Sikh-Sekte, der zumeist Menschen aus der Kaste der sogenannten Unberührbaren angehören. Bei dem in Wien getöteten Rama Nand handelte es sich um einen Führer der Sekte. ... Offiziell gibt es in der Sikh-Religion keine Kasten. Das komplexe System, das Menschen nach ihrer Herkunft, ihrer Volkszugehörigkeit und anderem mehr in hunderte Gruppen einteilt, ist aber immer noch allgegenwärtig. ... Mitten in der Zeremonie seien Männer in den Tempel eingedrungen und hätten dolchähnliche Messer und eine Pistole gezogen. «Plötzlich haben sie eine Waffe genommen und gezielt auf die Prediger geschossen», berichtete eine Augenzeugin. (AP/dpa/nz) Analyse des Vorfalls
Gemetzel im Goldenen Tempel - Vor 25 Jahren: Indische Armee tötet Tausende Sikhs 05.06.2009 www.dradio.de Von Tobias Mayer - Immer wieder wird Indien von religiös motivierten Anschlägen heimgesucht. ... Von einer Religion hört man in dieser Hinsicht indes nichts mehr - die Sikhs. Vor 25 Jahren hatten sich gewaltbereite Glaubensanhänger im Goldenen Tempel von Amritsar verschanzt. Am 5. Juni 1984 stürmte die indische Armee den heiligen Bezirk.
"In der städtischen Leichenhalle der 600.000-Einwohner-Stadt Amritsar stapelten Soldaten die Körper zu großen Haufen. Auch im Krankenhaus luden Müllwagen Leichenberge ab. Regte sich unter den aus vielen Wunden blutenden Körpern noch Leben, versorgte kein Arzt den Verwundeten. Soldaten gaben ihm den Todesschuss. Dann wurden die Toten in Haufen zu je 50 auf Holzstöße geschichtet und verbrannt.", ... zitiert der "Spiegel" Augenzeugen der Erstürmung des Allerheiligsten der Sikh-Religion, des Goldenen Tempels von Amritsar, durch die indische Armee. Die Bilanz des Gemetzels: mehrere Hundert getötete Soldaten und bis zu 5000 Opfer auf Seiten der Sikhs. Es war die tragische Eskalation eines Kräftemessens zwischen militanten Sikh-Gruppen und der indischen Regierung, deren Wurzeln in der Teilung des indischen Subkontinents 1947 durch die Briten liegen.
Die Heimat der Sikhs, die reiche und fruchtbare Region Punjab, wurde damals zerrissen, Hunderttausende Sikhs flohen aus dem neuen islamischen Staat Pakistan nach Indien. In diesen unruhigen Zeiten keimte unter den Sikhs die Vision eines eigenen unabhängigen Staates namens Khalistan auf indischem Boden.
Die Sikhs verlangten mehr religiöse Unabhängigkeit, die Angliederung von Sikh-Gemeinden anderer Provinzen an den Punjab und eine gerechtere Verteilung der Wasserressourcen. In den 70er-Jahren bildeten sich Sikh-Organisationen, die auch vor Gewalt nicht mehr zurückschreckten. Sie forderten bald offen einen unabhängigen Staat im Punjab. Ihr spiritueller Führer wurde der Bauernsohn Jarnail Singh Bhindranwale, der predigend von Dorf zu Dorf zog.
1982 eskalierte der Streit zwischen den radikalen Sikhs und der Regierung. Bhindranwale verschanzte sich mit seinen bewaffneten Mitstreitern im Tempelbezirk von Amritsar. Anfang Juni 1984 gab Bhindranwale ein letztes Interview.
"Sind Sie ein Heiliger? / Nein, ich bin ein Sikh, ich habe mit Politik nichts im Sinn. / Warum kämpfen Sie? / Um die Ketten der Sklaverei zu sprengen, die uns erdrosseln. / Wie weit werden Sie gehen? / Soweit ich gehen muss."
Ministerpräsidentin Indira Gandhi konnte dem Treiben der militanten Sikhs nicht tatenlos zusehen. Bei den anstehenden Wahlen drohte sie von der Mehrheit der Hindus abgestraft zu werden. Schon Tage vor dem Sturm in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1984 wurde die gesamte Provinz Punjab vollständig abgeriegelt. ... Bhindranwale selbst wurde von 70 Kugeln getötet.
Für die Gemeinschaft der Sikhs war dies ein traumatisches Ereignis. Ihre Vision vom eigenen Staat versank in einem Blutbad. Doch viel schwerer wog, dass Sikhs auf Sikhs geschossen hatten, dass ein Sikh die Aktion kommandiert hatte. Jeder fünfte Offizier der indischen Armee war und ist bis heute ein Sikh. Im ganzen Land brachen Unruhen aus. Zahlreiche Sikh-Soldaten meuterten, Sikh-Beamte legten ihre Ämter nieder. Am 31. Oktober 1984 wurde Ministerpräsidentin Indira Gandhi von ihren eigenen Sikh-Leibwächtern aus Rache für Amritsar ermordet. In der Folge gingen aufgebrachte Hindus auf die Sikhs los. In der "Tagesschau" vom 4. November 1984 heißt es:
"Nach den Ausschreitungen der letzten Nach bot Delhi heute ein Bild der Verwüstung. Immer wieder werden verstümmelte Leichen von Sikhs gefunden. Allein in der indischen Hauptstadt wurden schon über 200 Tote gezählt. Augenzeugen berichten von unvorstellbaren Grausamkeiten. Sikhs wurden mit Eisenstangen zu Tode geprügelt oder bei lebendigem Leib verbrannt."
Etwa 3000 Sikhs wurden in den ersten Novembertagen 1984 landesweit ermordet. Noch einige Jahre schwelte der Konflikt zwischen Hindus und Sikhs. ... Bald besann man sich wieder des traditionell guten Verhältnisses. Von einem eigenen Sikh-Staat ist längst keine Rede mehr.
Britische Sikh-Polizisten fordern kugelsichere Turbane 08.05.2009 http://www.wlz-fz.de Britische Polizisten aus der Religionsgemeinschaft der Sikhs haben die Regierung um die Entwicklung kugelsicherer Turbane gebeten. ... Da sie ... keine Helme tragen könnten, seien sie bisher beispielsweise vom Feuerwehrdienst ausgeschlossen, beklagte sich der Vize-Chef des neugegründeten Polizei-Verbands der Sikhs, Gian Singh Chahal, im Fachblatt "Police Review". Jüngste Forschungen zu kugelsicherem Material für die Herstellung von Turbanen gäben aber Anlass zur Hoffnung. Das neuartige Material könnte ein "gewisses Maß an Schutz bieten und es damit unseren Beamten ermöglichen, auch bei der Brandbekämpfung eine Rolle zu spielen".
Signal des Vertrauens - Dass im Rat der Religionen die christlichen Kirchen so spärlich vertreten sind, ist gewollt - damit mit Sikhs und Mormonen ein Dialog auf Augenhöhe zustande kommt 09.04.2009 www.fr-online.de MARTIN MÜLLER-BIALON. Ein bisschen komisch ist das schon. Die Sikhs sind im Rat der Religionen stärker vertreten als die evangelische Kirche. Nur wenn man die Vertreterin der ausländischen evangelischen Gemeinden dazuzählt, besteht zahlenmäßig Gleichstand. Sogar die Mormonen dürfen einen eigenen Vertreter schicken. Da haben sich die Relationen ganz schön verschoben. Den Sikhs etwa werden im Rhein-Main-Gebiet um die 5000 Mitglieder zugeordnet. Die Mormonen dürften in Frankfurt nicht mehr einige Hundert Mitglieder zählen. Im Vergleich zur evangelische Kirche mit ihren 135 000 verbliebenen Kirchensteuerzahlern sind das kleine Fische. Und doch sitzen sie im gerade gegründeten Rat der Religionen gleichberechtigt nebeneinander. Und genau in diesem Punkt offenbart sich die wegweisende Idee dieses neuen Gremiums. Es ist keine Schwäche, sondern die entscheidende Stärke des Rats, dass er keinen Wert auf Proporz legt. Bewusst haben die Initiatoren darauf verzichtet. Was wäre auch schon da bei herausgekommen außer einer erdrückenden Dominanz der christlichen Kirchen, die einen wirklichen Dialog mit den anderen Religionen so gut wie unmöglich gemacht hätte? Nein, wenn man auf Augenhöhe reden will, dann muss sich der Größere eben etwas bücken, sonst wird das nichts. Die potenziellen Konflikte, bei denen der Rat eine vermittelnde Rolle spielen könnte, haben mit Bevölkerungsanteilen ja auch wenig zu tun. ...
Neuer Rat der Religionen will Toleranz fördern 07.04.2009 http://www.faz.net Als wichtiges Element für ein friedliches Zusammenleben der Frankfurter Bürger haben Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Die Grünen) und der griechisch-orthodoxe Pfarrer Athenagoras Ziliaskopoulos den neuen Rat der Religionen bezeichnet. Ziliaskopoulos ist der Vorsitzende des Rates, dem 23 Mitglieder mehrerer Religionsgemeinschaften angehören und der, wie berichtet, am 1. April gegründet worden war. Nun wurde er der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziliaskopoulos sagte, der Rat solle gegen Gewalt, religiösen Fanatismus und Diskriminierung kämpfen, sich für ein friedliches Miteinander der Frankfurter einsetzen und „für Toleranz und Akzeptanz plädieren“. Das Gremium verstehe sich als „Ratgeber und Partner der Stadt“. Eskandari-Grünberg hob hervor, dass der Rat nicht zur Stadtverwaltung gehöre, die der weltanschaulichen Neutralität verpflichtet sei. So gesehen, sei der Rat einzigartig in Deutschland. ... Auch erhofft sich die Stadträtin Impulse für die Jugendarbeit, für eine „interkulturelle Pädagogik“ in Kindergärten und Schulen oder für einen islamischen Religionsunterricht. Mitglieder des Rats sind die Jüdische Gemeinde, die beiden großen Kirchen und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, vier muslimische, drei buddhistische und zwei hinduistische Gemeinden, außerdem die Sikh-, die Bahai- und die Ahmadiyya-Gemeinde sowie die Mormonen. Jede Religionsgemeinschaft hat mindestens einen Vertreter in den Rat entsandt. Der Vorstand hat sechs Mitglieder und ist zunächst für zwei Jahre gewählt. Stellvertreter von Ziliaskopoulos ist Ünal Kaymakci von der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH). Der Rechtsanwalt ist auch Sprecher jener türkisch-pakistanischen Gemeinde, die in Hausen eine repräsentative Moschee errichten will. ... Der Rat geht auf das Engagement eines Kreises zurück, der sich seit 2004 traf. Eine treibende Kraft war die evangelische Pfarrerin für interreligiösen Dialog in Frankfurt, Ilona Klemens, die nun auch als Geschäftsführerin des Gremiums fungiert. Eskandari-Grünberg hat die Gründung des Rates unterstützt. „Die soziale Rolle von Religionsgemeinschaften ist aus unserem Alltag nicht hinwegzudenken“, sagte sie. Gleichwohl sei ihr wichtig gewesen, dass auch das Recht der Menschen, nicht religiös leben zu wollen, in die Satzung des Rates aufgenommen worden sei. Darin ist auch festgeschrieben, dass die Ratsmitglieder sich dazu verpflichten, das Grundgesetz zu achten, Gemeinsamkeiten zu suchen und Unterschiede zu achten sowie auf eine Missionierung zu verzichten. ...
World's first Sikh supermodel debuts in GQ fashion spread 02.04.2009 www.telegraph.co.uk A San Francisco businessman is set to become the world's first Sikh supermodel after being picked to feature in top fashion magazines including GQ. Sonny Caberwal's moody looks have won him a string of commissions and caused a surge of pride and excitement throughout the world's Sikh community. Mr Caberwal's appearance in GQ's Style magazine for spring-summer 2009 has been hailed as major boost for Sikh traditionalists. ... His sudden emergence as a model has come as a surprise to him. Mr Caberwal, who was working as a business developer for IT companies while running his own tea firm, was discovered by Kenneth Cole, the American fashion designer, early last year. He featured in a video called "We Walk in Different Shoes" and was signed up by the American and South African model agency Boss. Cole was looking for a turbaned man for their 25th anniversary campaign, but could find no professional Sikh model," he said. "My brother-in-law suggested that I email a photo to them, and the rest is history." He said is delighted and proud of the reaction he has received so far, and hopes it will promote greater self-confidence among Sikh men. "It's not about me, but about Sikh identity and about our culture and traditions being in a positive light to people around the world," he said. ...
Dalai Lama betet für den Frieden 01.04.2009 http://www.abendblatt.de Hamburg/Neu-Delhi - Es war ein dramatischer Augenblick vor 50 Jahren, als der 14. Dalai Lama, das spirituelle und damals auch weltliche Oberhaupt des tibetischen Volkes, vor den chinesischen Truppen aus seiner Heimat fliehen musste. Nun gedachten die Tibeter dieser Flucht. Und der Dalai Lama besuchte in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi acht Stätten der Andacht verschiedener Religionen und betete für den Frieden. ... In einem Tempel in Neu-Delhi spricht der Dalai Lama mit Angehörigen der Sikh-Religion. ...
A Ritual Slowly Unravels In India - Alarm Grows as More Sikh Youths Give Up Turbans 31.03.2009 http://www.washingtonpost.com CHANDIGARH, India -- Text messaging with one hand and holding a cup of milky tea in the other, spiky-haired Amandeep Singh Saini, 27, recalled the year-long battle he waged against his traditional Sikh parents to cut his hair. The act was blasphemous to his father, who tied his long hair in a turban, the most visible marker of Sikh identity. "I was 14 then. I wanted to jump into the village pool and play in mud. The long hair and the turban were always in the way. It took half an hour to tie the turban every morning," said Saini, a student pursuing a doctorate in Punjabi literature. After he cut his hair and discarded the turban, his two brothers followed suit. "My mother wept, my father was angry, but I was stubborn," he said. "At that age, you don't think about right and wrong. I look around the campus today, and there are so few turbaned Sikhs." The rapidly shrinking number of young Sikhs who wear turbans and have unshorn hair has alarmed many in this religious minority of 20 million. Although there are no formal surveys, community groups say that only 25 percent of Sikhs younger than 30 follow the practice. Many young Sikhs say the daily tedium of combing and tying up their long hair and a desire to assimilate are pushing them to give up the turban, a sacred symbol of a religion founded in the 15th century. ... Faced with the recent decline in turban-wearers, the community is thinking up ways to draw young people back to the tradition.
A group called Akal Purakh Ki Fauj, or the Army of the Timeless Being, organizes the annual Turban Pride Day in April, sends volunteers to schools to teach turban-tying and has introduced a software program called the Smart Turban that helps people pick a style that suits them.
Since 2005, the group has held Mr. Singh International, a beauty pageant for turbaned Sikhs. Among other talents, contestants must demonstrate their turban-tying skills. The winners have won modeling contracts and movie roles.
"We need more turbaned role models for our young," said Navnit Singh, a member of the group. To this end, he recently launched a 6-year-old turbaned cartoon character, Rony Singh.
These Sikhnis have an eye on Miss Kaur crown 16.01.2009 http://timesofindia.indiatimes.com MUMBAI: The Dadar gurdwara is the scene of an unlikely revolution. A svelte beauty wearing low-waist jeans is reciting the Jap Sahib to her neighbour. At the head of the table, a team of beauty experts is handing out customised grooming tips for the next day's beauty pageant. On Friday evening, 19 beautiful Sikhnis who avoid trimming their hair and wear the shining kada on their wrist will compete for the title of Miss Kaur International 2009, likely the first beauty contest in India being held exclusively for Sikh women. Two years ago, Puran Singh Banga who heads the Sat Sri Akaal Charitable Trust started the Mr Singh contest for Sikh men. Now comes its female avatar, Miss Kaur International. Of course the aim is to promote the panth, so parents and grandparents in traditional enclaves like Mohali and Jammu have given their blessings to their girls. The only semi-rebel is an airhostess from Mumbai. Believing that her aspiration to win a beauty contest sits oddly with her present job, she has excused herself from work saying a prospective bridegroom was visiting her family over the week. ... "We work out in the gymnasium for an hour every morning and then pray at the gurdwara upstairs. Through the day we learn how to walk the ramp and take part in grooming workshops,'' says Ravneet Kaur. Incidentally, none of the girls uses any last name other than Kaur, just like the men stopped at Singh. Living up to their Punjabi lineage , the sharp-featured , fairskinned Sikhnis would make the grade at a national contest with a little help from tweezers and hot wax. Although some of them have trimmed their hair in the past, the liberal organisers allowed them entry after persuading them to return to the tenets of Sikhism. "We realise we made a mistake,'' says a proud peacock running her fingers through her streaked hair, hardly looking contrite. ...
Premier, Wirtschaftsass, Versöhner - Manmohan Singh 29.11.2008 http://www.wienerzeitung.at Manmohan Singh gilt als Vater des modernen Indien. Als das Wirtschaftsass mit universitären Abschlüssen in Cambridge und Oxford 1991 Finanzminister wurde, galt sein verarmtes Land noch als "Elefant" im Gegensatz zu den dynamischen asiatischen "Tigerstaaten". Durch Restrukturierung und Liberalisierung der Wirtschaft brachte Singh Indien innerhalb weniger Jahre auf den Weg zur Weltmacht. Sein Ziel war es dabei stets, eine dynamische Marktwirtschaft mit sozialem Gewissen zu errichten. Gleichzeitig mit dem Aufschwung sorgte er für die verarmte Bevölkerung. Im Jahr 2004 wurde Singh als erster Sikh zum indischen Premier gewählt. Der Liebhaber islamischer Literatur suchte die Aussöhnung der Religionsgruppen und eine Annäherung zu Pakistan, auf dessen Gebiet er 1932 geboren wurde. ...
Ohne Sikhs gäbe es keinen Parmesan mehr 13.10.2008 http://derstandard.at Rund 50.000 indische Sikhs melken die Kühe der Poebene - In Novellara steht der zweitgrößte Sikh-Tempel Europas Novellara - Das Brüllen des Viehs, das vom Freien über eine Rampe ins Innere drängt, hört Singh Avtar längst nicht mehr. Schlafwandlerisch meiden seine braunen Gummistiefel die glitschigen Kuhfladen auf dem Beton. Neonröhren leuchten die Halle nur dürftig aus. Manchmal taucht ein Sonnenstrahl eines der wiederkäuenden Rinder kurz in einen Lichtkegel. ...
Über die Monotonie seiner Arbeit will der Sikh nicht klagen. Auch darüber nicht, dass ihn der Daueraufenthalt im Stall "aus hygienischen Gründen" zum Haarschnitt und zum Verzicht auf den Turban zwingt.
Die Beschäftigung in einem der größten Viehzuchtbetriebe Italiens hat seiner Familie einen bescheidenen Wohlstand ermöglicht. Gewiss, die Größenordnung war gewöhnungsbedürftig. "Zu Hause im Punjab hatten wir nur zwei Wasserbüffel, die Milch für den Eigenbedarf lieferten", erzählt er. Dennoch: Einiges hier erinnert ihn durchaus an das fruchtbare Schwemmland seiner westindischen Heimat: die Bewässerungskulturen, das satte Grün der Felder, weidende Kühe, die unzähligen Fahrräder - und die sommerliche Mückenplage.
Am Wochenende radeln Avtar, Gauri und ihre zwei Kinder den Kanal entlang. Durch Pappelalleen und abgeerntete Maisfelder steuern sie auf die Industriezone von Novellara zu. Natürlich hat der dort errichtete Fertigbau nichts gemein mit dem üppigen Prunk des goldenen Tempels von Amritsar, der heiligste Stätte der Sikhs. Immerhin: Zum zweitgrößten "Gurdwara" Europas (das größte steht in England) strömen jedes Wochenende mehrere Tausend Shiks in ihren traditionellen Gewändern. In der weiträumigen Speisehalle wird gemeinsam gegessen, im Obergeschoß trifft sich die Religionsgemeinschaft zum Gebet und zum Feiern ihrer Feste.
Totti sticht den Guru aus Auch Besuchern wird gerne ein Teller Reis und Gemüse gereicht. Der lichtdurchflutete Tempel mit dem Heiligen Buch steht jedem offen - ohne Schuhe und mit bedecktem Haupt. Zu hören ist hier ausschließlich Punjabi, das bei Kindern oft schon mit italienischen Brocken durchsetzt ist. Die jüngsten Sikh-Generation verehrt Francesco Totti inniger als Guru Nanak und schätzt die Adidas-Kluft mehr als die elterlichen Kniehosen. Bir Gurjot Singh lebt seit zehn Jahren in Novellara. "Ich bin ein Indo-Italiener", gesteht der 18-Jährige unter dem kunstvoll gebundenen Turban. Den lokalen emilianischen Dialekt beherrscht Bir nahezu perfekt, sein Italienisch ist akzentfrei. "Mit zwei Identitäten lebt man besser als mit einer", lächelt der Maturant, der sich für Sozialprojekte engagiert. ...
Wie Avtar haben die meisten Sikhs hier eine Familie gegründet. Mit seinem Job ist der Melker "sehr zufrieden", doch das Pensionsalter will er nicht abwarten. "Noch drei Jahre, dann kehren wir nach Indien zurück. Dort können wir von unseren Ersparnissen gut leben."
Über die Entscheidung der Kinder machen sich die Eltern wenig Illusionen. Keiner der Jungen träumt von der Rückkehr. ...
“Frag’ doch den Inder” 11.10.2008 http://www.nachrichten.at INDIEN. Täglich kommen bis zu 30.000 Pilger zum Goldenen Tempel von Amritsar, trotzdem ist hier ein Platz zum Nachdenken, Besinnen und zur inneren Einkehr, auch für OÖN-Maskottchen Vitus Mostdipf.
Es blendet. Die Sonne strahlt mit voller Kraft auf den Tempel von Amritsar, spiegelt sich im großen künstlichen Becken wider. In den Gemeinschaftsküchen dampft und duftet es nach frischem Reis. Und den bekommen Pilger und sogar Touristen hier von den Sikhs gratis.
Im Sikh-Museum erfahren wir viel über die bewegte Geschichte dieser stolzen und religiösen Menschen, die unter anderem für Gleichberechtigung und gegen das im Hinduismus gepflegte Kastenwesen eintreten. Der Goldene Tempel selbst steht inmitten des heiligen Sees, dem so genannten Amrit Sarovar (= Nektarbecken), nach welchem auch die Stadt benannt wurde.
Wenige Gehminuten vom Tempel entfernt, in einem kleinen Park, ist das Jallianwala Bagh Memorial zu besuchen, wo die britische Obrigkeit im Jahr 1919 ohne Vorwarnung das Feuer auf Tausende Inder eröffnete – 2000 Menschen wurden schwer verletzt oder getötet. ...
InterFaith – Marathon for a United World 27.04.2008 http://www.marathon4you.de 50 Geistliche beim interreligiösen Lauf im Rahmen des ING europe-marathon luxembourg am Start - Auch der 97-jährige Inder Fauja Singh hat seine Teilnahme zugesagt. ... Unter dem Motto „InterFaith – Marathon for a United World“ kommt es zum bislang größten interreligiösen Lauf im Rahmen einer offiziellen Marathonveranstaltung, beteiligt sind evangelische, orthodoxe und katholische Geistliche, Muslime, Sikh, Buddhisten und Baha’i. Bekanntester Geistlicher beim Luxemburg-Marathon ist der 97-jährige Inder Fauja Singh. Geboren am 1. April 1911 und wohnhaft in London, hat es der Weltrekordhalter der über 90-Jährigen längst zu internationaler Prominenz gebracht. Videosequenzen seiner Läufe und Aufwärmübungen sind auf YouTube zu sehen, vor sechs Jahren in Toronto lief er phantastische 5:40:04 Stunden. ...
Always a winner – that’s Darsh Singh 02/2008 http://www.trinity.edu Anyone who has been to Trinity’s men’s basketball games during the past four years has probably heard fans chanting for Coach Pat Cunningham to put fan favorite Darsh Singh in the game. This season, fans haven’t had to chant for Darsh – the team co-captain has appeared in every game, and every time he plays, he makes a statement. As a follower of the Sikh religion, Darsh speaks volumes by wearing a turban and allowing his beard to grow. In fact, it’s believed that he is the only turbaned Sikh to play in an NCAA basketball game. The Sikh faith, which is around 500 years old, has more than 23 million followers, but it remains a mystery to some Westerners. Darsh’s appearance can sometimes bring out the worst in people. At a young age, he was forced to come to terms with the fact that his appearance made some people suspect him of being involved in terrorism. But Darsh doesn’t let it get to him. He says those very prejudices helped to solidify his faith and make him the person he is today. His statement involves one of his firmest beliefs: “If you don’t believe in what you’re doing, don’t do it.” Darsh also involves himself in numerous groups and organizations. ... He serves on the Student-Athlete Advisory Council, is a part of Students Taking Action Now: Darfur and Save Darfur, and he is president of the Students Creating Awareness of the Sikh Faith. He has volunteered in various Sikh organizations in Chicago, Maryland, and Washington D.C., and is a repeat guest lecturer at a leadership development program. Darsh also was recently selected as a Who’s Who Among Students in American Universities and Colleges recipient. He is an engineering science major who is affiliated with the Institute of Electrical and Electronics Engineers, and who has been on the SCAC Honor Roll (minimum qualification of 3.20 GPA) for three of his four years at Trinity. Following graduation, he plans to work while he pursues his professional engineering license and then go on to get his MBA. ... Siehe auch: http://thelangarhall.com/archives/161
Krebskranker Sikh gestorben 02.04.2008 http://www.espace.ch Kurz vor der womöglich rettenden Knochenmark-Transplantation ist der Berner Sikh Hardeep Singh verstorben. Mitte Februar war die Hoffnung noch gross. Über 50 Menschen liessen im Langenthaler Sikh-Zentrum ihr Blut testen. Ziel war es, einen Knochenmarkspender oder eine -spenderin für den an Leukämie erkrankten Hardeep Singh zu finden. Zwar blieb die Aktion damals erfolglos. Kurz danach aber wurden die behandelnden Ärzte fündig – dank einer internationalen Stammzellenspender-Datei. Der Operationstermin stand schon fest. Doch letzten Samstag ist Hardeep Singh im Inselspital unerwartet rasch verstorben – an einer Lungeninfektion, wie die Schweizer Sikhs mitteilen. Hardeep Singh wurde nur 38-jährig; er hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder. ...
Opfer und Täter beschenkten sich 03.03.2008 http://www.mzbern.ch 1981 wurde Frieda Habegger Opfer einer von Sikhs durchgeführten Flugzeugenführung. Nun reichte die Emmentalerin ihren Kidnappern die Hand: die Geschichte zwischen zwei Begegnungen. ... m Tempel in Langenthal, unter dem sich zur Feier des Tages auch viele Nicht-Sikhs befinden. «Eigentlich wollte ich ja nur eine Adresse», spricht die Emmentalerin wenig später ins Mikrofon und erinnert sich zurück: Am 27. September 1981 wurde ein Flugzeug, unterwegs von Indien nach Pakistan, von einer Gruppe Sikhs entführt. Die Tat verlief gewaltlos, ihre Absicht machten die Täter indes deutlich: Mit dem Ziel, das Interesse der Weltöffentlichkeit zu erlangen, galt das Vergehen dem Unabhängigkeitskampf. «Wie geht es den Männern?» 1981 war auch Frieda Habegger, die sich auf einer Missionsreise in ein tibetisches Flüchtlingslager befand, an Bord gewesen. «Angesichts der Zustände in diesem Lager vergass ich die vergleichsweise harmlose Flugzeugaktion schnell», erzählt die Rentnerin. Das Vergessen nahm aber nie ganz Überhand. «Immer wieder dachte ich an die Entführer und hoffte, dass es den Männern gut geht.» Beim Sprechen blickt die grauhaarige Frau zu Karan Singh und Jasvir Singh. Die beiden Männer gehörten damals wie auch drei Jahre darauf zu den Tätern. Nur knapp entkamen sie der Todesstrafe, sassen für ihre Delikte über zehn Jahre in Pakistan im Gefängnis. Nach der Haftentlassung flüchteten sie in die Schweiz, wo sie seit 13 Jahren mit ihren Familien leben ... Der Basler Strassenwischer ist einer der insgesamt vier Sikhs, die an den Flugzeugentführungen der 1980er-Jahre beteiligt waren und 1995 in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt hatten. Dieses wurde zwar nie ausgestellt, jedoch befanden die Schweizer Behörden, dass die Sikhs kein Risiko für die innere Sicherheit des Landes darstellten. Ende letzten Jahres erfolgte nun der Ausweisungsbefehl, wogegen sich Politiker, Lehrpersonen und Nachbarn im Umfeld der gut integrierten Sikhs augenblicklich zur Wehr stellten. ...
Grosse Solidaritätswelle für abgewiesenen Sikh 03.02.2008 http://www.20min.ch ... Der indische Sikh Jasvir Singh war 1981 an einer Flugzeugentführung beteiligt, die gewaltlos verlief. Dafür wurde er in Pakistan zum Tode verurteilt und saß 14 Jahre lang hinter Gittern. Nach seiner Begnadigung kam er vor 13 Jahren in die Schweiz. Jetzt soll er wieder in seine Heimat zurück: Sein Asylgesuch ist im Januar definitiv abgelehnt worden, bis am 22. Februar muss er die Schweiz verlassen. Das wollen die Betreiberfamilie und die Stammgäste der Niederdorf-Quartierbeiz Schlauch, wo Singh seit elf Jahren in der Küche arbeitet, nicht hinnehmen: Innert wenigen Tagen sind 400 Unterschriften für ihn gesammelt worden, seine Anwältin wird für ihn ein Härtefallgesuch einreichen. «Er gehört bei uns längst zur Familie, er ist ein vorbildlicher Mitarbeiter und ein lieber Mensch», sagt Schlauch-Wirtin Gabriela Weingand. ...
Keine Arbeit mehr für den Basler Strassenwischer mit dem Turban Dalip Singh Khalsa hat als Strassenreiniger die Herzen der Bevölkerung erobert – verschwindet er vom Stadtbild? 04. Oktober 2007 http://www.onlinereports.ch Seit bald zwei Jahren erfreut der temporär angestellte Strassenreiniger Dalip Singh Khalsa aus Indien mit seiner Art die Baslerinnen und Basler. Doch damit soll es jetzt Schluss sein. Zum Leid aller - selbst jener, die ihn entlassen müssen. ... Er ist der auffälligste Strassenwischer Basels: Dalip Singh Khalsa (54), der Mann mit dem grau-weissen Vollbart und dem Turban, dessen leuchtendes Orange zufällig zur gleichfarbenen Arbeitskluft der Stadtreinigung passt. Der Sikh aus dem indischen Punjab ist einer der beliebtesten Reinemacher am Rhein, schenkt er doch allen, die ihm begegnen, ein Lächeln – kein aufgesetztes, ein echtes, ein warmes Lächeln. Sonniges Gemüt stösst auf Sympathie Seine liebenswerte und zufriedene Ausstrahlung entwaffnet die Menschen – und bewegt sie. Viele sprechen ihn an, schütteln ihm die Hand, erkundigen sich nach seiner Herkunft. Manchmal gibt es ein längeres Gespräch oder gar ein spontanes Trinkgeld. Beides freut ihn, denn beides komme von Herzen. "Ich kenne keine schlechten Gefühle, darum ziehe ich auch keine schlechten Gefühle an", erklärte uns Dalip Singh Khalsa in seinem Mischmasch aus Englisch und Deutsch. Tatsächlich gibt es in Kleinbasel und der Innenstadt, wo der Turban-Mann vor allem anzutreffen ist, eine wachsende Schar Einheimischer, die den Ausländer mit dem sonnigen Gemüt nicht mehr missen möchten. ... Zum Inbegriff einer offenen Grenzstadt, die anständige Fremde vorurteilsfrei zu empfangen weiss. Putzen als heilige Pflicht Doch der Besen schwingende Sikh hat noch eine weitere herausragende Qualität. Mit grösster Wahrscheinlichkeit ist in der 140 Mitarbeiter starken Truppe der Basler Stadtreinigung niemand so berufen wie Dalip Singh Khalsa, die zahllosen Zigarettenkippen, Papiere, Fastfood-Verpackungen, Flaschen, Metallstücke und was sonst noch alles von achtlosen Mitgliedern der Wegwerfgesellschaft auf den Boden geschmissen wird, zusammenzuwischen, aufzulesen und zu entsorgen. Denn Sikh Khalsa ist, wie sein Name besagt, ein Mitglied der "Gemeinschaft der Reinen" – einer weltoffenen Bruderschaft, die an ... Gleichheit aller Menschen glaubt und sich auf eine bemerkenswerte Art dem Wohle der Menschheit verpflichtet fühlt. ... Übrigens durchaus zum Leidwesen seiner Kollegen und nächsten Vorgesetzten bei der Stadtreinigung, welche sein Sprachproblem gar als vernachlässigbar bezeichnen: "Khalsa hat immer alles verstanden und seine Arbeit bestens gemacht. Wir müssen einen guten Mann abgeben und dafür Typen durchfüttern, die es nie bringen werden." Die Situation sei unglücklich, und sie spotte dem gesunden Menschenverstand. Tatsächlich scheint eine kleine Umfrage von OnlineReports zu bestätigen, dass niemand mit dem gesetzlich korrekten, von Vorschriften und Sachzwängen erzwungenen Abgang des Strassenfegers mit dem Turban glücklich ist. Seine Kollegen nicht, seine Vorgesetzten beim Reinigungsdienst nicht, der Personalleiter des Baudepartements nicht, das Sozialamt nicht und schon gar nicht Khalsa, der Betroffene. ...
Sikhs über neue US-Vorschrift zu Turbanen erbost - Religiöse Diskriminierung an Flughäfen befürchtet 26. August 2007 http://afp.google.com Eine neue Sicherheitsvorschrift an Flughäfen in den USA hat den Protest von Anhängern der Sikh-Religion hervorgerufen. Die Sikh-Vereinigung, die größte Organisation der in den USA lebenden Sikhs, teilte mit, Turbane dürften nunmehr von Hand abgetastet werden, auch wenn der Metalldetektor keinen Alarm ausgelöst habe. Das habe die zuständige Transport-Sicherheits-Behörde (TSA) beschlossen. Die Sikhs ... fühlen sich durch die neue Regelung diskriminiert: "Den Kontrolleuren anzuordnen, Menschen mit Turbanen zu durchsuchen, ist das Gleiche, wie ihnen anzuordnen, Schwarze, Araber oder Muslime zu durchsuchen", erklärte der Direktor der Sikh-Vereinigung, Amardeep Singh. TSA-Sprecherin Lara Uselding bestätigte, ihre Behörde ... habe Anfang August die Durchsuchungsrichtlinien für Kopfbedeckungen geändert. Mit der Religion der Reisenden habe dies jedoch nichts zu tun. Die Sikh-Vereinigung räumte ein, ... Turban sei jedoch das einzige religiöse Kleidungsstück, dessen bloßes Tragen nun weitergehende Kontrollen auslösen könnte. In den USA leben rund eine halbe Million Sikhs. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 seien hunderte Sikhs beleidigt und geschlagen und einige sogar getötet worden, weil ihre Turbane und Bärte mit Terrorismus in Verbindung gebracht wurden, erklärte die Organisation. Die TSA segne dieses gefährliche Vorurteil der Öffentlichkeit nun offiziell ab.
Irische Polizisten mit Turban? 16.08.2007 http://europe.courrierinternational.com Die irische Polizei Garda hat einem Sikh verboten, im Dienst seinen Turban zu tragen. Irlands Integrationsminister Conor Lenihan stellte sich hinter diese Entscheidung. Die Zeitung kritisiert den Minister. Diese Rechtfertigung sei so eindimensional gewesen, "dass es dem Fall nicht gerecht wird. Er steht für die komplexen Entscheidungen, die getroffen werden müssen, damit sich die schnell verändernde irische Gesellschaft geordnet entwickeln kann." Dies sei jedoch "kein Freibrief dafür, jede Art von Kleidung in die Garda-Uniformen zu integrieren. Die Burka, zum Beispiel, könnte die Durchsetzungskraft der Polizistinnen mindern. Andererseits erlauben zahlreiche Polizei-Einheiten und sogar ganze Armeen den Sikhs, Turban zu tragen, und sind dabei nicht weniger effektiv ...
Akhar, a Punjabi Word Processor - a Software Review 04.05.2007 ... Now the Punjabi University, Patiala has come out with 'Akhar' a Punjabi word processor developed by Dr. Gurpreet Singh Lehal, Professor & Head, Computer Science Department. Akhar is a full fledged word processor with many attractive features. It not only has all the tools of MS-Word like, Bold, Italics, Underline, small, large fonts, setting margins, bullets and numbering, Find and Replace and other formatting commands etc, but one can also create a table, insert a picture or OLE xobject, alphabetize and analyze the text and save the document in html and pbi format. One can prepare a document in html and put it on Internet with pictures inserted in the text. There is a good spell checker and a Punjabi-English Dictionary and English-Punjabi Dictionary. A separate dictionary of all words occurring in Sri Guru Granth Sahib to check for spellings of texts taken from Sri Guru Granth Sahib and a built-in Search Engine for Sri Guru Granth Sahib have been included. One can transliterate from Gurmukhi to Devnagri or Roman and from Roman to Gurmukhi. Typing Punjabi is phonetic, easy and fun. With F3 command one can open a type writing pad where one types in Roman in the top window, it automatically gives its Gurmukhi equivalent in the window below and it also suggests other similar words in the third window on the right in case one spelled it wrong. ... For more information and to order a copy of the software, one can contact emerge.enterprises@gmail.com or akhar_help@yahoo.com Jagpal Singh, Dartmouth, Canada
Peter Maffays Weltreise 30.04.2007 http://www.tagesspiegel.de Der Kontrast auf der runden Bühne könnte nicht größer sein: Drei stämmige junge Sikhs in schwarzen Turbanen, weißen Sakkos und weiten Hiphopper-Jeans rappen in voller Lautstärke, dazu brummen aus den Lautsprechern indische Rhythmen – das indisch-britische DJ-Trio Kuldeep, Surjeet, Manjet Ral, bekannt als „Rhythm Dhol Bass“. Daneben ein schlanker älterer Mann, enge Hosen, Cowboystiefel, Achtziger-Jahre-Matte, der dazu Gitarre spielt – Peter Maffay. Von einer Weltreise hat der Sänger elf Künstler zum Konzert in die Max-Schmeling-Halle mitgebracht: darunter Farhad Darya aus Afghanistan, Tsipi Mashid aus Israel und Grandprix-Gewinnerin Ruslana aus der Ukraine. ... Alle Musiker haben eins gemeinsam: ihr soziales Engagement für Kinder. ... Die drei rappenden Sikhs hatte Maffay dem Publikum übrigens als „Kulturschock“ angekündigt, doch die Zuschauer tanzen begeistert zur exotischen Musik. „Berlin ist ein ganz besonderer Ort“, sagt Maffay deshalb erfreut. ...
Einzug der Moderne - Der Turban, ein alter Hut 26.04.2007 http://www.sueddeutsche.de Meterlanges Haar und ein Turban sind bei Sikhs Ausdruck des Respekts vor Gott. Doch für junge Männer ist die spezielle Kopfbedeckung ein modisch nur schwer vermittelbares Utensil. Dass die Sache selbst in Amritsar so ausufert, wird der Anwalt Jaswinder Singh nie begreifen. Ausgerechnet in der heiligen Stadt, im spirituellen und religiösen Zentrum des Sikhismus, ausgerechnet im Bundesstaat Punjab, dort, wo die meisten der 18 Millionen Sikhs Indiens leben. ... Die Jungen lassen sich scheren wie die Schafe, das wertvolle, meterlange Haar, ein Leben lang gewachsen, Ausdruck des Respekts vor Gott. Einfach weg. Und der Turban gleich dazu. Wenn es so weitergehe, sagt Jaswinder Singh im Amritsar Journal, werde es in zwanzig Jahren keinen Sikh mehr mit Turban geben. Es ist eine Schande. ... Jaswinder Singh weiß das nur zu gut, er ist Führer des "Turban pride movements" ... Das Problem sei sehr ernst, sagt er. Seiner Ansicht nach trägt nur noch die Hälfte aller Sikh-Männer Turban. "Wir werden kämpfen müssen, um die Flut abwenden zu können." ... Doch die Jugend heißt die Flut willkommen. Sie hat sie satt, die Plagerei mit dem Haar und dem Tuch, das sie jeden Morgen wieder um den Kopf wickeln muss. ... Zum Double Patty Turban oder dem dreilagigen Dhamala Turban. Jeder ein kleines Kunstwerk. Es sei genauso sinnlos, einen Sikh zu bitten, kurz den Turban auszuziehen, wie eine Pop-Sängerin zu bitten, nichts auszuziehen, schreibt der indische Autor Melvin Durai. Im modernen Leben aber ist der Turban unbrauchbar. Seit dem 11. September 2001 sogar gefährlich. Im Ausland weiß doch keiner, was das ist, ein Sikh. Im Zweifelsfall hält man sie für Muslime mit verdächtigem Gebinde am Kopf. Dabei sehen sich Sikhs als die Schüler Gottes, 1469 hatte Guru Nanak die Religion gegründet, er sagte sich vom Kastensystem los. Es gab keine Buße mehr, kein Zölibat, keine Askese. Weder Hindu noch Muslim wollte er sein. Dem amerikanischen Tankstellenbesitzer Balbir Singh Sodhi hat das nichts geholfen. Vier Tage nach dem 11. September wurde er in seiner Tankstelle in Arizona erschossen. ... Für den Täter sah er aus wie ein Taliban. Doch nicht die Gefahren des Turbantragens hält Jaswinder Singh verantwortlich für den Schwund, es sei der Verlust der Spiritualität und die Verwestlichung Indiens, sagt er. ... Die Jugend interessiert sich mehr für die Affären der Bollywood-Schauspielerin Shilpa Shetty als für die Weisheiten der zehn Sikh-Gurus. ... Vorbei sind die Zeiten, in denen Sikhs stolz verkündeten, lieber den Kopf verlieren zu wollen als den dastaar. Er ist ein modisch schwer vermittelbares Utensil, auch wenn die Farbgebung frei ist. Premierminister Manmohan Singh etwa trägt einen hellblauen Turban. Aber er gilt nicht gerade als Stilikone. Nun versuchen es Menschen wie Jaswinder Singh mit einer Art Werbekampagne. ... Und noch mehr: In Delhi wirbt eine Modeagentur mit Sikh-Models samt Turban und Bart. Und der Popstar Pammi Bai hat eine Hymne auf den Turban gesungen - und bereits mehr als 100.000 Singles verkauft. ... Von Karin Steinberger
A beauty pageant to promote Sikh culture Sunday, April 15, 2007 http://www.dnaindia.com NEW DELHI: It was a beauty pageant with a difference. Young Sikh men and women were eligible to contest only on condition that they had never cut their hair - a step by the community to stem a worrying trend among youngsters to chop off their hair. And the contestants - ranging from students, businessmen, airhostesses and Delhi Police officers - had to undergo a week's prior training on the Punjabi language, Sikh history and culture, on walking the ramp, doing the bhangra and on style. The 'Mr. Singh and Ms. Kaur of the year' event organised by Ayur beauty products in the capital late Saturday began with the Sikh religious chant "Vahe guru ji da Khalsa, vahe guru ji da fateh". The young men had to wear turbans and maintain uncut beards while the girls were not allowed to sport coloured hair. All were required to have some knowledge of the Sikh religious scriptures. "We want to promote our culture by organising such events as Sikh boys chop their hair to get into the glamour industry," said Dilvinder Singh Ayur, owner of Ayur beauty products, ... Contestants, dressed like Punjabi brides and grooms, who made it to the second round were asked to speak on Sikhism for a minute. ... But for the winners, Lakhmir Singh from Kurkushetra, Haryana, and Harmeet Kaur from Delhi, it was a cakewalk as they had come fully prepared. After the contest, Lakhmir Singh said, "It's painful to see Sikh boys cutting their hair. I will work to promote my culture and persuade others to adhere to the religion." "I am a student of masters of business administration (MBA) and will try to ensure that our culture is promoted through the corporate world," a jubilant Kaur said. Another contestant, Hardeep Singh, 26, said he felt Sikhs had not got their due in Bollywood. "Sardars are always shown as jokers and comedians in films," he said. "We want to show the world what we have to offer," he said. ...
Turban Parade 13.04.2007 http://www.businessportal24.com In der indischen Stadt Amritsar hilft ein Sikh-Junge seinem Freund beim Anlegen des «Khanda», des religiösen Zeichens an seinem Turban. Währenddessen erreicht im Hintergrund die traditionelle Turban-Parade den Goldenen Tempel ...
Wissensdurst nach Riten und Sitten in anderen Religionen hält an 11.04.2007 http://www.ekir.de Pressemitteilung Nr. 81 / 2007 - Neues Handbuch schon in der 4. Auflage - Nach nur sechs Monaten ist auch die dritte Auflage vergriffen: Das im Oktober 2006 erschienene Handbuch "Die wichtigsten Religionen und Weltanschauungen" der rheinischen Kirche stößt nach wie vor auf starkes Interesse. Das Handbuch war ursprünglich für Mitarbeitende in Krankenhäusern, in Einrichtungen der Altenhilfe und in Hospizen gedacht. Sie begegnen täglich den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten unterschiedlicher ethnischer und religiöser Herkunft. Bestellungen kamen jedoch aus dem gesamten Gesundheitswesen, aus Schulen und Kindergärten sowie von Einzelpersonen im deutschsprachigen Raum. In Begegnungen mit Menschen anderer Religionen oder Weltanschauungen sind Verhaltensformen zu beachten, die in der medizinischen Versorgung hohe Aufmerksamkeit verlangen – und nicht nur dort. So gibt es eine Reihe von sehr unterschiedlichen Ernährungsvorschriften, die zu beachten sind. Am Anfang und am Ende des Lebens sind besondere Rituale zu beachten, die häufig noch unbekannt sind. Hindus haben beispielsweise Vorbehalte gegen eine Obduktion, aber keine Einwände gegen eine Organspende. Für orthodoxe Juden ist beides nicht annehmbar, bei Sikhs dagegen gibt es in beiden Fällen keine religiösen Vorbehalte. ... Er gibt einen knappen Überblick über Grundinformationen des Glaubens, Gebetsriten, Hygiene- und Ernährungsvorschriften, Geburts- und Bestattungsriten und vieles mehr. Erläutert werden ... Buddhismus, ... Sikh-Religion. ... Download des Handbuchs.
Angst vor der Zwiebelkrise 15.2.2007 http://www.ftd.de Steigende Lebensmittelpreise verunsichern die indischen Verbraucher. Die Regierung bemüht sich um Inflationsbekämpfung, um eine Überhitzung zu verhindern und die Wähler bei Laune zu halten. Eine Mahlzeit ohne Zwiebeln ist in einem typischen indischen Bauernhaushalt kaum vorstellbar. Für die 600 Millionen Inder, die weniger als 2 $ am Tag verdienen, zählen die Knollen zu den wichtigsten und billigsten Grundnahrungsmitteln. Doch das scheint der Vergangenheit anzugehören: In nur zwei Wochen sind die Preise für ein Kilogramm Zwiebeln in der Hauptstadt Neu-Delhi von 13 Rupien (22 Euro-Cent) auf bis zu 30 Rupien gestiegen. ... Bei den Zwiebeln war die schlechte Ernte Mitverursacher der Misere, doch ist sie nicht das einzige Problem: Die Inflation ist die Achillesferse des indischen Wachstums. In der letzten Januarwoche lag sie mit 6,58 Prozent auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren - und damit über den 5,5 Prozent, die die Zentralbank für verträglich hält. ... Indiens Wachstum ist ungleich verteilt: Während die Industrie zuletzt rund acht Prozent Zuwachs verzeichnete und der Dienstleistungssektor um neun Prozent wuchs, legte die Landwirtschaft, in der die Mehrheit der Bevölkerung arbeitet, nur um 2,5 Prozent zu. ... Die Regierung versucht auch, direkt auf die Preise einzuwirken. So hat sie die Einfuhrzölle für Produkte wie Speiseöl und Zement gesenkt. Zugleich verhängte sie einen Bann für Weizenexporte bis Ende dieses Jahres. Die Weizenpreise waren im vergangenen Jahr um 11,7 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Im Bundesstaat Punjab, dem "Brotkorb" des Landes, ist der Weizen schon zum Politikum geworden. Die regierende Kongresspartei befindet sich dort bei den vorläufigen Ergebnissen der Wahlen vom Sonntag in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Opposition. ...
Bauernsterben in Indien 06. Februar 2007 http://www.salzburg.com Bauernsterben in Indien Indiens Bauern stecken in einem Teufelskreis: Die Agrarkrise trieb 112.000 Farmer in den vergangenen zehn Jahren zum Selbstmord. Dunkelziffer ist weit höher. ... Der 22-Jährige ackerte auf seinem Stück Land von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Trotz allen Fleißes blieb der Erfolg aus. Wegen einer Missernte konnte er weder die Kredite an den privaten Geldverleiher zurückzahlen, noch neues Saatgut kaufen. Ein Bauer auf einem verdorrten Stück Land, ohne Ersparnisse, ohne Hilfe, ohne Perspektive, am Ende seines Lateins. So folgte er dem Beispiel anderer Farmer in Orissa und in verschiedenen indischen Bundesstaaten, kaufte von den letzten paar Rupien eine Flasche Schnaps, betrank sich und mischte ins letzte Glas eine Portion Rattengift. "Er konnte dem Teufelskreis von Missernte und Geldverleihsystem nicht entkommen," sagten die Nachbarn ungerührt. Indiens Landwirtschaftsminister Sharad Pawar gibt zu, dass die ungewöhnlich hohe Selbstmordrate indischer Bauern in jahrelanger Vernachlässigung des Agrarsektors wurzele. Während die Wirtschaft insgesamt Zuwachsraten von fast acht Prozent ins Visier nimmt, dümpelt der Agrarsektor zwischen ein und zwei Prozent dahin. Die Krise spiegelt sich im alarmierenden "Bauernsterben". Offiziell spricht die indische Regierung von 112.000 Selbstmorden in den vergangenen zehn Jahren. Sozialaktivisten hingegen schätzen, dass allein von 1995 bis 2003 rund eine Million Farmer aus extremer wirtschaftlicher Not zum Strick oder zur Giftflasche gegriffen haben. Premier Manmohan Singh sah sich deshalb im Sommer veranlasst, sich an Ort und Stelle ein Bild von der Katastrophe zu machen. Innerhalb eines Jahres hatten in Vidarbha 687 Bauern den Freitod gewählt. ... Experten führen eine Vielzahl von Gründen ins Feld, die die Bauern in eine ausweglose Situation und schließlich in den Freitod treiben. Das gilt nicht nur für den Anbau von Baumwolle, sondern auch für Pfeffer, Vanille, Ingwer, Kardamom, Kaffee und Tee - Erzeugnisse, die alle stark fluktuierenden Weltmarktpreisen ausgesetzt sind. Abgesehen von Launen der Natur spielen ein traditionelles System von Geldverleihern und Zwischenhändlern und die Wirtschaftspolitik der indischen Regierung eine Hauptrolle. Private Geldverleiher verlangen Wucherzinsen Im Rahmen der 1991 begonnenen marktwirtschaftlichen Reformen senkte Indien Importzölle und Subventionen für etliche Erzeugnisse, auch wenn Premier Singh behauptet, seine Regierung werde der Welthandelsorganisation (WTO) nicht nachgeben und die Bauern Indiens vor einer Schwemme von stark subventionierten Agrarprodukten aus den USA und der EU schützen. Im Zuge der Liberalisierung gab Delhi zudem Preise für Saatgut, Düngemittel und Pestizide frei. Die Preise für Diesel und Strom stiegen. Das alles führte zu wachsenden Produktionskosten und einer ungewohnten Konkurrenz aus Übersee. Jahrzehntelang hatte der indische Staat Aufkaufpreise für Agrarprodukte fixiert. So vergaßen die Bauern, was Konkurrenz ist. Mit der Öffnung des Marktes kam auch genmanipulierte, pestresistente Saat ins Land. Der multinationale Saatgutriese Monsanto bot genveränderte Baumwollsaat an. Sie war zwar beträchtlich teurer als herkömmliche Saat. Das trug wesentlich zur weiteren Verschuldung der Vidarbha-Farmer bei. Schließlich gehört zum Teufelskreis das unselige Kredit- und Aufkaufsystem. Private Geldverleiher, die oft auch Großgrundbesitzer sind und mit ihrem Kredit den Aufkauf der Ernte zu einem Minimalpreis verbinden, beherrschen die Szene. Sie verlangen obendrein Zinsen, die von 75 bis 150 Prozent reichen. ...
Blutzeugen des Glaubens Dezember 2006 http://oe1.orf.at/highlights Märtyrer in den Weltreligionen ... Kein Papst der Kirchengeschichte hat so viele Menschen selig beziehungsweise heilig gesprochen wie Johannes Paul II. Darunter waren viele Märtyrer, also Menschen, die als "Blutzeugen des Glaubens und der Liebe" ihr Leben geopfert haben. Johannes Paul II. hat durch die vielen Selig- und Heiligsprechungen die Verfolgung von Menschen aus religiösen Gründen in den Blick rücken wollen, die in unserer Zeit passieren. ... Das Wort Märtyrer bedeutet "Blutzeuge". Märtyrer gibt es in allen Weltreligionen. Kämpfer für soziale Gerechtigkeit Märtyrer gibt es aber auch bei den Sikhs - einer ihrer religiösen Führer, Guru Arjan, wurde auf Befehl des Mogul-Kaisers Jahangir Shah zu Tode gefoltert, und seither haben die Sikhs beschlossen, sich bei Angriffen auf ihren Glauben zur Wehr zu setzen. ...
Arbeiten und teilen 28. Dezember 2006 http://www.salzburg.com Sikhs suchen Standort für einen Tempel ... Immer wieder kommt Sran Hari Singh auf Neujahr zu sprechen, als ihn die SN im Sikh-Tempel besuchen. Er wolle allen Salzburgern schöne Feiertage und ein gutes neues Jahr wünschen, sagt Singh. Und alle seien eingeladen, die Sikhs im Tempel in der Schallmooser Hauptstraße zu besuchen. "Jeder ist willkommen. Wir respektieren alle Religionen." Mit allen gut auszukommen, scheint der wichtigste Vorsatz der Salzburger Sikhs zu sein. Hart arbeiten, ehrlich sein, teilen, beten: Das seien die Grundlagen ihres Glaubens, sagt Singh. Damit können sich wohl viele Salzburger identifizieren. Ein Unterschied lässt sich aber ausmachen: "Bei uns steht die Religion an erster Stelle", sagt Singh. Der 55-jährige Lehrer kam in den 1970er Jahren nach Österreich. Heute arbeitet er als Koch und lebt in Flachau. Als Obmann des Sikh-Vereins ist er eine Art Sprecher für die schätzungsweise 2500 Sikhs in Salzburg. Viele sind in den vergangenen Jahrzehnten aus der indischen Region Punjab ausgewandert. Sonntags treffen sich viele von ihnen zum Gottesdienst im Tempel in Salzburg-Schallmoos. ... Nur ein Parkplatzmangel und vereinzelte Beschwerden von Anrainern über Küchengeruch seien gelegentlich ein Problem, sagt Singh. Deshalb wollen die Sikhs ihren Tempel verlegen - in eine Halle außerhalb der Stadt. Ein Standort wird noch gesucht.
Religion und Terror - Als der Turban seine Unschuld verlor 30.08.2006 http://www.spiegel.de Von Marc Pitzke, New York Mit dem Einsturz der Türme des World Trade Center änderte sich das Leben des New Yorker Anwalts Amardeep Singh schlagartig. Als Sikh glaubt er an Güte, Großzügigkeit, Gleichheit - und trägt Bart und Turban. Wie Bin Laden, fanden viele, und stempelten Amardeep zum Terroristen.
New York - Amardeep Singh hat sich längst daran gewöhnt. "Es gehört zu unserem Alltag", sagt der junge Rechtsanwalt lakonisch. "Wir hören es jeden Tag, wenn wir über die Straße gehen." Terrorist! Mullah! Verschwinde dahin, wo du hergekommen bist!
Amardeep Singh: "Hart arbeiten, Kopf einziehen, Mund halten" Nur eine ganz spezielle Schmähung, die geht ihm bis heute an die Nieren. ... Weil sie allem widerspricht, wofür er steht, als gebürtiger Amerikaner, als Jurist, als religiöser Mann. "Osama!" "Seit dem 11. September 2001 habe ich das bestimmt schon 30, 40 Mal gehört", sagt Amardeep. "Osama!" ... Amardeep Singh ist ein Sikh. Er trägt, wie es seine Religion gebietet, einen Bart und einen Turban. Damit erfüllt er, in einer von Angst, Wut, Vorurteilen und gelegentlich Idioten erfüllten Welt, einen Schlüsselreiz des neuen Terror-Zeitalters - obwohl er mit den Terroristen von al-Qaida kaum weniger gemeinsam haben könnte. ... Sikhs ... ihre Lehre, die viertgrößte Religion der Welt, fußt auf Güte, Großzügigkeit und Gleichheit. Weltweit gibt es rund 23 Millionen Sikhs, die meisten von ihnen leben auf dem indischen Halbkontinent. Rund 40.000 leben in New York City. Und seit dem 11. September 2001 ist ihr Leben hier nicht gerade leichter geworden.
Typische US-Kindheit - im Turban Amardeep ist ... spricht mit einer sanften Stimme, so dass man sich manchmal vorbeugen muss, um ihn zu verstehen. Sein Turban ist lavendelfarben und eng gewickelt. ... Amardeep ist ein waschechter New Yorker: Hier geboren und aufgewachsen, jenseits des Rivers in Richmond Hill im Stadtteil Queens, wo die meisten Sikhs New Yorks leben. Dort hatte er eine typisch amerikanische Kindheit: Seine Mutter war eine "Hausfrau und Soccer-Mom", sein Vater "ein knallharter Yankees-Fan", und er selbst spielte Baseball in der Little League. Nur in einem unterschied sich Amardeep von seinen Klassenkameraden. Er trug einen Turban. Was jahrelang zu den üblichen Sticheleien in der Schule führte. Sticheleien, betont Amardeep, mehr nicht.
Altes Misstrauen "Es war einfach so, man nahm es hin, wir kannten es ja nicht anders." Die Mitglieder der New Yorker Sikh-Gemeinde zogen die Stille vor, sie engagierten sich selten politisch und machten um sich selbst wenig Aufhebens. "Unser Motto war: hart arbeiten, den Kopf einziehen, den Mund halten. Dann passiert uns schon nichts." Die Terroranschläge von 2001 änderten alles - und sie änderten Amardeeps weiteren Lebensweg. New York City ist die ethnisch und religiös am stärksten durchwirkte Stadt der Erde. ... Die Anschläge rissen alte, gesellschaftliche Nähte neu auf und verschoben den sozialen Brennpunkt New Yorks - von Rasse zurück zu Religion. In den Wochen nach den Anschlägen wurden der New York Commission of Human Rights 1224 Vorfälle religiöser Diskriminierung und Belästigung von Muslimen, Arabern und Asiaten gemeldet. Eine der am schwersten betroffenen Gruppen waren die Sikhs. Amardeep Singh war am 11. September 2001 in Washington. ... Denn er ahnte, was auf sie zukommen würde. Die Stimmung in der City war aufgeheizt. "Überall im Fernsehen liefen Bilder von den Taliban, von Osama Bin Laden, von Terroristen mit Bärten und Turbanen. Wir wussten, das würde sich schnell gegen uns richten." Dabei verbietet die Religion der Sikhs jegliche Art von Gewalt. "Wir haben drei Glaubensprinzipen: Sei dir bei allem, was du tust, Gottes bewusst. Gebe ab, was du übrig hast. Arbeite hart und ehrlich." ... Noch am Tag der Anschläge wurde in Richmond Hill ein 66-jähriger Sikh, ein Einwanderer aus dem Punjab, von Unbekannten so brutal mit einem Baseballschläger verprügelt, dass er ins Krankenhaus musste; der Mann war auf dem Heimweg von einer Gebetsstunde für die Opfer der Anschläge vom 11. September. Zwei weitere Sikhs wurden mit einer Paintball-Pistole beschossen. Der Angreifer, ein Teenager, wurde erst im Sommer 2005 geschnappt, als er einem Schwarzen in Howard Beach den Schädel einschlug. Amardeep und seine Freunde - darunter Banker, Berater und PR-Manager - merkten, dass sie handeln mussten, damit die Dinge nicht eskalierten. "Wir fühlten uns doppelt angegriffen", sagt Amardeep. "Einmal von den Terroristen in unserem Land, und dann ein zweites Mal von unseren Landsleuten." Über Nacht verfassten sie eine öffentliche Erklärung, in der sie die New Yorker Polizei um Schutz baten, ihre bisher im Stillen lebenden Glaubensgefährten zu Wachsamkeit "mobilisierten" und die Missverständnisse und Vorurteile über Sikhs vor allem auch in den US-Medien zurechtzurücken versuchten. Gleichzeitig richteten sie eine zentrale Website ein, auf der Sikhs Diskriminierungs- und Gewaltfälle melden konnten. Allein im ersten Monat gab es 140 Eintragungen. Amardeep und seine Freunde gaben sich einen Namen: Sikh Coalition. Und so war der 11. September 2001 zugleich auch die Geburtsstunde der ersten politischen Lobbygruppe in der Geschichte New York Citys für die sonst so zurückhaltenden Sikhs. ... Die Website zur Registrierung von Angriffen gibt es noch. Sie zählt inzwischen 436 Eintragungen, davon bisher 31 in diesem Jahr. Ihre Zahl hat seit 2001 zwar spürbar nachgelassen. Was dabei aber auffällt: Jedes Mal, wenn es einen neuen Terror-Alarm gibt, wenn ein Jahrestag ansteht oder wenn Terroristen in den Schlagzeilen sind, häufen sich die Übergriffe. Denn bis heute liegen die Nerven blank. Bei einer Befragung von Muslimen und Arabern in New York gaben neulich 79 Prozent der Befragten an, sie fürchteten sich mehr um ihr Wohlergehen als früher, vermieden den Kontakt mit der Öffentlichkeit und hängten ihren Glauben nicht mehr an die große Glocke. ... "Die Zahl der direkten körperlichen Angriffe ist seit dem 11. September zurückgegangen", sagt Amardeep. "Die subtile Diskriminierung dagegen, die ist stärker geworden. Vor allem am Arbeitsplatz." Sathari Singh kann davon ein Lied singen. Der U-Bahn-Fahrer aus der Bronx, ein hochgewachsener Mann mit dünnem, weißem Bart, ist ein konvertierter Sikh: Er stammt eigentlich aus einer irisch-katholischen Einwandererfamilie, seine Eltern kamen aus Kerry und Cork, seine Großeltern sprachen noch Gälisch und sein Geburtsname ist Kevin Harrington. Den Sikh-Glauben nahm er in den sechziger Jahren an, auf der Suche nach "innerem, spirituellem Leben". ... Im Dienst hat er immer schon einen Turban getragen, selbst bei seinem allerersten Einstellungsgespräch. Er hat den Turban sogar blau eingefärbt, in der Kennfarbe der MTA. Gestört hat sich daran lange niemand.
Degradierung für den Helden des 11. September Den 11. September 2001 erlebte Sathari buchstäblich hautnah. ... Dort half er persönlich, noch während der zweite WTC-Tower einstürzte, Hunderte Fahrgäste in Sicherheit zu bringen. Das MTA-Mitarbeitermagazin "Running Times" porträtierte ihn später als einen der "stillen Heldinnen und Helden" des 11. September. Am ersten Jahrestag der Anschläge wurde er auf einer feierlichen Zeremonie geehrt und bekam eine nette Andenkenplakette. MTA-Präsident Lawrence Reuter bekundete "Dank und Bewunderung". Man sang "God Bless America". Doch der Dank währte nicht lange. Im Juni 2004 wurde Sathari ohne Vorwarnung aus dem Liniendienst abgezogen und auf einen Wartungsjob in einem entlegenen Gleisbahnhof versetzt - eine De-facto-Degradierung. Begründung: Sein Turban verstoße gegen die MTA-Uniformvorschrift; er müsse eine MTA-Kappe tragen, andernfalls dürfe er ab sofort keine U-Bahnen mehr fahren. Sathari wandte sich über seine Gewerkschaft ans US-Justizministerium. Das stellte sich ihm zur Seite und verklagte die MTA wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz. Der Fall ist bis heute anhängig. Einstweilen hat sich Sathari - "unter schwerem Protest!" - bereit erklärt, einen städtischen Behelfsturban zu tragen, der vorne das MTA-Abzeichen trägt; die MTA lässt ihn damit weiterfahren. Vorerst.
Domino’s Pizza Affirms Sikh Employee’s Right to Wear Turban at Work Sunday 21st of May 2006 http://www.panthic.org Washington, DC (KP) – The issue of a Sikh American man, who was discriminated against because he wore a dastar (turban), has been successfully resolved by the Sikh American Legal Defense and Education Fund (SALDEF). Mr. Jaswant Singh was hired in 2005 as a Domino’s Pizza delivery driver. Shortly after beginning working there, he was asked to replace his turban with a Domino’s issued baseball cap, which his employer claimed was a directive that arose out of concerns that Mr. Singh’s hair could fall on the pizza while delivering it. Singh then contacted SALDEF who addressed this discriminatory practice and sought recourse on his behalf. SALDEF in a letter to General Counsel of Domino’s Pizza, Inc, SALDEF stated that, “We are surprised that a Domino’s manager would take the untenable position that a Domino’s-issued baseball cap, which can easily be taken on and off, would provide more “protection” against food contamination in both preparing and delivering a pizza to a customer than a turban, which cannot be easily taken on and off. It should be apparent that there can be no bona fide occupational requirement justifying Domino’s interference with Mr. Singh’s religious expression as described above.” Domino’s Pizza General counsel, Elisa D. Garcia replied in a letter to Mr. Singh apologizing. The letter stated “I apologize for the error made by the GM of store #4673 in asking you to remove your religious turban in the work place. I am pleased that this matter was brought to our attention and that you are able to do your job in a manner that is harmonious with your religious beliefs.” ...
Gründung steht kurz bevor 12.05.2006 http://www.tachles.ch Am 15. Mai wird in Bern offiziell der Rat der Religionen gegründet. Er soll vor allem auf Bundesebene ein Ansprechpartner bei ethisch-religiösen Fragen sein. ... Zudem sollen sich die Religionen untereinander besser kennen und verstehen lernen und diesen Austausch mit Empfehlungen auch an die Basis, das heisst die Schweizer Bevölkerung, weitergeben. Zudem soll der Rat als Ansprechpartner des Bundes bei religiösen und ethischen Fragen fungieren. Zurzeit sind nur die drei monotheistischen Religionen im Rat vertreten. Mittelfristig soll aber die Öffnung auch gegenüber anderen Religionsgruppen wie den Buddhisten, den Hindus oder den Sikhs ein Thema sein, wie Donath bestätigt.
Punjabi Version of T9 Text Input Software Launches to Speed Mobile Communications for More than 100 Million Native Speakers May 10, 2006 www.tegic.com CHANDIGARH, INDIA - May 10, 2006 - Tegic, a unit of AOL's wireless division, today announced the availability of version 7.4 of popular T9 Text Input software (http://www.t9.com) in Punjabi, a language spoken by more than 100 million people around the world, including more than 25 million people in India. Tegic's T9 Text Input software helps users of cell phones and mobile devices to quickly write SMS text messages in 55 global languages, including multiple Indic languages, and enjoy popular mobile content and services. ...
Bundesverwaltungsgericht - Kopftuchverbot bestätigt 10.05.2006 http://www.faz.net Die Lehrerin Fereshta Ludin hat den Streit um das Kopftuchverbot verloren. Nach jahrelangem Rechtsstreit hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag die Klage der Frau zurückgewiesen. Zugleich bescheinigten die Richter dem Schulgesetz von Baden-Württemberg verfassungsgemäß zu sein. Damit ist es Lehrerinnen in Baden-Württemberg nicht erlaubt, in der Schule ein Kopftuch zu tragen. ... Der zweite Fall betraf eine deutschstämmige Muslimin aus Hannover. Ihr Rechtsstreit wurde überraschend für erledigt erklärt, nachdem sie vor dem Bundesverwaltungsgericht darauf verzichtete, als Lehrerin ein Kopftuch tragen zu wollen. Das Land Niedersachsen hatte zuvor eine Zusage gegeben, die Lehrerin unter dieser Voraussetzung einzustellen. In Niedersachsen darf das "äußere Erscheinungsbild" der Lehrkräfte "keinen Zweifel" aufkommen lassen, daß sie den staatlichen Bildungsauftrag erfüllen können. In Baden-Württemberg sind nun politische, religiöse oder sonstige "äußere Bekundungen" untersagt, die geeignet seien, "den Schulfrieden zu stören". Das Schulgesetz Baden-Württembergs sei "bewußt abstrakt" gehalten, um neben religiösen Kopftüchern auch "den Turban von Sikhs" bei Lehrern in öffentlichen Schulen zu verhindern, hob das Land nun hervor. Ordenstrachten von christlichen Nonnen hingegen seien eine "Berufskleidung für einen religiösen Beruf". ... Das Verfassungsgericht führte aus, daß die religiös-weltanschauliche Neutralität des Staates nicht im Sinne einer strikten Trennung von Staat und Kirche zu verstehen sei, sondern als "offene und übergreifende, die Glaubensfreiheit für alle Bekenntnisse gleichermaßen fördernde Haltung". In einer Gesellschaft mit unterschiedlichen Überzeugungen gebe es kein Recht darauf, von "kultischen Handlungen" und religiösen Symbolen eines anderen Glaubens verschont zu bleiben. Der Landesgesetzgeber muß nach Ansicht der Karlsruher Richter das "unvermeidliche Spannungsverhältnis" zwischen der Glaubensfreiheit des Lehrers und der staatlichen Neutralitätspflicht lösen. "Dabei können die einzelnen Länder zu verschiedenen Regelungen kommen." ... Auch ein Kopftuchverbot könne die Religionsfreiheit zulässigerweise einschränken. Bei dem "zu findenden Mittelweg" dürften auch Schultraditionen, die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung und ihre religiöse Verwurzelung berücksichtigt werden. ... Auch die religiös motivierte Bekleidung eines Lehrers kann nach Auffassung des Gerichts so wirken. Das seien aber nur "abstrakte Gefahren". Wenn solche Konfliktmöglichkeiten als Eignungsmangel bei der Einstellung gewertet werden sollten, so sei dafür eine hinreichend bestimmte gesetzliche Grundlage erforderlich. Für die Frage, ob das Kopftuch einen Eignungsmangel darstelle, komme es auf dessen Wirkung an. Das Kopftuch werde aber, so die Senatsmehrheit, höchst unterschiedlich wahrgenommen. Es fehle eine gesicherte empirische Grundlage für die Annahme, vom Tragen des Kopftuchs gingen bestimmende Einflüsse auf die religiöse Orientierung der Schulkinder aus. ...
Erzieherin nach Kopftuch-Streit suspendiert 28.04.2006 http://www.n24.de Die Stadt Ebersbach an der Fils hat am Montag eine muslimische Erzieherin von ihrer Arbeit in einem städtischen Kindergarten suspendiert. Die Frau habe trotz Verbot ein Kopftuch getragen, auf das sie auch künftig nicht verzichten wolle, berichtete der Südwestrundfunk. Nach Aussage des Bürgermeisters Edgar Wolff soll der 31-jährigen Erzieherin in den nächsten Tagen fristlos gekündigt werden, falls sie nicht doch noch ohne Kopftuch zur Arbeit erscheint. Die städtische Verwaltung hatte zuvor eine Dienstanweisung erlassen, die das Tragen religiöser und weltanschaulicher Symbole in Kindergärten untersagt. Sie beruft sich dabei auf das baden-württembergische Schulgesetz. ... In baden-württembergischen Schulen gilt seit 2004 ein gesetzliches Kopftuchverbot. ... Für Kindergärten gibt es keine gesetzliche Regelung.
Indiens Staatschef Singh zu Besuch. Ein Premier wider Willen 24.04.2006 http://www.tagesschau.de Der indische Premier Manmohan Singh eröffnet am Abend zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Hannovermesse, bei der Indien in diesem Jahr Partnerland ist. Seit 1991 wächst die indische Wirtschaft im Schnitt sehs Prozent im Jahr - und das ist nicht zuletzt Singhs Verdienst. Dabei hat sich der Premier nie nach dem Amt gedrängt. ... Manmohan Singh wurde Anfang der 90er Jahre bekannt. Als Finanzminister führte er Indien von der Planwirtschaft auf den Weltmarkt. Er wurde mit einem gigantischen Schuldenberg fertig, lockte Kapital auf den Subkontinent. ... Singh ist Sohn einer armen Bauernfamilie aus dem Pandschab. Der brillante Intellektuelle schaffte es zum Studium nach Oxford und Cambridge. Später wurde er wirtschaftlicher Berater von mehreren Regierungen und Zentralbankchef. Der leise, sachliche Wissenschaftler wirbt seit mehr als zwei Jahrzehnten für den Standort Indien. Nicht nur in Indien, sondern vor allem im Ausland: "Indien braucht große Investitionen für die Infrastruktur: Einige Staaten leben im Dunkel, leiden unter Stromausfällen, haben Stromverluste von 40, 50 Prozent." ... Wachstum muss ein menschliches Gesicht haben, sagt Singh ... In seinen ersten beiden Regierungsjahren hat er auch den Friedensprozess mit dem langjährigen Erzfeind Pakistan vorangebracht. ... Manmohan Singh ist ein Pragmatiker, ein Fachmann, kein Führer der Massen. Er ist ein großer Geist, kein Charismatiker. Seine Vorliebe für hellblaue Turbane ist das einzig wirklich Auffällige an ihm.
Indiens First Lady ist begeistert von Celle 23.04.2006 http://www.cellesche-zeitung.de Indiens Premierminister Manmohan Singh hat am Sonntagabend die Industrie-Messe in Hannover eröffnet. Seine Ehefrau Gursharan Kaur war bereits am Morgen in Celle. ... Die First Lady zeigt sich bei der Führung durch die Altstadt sehr interessiert, stellt immer wieder Zwischenfragen. Neue Straße, Zöllnerstraße und die Stechbahn stehen auf dem Programm. Mehr als zehn Personen umfasst die Delegation von Gursharan Kaur. ... „Ich wünschte, mehr Städte wären so wie diese”, sagt die 68-Jährige, bevor sie sich wieder in ihre Limousine setzt.
Kalenderblatt 2006: 13. April 13.04.2006 http://www.ovb-online.de ... 1919 - Britische Soldaten erschießen beim Massaker von Amritsar in der indischen Provinz Punjab 379 Menschen, die friedlich gegen die Kolonialherren demonstriert hatten. ...
Pfarrer Sieber ruft zum Weltfrieden auf 04.04.2006 www.espace.ch ... Sieber, der die Veranstaltung zusammen mit Gläubigen der nordindischen Religion Sikh leitete, meinte er wolle auf keinen Fall ein neues Weltbild idealisieren aber es würden noch immer zu viele Menschen auf der Welt wegen Krieg und Hunger sterben und dagegen müsse etwas getan werden. Er rief zu mehr Nähe, Nächstenliebe und Offenheit gegenüber Fremden auf. ...
Via Satellit Grüße aus Indien 31.03.2006 http://www.mz-web.de Hobby-Forscher Volker Kummer: Erneut Kontakt zu einstigem Kriegsgefangenen. Hohndorf/Badripur/MZ. Ein Jahr nach dem letzten Briefkontakt (im März 2005) entschließt sich Hobby-Forscher Volker Kummer, wieder Verbindung mit Subhas Sohan Singh aufzunehmen. Es handelt sich um einen ehemaligen indischen Kriegsgefangenen im Lager Annaburg von 1943 bis 1945 (die MZ berichtete mehrfach über die Freizeit-Nachforschungen zur Geschichte der indischen Kriegsgefangenen/der indischen Legion während des Zweiten Weltkrieges in Deutschland und Europa von 1941 bis 1945). Hier der Bericht des Hohndorfers: "... Ich tippe auf meinem Telefon eine vierzehnstellige Nummer ein, zwei, drei Sekunden später ertönt der mir bekannte typisch indische Klingelton. Via Satellit entsteht nun über eine Entfernung von mehr als 7000 Kilometern eine telefonische Brücke von Hohndorf in Sachsen-Anhalt, Deutschland, nach der Ortschaft Badripur im fernen Indien (Badripur ist das Heimatdorf von Sohan Singh, 230 Kilometer nordöstlich der indischen Hauptstadt Neu Delhi, am Fuße des Himalaya gelegen). Am anderen Ende der kosmischen Leitung meldet sich jetzt ein Angehöriger der Familie von Sohan Singh. Als ich mich mit meinem Namen vorstelle - here is Mr. Volker Kummer from Germany (hier ist Volker Kummer aus Deutschland) - höre ich gleich darauf einen Ausruf der Freude und Überraschung. Ich erwähne, dass ich vor drei Jahren im Januar 2003 das letzte Mal in ihrer Familie zu Gast war. Ebenso übermittle ich herzliche Grüße sowohl meinerseits als auch von Familie Kossagk in Annaburg. In der Familie von Kurt und Hildegard Kossagk war Subhas Sohan Singh als indischer Kriegsgefangener von Mitte 1943 bis Anfang 1945 als Helfer in Land-, Vieh- und Hauswirtschaft eingesetzt, und er war stets in aller Form menschlich behandelt worden (die MZ berichtete zu diesen und anderen Fragen der indischen Militärinternierten im Annaburg des Zweiten Weltkrieges bereits in früheren Beiträgen). ...
SGPC takes up France turban ban with PM 25.03.2006 http://www.navhindtimes.com The Shiromani Gurdwara Parbandhak Committee today appealed to the Prime Minister, Dr Manmohan Singh to take necessary steps to remove “misconceptions and misunderstandings” against Sikhs the world over, especially in France and the United States, where students of the community have been shown the door for wearing turbans and carrying kirpans. ...
Indien bietet Pakistan Friedensvertrag an 24.03.2006 http://www.spiegel.de ... Neu Delhi - "Ich habe eine Vision, dass der Friedensprozess letztlich dazu führen muss, dass unsere beiden Länder einen Vertrag über Frieden, Sicherheit und Freundschaft abschließen", sagte Ministerpräsident Manmohan Singh nach Angaben der Nachrichtenagentur PTI im nordindischen Amritsar. Er sei sicher, dass es Fortschritte geben könne, wenn alle Beteiligten die bestehenden Fakten anerkennen würden, sagte Singh bei der Eröffnung einer neuen Buslinie zwischen Amritsar und dem pakistanischen Nankana Sahib, einer Pilgerstätte von Sikhs. ...
Führerscheinfoto: Sikh muss Turban abnehmen 07.03.2006 http://www.nachrichten.at PARIS. Abgeblitzt ist ein Mitglied der Sikh-Religion beim obersten französischen Verwaltungsgericht mit dem Begehren, dass er für ein Führerscheinfoto seinen Turban nicht abnehmen müsse. Der Staatsrat als oberstes Verwaltungsgericht lehnte die Beschwerde, die sich auf die Religionsfreiheit und das Diskriminierungsverbot in der Europäischen Menschnenrechtskonvention berief, ab. Laut dem Gericht sieht die Menschenrechtskonvention selbst vor, dass „die Freiheiten, die sie garantiert, Objekt von Beschränkungen sein können, insbesondere wenn es um die öffentliche Sicherheit und die Aufrechterhaltung der Ordnung geht“. ... Die Vorgaben seien mit Blick auf dieses Ziel „weder unangemessen noch übertrieben“. ... Der Kläger Shingara Mann Singh hatte zusammen mit dem Verband United Sikhs dagegen argumentiert, Sikhs trügen ihr ganzes Leben zu jeder Zeit einen Turban. Dies gelte selbst beim Schlafen. Die Kopfbedeckung sei für die Anghörigen der Religion „ein Element der Persönlichkeit und Voraussetzung für ihr Erscheinen in der Gemeinschaft“. ...
French Sikhs appeal on turban ban 07.03.2006 http://news.bbc.co.uk French Sikhs have appealed to President Jacques Chirac over a ruling that they must remove their turbans for driver's licence photographs. France's highest administrative body reversed an earlier ruling in favour of Shingara Mann Singh, a French citizen forced to remove his turban in 2004. It said the order was justified on the grounds of public security and was not a restriction on freedom of faith. Mr Singh's lawyer said he might appeal to the European Court of Human Rights. The French branch of United Sikhs has called on Mr Chirac to intervene in the matter. It argues the ruling makes its small community of several thousand in France the victims of "indirect discrimination". ... Mr Singh, from the northern Paris suburbs, brought his case after he was refused a duplicate driving licence in 2004 because he would not remove his turban. ...
Scientologen ködern junge Leute. Mit der Aktion «Jugend für Menschenrechte» sprechen Scientologen junge Leute und Religionsgemeinschaften an. 06.03.2006 http://www.tagesanzeiger.ch In der Aula der Privatschule ZIEL sitzen mehrere Dutzend Sikhs, Juden, Hindus, Christen und Muslime und lauschen den Reden der verschiedenen Religionsvertreter. «Die Meinungsfreiheit ist kein Freibrief dafür, auf den religiösen Gefühlen anderer Menschen herumzutrampeln», schreiben die jungen Aktivisten von «Jugend für Menschenrechte». Sie werben bei Schülern und Lehrlingen für eine Petition zuhanden des Bundesrates. Die Redner fordern, die Menschenrechte seien auf der ganzen Welt umzusetzen. Der Stallgeruch ist den vielen ausländischen Gästen und Referenten aber kaum bewusst. Denn hinter der Aktion stecken durchwegs Personen aus dem Scientology-Umfeld. ... Auch in Deutschland sind die jungen Scientologen aktiv. Dies bewog Antje Blumenthal, Mitglied des Deutschen Bundestages, eine Pressemitteilung zu veröffentlichen. Darin mahnt die Politikerin zur «grössten Vorsicht». Scientology stehe «nach wie vor im Visier der Verfassungsschützer». Blumenthal erklärt, die Aktion erscheine zunächst als überaus seriös, der gute Wille der Jugendlichen würde aber missbraucht. Ähnliche Aufrufe von Schweizer Politikern sind nicht bekannt. Bekannt ist allerdings, dass Scientology-Mitarbeiter unter Bedingungen arbeiten müssen, die oft nicht im Einklang mit unseren Grundrechten stehen.
Grosses Bangen in Wangen 17.02.2006 http://www.beobachter.ch Drei Gemeinden im Solothurner Mittelland leben bestens mit Sikhs, Hindus und Buddhisten. Nur Wangen bei Olten hat ein Problem mit Muslimen – wegen eines symbolischen Minaretts. ... Ausserdem gebe es, Religionsfreiheit hin oder her, einen gewichtigen Unterschied zwischen Christentum und Islam: Während Kirchenglocken bloss dazu dienten, die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen, verkünde der Muezzin missionarisch vom Minarett: «Gott ist grösser.» Ungleich diskreter haben wenige hundert Meter westwärts, ebenfalls in Sichtweite des Kühlturms des Atomkraftwerks Gösgen, die rund 500 in der Schweiz wohnhaften Sikhs ihr religiöses Zentrum errichtet. Zwischen einer Betonwarenfabrik und einer Maschinenbaufirma steht in Däniken ein unscheinbarer Flachbau. Nur eine Fahnenstange und die Wandaufschrift «Gurudwara Sahib – Sikh Gemeinde Schweiz» verraten, dass hier drin gebetet statt gekrampft wird – und die lange Reihe Gestelle, in die die Gläubigen ihre Schuhe stellen. «Say satnam (eine traditionelle Sikh-Gebetszeile vor dem Essen) and be happy», steht an der Tür. Ziemlich happy sind auch die Dorfbehörden mit den indischen Sikhs. «Sie laden mich fast jedes Wochenende ein; ich muss mich bemühen, Distanz zu wahren, und gehe nur zu grossen Festen», erzählt der freisinnige Däniker Gemeindepräsident Gery Meier. Sicher habe es Ängste gegeben, als die Pläne für einen Sikhtempel bekannt wurden. «Aber ich habe mich über die Religion informiert und bewusst mit den Initianten das Gespräch gesucht. ... Solches will in Wangen kaum jemand hören. Auf dem katholischen Friedhof wettert ein Mittsiebziger nach dem Besuch am Grab seiner Frau: «So weit kommts noch, dass die Islamisten aus halb Europa bei der Durchfahrt das Minarett sehen und dann hier zu Allah beten!» Und im Coop regen sich zwei Schweizerinnen zwischen Milchregal und Rollschinkli-Aktion darüber auf, dass im TKV die Frauen nichts zu sagen hätten. Tatsächlich gibt es dort, strenger als manchenorts in der Türkei, zwei strikt getrennte Gebetsräume für Männer und Frauen. Und die jüngsten Krawalle wegen der dänischen Mohammedkarikaturen bestärken die Wangner Minarettgegner noch in ihrer Haltung. «Wehret den Anfängen!», sagt SVP-Politiker Kissling. Doch ist das Baurecht ein taugliches Mittel, um ein unerwünschtes Minarett zu verhindern? «Wohl kaum», sagt Benno Mattarel, Anwalt des TKV. ...
"Einfach anfangen" - Migranten schaffen Arbeitsplätze im Nordosten 08.01.2006 http://www.mvregio.de Rostock/MVr Amarseet-Singh Malhotra ist in seiner Wahlheimat Rostock gut im Geschäft. 17 Arbeitsplätze hat er geschaffen. Der Besitzer des Bombay House in Rostock und zweier weiterer Restaurants in Warnemünde will noch weiter expandieren. Am Anfang, erzählt der 37-Jährige, habe er durchaus Fehler gemacht. Der gelernte Textilkaufmann, der seit 1989 in Deutschland lebt und 1992 in die Hansestadt kam, musste erkennen, dass Deutschland sehr bürokratisch ist. Inzwischen hat er sich daran gewöhnt. "Wenn man alles richtig macht, dann sind die Ämter auch zufrieden", sagt Malhotra. Zu Beginn waren vor allem die mangelnden Sprachkenntnisse ein Hindernis. "Es würde helfen, wenn Englisch auch Amtssprache wäre", findet der Unternehmer. Da könne Deutschland von der Schweiz lernen. ... Manchmal ärgert sich der Restaurantchef über die Unfreundlichkeit mancher Mitarbeiter. "Wir Inder sind viel gastfreundlicher", findet der Familienvater. "Viele Migranten aus den alten Bundesländern haben hier ihre Nische gefunden", hat der Projektleiter "Pro Qualifizierung" des Vereins "Dien Hong - Gemeinsam unter einem Dach", Hartmut Gutsche, beobachtet. ...
In der Heimat terrorisiert und gefoltert Amritpal Kaur kämpfte gegen die korrupte indische Polizei und musste ihre Familie verlassen 07.01.2006 http://www.cityinfonetz.de ... Im vergangenen Jahr wurde Amritpal Kaur am Knie operiert. Die indische Polizei habe es ihr „kaputt gemacht“, sagt sie. Viel geschlagen sei sie worden, an den langen Haaren aufgehängt, mit Holzknüppeln gefoltert, mit Pistolen bedroht. Immer wieder. Ihre Familie gehört zu den Sikhs. Friedliches Zusammenleben mit Hindus, Christen und Moslems, gemeinsamer Glaube an einen Gott, Gleichberechtigung aller, Menschenrechte und Liebe predigte Guru Nanak, der die Religion im 15. Jahrhundert gründete. Doch in Indien, so erzählt Kaur, herrschte stets Unterdrückung, immer gab es Krieg: mit den Mugal, mit England, mit Pakistan. ... Seit der Staatentrennung 1947 müssen die Sikhs nach Hindu-Recht leben. Ihre eigenen Rechte wurden von der Regierung immer weiter abgegraben – wie das Wasser eines großen Flusses im Pandschab, dem Heimatland der Sikhs, das ausschließlich der restlichen Bevölkerung zugesprochen wurde. Viele Sikhs versuchten, „um ihre Rechte mit Worten zu kämpfen“, so Kaur. Sie demonstrierten, kamen ins Gefängnis. „Der Terror gegen sie ging los“, sagt die 34-Jährige. 1984 hatten sich viele Sikhs im Goldenen Tempel, ihrem Heiligtum, versammelt, auch Frauen und Kinder. Auf Veranlassung der Regierung Indira Gandhis habe das Militär dort ein großes Blutbad angerichtet. Etwa 5000 Sikhs seien gestorben. Vier Jahre später dasselbe. Amritpal Kaurs Tante wurde dabei getötet. ... In den Dörfern nahm die Polizei willkürlich junge Männer mit, weil sie ihnen unterstellte, Waffen zu besitzen und Terroristen zu sein. Die junge Frau wollte für die Menschenrechte kämpfen, war politisch aktiv, demonstrierte mit anderen jungen Leuten aus der Schule und trat 1988 in die All India Sikh Students Federation ein. Die Polizei hatte sie ihm Visier. Immer wieder sei sie mitgenommen worden. ... Viel Geld habe die Familie an die Polizei bezahlen müssen, erzählt die Schwester. Eines Tages sei ihr Bruder auf offener Straße von der Polizei in einen Jeep geworfen und mitgenommen worden, die Mutter konnte nichts tun. Seitdem hat Kaur nichts mehr von ihrem Bruder gehört. 2097 junge Männer verschwanden allein im Distrikt Amritsar auf diese Weise. ... Fortan kamen immer wieder Polizisten ins Haus der Familie, sperrten sie ein, schlugen sie, belästigten sie sexuell. Drei Monate lang, bis es so schlimm wurde, dass Amritpal Kaur mit ihrer Familie das Dorf verließ und in Neu-Delhi untertauchte. 1994 kehrten sie zurück. Weil Jaswant Singh Khalra, Sikh und Mitglied der Menschenrechtsorganisation, die Namen aller Verschwundenen sammelte und vor Gericht für sie alle kämpfen wollte. Er scheiterte, verschwand selbst. Und wurde, wie wahrscheinlich all die anderen, getötet. ... „Wenn ich zurück nach Indien gehe, tötet mich die Polizei“, sagt dagegen die 34-Jährige. Auch dem Dorfrat ihrer Heimat zufolge bestünde bei einer Rückkehr Gefahr für ihr Leben. ... Und „wenn mein Asylantrag akzeptiert wird, können auch meine Kinder kommen“, hofft Amritpal Kaur.
Im Langenthaler Gewerbegebiet Dennli entsteht ein traditioneller Tempel für die Sikhs in der Schweiz – bald wird er eröffnet http://www.espace.ch 31.12.2005 ... Gebetsstätten für Sikhs sind ausserhalb Indiens meist in umgebauten Fabrik- oder Gewerbehallen untergebracht. Nicht so in Langenthal: Hier entsteht ein von Grund auf traditionell gebauter Tempel. Dieser Bau ist einmalig für Europa – ein Augenschein. ... Eine Stange, an der die safrangelbe, dreieckige Sikhfahne aufgezogen wird, steht bereits neben dem Eingang. «Diese Fahne ist ein Zeichen für Souveränität und für die Sikhs sehr wichtig», sagt Singh. Verläuft alles nach Plan, soll die Gebetsstätte für Sikhs in den ersten Monaten 2006 eröffnet werden. ... «Im Eingangsbereich gibt es eine Ablage für die Schuhe sowie Lavabos, um sich die Hände zu waschen.» Je ein Aufenthaltsraum für Männer und Frauen, Toiletten und Duschen sowie eine riesige Küche mit Essraum komplettieren den ebenerdigen Bereich. «Der Essraum ist ein wichtiger Teil eines Gurdwara», betont er. Alle Gäste – ob Sikhs oder Nicht-Sikhs – würden gratis verköstigt. Im ersten Stock befindet sich der 150 Quadratmeter grosse Gebets- und Meditationsraum, der für rund 300 Menschen berechnet wurde. Marmor und geschnitztes Holz aus Kaschmir werden nach Fertigstellung die Wände bedecken, ein dicker Teppich den Boden bekleiden. Bequem müsse es sein, sagt Singh, denn in einem Gurdwara sitze man auf dem Boden. Erst nach der Fertigstellung wird an einer Seitenwand ein mit reichen Schnitzereien ausgestattetes Gestell installiert, auf dem das 1430-seitige Buch «Guru Granth Sahib» aufgelegt wird, das wichtige spirituelle Texte und Lehren der Sikhs enthält. ... 1995 als politischer Flüchtling aus dem Punjab in Nordindien in die Schweiz gekommen, trat er dem Verein bei, der sich für den Bau eines Gurdwara in der Schweiz stark machte. Dort lernte er den Landsmann Ranjit Masuta kennen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb. Seither sind sie ein Power-Team in Sachen Gurdwara. «Wir verstehen uns als Brüder», sagt Singh. Masuta, seit zwei Jahren Schweizer Bürger, Geschäftsmann mit eigener Telekommunikationsfirma in Zürich und Besitzer des ehemaligen Hotels Brünneli in Langenthal, sorgt für die nötigen Finanzen, Singh bringt seine organisatorischen Qualitäten ein. Rund 1,5 Millionen Franken kostet der spendenfinanzierte Bau. ... Ein Langenthaler Notar habe vorgeschlagen, eine Stiftung zu gründen. Die Idee überzeugte. Singh: «Der Besitz der Stiftung gehört nicht einer Einzelperson, sondern der Gemeinschaft.» Im Jahr 2000 wurde die Sikh-Stiftung Langenthal gegründet, der heute das Gurdwara gehört. ... «Das Projekt wurde nicht lächerlich gemacht. Vielmehr wurde die Frage aufgeworfen, warum es gerade in Langenthal gebaut wird.» ... «Ich denke aber, weil es in der Gewerbezone steht, stört es nicht gross», meint Costa. Warum denn gerade in Langenthal? Das habe geschichtliche Gründe, sagt Singh. Seit längerem träfen sich die Sikhs zu Festen und jeweils am Sonntag in einer ehemaligen Fabrik in der Nähe von Langenthal. Langenthal sei zudem sehr zentral gelegen und gut erreichbar. «Es ist wichtig für uns, einen Ort zu haben, der uns gehört, wo wir mit unseren Traditionen verbunden sein können.» Wichtig für sie sei, in Frieden kochen, sitzen und Musik hören zu können. Ein Gurdwara vermittle ein Stück Heimat und sei der Ort, wo man lerne, ein gotterfülltes Leben zu führen. ...
Turbane auf Führerschein-Fotos in Frankreich erlaubt http://www.n24.de 05.12.2005 Sikhs in Frankreich dürfen auf Führerschein-Fotos ihren Turban tragen. Das entschied das Oberste Verwaltungsgericht am Montag in Paris. Die Richter hoben damit eine Regelung des Innenministeriums aus dem Jahr 1999 auf, auf dessen Basis die Behörden der Region Val d'Oise einem Sikh die Ausstellung eines Führerscheins verweigert hatten. Der Kläger Shingara Mann Singh hatte dafür ein Foto abgeben, auf dem er einen Turban trug. Die Verwaltungsrichter erklärten, dass Führerscheine nicht Angelegenheit des Innenministeriums seien. Aus den Verordnungen des zuständigen Verkehrsministeriums lasse sich jedoch nicht ableiten, dass auf Führerschein-Fotos der Kopf unbedeckt sein müsse. Für Personalausweise gilt die Entscheidung nicht. ...
EU treibt indische Bauern in den Ruin http://www.taz.de/pt/2005/11/21/a0101.nf/text.ges,1 21.11.2005 Pro Kuh und Tag bekommen die Bauern in den Industriestaaten drei Dollar an Subvention - während viele Inder nur einen Dollar zum Überleben haben. Die indischen Bauern wollen sich gegen das Dumping bei Agrarimporten wehren. ... Die indische Landwirtschaft beschäftigt 600 Millionen Menschen und erwirtschaftet rund ein Drittel des Bruttosozialprodukts. Agrarfabriken sind selten. Die Bauernhöfe ernähren vor allem ihre Eigner, meist eine Großfamilie. Hunderte von Kleinbauern nahmen sich das Leben, weil sie in einen Kreislauf von Missernten, fallenden Erzeugerpreisen und Verschuldung geraten waren. Schuld ist oft der Import subventionierter Nahrungsmittel, wie Agrarexperte Devinder Sharma an einem Beispiel erläutert: "Vor einigen Jahren kam ein Schiff mit dänischem Milchpulver an. Obwohl Milch hier sehr billig ist, war das dänische Milchpulver trotzdem mit 1.400 US-Dollar pro Tonne noch preiswerter - dank der europäischen Exportsubvention von 1.000 Dollar pro Tonne. Das billige Zeug wurde in der Provinz Punjab vermarktet. Dort fielen schlagartig die Preise und zwangen viele Bauern, die Milchwirtschaft aufzugeben. Unter einer einzigen Importlieferung hatten Tausende von Familien zu leiden." ...
400TH ANNIVERSARY OF INSTALLATION OF THE SRI GURU GRANTH SAHIB PRIME MINISTER’S INAUGURAL ADDRESS http://pib.nic.in/release/release.asp?relid=13019 30.10.2005 The Guru Granth Sahib has contributed immensely to our composite culture in the past four centuries, said the Prime Minister, Dr. Manmohan Singh. Inaugurating an international seminar on “the Guru Granth Sahib and its context” here today, Dr. Singh said, “it is even today a collection of what we would now call very progressive teachings, aimed at creating an ideal world.” Elaborating on it further, the Prime Minister said, “This ideal world would be a world without borders, free from the pernicious divisions of caste and status, one where differences of religion and language are rendered irrelevant. The teachings of the Guru Granth Sahib seek to harmonize the world as we know it. These teachings synthesize the essential wisdom of all religions and earlier mystic saints, and the ancient traditional cultural and civilizational ethos of the Indian people. In doing so, it sets out a powerful and appealing message of gender equality, concern for women and concern for our natural environment. It defines a moral compass for humanity to follow, but without adopting an imperative approach. Most of all, it sets out an agenda for social equity that is most relevant for our society today.” ... The following is the text of the Prime Minister’s address on the occasion: ... I also welcome the release today of a translation of the Guru Granth Sahib into German. This work, by Dr Jarnail Singh, who is unfortunately unable to be with us today, is a labour of love. I am also happy that as a result of initiative taken by the Sadan, Dr. Swami Veda Bharati has translated selected hymns from the Guru Granth Sahib into English and their translation into Spanish has also been done through the munificence of Swamiji. ... The impact of its teachings has been so profound that it has influenced language, literature, art and of course the history of much of this subcontinent in a relatively brief period of time. ... To begin with, therefore, the Guru Granth Sahib brought these different voices together in one place. While compiling the sayings of the sacred Gurus before him, Guru Arjun Dev had a plethora of material, as well as the obvious editorial freedom, to select and reject. Guru Arjun Devji collated the sayings of those who shared the broad and all encompassing spiritual outlook of Guru Nanak, such as Baba Farid, Kabir, Jaidev, Namdev, Ravidas, and several others. This illustrates his all-inclusive approach. The ideals of monotheism, rational enquiry what we call today as scientific temper, brotherhood of humankind, egalitarianism, concern for women—all of these are recurrent themes in the teachings of these saints, and in the Guru Granth Sahib. ... Although this sacred text is embedded in the historical context in which the sayings were compiled, it is even today a collection of what we would now call very progressive teachings, aimed at creating an ideal universal man. ... These teachings synthesize the essential wisdom of all religions and earlier mystic saints, and the ancient traditional cultural and civilizational ethos of the Indian people. In doing so, it sets out a powerful and appealing message of gender equality, concern for the uplift of women and concern for our natural environment. It defines a moral compass for humanity to follow, but without adopting an imperative approach. Most of all, it sets out an agenda for social equity that is most relevant for our society even today. ...
Internationales Jugendfestival für Menschenrechte auf Schloss Camelot in England http://openpr.de/news/58887.html 31.08.2005 ... Als deutsche Repräsentantin für „Jugend für Menschenrechte“ kehrte Nora Rogge jetzt von dem europäischen Kunstfestival für „Jugend für Menschenrechte“ auf Schloss Camelot in England zurück. Die Eröffnungsansprache der Veranstaltung hielt das englische Parlamentsmitglied für Nord Cornwall, Daniel Rogerson. In seiner Rede wandte er sich an jugendliche Delegierte aus 15 Ländern mit unterschiedlichstem ethnischen und religiösen Hintergrund. Angesichts der Terroranschläge am 7. Juli in London vertraten alle Teilnehmer des Festivals eine eindeutige Position gegen Hass, Gewalt und Terror: Der Frieden kann nur durch gegenseitiges Verständnis, Mitgefühl und Zusammenarbeit gesichert werden. ... Das Festival wurde gemeinsam von „Youth for Human Rights International“ und der Church of Scientology organisiert und von der Association of British Muslims, den UNITED SIKHS und dem World Assembly of Muslim Youth unterstützt. ... Eine 8-köpfige Sikh-Delegation, unter ihnen auch vier junge Künstler, wurde von dem Menschenrechtler und Leiter der UNITED SIKH, Mejindarpal Kaur, angeführt, der erklärte: „Wir haben oft beobachten können, dass Menschenrechtsverletzungen Schlagzeilen machten. Doch dann ist es in der Regel schon zu spät. Wir müssen das Bewusstsein unserer Jugendlichen früh schärfen und ihnen die Werkzeuge der Menschenrechtserklärung schon in jungen Jahren in die Hand legen. Dieses Festival muss sich daher zu einer wiederkehrenden jährlichen internationalen Veranstaltung entwickeln, um Kindern und Jugendlichen zu helfen rund um den Globus die Menschenrechte zu erlernen und zu verteidigen.“ Mansimram Singh, 12 Jahre alt und aus London, sprach über Menschenrechtsverletzungen in Panjab, Indien, und sagte: `diese Missbräuche haben großen Einfluss auf die Psyche von Kindern und führen dazu, dass sie ihr Leben lang Opfer dieser vergangenen Menschenrechtsverletzungen bleiben.´ Jagdeep Kaur, ebenfalls 12 Jahre alt, aus Derby (England) informierte die Anwesenden über typische Menschenrechtsverletzungen auf den Straßen Afrikas. „Ich möchte, dass die Menschen in meiner Gemeinde wissen, was außerhalb ihrer Stadt geschieht.“ ... Delegierte kamen aus Deutschland, Frankreich, dem Kongo, Kenia, Holland, Österreich, Ungarn, Israel, Italien, Schweden, der Schweiz, aus England und den USA. ... Die Initiative „Jugend für Menschenrechte“ existiert in Deutschland mit Gruppen in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München. Für mehr Informationen: www.youthforhumanrights.org
Indien: Keine Gerechtigkeit für Opfer der Sikh-Pogrome http://www.diepresse.com 13.08.2005 Auch der jüngste Untersuchungsbericht nennt die Schuldigen des Massakers nicht beim Namen. DELHI. Sie gehören zu den dunkelsten Episoden der indischen Zeitgeschichte: Die dreitägigen Sikh-Pogrome vom November 1984, die kurz nach der Ermordung von Regierungschefin Indira Gandhi durch ihre Sikh-Leibwächter begannen. Allein in Delhi wurden damals 2753 Menschen getötet. Die Polizei schaute zu, die Kongress-Regierung, der Indira Gandhi vorgestanden hatte, blieb stumm. Es war ein offenes Geheimnis, dass die Rädelsführer Mitglieder der Kongress-Partei waren. Doch keine der zahlreichen Kommissionen, die später die Vorfälle untersuchten, nannte die Schuldigen beim Namen. Der Druck der Partei war zu groß. So setzten die Sikhs große Hoffnungen in die jüngste Untersuchungskommission, die von der nun abgewählten Hindu-nationalistischen BJP-Regierung eingesetzt worden war. Wütend und enttäuscht reagierten die Sikhs, als der Bericht in dieser Woche im Parlament präsentiert wurde. Denn der damalige Premier Rajiv Gandhi und sein Innenminister Narasimha Rao werden darin rein gewaschen, die Polizei kollektiv für den Zusammenbruch von Recht und Ordnung verantwortlich gemacht, ohne dass einzelne Personen dafür belangt würden. ... Statt den schweren Verdacht gegen die Politiker ernst zunehmen, verteidigte die Regierung diese mit dem Argument, eine "Wahrscheinlichkeit" genüge nicht für eine Klage. ...
Von Scharfschützen umzingelt - Falscher Terror-Alarm in NY www.n-tv.de/560145.html Dienstag, 26. Juli 2005 New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hat sich offiziell bei fünf Touristen entschuldigt, die wegen ihres asiatischen Aussehens Verdacht erregt und Terroralarm ausgelöst hatten. Die fünf britischen Sikhs waren bei einer Stadtrundfahrt durch Manhattan von schwer bewaffneten Polizisten festgenommen, in Handschellen gelegt und gezwungen worden, sich auf die Straße zu knien. ... "Diese Leute stellten in keiner Weise eine Gefahr dar", sagte der Bürgermeister. So ein Vorfall sei "eine Schande", und er bitte im Namen der Stadt um Verzeihung. Die rund 60 Touristen in dem roten Doppeldecker-Bus waren von Scharfschützen umzingelt worden und mussten mit erhobenen Händen auf die Straße gehen. "Die Leute hatten furchtbare Angst", sagte eine Kanadierin.
Großbritannien - Nach den Anschlägen ist vor den Anschlägen http://www.faz.net 20. Juli 2005 ... Doch ein Bild vom kulturellen Nebeneinander der Menschen kann man sich wie je in Southall machen, einem westlichen Vorort Londons in der Nähe von Heathrow Airport. Die zwanzig Minuten lange Zugfahrt von Paddington nach Southall kostet 3,50 Pfund, es ist das billigste Ticket nach Indien, das man kaufen kann. Southall ist, als hätte jemand ein kleines Stück vom indischen Subkontinent abgebrochen und nach England hinübergeworfen. Schon der Bahnhof ist nicht nur auf englisch, sondern auch auf punjabi ausgeschildert. Ein paar Meter weiter im "Glassy Junction Pub" kann man seinen Pint auch mit Rupees bezahlen, auf der Southall High Street reihen sich die Auslagen der Sari-Geschäfte an Juweliere, in deren Schaufenstern Geschmeide aus purem Gold funkeln. Unter dem chinesischen Dach des "Himalaja-Filmpalasts" werden Bollywood-Schnulzen in Endlosschleifen gezeigt, überall locken Zuckerbäcker mit fritierten Lutschstangen in knalloranger Farbe. ... Auf den zwei Hauptstraßen, der High Street und der South Road, drängen sich zur Mittagszeit Menschen aller Hautfarben - mit Ausnahme der weißen. Männer in Turbanen beherrschen das Straßenbild, die bunten Shalwars, wie die Hosenanzüge mit Tunika und Seidenschal genannt werden, und die Saris der Frauen leuchten in der Menge. Mehr als siebzig Prozent der Bewohner Southalls stammen vom indischen Subkontinent, oft in zweiter oder dritter Generation. Etwa die Hälfte davon sind Sikhs aus dem nordwestindischen Punjab. Ungefähr ein Drittel sind Muslime aus Pakistan und Bangladesh sowie aus Afghanistan. Der Rest setzt sich aus Hindus und den Angehörigen anderer Religionen zusammen. Zunehmend lassen sich auch Muslime aus dem ostafrikanischen Somalia dort nieder. ... Mittlerweile steht dort der größte Sikh-Tempel außerhalb Indiens. Mit sechstausend Quadratmetern und einer glänzend goldenen Zwiebelkuppel ist er eine Mischung aus moderner Betanlage und dem Goldenen Tempel von Amritsar. ... Nicht immer ging es in Southall so friedlich zu, wie Mr. Sura es beschreibt. 1979 kam es dort zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen der rechtsextremen British National Party (BNP) und der Anti Nazi League, ein Mann wurde dabei getötet. ... "Gestern hatten wir auch in Southall Bombenalarm. Das Problem ist, daß wir unseren Kindern nicht beibringen, zu lieben und zu vergeben. Statt Liebe lernen sie Haß. Das ist die Verantwortung der Eltern." ... "Ich habe Angst, daß der Anschlag einen Keil zwischen die Religionen in unserer Gemeinschaft treibt", erklärt Mrs. Kahn. Ihre beste Freundin sei Sikh und habe schon erfahren müssen, daß sich das Mißtrauen der Engländer heute gegen alle Menschen aus Vorderasien richte, ob sie Muslime seien oder nicht. ... Es gefällt ihm in England, doch der Terror weckte Erinnerungen. "Ich habe Kabul verlassen, um dem Krieg und der Gewalt zu entkommen. Jetzt geht hier auf einmal das gleiche los."
HATE CRIMES DATABASE FOR UK SIKHS www.sikh-secretariat.com 11. Juli 2005 Following the tragic events of Thursday 7 July in London and the growing reports of hate crimes against Sikhs it is important for the community to have basic information on the level, type and location of these crimes. This information will help Sikhs lobby the authorities to take appropriate actions as they appear to be currently failing the Sikh community. A hate crime is when someone attacks another person verbally, via mail or email, or perhaps physically, and the crime is driven by the attacker's prejudice against a particular group of people. While more hate crime is verbal than physical, that does not mean it's not serious, or very upsetting for the person being harassed. What should you do if it happens to you or someone you know? Don't retaliate: you could risk violence or make the situation worse. Do tell someone about it: hate crime is inexcusable and should be dealt with as soon as possible. If you're at school or college, tell a teacher or staff member what has happened and they'll help you sort it out and help you decide whether you want to inform the police. In any situation, it's your right to go to the police, report a crime and have it investigated. If you're scared to go to the police there are hundreds of third-party reporting sites. These places are community centres, other public places including some Gurdwaras where you can discuss your situation with a person trained to fill in a crime form to notify the police. You can even notify the police of a non-urgent crime over the internet. Many Sikhs are not on email therefore feel free to report second hand on any hate crimes that you become aware of in your locality. Please visit: http://www.sikh-secretariat.com/sikh_incident_form.htm to fill in a simple incident form. The information provided will be treated in the strictest confidence. Note: The Sikh Secretariat has been asked to co-ordinate collation of the information so it can be used for the benefit of the Sikh community in getting the authorities to take this issue much more seriously. Sikh Secretariat
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