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Punjabi ... existed even before "Indian Valley Civilization" 25.02.2010 http://www.punjabnewsline.com CS KANWAR - KURUKSHETRA: "People of the Punjab were not mute when the world-known ancient Indian Valley Civilization flourished in the north-west parts of the country. The Panjabis used to speak their own language which is older even than the Dravadian's". This was claimed by the eminent Punjabi litterateur Dr Satinder Singh Noor while delivering his keynote address in the inaugural session of the 2-day national seminar on the New Perspectives of Punjabi Language, Literature and Culture being organised by the Department of Panjabi, Kurukshetra University. ... Refuting the ongoing theory that Punjabi was Indo-Aryan language, the Vice Chairman of the Bhartiya Sahitya Academi, Delhi Professor Noor said that the Panjabi was the oldest language of the world which existed in one form or the other before the use of Tamil and even Sanskrit because it existed before the emergence and blooming of the most ancient Indian Valley Civilization in this part of India. He cited examples with the help of many prevalent words using phonetics and morphological terms. About 2000 words were being studied and scrutinised by scholars of Tamil and Telgu languages and they also agreed to the foregoing conclusions to this effect, he disclosed. Dr Noor said Panjabi is spoken by the Punjabis who were residing in 160 countries all over the world. The diaspora is spreading this language abroad but intermingling of words with local foreigners has led to coining new words like globalikaran ( globalization) and glocalikaran (localization of globalization) with the change in their thoughts and practice of this language. Quoting a report of the UNESCO, the Punjabi scholar said Punjabi has over 13 lakh words spoken and written both ...
Aufständische enthaupteten Sikh in Pakistan 22.02.2010 http://www.kleinezeitung.at Pakistanische Aufständische haben im Grenzgebiet zu Afghanistan drei Angehörige der religiösen Minderheit der Sikhs entführt und mindestens einen der Männer geköpft. Ein Beamter im Stammesgebiet Khyber sagte am Montag, die Familie hätte das von den Entführern verlangte Lösegeld nicht gezahlt. Das Schicksal der anderen beiden Geiseln sei unklar. Die drei Sikhs seien im vergangenen Monat im Khyber-Distrikt entführt worden, in dem zahlreiche extremistische Gruppen wie die Taliban operieren. Sikhs, Angehörige einer in Indien entstandenen monotheistischen Religion, leben vor allem im indischen Unionsstaat Punjab, eine kleine Minderheit lebt aber auch im benachbarten muslimischen Pakistan. ... Der indische Außenminister Krishna sprach von einem "barbarischen Akt der Taliban". Er sagte: "Gewalttätige Methoden, unzivilisierte Methoden, barbarische Methoden werden uns zurück ins Mittelalter führen." Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Quelle: APA
... Vizekanzler Josef Pröll auf Indien-Reise. Er traf Politiker, Top-Manager und besuchte ein Sikh-Heiligtum ... 19.02.2010 http://www.oe24.at ... Zunächst besuchten die beiden VP-Minister das Gandhi-Museum in Delhi, ein Fixpunkt jeder offiziellen Besuchsreise in Indien. Doch dann sahen sie das „echte Indien“: Um die Ecke des Connaught Place, wo sich Luxusgeschäfte und Restaurants drängen, tauchten Pröll und Mitterlehner in eine andere Welt ein: Sie wurden in einen Gurudwara, einen Sikh-Tempel, geführt. Sie besuchten den Bangla Sahib, den größten Sikh-Tempel Delhis. Staatsgast hin, aufgeklärter Alpenrepublikaner her – Pröll und Mitterlehner mussten zunächst wie alle Besucher ihre Schuhe und Socken ausziehen. ... Ernster wurde der VP-Chef dann in der Armenküche des Tempels: Dort werden täglich 15.000 Menschen – aus allen Kasten, also auch unberührbare Parias – mit Fladenbrot und Suppe bewirtet. ... Indien sei einer der „wichtigsten Märkte für Österreich neben dem Schwarzmeerraum“, betonen die VP-Politiker immer wieder, wenn sie bei ihren zahlreichen Terminen etwa mit dem Vizepremier und dem Handelsminister Stimmung für heimische Geschäftsleute machen. Autor: Isabelle Daniel
Hahn wirbt in Integrationsdebatte um Geduld SEITE 42 - FREITAG, 5. FEBRUAR 2010 - NR. 30 Frankfurter Allgemeine Zeitung | www.faz.de Diskussionen über Zuwanderung haben viele Facetten. Das gilt auch für die Veranstaltung des Rates der Religionen. Es ging um Diskriminierung, das Kopftuch und Pauschalurteile. Einen „visuellen Fetischismus" im Umgang mit in Deutschland als fremd erscheinenden Bürgern hat der Sozialanthropologe Khushwant Singh beklagt. Deutsche, die wie er als Sikh einen Turban trügen, würden schnell „in Schubladen einsortiert" und nicht mehr als Individuen wahrgenommen - in ländlichen Regionen mehr als in Städten wie Frankfurt, sagte er am Mittwochabend bei einer Diskussion über religiöse Diskriminierung im Haus am Dom. Nicht ohne Grund seien viele Sikhs nach England gezogen, weil sie sich dort heimischer fühlten. Zu der Diskussion eingeladen hatte der Rat der Religionen, zu dem 23 Mitglieder aus neun Religionsgemeinschaften gehören. Auch Singh gehört dem Rat an; beruflich ist er bei der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Eschborn tätig. Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) entgegnete ihm, dass es eine „Willkommenskultur in Deutschland nicht von heute auf morgen geben kann". Erst seit zehn Jahren setze sich die Gesellschaft mit Zuwanderung ernsthaft auseinander. Zuvor habe man geglaubt, Deutschland sei gar kein Einwanderungsland oder das Zusammenleben komme ohne ein gemeinsames Wertesystem aus. „Beides war falsch", so Hahn. Vor Pauschalisierungen - etwa im Umgang mit Muslimen - warnte Matthias Rohe, Professor für Bürgerliches Recht an der Universität Erlangen-Nürnberg. … Er rief dazu auf, in Schulen zu „verträglichen Lösungen zu kommen", zu denen auch ein nach Geschlechtern getrennter Unterricht gehören könne. In der Frage, ob muslimische Lehrerinnen ein Kopftuch tragen dürfen oder nicht, legte sich Rohe nicht fest. „Das ist eine schwierige Abwägung, in der beide Seiten gute Argumente haben." Prinzipiell müssten Musliminnen selbst bestimmen können, ob sie ein Kopftuch tragen wollten oder nicht, hob Naime Cakir vom „Kompetenzzentrurn Muslimischer Frauen" hervor. Sie selbst trage keines mehr, nachdem sie von ihren Schwiegereltern und ihrem früheren Mann dazu gezwungen worden sei, eines anzulegen. … toe.
Integrationsminister Hahn gegen Burka-Verbot 05.02.2010 http://www.epd.del Frankfurt a.M. (epd). Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) hofft, dass bis zu diesem Sommer ein Kooperationspartner für die Erteilung eines islamischen Religionsunterrichts an den staatlichen Schulen gefunden ist. ... Sollte sich jedoch keine Gruppierung finden, die die rechtlichen Voraussetzungen für die Erteilung eines bekenntnisorientierten, deutschsprachigen und nach deutschen Lehrplänen ablaufenden Islamunterrichts erfülle, werde ein Fach Religionskunde eingeführt, bekräftigte Hahn. ... Hahn wandte sich auch gegen ein Verbot von Ganzkörperschleiern, sogenannten Burkas, in Schulen und Universitäten, wie es sein Stader Parteikollege Serkan Tören und der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) jüngst gefordert hatten. Er sei gegen jede "Symbolpolitik". Vorrangige Aufgabe des Staates sei es, zur Lösung der drängendsten Probleme von Migranten beizutragen, nämlich ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und ihnen Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Der Professor für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Erlangen-Nürnberg, Mathias Rohe, erklärte, dass die deutsche Rechtsprechung in Konfliktfällen sorgfältig zwischen der Religionsfreiheit und anderen Rechtsgütern abwäge und dabei keine Religion bevorteile, "auch nicht das Christentum". ... Gleichwohl rief der Experte für islamisches Recht dazu auf, die Ängste der Mehrheit der Schweizer vor "dem Islam" ernst zu nehmen und sorgfältig zu schauen, welche wirklichen Probleme dahintersteckten. Die Angst vor Muslimen sei bei Christen oft die Angst vor der Schwäche des Christentums. Der ... Ethnologe und Angehörige der Sikh-Religion, Khushwant Singh, berichtete von Diskriminierungen in Schule und Beruf. Weil Turbanträger in Deutschland nur sehr schwer eine Arbeitsstelle fänden, wanderten viele beispielsweise nach England aus. ... Die Podiumsdiskussion mit rund 160 Teilnehmern im Frankfurter "Haus am Dom" trug den Titel "Wenn Glaube stört. Was ist religiöse Diskriminierung?" Sie wurde vom 2009 gegründeten Rat der Religionen der Stadt organisiert. epd leh ds
Protest against changes in Nanakshahi calendar; Panthic bodies in Punjab to hold Convention 15.01.20010 http://www.punjabnewsline.com AMRITSAR: Several Panthic bodies including Dal Khalsa, SAD (Panch Pardani), Shiromani Panthic Council, Shiromani Khalsa Panchayat, Sikh students Federation, Tat Khalsa, Akal Federation and Sikh Youth of Punjab will be organizing a Panthic Convention to voice their concern against mixing of Nanakshahi calendar with Bikrami calendar. In a statement Dal Khalsa spokesperson Kanwarpal Singh, SAD (Panch Pardani) leader Harpal Singh Cheema and Panthic Council chairman Manjit Singh Calcutta said the convention would be held at Ludhiana on January 17 ... We would continue our protest in a democratic way and would not rest in peace till the arbitrary decision of the SGPC to alter the calendar was not revoked, they said. They opined that the changes had vertically divided the community. They said that those claiming to have achieved panthic unity by agreeing to the changes in the almanac need to reflect on the long-term consequences of their capitulation. They said the SGPC and the Sant Samaj has gone against the wishes and aspirations of the community while bringing the radical changes in the calendar unilaterally. Condemning all efforts to effect changes in the Nanakshahi Calendar they said these were inspired and encouraged by Hindutva forces and the changes amounted to saffronization of the almanac that gave the Sikhs their unique identity.
Suit against new Nanakshahi calendar 13.01.20010 http://timesofindia.indiatimes.com CHANDIGARH: A civil suit seeking restraint on the implementation of new Nanakshahi calendar was filed in city’s district court by Harmohinder Singh, convener, Punjab unit, Shiromani Akali Dal, Delhi, on Tuesday here. The suit was filed seeking permanent injunction restraining Shiromani Gurdwara Parbandhak Committee (SGPC) and its members from implementing new Nanakshahi calendar as decided in January 3 meeting, until a calendar is decided by the Sikh community. The suit added that directions be issued to the SGPC and its members to prevent it from interfering in decisions of religious interpretations, practices and assuming the role of religious authority in contravention of the constitution. According to suit, Pal Singh Purewal, a Canadian and renowned Sikh scholar, drafted calendar after consulting various scholars, jurists and members of various Sikh bodies. This calendar was accepted by Sikh community worldwide and was implemented in year 2003. ... The committee set up by SGPC lacks competence in field of both calendars and religious dates. It lacks legal authority to deliberate on such matters, the plaint claimed.
See also: Nanakshahi Changes Come Under Fire from US Sikhs - Resolution rejects SGPC, sadhs’ doings, calls it saffronization agenda. WSN Bureau.
Turban schützt vor Helmpflicht 11.11.2009 http://www.suedkurier.de Autor: Hans-Martin Vögtle Das ist Salinder Singh, 1964 als Angehöriger der Glaubensgemeinschaft der Sikh im Landesteil Panjab in Indien geboren und seit 1992 in Deutschland. Doch der Reihe nach: Singh flüchtete 1986 während des Sikh-Progroms aus Indien und kam über Jordanien, Irak, Österreich und der Schweiz nach Deutschland. Er hat den Status eines politischen Flüchtlings und eine unbegrenzte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Seit 1999 ist er Inhaber des Adria-Pizzaservices im Keltenweg in Bad Säckingen und beschäftigt vier Mitarbeiter und fünf Aushilfskräfte. In seiner Freizeit fährt er mit seinem Motorrad, einer in Indien in Lizenz gebauten Royal Enfield Bullet 500, durch Bad Säckingen und Umgebung. Auffallend ist dabei, dass er dies mit einem Turban statt Helm tut. Da wundert sich manch einer, warum er nicht angehalten wird und auf die Helmtragepflicht hingewiesen wird. Das wird er eben nicht, weil Salinder Singh eine Sondergenehmigung vom Landratsamt Waldshut hat und von der Helmpflicht befreit ist. Sikhs dürfen aus religiösen Gründen keine andere Kopfbedeckung außer einem Turban tragen und so darf er als einziger im Landkreis ohne Helm mit seiner Enfield durch die Gegend tuckern. Das macht er oft und gerne. Sein neuestes Hobby aber ist sein auffallendes Feuerwehrauto. Dabei handelt es sich um ein ausgedientes Flugfeldlöschfahrzeug des Flughafens Bern-Belp, Baujahr 1955. ...
Tradition und Moderne - Khushwant Singh und sein Sikh-Film Musafer SEITE 39 - DIENSTAG, 10. NOVEMBER 2009 - NR. 261 Frankfurter Allgemeine Zeitung | www.faz.de Er selbst nennt es Turbanophobie, dieses Unbehagen mancher Menschen, die ihn auf der Straße oder in der U-Bahn begegnen. Die ihn für einen Fanatiker halten, einen Taliban, weil sich das Bild von Osama Bin Laden in ihre Köpfe gebrannt hat – der Turban und der lang gekräuselte Vollbart als Erkennungsmerkmal des Terroristen. Khushwant Singh nimmt sich das zu Herzen – und bleibt dennoch gelassen. Als männlicher Sikh hatte er es nicht immer leicht nach dem 11. September 2001. „Schon mal zusammen mit fünfzig Eintracht-Fans in der S-Bahn gestanden“, fragt er lächelnd. „Alle angetrunken außer du, alle auf dem Weg zum Revierderby gegen die Offenbacher Kickers. Und alle zeigen auf dich und grölen: Usama, schmeiß Bomben auf Offenbach.“ Dabei haben die aus dem nordindischen Pandschab stammenden Sikhs nichts mit Usama Bin Laden zu tun. Sie bilden die fünftgrößte Weltreligion. 10.000 von ihnen leben in Deutschland – vor allem im Rhein-Main-Gebiet. Über ihre monotheistische Religion ist hierzulande wenig bekannt. „Es ist paradox“, sagt Singh. „Wir Sikhs sind gut integriert, gelten weltweit als Vorzeige-Minorität. Aber es gibt nur wenige Migranten, deren Aussehen derart abweicht vom dem, was gemeinhin als normal angesehen wird.“ Singh, der in Frankfurt wohnt, hat einen Dokumentarfilm gedreht. Fünf Jahre lang hat er mit dem in Toronto lebenden Soziologie-Professor Michael Nijhawan junge Sikhs mit der Kamera begleitet - in Frankfurt, Heidelberg, Paris und London, in Delhi und San Francisco. Der Film heißt “Musafer”, Reisende. Er zeigt das Leben junger Menschen, die Sikh-Tradition und Moderne spielerisch miteinander vereinbaren und manchmal doch unsicher sind, zu welcher Seite sie nun gehören. ... Oliver Keppler
Heiligtum der Sikhs - 24 Stunden im indischen Tempel 07.11.2009 http://www.bz-berlin.de Caroline Rosales B.Z.-Reporterin Caroline Rosales besuchte das wichtigste Heiligtum der Sikhs im nordindischen Amritsar und verbrachte einen unvergesslichen Tag unter 40000 Pilgern. 40000 Menschen, die beten, essen, schlafen, meditieren, ihre Kinder und sich selbst im heiligen Wasser waschen – das alles so leise, dass, wenn ich die Augen schließe, vergesse, dass sie überall sind und ich mittendrin. 40000 Menschen, so viele wie jedes Jahr das Hurricane-Festival oder ein Fußballstadion füllen, besuchen täglich, 365 Tage im Jahr, den Golden Tempel von Amritsar, im Norden Indiens – das größte Heiligtum der Sikhs. „Auch für ausländische Touristen bietet der Tempel kostenlose Schlafmöglichkeiten“, steht in der Reisebibel „Lonely Planet“. ... Nur so viel vorab: Vergessen Sie Mumbai, das Taj Mahal, vergessen Sie die Traumstrände von Kerala oder die saftig grünen Tee-Planatagen von Darjeeling. Seitdem ich im Goldenen Tempel von Amritsar einen Tag erlebt habe, sind alle meine Indien-Erinnerung, monatelange Touren, zu einer einzigen Amritsar-Traum-Masse verschmolzen. ... Vor dem Tor knattern die Rikschas, bieten Granatapfelhändler brüllend ihre Ware feil. Die staubige Luft, 40 Grad, Sonne, der Lärm – und dann ist es plötzlich ruhig. Wie eine Stadtmauer der Stille umgeben mehrere hohe Wände den berühmten Tempel-Komplex, riegeln den heiligsten Ort der Sikhs von der hektischen Welt dort draußen ab. Die Wege sind auf Hochglanz poliert. Das liegt daran, dass hier fast 24 Stunden am Tag gewischt und gefegt wird. ... Schuhe ausziehen, Hände und Gesicht waschen, das Haar bedecken – und dann heißt es der Masse folgen. Tausende von Sikhs in Turbanen, bunter Kleidung und Gepäck bahnen sich ihren Weg hinein. Der Sikhismus ist eine der größten Weltreligionen (20 Millionen Gläubige). Eine friedliche Glaubensrichtung, die sich im 15. Jahrhundert unter ihrem Stifter Guru Nanak vom indischen Kastensystem abgewandt hat und seitdem für die Gleichheit aller Völker und Religionen predigt. So sind Menschen von allen Kontinenten eingeladen, im und um den Golden Tempel gemeinsam zu essen, zu schlafen, im Wandelgang und am riesigen Wasserbecken zur Ruhe zu kommen. ... Die Teilnahme an den Gebeten ist für alle freiwillig. Tabak, Alkohol und der Verzehr von Fleisch sind aus religiösen Gründen in der Anlage tabu. Für ausländische Touristen wie mich sind ein eigener Schlafsaal, frisch gebügelte Laken und Handtücher vorgesehen. „Internet finden Sie nebenan, Filterkaffee können sie hier aufbrühen“, erklärte mir der Pförtner mit dem hohen grünen Turban an der Tür. ... Und die Gastfreundschaft geht weiter: Ab 19 Uhr beginnt täglich das Abendessen, in drei der großen Massenspeisesäle. ... Wie alle setze ich mich mit meinem Teller auf den Boden in eine lange Reihe. Junge Männer geben süßen Hirsebrei, scharfe Linsensuppe und frisch gebackenes Brot aus. Beim Essen lächeln mich alle neugierig an – und ich lächele gerührt zurück. Finanziert werden die Küche und die Reinigung des Tempels übrigens durch Almosen und Freiwilligenarbeit. Jeder der 40000 Pilger nimmt und gibt ein Stück zurück – für den ewigen Kreislauf. Als ich am nächsten Morgen aufbreche, hinterlasse ich eine kleine Spende für eine Erinnerung, die Millionen wert ist.
US-Streitkräften - Mit Turban und Bart für die USA in den Krieg 24.10.2009 http://www.20min.ch Die amerikanischen Streitkräfte ... erlauben einem Sikh das Tragen seines Turbans. Der Interessensvertretung Koalition der Sikh zufolge wird Hauptmann Kamaljeet Singh Kalsi der erste Angehörige der Religionsgemeinschaft seit über 20 Jahren sein, der seinen Dienst bei den US-Streitkräften mit Turban, Bart und nicht kurz geschnittenen Haaren ableisten darf. Der 32-jährige Kalsi ist Arzt in der Notaufnahme eines Militärkrankenhauses. ... Ein Sprecherin der Streitkräfte betonte, die Erlaubnis für Kalsi bedeute keinen Bruch mit der seit den 1980er Jahren geltenden Regelung zum Verbot bestimmter religiöser Symbole im Dienst, vielmehr handele es sich um eine Einzelfallentscheidung ... (ap) [Hinweis Sikh-Forum: das Photo zum Artikel, welches einen Riesenturban zeigt, kann klischeehafter nicht seint.]
11.000 Euro für Sikh wegen Turbanverbot 02.10.2009 http://www.dnews.de LONDON - Arbeitgeber muss 11.000 Euro zahlen, da er einen Arbeitnehmer aufgefordert hatte, den Turban abzunehmen. Ein britischer Richter hat am Freitag einem Mann, der der Sikh-Religion angehört, eine Schadenersatzzahlung von rund 11.000 Euro zuerkannt, da sein Arbeitgeber ihn gezwungen hatte, seinen Turban während einer Katastrophenübung abzunehmen. ... Laut Richter müssen Arbeitgeber auf die religiösen Pflichten ihrer Arbeitnehmer Rücksicht nehmen. © ANP/nina
Prof's documentary [Musafer - Sikhi is Travelling] chosen as gala opener of Sikh film festival 23.09.2009 www.yorku.ca What is the meaning of Sikhi for today’s diasporic Sikh youth around the world? That’s the topic York sociology Professor Michael Nijhawan grappled with in his documentary film Musafer – Sikhi is Travelling, the gala screening at the seventh annual Spinning Wheel Film Festival opening this Friday. It is also the world premiere of the film, which was shot in Frankfurt, Paris, London, Delhi and San Francisco between 2003 and 2009. Musafer will open on Sept. 25 at the Royal Ontario Museum’s Michael Lee-Chin Crystal, 100 Queen’s Park in Toronto. The 2009 Spinning Wheel Film Festival, a celebration of film by or about Sikhs, runs from Sept. 25 to 27. Parminder Singh, the voice of CBC's "Hockey Night in Canada" regular season Punjabi broadcasts, will MC the gala evening. “It’s a film that we really made for the broad Sikh diaspora. So a film festival devoting itself to that end is a good venue for it,” says Nijhawan, adding that it's also a film an external audience can get something from. He is planning to show the film at York in the near future, as well as in communities and film festivals around the world. Musafer is the first documentary made by Nijhawan and his filmmaking partner, Frankfurt-based researcher Khushwant Singh. It tells the story of the interconnected lives of a younger generation of diasporic Sikhs, and came about while the filmmakers were doing ethnographic research in Germany. Nijhawan, the new associate director of the York Centre for Asian Research, started to film some of the Sikh religious festivals and spoken-word artists as part of his research, and was surprised by the issues repeatedly raised in conversations with the Sikh diaspora. ... After the filmmakers shot footage of a demonstration in France against that country’s banning of religious symbols in schools, the project really took on a dynamic of its own, says Nijhawan. Shortly after, they met the film’s main protagonist, Indi Kaur, who also provides the film’s music, in London. ... “Many of the Sikh diaspora in mainland Europe and Germany feel like they are in social and legal limbo,” says Nijhawan. “A large majority of them went through the asylum law regulations in Germany and most had their cases dismissed, and their status became unsure. They can’t get permission to work and they can’t bring in their families, however, the courts are unlikely to deport them.” Some of that is changing, but there is still so little known about Sikhs in some of the European countries where they now find themselves. ... Emphasis in the 70-minute film is given to artistic expressions of Sikh youth and to in-depth conversations about the meaning of Sikhi during times of political upheaval and social uncertainty. ... As the filmmakers did not initially set out to film a documentary, Musafer was shot in intermittent phases over a span of six years, and followed the protagonists’ as well as the filmmakers' own trajectories. ... The overall aim was to portray aspects of everyday Sikh diasporic lives that had been less marked by the grand scale of identity politics – though some of that is included in the film – with a particular angle on questions relating to matters of Sikhi or the Sikh way of living with the everyday social and political realities on the ground. Nijhawan and Singh were also interested in issues of importance to a younger generation of “musafers/sojourners” without attributing labels, such as “second generation migrant”, “asylum seeker” or “economic migrant”. Both filmmakers were raised in Germany and share a personal and academic commitment to Sikhi and Punjabi society and culture. ... The Spinning Wheel Film Festival was founded in 2003 to showcase films that address issues of interest or concern to Sikhs around the world, to present the Sikh world view and to encourage the production of high-quality films. The festival is open to Sikh and non-Sikh filmmakers and films from around the globe. ...
Tod in der Schubhaft - Sikhs fordern Klärung 19.09.2009 http://www.oe24.at Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung an dem jungen Inder. Vorerst gegen unbekannt. Das kann sich ändern. Gaganpreet Singh K. ging gerne in den Prater. Er war einer, der Zeitungen austrug und in einer Pizzeria jobbte. Einer, der mit diesem Geld seine Mutter und seine jüngeren Geschwister daheim im indischen Panjab ernährte. Einer, der drei Jahre lang illegal in Österreich lebte, bis er bei einem Autounfall aufgegriffen wurde und am 14. September nach 38 Tagen Hungerstreik in der Schubhaft starb. ... Ob er in Indien tatsächlich verfolgt wurde, weiß er aber nicht: „Von 1984 bis 2000 sind in Panjab 300.000 junge Sikhs getötet worden. Vielleicht hatte er auch Probleme und ist deshalb nach Österreich gekommen.“ Sukhdev selbst ist Österreicher und lebt seit 20 Jahren in Wien. Es gab noch nie Probleme mit der Polizei: „Die waren immer sehr freundlich. Und wir auch. Sikhs sind friedliebende Menschen. Für uns sind alle gleich. Diese Negativ-Schlagzeilen über uns machen uns zu schaffen.“ ...
http://www.oe24.at ... Der Österreich-Generalsekretär von amnesty international, Heinz Patzelt, forderte am Montag die rasche und transparente Aufklärung im Fall des toten indischen Schubhäftlings Gaganpreet Singh K., die öffentlich versprochen worden sei. "Der Fall macht betroffen", sagte Patzelt. Aber: "Das Ausmaß der Anwendung der Schubhaft in Österreich ist jenseits aller menschenrechtlichen Zulässigkeit." ...
Sikh in Berlin - Melodische Gesänge im Schneidersitz 18.09.2009 http://www.faz.net Von Llewellyn Reichman, Freie Waldorfschule Kreuzberg, Berlin - ... Sie haben die Hände im Schoß gefaltet, die Knie angezogen oder sind locker an die Wand gelehnt. Kinder gibt es überall, auf den Schößen der Mütter, an die Väter geklammert, schlafend oder herumrennend, brabbelnd zwischen den Andächtigen. Die Kleidung ist bunt gemischt von Punjabi, einem kittelähnlichen Oberteil mit Schal und einer weiten Hose, bis zur Jeans mit kariertem Hemd oder T-Shirt. Alle sind barfuß und tragen eine Kopfbedeckung.
Ursprünglich aus Nordindien So fängt der Sonntag in der Gurdwara Sri Guru Singh Sahba an, einer Gebetsstätte der Sikhs in Berlin-Reinickendorf. Die Sikhs gehören einer Religionsgemeinschaft an, die ihre Ursprünge in Nordindien hat. Guru Nanak, der Gründer der Sikhs, wurde in Nankana Sahib, im heutigen Pakistan, geboren. Er lehnte das Kastenwesen ab und sagte: „Erkenne Gottes Licht in allem, und frage nicht nach der Herkunft.“ ... In Grüppchen strömen die Menschen nach draußen, jetzt gibt es ein gemeinsames Essen ein Stockwerk tiefer. In einem schmalen Raum lassen sich die Sikhs im Schneidersitz nieder, drei Reihen bilden sie, an den Seiten und eine in der Mitte des Raumes. ... Viele Sikhs leben schon lange in Berlin. Der 70-jährige Bhuai Singh wohnt in einem dreistöckigen Haus in Hermsdorf. Er trägt einen gelben Dastar, wie der Turban bei den Sikhs heißt, blaue Jeans und sitzt barfuß in einem Ledersessel, die Beine angezogen. ... Seine Frau bringt auf einem Tablett schwarzen Tee herein. Ein violettes, leicht durchsichtiges Tuch bedeckt ihren Kopf ... Bhuai Singh gehört zu einer der losgelösten Organisationen der Sikh-Gemeinde. Regelmäßig praktiziert er Gebete und leistet soziale Dienste in der Gemeinschaft. ...
Frauen heißen Prinzessin Etwa 100 Sikh-Familien leben in Berlin. Gefährlich findet Bhuai Singh Berlin nicht. Früher lebte er in West-Berlin und mied die Außenbezirke. Bei den Behörden traten nur Schwierigkeiten bei der Namensgebung auf, da die meisten Sikhs mit Nachnamen Singh heißen, entstand Verwirrung. Gobind Singh, der zehnte Guru, bestimmte die Vereinheitlichung der Nachnamen, damit das Kennzeichnen des Kastenwesens verlorenging. Seitdem tragen alle Männer den Nachnamen Singh, übersetzt Löwe, und die Frauen heißen Kaur, Prinzessin. Wenn im Gurdwara-Zentrum alle fertig sind mit essen, hört man aus der Küche fröhliche Gesänge der Männer, die mit Trockentüchern und Bürsten in der Hand das Geschirr säubern, denn für die Frau will der Mann sein Bestes in der Küche zeigen und ihr Zeit lassen, sich sonntags entspannt mit ihren Freundinnen zu unterhalten. Die gute Küche lebt von Spenden aus den Familien. ... Kinder spielen Verstecken, Frauen und Männer unterhalten sich. Auch Amarjeet Singh sitzt im Schneidersitz im Gebetsraum. Für ihn ist Gott die Wirklichkeit, er ist überall, er leitet alles, er ist der Macher.
Kopftuch führt zu Spielverbot. Eine Kopfbedeckung verbietet einem Tiroler Nachwuchskicker die wettkampfmäßige Ausübung seines Sports. 28.08.2009 http://tt.com Von ALEX GRUBER. Innsbruck - „Kopftücher und das Tragen eines Turbans sowie weitere Kopfbedeckungen (Haube) sind nicht Teil der Spielausrüstung und deshalb nicht erlaubt", liefert FIFA-Schiri Conny Plautz das leidige Regulativ, das zum möglichen Spielverbot eines Tiroler U13-Spielers führt. Hintergund: Dem 11-jährigen Pamma Harkamal ist es aufgrund seines indischen Glaubens (Sikh) nicht erlaubt, sein Kopftuch (Hidschab) [Hinweis Sikh-Forum: Hidschab ist eine falsche Bezeichnung, da diese für muslimische Kopfbedeckungen verwendet wird. Es müsste “Patka” heißen.] selbstständig abzunehmen. Zwar suchte der SV Völs beim Tiroler Fußballverband unlängst um eine Ausnahmegenehmigung bis zu Pammas 16. Lebensjahr an, der TFV lehnte das Ansuchen aber ab. ... Dabei kennt jeder den Helm von Petr Cech, den der Chelsea-Goalie zum Schutz trägt, nachdem er sich im Premier-League-Spiel gegen den FC Reading am 14. Oktober 2006 bei einem Zusammenstoß einen Schädelbasisbruch zugezogen hat. ... Nicht nur für Ties wirft sich die Frage der Religionsfreiheit auf. Verletzungsgefahr ist für die Gegner ja keine vorhanden. Die traditionelle Kopfbedeckung dient vielmehr dazu, das ungeschnittene Haar zusammenzubinden und entsprechend dem Selbstverständnis der Sikhs Weltzugewandtheit, Nobelhaftigkeit und Respekt vor der Schöpfung auszudrücken. Zum gegebenen Zeitpunkt sieht es aber so aus, als ob eine starre Regel(-auslegung) den völkerverbindenden Charakter des Fußballs auf Tiroler Boden untergräbt. ...
Man with world's longest beard visits Yuba City 26.08.2009 http://www.appeal-democrat.com/news/singh-85917-beard-sarwan.html By Ashley Gebb/Appeal-Democrat. At 7 feet, 8-plus inches, Sarwan Singh's beard is quite a sight to behold. But any emotions the Sikh man holds about the hairs flowing from his face are of gratitude and respect rather than pride. Singh credits God for blessing him with such lengthy wisps, and in accordance with his religion, has not disfigured his body by cutting them. "God has given a beard to everybody, but he has given him a special gift," said Yuba city resident Sukhcharan Singh. Sarwan Singh, 43, lives in Surrey, Canada, but has spent the last three weeks at the Gurdwara Sahib on South George Washington Boulevard in Yuba City. Sukhcharan Singh is videotaping the religion and music teacher while he reads the holy scriptures of the Guru Granth Sahib aloud in Punjabi. ... t was not until about 10 years ago, when he moved from India to Canada, that Singh realized a knee-length beard was a bit of an oddity. His friends finally urged him to contact Guinness World Records. The record-keepers measured Singh's strands at 7 feet, 8 inches in November. The previous record was held by Shamsher Singh of Punjab, India, whose beard measured 6 feet long in 1997. The men do not know one another. ... Despite all the care and maintenance they demand, Sarwan Singh treats his hairs with patience.bAs he talks, reads or simply stands, he gently fingers the tips of silver, gray and black wisps or drapes them over his hands. When a clean surface is available, Singh allows the strands to coil onto the floor; otherwise he wraps the beard into a loose knot below his chin. The hair on his head, hidden by the traditional Sikh wrap, grows at a normal rate and length, he said. Singh urges Sikh children to take pride in their religion and be proud to grow their hair. If he can take care of an almost-8-foot-long beard, they can respect God and their bodies, he said. ... "We have to live this way, with whatever he has given us," he said.
Dietzenbach. Ein Stück Freiheit am Herd 28.08.2009 www.fr-online.de Von Anne-Sophie Lang ... "Meine Frauen", sagt die 61-Jährige, wenn sie über die redet, denen sie ein Vorbild sein will. Die Frauen stammen aus der Türkei, aus Marokko, Afghanistan, Indien und Pakistan. "Die hierherkommen, die waren nie zu Hause raus", sagt Kaur. Sie will ihnen zeigen, wie auch sie leben können, aktiv und selbstbestimmt. Nicht, weil das ihr Job wäre; Perminder Kaur ist im Ruhestand. Sondern, weil sie es für notwendig hält. "Nur integrierte Migranten können Migranten integrieren", sagt sie. Die Inderin hielt Vorträge über Brustkrebs, sie erklärte ihren Zuhörerinnen auf Hindi und Urdu, wie sie Übergewicht vermeiden können. Sie setzte sich für Frauenschwimmen in den Neu-Isenburger und Dietzenbacher Schwimmbädern ein. ... Sie machte mit bei den Projekten "Stärken vor Ort" und "Mit Migranten für Migranten". ... Sie hat es für sich und ihre Familie geschafft. Ihre Kinder heirateten Deutsche, ihr Sohn ist erfolgreicher Mediziner. Bis vor drei Jahren arbeitete die 61-Jährige in einer Parfümerie - bis ein Arzt Krebs diagnostizierte. Mit der Arbeitsunfähigkeit begann ihr Engagement für andere Frauen. ... Viele Frauen arbeiten inzwischen, kleine Jobs auf 400-Euro-Basis, dennoch ein Riesenerfolg. "Man muss die Leute qualifizieren", sagt Kaur. Sei es Kochen, sei es Häkeln, jede könne etwas, nur verstecken dürfe sich keine. "Kopftücher sind nicht das Problem", sagt sie und zeigt auf ihre Stirn, "das Problem ist, wenn man hier geschlossen ist."
Grüne: Initiative gegen „lächerliche Namen“ 23.08.2009 http://diepresse.com PHILIPP AICHINGER (Die Presse). Die Grünen fordern, dass das Gesetz den Behörden mehr Ermessens- spielraum einräumt, um auf kulturelle Besonderheiten Rücksicht nehmen zu können. Generell wird eine Novelle beim Namensrecht eingemahnt. ... Die jetzige Rechtslage, so beklagt Steinhauser, bringe nämlich Probleme für Leute aus einem anderen Kulturkreis mit sich. ... Bei der Gruppe der Sikhs wiederum tragen Männer generell den Nachnamen Singh, Frauen den Namen Kaur. Leben Sikhs in Österreich, hätten sie aber Probleme, so Steinhauser. Denn Geschwister innerhalb einer Familie müssten den gleichen Nachnamen tragen. Das führe dazu, dass Töchter meist den Nachnahmen „Singh“ bekommen, der aber „Mann“ bedeutet. Probleme gibt es etwa auch bei slawischen Nachnamen, wo die Endung oft für das Geschlecht der Person steht. Und bei Spaniern wiederum sind zwei Nachnamen üblich – und zwar der des Vaters und der Mutter. Das sei bei binationalen Ehen ein Problem, erklären die Grünen. Denn das österreichische Namensrecht macht es unmöglich, dass beide Eltern ihren Geburtsnamen behalten und die Kinder einen Doppelnamen führen. ...
Bald soll der Tempel leuchten 29.07.2009 http://www.bernerzeitung.ch Von Stefan Aerni. Drei Jahre nach seiner Eröffnung wird der Langenthaler Sikh-Tempel erst jetzt richtig fertig. Künftig soll er wie ein Stern leuchten. ... Wie Bauführer Renzo Costa gegenüber dieser Zeitung erklärte, geht es bloss um Arbeiten, die eigentlich zum Neubau gehört hätten. Damals aber habe das korrekte Material gefehlt. ... Dass ein neuerdings beleuchteter Tempel auf Widerstand stossen könnte, das glaubt Singh nicht. Es handle sich nur um ein sehr dezentes Blau. Dazu komme, so betont der Sikh-Präsident, «dass unsere Türen für alle Menschen offen sind».
Das will Religionskritiker Daniel Zingg nicht bestreiten. Der Sprecher des «Stopp Minarett»-Komitees bringt den Sikhs viel Goodwill entgegen: «Sie haben nicht den Machtanspruch der Muslime und sind zahlenmässig zu unbedeutend.» Sollten die Sikhs ihren Tempel aber zu auffällig beleuchten, will sich Zingg mit seinen Mitstreitern überlegen, «aktiv zu werden».
Bluttat in Wien löst in Indien heftige Proteste aus 25.05.2009 www.netzeitung.de Ein indischer Geistlicher ist Opfer einer Attacke auf einen Sikh-Tempel [Hinweis Sikh-Forum: Es handelt sich um einen Tempel der Ravidasi.] geworden - in der österreichischen Hauptstadt. Rama Nand war dort nur zu Besuch. In seiner Heimat reagierten Anhänger heftig auf die Nachricht. Bei einer heftigen Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Gruppen der Sikh-Religionsgemeinschaft ist in einem Tempel Wien ein Guru ums Leben gekommen. In Indien, dem Heimatland der Bewegung, reagierten Menschen mit Protesten auf die Tat. Sie setzen Autos in Brand und blockierten Straßen. Die Polizei verhängte in der Stadt Jalandhar ein Ausgehverbot, Soldaten patrouillierten. Jalandhar gilt als Hochburg der Dera Sach Khand, einer Sikh-Sekte, der zumeist Menschen aus der Kaste der sogenannten Unberührbaren angehören. Bei dem in Wien getöteten Rama Nand handelte es sich um einen Führer der Sekte. ... Offiziell gibt es in der Sikh-Religion keine Kasten. Das komplexe System, das Menschen nach ihrer Herkunft, ihrer Volkszugehörigkeit und anderem mehr in hunderte Gruppen einteilt, ist aber immer noch allgegenwärtig. ... Mitten in der Zeremonie seien Männer in den Tempel eingedrungen und hätten dolchähnliche Messer und eine Pistole gezogen. «Plötzlich haben sie eine Waffe genommen und gezielt auf die Prediger geschossen», berichtete eine Augenzeugin. (AP/dpa/nz) Analyse des Vorfalls
Gemetzel im Goldenen Tempel - Vor 25 Jahren: Indische Armee tötet Tausende Sikhs 05.06.2009 www.dradio.de Von Tobias Mayer - Immer wieder wird Indien von religiös motivierten Anschlägen heimgesucht. ... Von einer Religion hört man in dieser Hinsicht indes nichts mehr - die Sikhs. Vor 25 Jahren hatten sich gewaltbereite Glaubensanhänger im Goldenen Tempel von Amritsar verschanzt. Am 5. Juni 1984 stürmte die indische Armee den heiligen Bezirk.
"In der städtischen Leichenhalle der 600.000-Einwohner-Stadt Amritsar stapelten Soldaten die Körper zu großen Haufen. Auch im Krankenhaus luden Müllwagen Leichenberge ab. Regte sich unter den aus vielen Wunden blutenden Körpern noch Leben, versorgte kein Arzt den Verwundeten. Soldaten gaben ihm den Todesschuss. Dann wurden die Toten in Haufen zu je 50 auf Holzstöße geschichtet und verbrannt.", ... zitiert der "Spiegel" Augenzeugen der Erstürmung des Allerheiligsten der Sikh-Religion, des Goldenen Tempels von Amritsar, durch die indische Armee. Die Bilanz des Gemetzels: mehrere Hundert getötete Soldaten und bis zu 5000 Opfer auf Seiten der Sikhs. Es war die tragische Eskalation eines Kräftemessens zwischen militanten Sikh-Gruppen und der indischen Regierung, deren Wurzeln in der Teilung des indischen Subkontinents 1947 durch die Briten liegen.
Die Heimat der Sikhs, die reiche und fruchtbare Region Punjab, wurde damals zerrissen, Hunderttausende Sikhs flohen aus dem neuen islamischen Staat Pakistan nach Indien. In diesen unruhigen Zeiten keimte unter den Sikhs die Vision eines eigenen unabhängigen Staates namens Khalistan auf indischem Boden.
Die Sikhs verlangten mehr religiöse Unabhängigkeit, die Angliederung von Sikh-Gemeinden anderer Provinzen an den Punjab und eine gerechtere Verteilung der Wasserressourcen. In den 70er-Jahren bildeten sich Sikh-Organisationen, die auch vor Gewalt nicht mehr zurückschreckten. Sie forderten bald offen einen unabhängigen Staat im Punjab. Ihr spiritueller Führer wurde der Bauernsohn Jarnail Singh Bhindranwale, der predigend von Dorf zu Dorf zog.
1982 eskalierte der Streit zwischen den radikalen Sikhs und der Regierung. Bhindranwale verschanzte sich mit seinen bewaffneten Mitstreitern im Tempelbezirk von Amritsar. Anfang Juni 1984 gab Bhindranwale ein letztes Interview.
"Sind Sie ein Heiliger? / Nein, ich bin ein Sikh, ich habe mit Politik nichts im Sinn. / Warum kämpfen Sie? / Um die Ketten der Sklaverei zu sprengen, die uns erdrosseln. / Wie weit werden Sie gehen? / Soweit ich gehen muss."
Ministerpräsidentin Indira Gandhi konnte dem Treiben der militanten Sikhs nicht tatenlos zusehen. Bei den anstehenden Wahlen drohte sie von der Mehrheit der Hindus abgestraft zu werden. Schon Tage vor dem Sturm in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1984 wurde die gesamte Provinz Punjab vollständig abgeriegelt. ... Bhindranwale selbst wurde von 70 Kugeln getötet.
Für die Gemeinschaft der Sikhs war dies ein traumatisches Ereignis. Ihre Vision vom eigenen Staat versank in einem Blutbad. Doch viel schwerer wog, dass Sikhs auf Sikhs geschossen hatten, dass ein Sikh die Aktion kommandiert hatte. Jeder fünfte Offizier der indischen Armee war und ist bis heute ein Sikh. Im ganzen Land brachen Unruhen aus. Zahlreiche Sikh-Soldaten meuterten, Sikh-Beamte legten ihre Ämter nieder. Am 31. Oktober 1984 wurde Ministerpräsidentin Indira Gandhi von ihren eigenen Sikh-Leibwächtern aus Rache für Amritsar ermordet. In der Folge gingen aufgebrachte Hindus auf die Sikhs los. In der "Tagesschau" vom 4. November 1984 heißt es:
"Nach den Ausschreitungen der letzten Nach bot Delhi heute ein Bild der Verwüstung. Immer wieder werden verstümmelte Leichen von Sikhs gefunden. Allein in der indischen Hauptstadt wurden schon über 200 Tote gezählt. Augenzeugen berichten von unvorstellbaren Grausamkeiten. Sikhs wurden mit Eisenstangen zu Tode geprügelt oder bei lebendigem Leib verbrannt."
Etwa 3000 Sikhs wurden in den ersten Novembertagen 1984 landesweit ermordet. Noch einige Jahre schwelte der Konflikt zwischen Hindus und Sikhs. ... Bald besann man sich wieder des traditionell guten Verhältnisses. Von einem eigenen Sikh-Staat ist längst keine Rede mehr.
Britische Sikh-Polizisten fordern kugelsichere Turbane 08.05.2009 http://www.wlz-fz.de Britische Polizisten aus der Religionsgemeinschaft der Sikhs haben die Regierung um die Entwicklung kugelsicherer Turbane gebeten. ... Da sie ... keine Helme tragen könnten, seien sie bisher beispielsweise vom Feuerwehrdienst ausgeschlossen, beklagte sich der Vize-Chef des neugegründeten Polizei-Verbands der Sikhs, Gian Singh Chahal, im Fachblatt "Police Review". Jüngste Forschungen zu kugelsicherem Material für die Herstellung von Turbanen gäben aber Anlass zur Hoffnung. Das neuartige Material könnte ein "gewisses Maß an Schutz bieten und es damit unseren Beamten ermöglichen, auch bei der Brandbekämpfung eine Rolle zu spielen".
Signal des Vertrauens - Dass im Rat der Religionen die christlichen Kirchen so spärlich vertreten sind, ist gewollt - damit mit Sikhs und Mormonen ein Dialog auf Augenhöhe zustande kommt 09.04.2009 www.fr-online.de MARTIN MÜLLER-BIALON. Ein bisschen komisch ist das schon. Die Sikhs sind im Rat der Religionen stärker vertreten als die evangelische Kirche. Nur wenn man die Vertreterin der ausländischen evangelischen Gemeinden dazuzählt, besteht zahlenmäßig Gleichstand. Sogar die Mormonen dürfen einen eigenen Vertreter schicken. Da haben sich die Relationen ganz schön verschoben. Den Sikhs etwa werden im Rhein-Main-Gebiet um die 5000 Mitglieder zugeordnet. Die Mormonen dürften in Frankfurt nicht mehr einige Hundert Mitglieder zählen. Im Vergleich zur evangelische Kirche mit ihren 135 000 verbliebenen Kirchensteuerzahlern sind das kleine Fische. Und doch sitzen sie im gerade gegründeten Rat der Religionen gleichberechtigt nebeneinander. Und genau in diesem Punkt offenbart sich die wegweisende Idee dieses neuen Gremiums. Es ist keine Schwäche, sondern die entscheidende Stärke des Rats, dass er keinen Wert auf Proporz legt. Bewusst haben die Initiatoren darauf verzichtet. Was wäre auch schon da bei herausgekommen außer einer erdrückenden Dominanz der christlichen Kirchen, die einen wirklichen Dialog mit den anderen Religionen so gut wie unmöglich gemacht hätte? Nein, wenn man auf Augenhöhe reden will, dann muss sich der Größere eben etwas bücken, sonst wird das nichts. Die potenziellen Konflikte, bei denen der Rat eine vermittelnde Rolle spielen könnte, haben mit Bevölkerungsanteilen ja auch wenig zu tun. ...
Neuer Rat der Religionen will Toleranz fördern 07.04.2009 http://www.faz.net Als wichtiges Element für ein friedliches Zusammenleben der Frankfurter Bürger haben Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Die Grünen) und der griechisch-orthodoxe Pfarrer Athenagoras Ziliaskopoulos den neuen Rat der Religionen bezeichnet. Ziliaskopoulos ist der Vorsitzende des Rates, dem 23 Mitglieder mehrerer Religionsgemeinschaften angehören und der, wie berichtet, am 1. April gegründet worden war. Nun wurde er der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziliaskopoulos sagte, der Rat solle gegen Gewalt, religiösen Fanatismus und Diskriminierung kämpfen, sich für ein friedliches Miteinander der Frankfurter einsetzen und „für Toleranz und Akzeptanz plädieren“. Das Gremium verstehe sich als „Ratgeber und Partner der Stadt“. Eskandari-Grünberg hob hervor, dass der Rat nicht zur Stadtverwaltung gehöre, die der weltanschaulichen Neutralität verpflichtet sei. So gesehen, sei der Rat einzigartig in Deutschland. ... Auch erhofft sich die Stadträtin Impulse für die Jugendarbeit, für eine „interkulturelle Pädagogik“ in Kindergärten und Schulen oder für einen islamischen Religionsunterricht. Mitglieder des Rats sind die Jüdische Gemeinde, die beiden großen Kirchen und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, vier muslimische, drei buddhistische und zwei hinduistische Gemeinden, außerdem die Sikh-, die Bahai- und die Ahmadiyya-Gemeinde sowie die Mormonen. Jede Religionsgemeinschaft hat mindestens einen Vertreter in den Rat entsandt. Der Vorstand hat sechs Mitglieder und ist zunächst für zwei Jahre gewählt. Stellvertreter von Ziliaskopoulos ist Ünal Kaymakci von der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH). Der Rechtsanwalt ist auch Sprecher jener türkisch-pakistanischen Gemeinde, die in Hausen eine repräsentative Moschee errichten will. ... Der Rat geht auf das Engagement eines Kreises zurück, der sich seit 2004 traf. Eine treibende Kraft war die evangelische Pfarrerin für interreligiösen Dialog in Frankfurt, Ilona Klemens, die nun auch als Geschäftsführerin des Gremiums fungiert. Eskandari-Grünberg hat die Gründung des Rates unterstützt. „Die soziale Rolle von Religionsgemeinschaften ist aus unserem Alltag nicht hinwegzudenken“, sagte sie. Gleichwohl sei ihr wichtig gewesen, dass auch das Recht der Menschen, nicht religiös leben zu wollen, in die Satzung des Rates aufgenommen worden sei. Darin ist auch festgeschrieben, dass die Ratsmitglieder sich dazu verpflichten, das Grundgesetz zu achten, Gemeinsamkeiten zu suchen und Unterschiede zu achten sowie auf eine Missionierung zu verzichten. ...
World's first Sikh supermodel debuts in GQ fashion spread 02.04.2009 www.telegraph.co.uk A San Francisco businessman is set to become the world's first Sikh supermodel after being picked to feature in top fashion magazines including GQ. Sonny Caberwal's moody looks have won him a string of commissions and caused a surge of pride and excitement throughout the world's Sikh community. Mr Caberwal's appearance in GQ's Style magazine for spring-summer 2009 has been hailed as major boost for Sikh traditionalists. ... His sudden emergence as a model has come as a surprise to him. Mr Caberwal, who was working as a business developer for IT companies while running his own tea firm, was discovered by Kenneth Cole, the American fashion designer, early last year. He featured in a video called "We Walk in Different Shoes" and was signed up by the American and South African model agency Boss. Cole was looking for a turbaned man for their 25th anniversary campaign, but could find no professional Sikh model," he said. "My brother-in-law suggested that I email a photo to them, and the rest is history." He said is delighted and proud of the reaction he has received so far, and hopes it will promote greater self-confidence among Sikh men. "It's not about me, but about Sikh identity and about our culture and traditions being in a positive light to people around the world," he said. ...
Dalai Lama betet für den Frieden 01.04.2009 http://www.abendblatt.de Hamburg/Neu-Delhi - Es war ein dramatischer Augenblick vor 50 Jahren, als der 14. Dalai Lama, das spirituelle und damals auch weltliche Oberhaupt des tibetischen Volkes, vor den chinesischen Truppen aus seiner Heimat fliehen musste. Nun gedachten die Tibeter dieser Flucht. Und der Dalai Lama besuchte in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi acht Stätten der Andacht verschiedener Religionen und betete für den Frieden. ... In einem Tempel in Neu-Delhi spricht der Dalai Lama mit Angehörigen der Sikh-Religion. ...
A Ritual Slowly Unravels In India - Alarm Grows as More Sikh Youths Give Up Turbans 31.03.2009 http://www.washingtonpost.com CHANDIGARH, India -- Text messaging with one hand and holding a cup of milky tea in the other, spiky-haired Amandeep Singh Saini, 27, recalled the year-long battle he waged against his traditional Sikh parents to cut his hair. The act was blasphemous to his father, who tied his long hair in a turban, the most visible marker of Sikh identity. "I was 14 then. I wanted to jump into the village pool and play in mud. The long hair and the turban were always in the way. It took half an hour to tie the turban every morning," said Saini, a student pursuing a doctorate in Punjabi literature. After he cut his hair and discarded the turban, his two brothers followed suit. "My mother wept, my father was angry, but I was stubborn," he said. "At that age, you don't think about right and wrong. I look around the campus today, and there are so few turbaned Sikhs." The rapidly shrinking number of young Sikhs who wear turbans and have unshorn hair has alarmed many in this religious minority of 20 million. Although there are no formal surveys, community groups say that only 25 percent of Sikhs younger than 30 follow the practice. Many young Sikhs say the daily tedium of combing and tying up their long hair and a desire to assimilate are pushing them to give up the turban, a sacred symbol of a religion founded in the 15th century. ... Faced with the recent decline in turban-wearers, the community is thinking up ways to draw young people back to the tradition.
A group called Akal Purakh Ki Fauj, or the Army of the Timeless Being, organizes the annual Turban Pride Day in April, sends volunteers to schools to teach turban-tying and has introduced a software program called the Smart Turban that helps people pick a style that suits them.
Since 2005, the group has held Mr. Singh International, a beauty pageant for turbaned Sikhs. Among other talents, contestants must demonstrate their turban-tying skills. The winners have won modeling contracts and movie roles.
"We need more turbaned role models for our young," said Navnit Singh, a member of the group. To this end, he recently launched a 6-year-old turbaned cartoon character, Rony Singh.
These Sikhnis have an eye on Miss Kaur crown 16.01.2009 http://timesofindia.indiatimes.com MUMBAI: The Dadar gurdwara is the scene of an unlikely revolution. A svelte beauty wearing low-waist jeans is reciting the Jap Sahib to her neighbour. At the head of the table, a team of beauty experts is handing out customised grooming tips for the next day's beauty pageant. On Friday evening, 19 beautiful Sikhnis who avoid trimming their hair and wear the shining kada on their wrist will compete for the title of Miss Kaur International 2009, likely the first beauty contest in India being held exclusively for Sikh women. Two years ago, Puran Singh Banga who heads the Sat Sri Akaal Charitable Trust started the Mr Singh contest for Sikh men. Now comes its female avatar, Miss Kaur International. Of course the aim is to promote the panth, so parents and grandparents in traditional enclaves like Mohali and Jammu have given their blessings to their girls. The only semi-rebel is an airhostess from Mumbai. Believing that her aspiration to win a beauty contest sits oddly with her present job, she has excused herself from work saying a prospective bridegroom was visiting her family over the week. ... "We work out in the gymnasium for an hour every morning and then pray at the gurdwara upstairs. Through the day we learn how to walk the ramp and take part in grooming workshops,'' says Ravneet Kaur. Incidentally, none of the girls uses any last name other than Kaur, just like the men stopped at Singh. Living up to their Punjabi lineage , the sharp-featured , fairskinned Sikhnis would make the grade at a national contest with a little help from tweezers and hot wax. Although some of them have trimmed their hair in the past, the liberal organisers allowed them entry after persuading them to return to the tenets of Sikhism. "We realise we made a mistake,'' says a proud peacock running her fingers through her streaked hair, hardly looking contrite. ...
Premier, Wirtschaftsass, Versöhner - Manmohan Singh 29.11.2008 http://www.wienerzeitung.at Manmohan Singh gilt als Vater des modernen Indien. Als das Wirtschaftsass mit universitären Abschlüssen in Cambridge und Oxford 1991 Finanzminister wurde, galt sein verarmtes Land noch als "Elefant" im Gegensatz zu den dynamischen asiatischen "Tigerstaaten". Durch Restrukturierung und Liberalisierung der Wirtschaft brachte Singh Indien innerhalb weniger Jahre auf den Weg zur Weltmacht. Sein Ziel war es dabei stets, eine dynamische Marktwirtschaft mit sozialem Gewissen zu errichten. Gleichzeitig mit dem Aufschwung sorgte er für die verarmte Bevölkerung. Im Jahr 2004 wurde Singh als erster Sikh zum indischen Premier gewählt. Der Liebhaber islamischer Literatur suchte die Aussöhnung der Religionsgruppen und eine Annäherung zu Pakistan, auf dessen Gebiet er 1932 geboren wurde. ...
Ohne Sikhs gäbe es keinen Parmesan mehr 13.10.2008 http://derstandard.at Rund 50.000 indische Sikhs melken die Kühe der Poebene - In Novellara steht der zweitgrößte Sikh-Tempel Europas Novellara - Das Brüllen des Viehs, das vom Freien über eine Rampe ins Innere drängt, hört Singh Avtar längst nicht mehr. Schlafwandlerisch meiden seine braunen Gummistiefel die glitschigen Kuhfladen auf dem Beton. Neonröhren leuchten die Halle nur dürftig aus. Manchmal taucht ein Sonnenstrahl eines der wiederkäuenden Rinder kurz in einen Lichtkegel. ...
Über die Monotonie seiner Arbeit will der Sikh nicht klagen. Auch darüber nicht, dass ihn der Daueraufenthalt im Stall "aus hygienischen Gründen" zum Haarschnitt und zum Verzicht auf den Turban zwingt.
Die Beschäftigung in einem der größten Viehzuchtbetriebe Italiens hat seiner Familie einen bescheidenen Wohlstand ermöglicht. Gewiss, die Größenordnung war gewöhnungsbedürftig. "Zu Hause im Punjab hatten wir nur zwei Wasserbüffel, die Milch für den Eigenbedarf lieferten", erzählt er. Dennoch: Einiges hier erinnert ihn durchaus an das fruchtbare Schwemmland seiner westindischen Heimat: die Bewässerungskulturen, das satte Grün der Felder, weidende Kühe, die unzähligen Fahrräder - und die sommerliche Mückenplage.
Am Wochenende radeln Avtar, Gauri und ihre zwei Kinder den Kanal entlang. Durch Pappelalleen und abgeerntete Maisfelder steuern sie auf die Industriezone von Novellara zu. Natürlich hat der dort errichtete Fertigbau nichts gemein mit dem üppigen Prunk des goldenen Tempels von Amritsar, der heiligste Stätte der Sikhs. Immerhin: Zum zweitgrößten "Gurdwara" Europas (das größte steht in England) strömen jedes Wochenende mehrere Tausend Shiks in ihren traditionellen Gewändern. In der weiträumigen Speisehalle wird gemeinsam gegessen, im Obergeschoß trifft sich die Religionsgemeinschaft zum Gebet und zum Feiern ihrer Feste.
Totti sticht den Guru aus Auch Besuchern wird gerne ein Teller Reis und Gemüse gereicht. Der lichtdurchflutete Tempel mit dem Heiligen Buch steht jedem offen - ohne Schuhe und mit bedecktem Haupt. Zu hören ist hier ausschließlich Punjabi, das bei Kindern oft schon mit italienischen Brocken durchsetzt ist. Die jüngsten Sikh-Generation verehrt Francesco Totti inniger als Guru Nanak und schätzt die Adidas-Kluft mehr als die elterlichen Kniehosen. Bir Gurjot Singh lebt seit zehn Jahren in Novellara. "Ich bin ein Indo-Italiener", gesteht der 18-Jährige unter dem kunstvoll gebundenen Turban. Den lokalen emilianischen Dialekt beherrscht Bir nahezu perfekt, sein Italienisch ist akzentfrei. "Mit zwei Identitäten lebt man besser als mit einer", lächelt der Maturant, der sich für Sozialprojekte engagiert. ...
Wie Avtar haben die meisten Sikhs hier eine Familie gegründet. Mit seinem Job ist der Melker "sehr zufrieden", doch das Pensionsalter will er nicht abwarten. "Noch drei Jahre, dann kehren wir nach Indien zurück. Dort können wir von unseren Ersparnissen gut leben."
Über die Entscheidung der Kinder machen sich die Eltern wenig Illusionen. Keiner der Jungen träumt von der Rückkehr. ...
“Frag’ doch den Inder” 11.10.2008 http://www.nachrichten.at INDIEN. Täglich kommen bis zu 30.000 Pilger zum Goldenen Tempel von Amritsar, trotzdem ist hier ein Platz zum Nachdenken, Besinnen und zur inneren Einkehr, auch für OÖN-Maskottchen Vitus Mostdipf.
Es blendet. Die Sonne strahlt mit voller Kraft auf den Tempel von Amritsar, spiegelt sich im großen künstlichen Becken wider. In den Gemeinschaftsküchen dampft und duftet es nach frischem Reis. Und den bekommen Pilger und sogar Touristen hier von den Sikhs gratis.
Im Sikh-Museum erfahren wir viel über die bewegte Geschichte dieser stolzen und religiösen Menschen, die unter anderem für Gleichberechtigung und gegen das im Hinduismus gepflegte Kastenwesen eintreten. Der Goldene Tempel selbst steht inmitten des heiligen Sees, dem so genannten Amrit Sarovar (= Nektarbecken), nach welchem auch die Stadt benannt wurde.
Wenige Gehminuten vom Tempel entfernt, in einem kleinen Park, ist das Jallianwala Bagh Memorial zu besuchen, wo die britische Obrigkeit im Jahr 1919 ohne Vorwarnung das Feuer auf Tausende Inder eröffnete – 2000 Menschen wurden schwer verletzt oder getötet. ...
InterFaith – Marathon for a United World 27.04.2008 http://www.marathon4you.de 50 Geistliche beim interreligiösen Lauf im Rahmen des ING europe-marathon luxembourg am Start - Auch der 97-jährige Inder Fauja Singh hat seine Teilnahme zugesagt. ... Unter dem Motto „InterFaith – Marathon for a United World“ kommt es zum bislang größten interreligiösen Lauf im Rahmen einer offiziellen Marathonveranstaltung, beteiligt sind evangelische, orthodoxe und katholische Geistliche, Muslime, Sikh, Buddhisten und Baha’i. Bekanntester Geistlicher beim Luxemburg-Marathon ist der 97-jährige Inder Fauja Singh. Geboren am 1. April 1911 und wohnhaft in London, hat es der Weltrekordhalter der über 90-Jährigen längst zu internationaler Prominenz gebracht. Videosequenzen seiner Läufe und Aufwärmübungen sind auf YouTube zu sehen, vor sechs Jahren in Toronto lief er phantastische 5:40:04 Stunden. ...
Always a winner – that’s Darsh Singh 02/2008 http://www.trinity.edu Anyone who has been to Trinity’s men’s basketball games during the past four years has probably heard fans chanting for Coach Pat Cunningham to put fan favorite Darsh Singh in the game. This season, fans haven’t had to chant for Darsh – the team co-captain has appeared in every game, and every time he plays, he makes a statement. As a follower of the Sikh religion, Darsh speaks volumes by wearing a turban and allowing his beard to grow. In fact, it’s believed that he is the only turbaned Sikh to play in an NCAA basketball game. The Sikh faith, which is around 500 years old, has more than 23 million followers, but it remains a mystery to some Westerners. Darsh’s appearance can sometimes bring out the worst in people. At a young age, he was forced to come to terms with the fact that his appearance made some people suspect him of being involved in terrorism. But Darsh doesn’t let it get to him. He says those very prejudices helped to solidify his faith and make him the person he is today. His statement involves one of his firmest beliefs: “If you don’t believe in what you’re doing, don’t do it.” Darsh also involves himself in numerous groups and organizations. ... He serves on the Student-Athlete Advisory Council, is a part of Students Taking Action Now: Darfur and Save Darfur, and he is president of the Students Creating Awareness of the Sikh Faith. He has volunteered in various Sikh organizations in Chicago, Maryland, and Washington D.C., and is a repeat guest lecturer at a leadership development program. Darsh also was recently selected as a Who’s Who Among Students in American Universities and Colleges recipient. He is an engineering science major who is affiliated with the Institute of Electrical and Electronics Engineers, and who has been on the SCAC Honor Roll (minimum qualification of 3.20 GPA) for three of his four years at Trinity. Following graduation, he plans to work while he pursues his professional engineering license and then go on to get his MBA. ... Siehe auch: http://thelangarhall.com/archives/161
Krebskranker Sikh gestorben 02.04.2008 http://www.espace.ch Kurz vor der womöglich rettenden Knochenmark-Transplantation ist der Berner Sikh Hardeep Singh verstorben. Mitte Februar war die Hoffnung noch gross. Über 50 Menschen liessen im Langenthaler Sikh-Zentrum ihr Blut testen. Ziel war es, einen Knochenmarkspender oder eine -spenderin für den an Leukämie erkrankten Hardeep Singh zu finden. Zwar blieb die Aktion damals erfolglos. Kurz danach aber wurden die behandelnden Ärzte fündig – dank einer internationalen Stammzellenspender-Datei. Der Operationstermin stand schon fest. Doch letzten Samstag ist Hardeep Singh im Inselspital unerwartet rasch verstorben – an einer Lungeninfektion, wie die Schweizer Sikhs mitteilen. Hardeep Singh wurde nur 38-jährig; er hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder. ...
Opfer und Täter beschenkten sich 03.03.2008 http://www.mzbern.ch 1981 wurde Frieda Habegger Opfer einer von Sikhs durchgeführten Flugzeugenführung. Nun reichte die Emmentalerin ihren Kidnappern die Hand: die Geschichte zwischen zwei Begegnungen. ... m Tempel in Langenthal, unter dem sich zur Feier des Tages auch viele Nicht-Sikhs befinden. «Eigentlich wollte ich ja nur eine Adresse», spricht die Emmentalerin wenig später ins Mikrofon und erinnert sich zurück: Am 27. September 1981 wurde ein Flugzeug, unterwegs von Indien nach Pakistan, von einer Gruppe Sikhs entführt. Die Tat verlief gewaltlos, ihre Absicht machten die Täter indes deutlich: Mit dem Ziel, das Interesse der Weltöffentlichkeit zu erlangen, galt das Vergehen dem Unabhängigkeitskampf. «Wie geht es den Männern?» 1981 war auch Frieda Habegger, die sich auf einer Missionsreise in ein tibetisches Flüchtlingslager befand, an Bord gewesen. «Angesichts der Zustände in diesem Lager vergass ich die vergleichsweise harmlose Flugzeugaktion schnell», erzählt die Rentnerin. Das Vergessen nahm aber nie ganz Überhand. «Immer wieder dachte ich an die Entführer und hoffte, dass es den Männern gut geht.» Beim Sprechen blickt die grauhaarige Frau zu Karan Singh und Jasvir Singh. Die beiden Männer gehörten damals wie auch drei Jahre darauf zu den Tätern. Nur knapp entkamen sie der Todesstrafe, sassen für ihre Delikte über zehn Jahre in Pakistan im Gefängnis. Nach der Haftentlassung flüchteten sie in die Schweiz, wo sie seit 13 Jahren mit ihren Familien leben ... Der Basler Strassenwischer ist einer der insgesamt vier Sikhs, die an den Flugzeugentführungen der 1980er-Jahre beteiligt waren und 1995 in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt hatten. Dieses wurde zwar nie ausgestellt, jedoch befanden die Schweizer Behörden, dass die Sikhs kein Risiko für die innere Sicherheit des Landes darstellten. Ende letzten Jahres erfolgte nun der Ausweisungsbefehl, wogegen sich Politiker, Lehrpersonen und Nachbarn im Umfeld der gut integrierten Sikhs augenblicklich zur Wehr stellten. ...
Grosse Solidaritätswelle für abgewiesenen Sikh 03.02.2008 http://www.20min.ch ... Der indische Sikh Jasvir Singh war 1981 an einer Flugzeugentführung beteiligt, die gewaltlos verlief. Dafür wurde er in Pakistan zum Tode verurteilt und saß 14 Jahre lang hinter Gittern. Nach seiner Begnadigung kam er vor 13 Jahren in die Schweiz. Jetzt soll er wieder in seine Heimat zurück: Sein Asylgesuch ist im Januar definitiv abgelehnt worden, bis am 22. Februar muss er die Schweiz verlassen. Das wollen die Betreiberfamilie und die Stammgäste der Niederdorf-Quartierbeiz Schlauch, wo Singh seit elf Jahren in der Küche arbeitet, nicht hinnehmen: Innert wenigen Tagen sind 400 Unterschriften für ihn gesammelt worden, seine Anwältin wird für ihn ein Härtefallgesuch einreichen. «Er gehört bei uns längst zur Familie, er ist ein vorbildlicher Mitarbeiter und ein lieber Mensch», sagt Schlauch-Wirtin Gabriela Weingand. ...
Keine Arbeit mehr für den Basler Strassenwischer mit dem Turban Dalip Singh Khalsa hat als Strassenreiniger die Herzen der Bevölkerung erobert – verschwindet er vom Stadtbild? 04. Oktober 2007 http://www.onlinereports.ch Seit bald zwei Jahren erfreut der temporär angestellte Strassenreiniger Dalip Singh Khalsa aus Indien mit seiner Art die Baslerinnen und Basler. Doch damit soll es jetzt Schluss sein. Zum Leid aller - selbst jener, die ihn entlassen müssen. ... Er ist der auffälligste Strassenwischer Basels: Dalip Singh Khalsa (54), der Mann mit dem grau-weissen Vollbart und dem Turban, dessen leuchtendes Orange zufällig zur gleichfarbenen Arbeitskluft der Stadtreinigung passt. Der Sikh aus dem indischen Punjab ist einer der beliebtesten Reinemacher am Rhein, schenkt er doch allen, die ihm begegnen, ein Lächeln – kein aufgesetztes, ein echtes, ein warmes Lächeln. Sonniges Gemüt stösst auf Sympathie Seine liebenswerte und zufriedene Ausstrahlung entwaffnet die Menschen – und bewegt sie. Viele sprechen ihn an, schütteln ihm die Hand, erkundigen sich nach seiner Herkunft. Manchmal gibt es ein längeres Gespräch oder gar ein spontanes Trinkgeld. Beides freut ihn, denn beides komme von Herzen. "Ich kenne keine schlechten Gefühle, darum ziehe ich auch keine schlechten Gefühle an", erklärte uns Dalip Singh Khalsa in seinem Mischmasch aus Englisch und Deutsch. Tatsächlich gibt es in Kleinbasel und der Innenstadt, wo der Turban-Mann vor allem anzutreffen ist, eine wachsende Schar Einheimischer, die den Ausländer mit dem sonnigen Gemüt nicht mehr missen möchten. ... Zum Inbegriff einer offenen Grenzstadt, die anständige Fremde vorurteilsfrei zu empfangen weiss. Putzen als heilige Pflicht Doch der Besen schwingende Sikh hat noch eine weitere herausragende Qualität. Mit grösster Wahrscheinlichkeit ist in der 140 Mitarbeiter starken Truppe der Basler Stadtreinigung niemand so berufen wie Dalip Singh Khalsa, die zahllosen Zigarettenkippen, Papiere, Fastfood-Verpackungen, Flaschen, Metallstücke und was sonst noch alles von achtlosen Mitgliedern der Wegwerfgesellschaft auf den Boden geschmissen wird, zusammenzuwischen, aufzulesen und zu entsorgen. Denn Sikh Khalsa ist, wie sein Name besagt, ein Mitglied der "Gemeinschaft der Reinen" – einer weltoffenen Bruderschaft, die an ... Gleichheit aller Menschen glaubt und sich auf eine bemerkenswerte Art dem Wohle der Menschheit verpflichtet fühlt. ... Übrigens durchaus zum Leidwesen seiner Kollegen und nächsten Vorgesetzten bei der Stadtreinigung, welche sein Sprachproblem gar als vernachlässigbar bezeichnen: "Khalsa hat immer alles verstanden und seine Arbeit bestens gemacht. Wir müssen einen guten Mann abgeben und dafür Typen durchfüttern, die es nie bringen werden." Die Situation sei unglücklich, und sie spotte dem gesunden Menschenverstand. Tatsächlich scheint eine kleine Umfrage von OnlineReports zu bestätigen, dass niemand mit dem gesetzlich korrekten, von Vorschriften und Sachzwängen erzwungenen Abgang des Strassenfegers mit dem Turban glücklich ist. Seine Kollegen nicht, seine Vorgesetzten beim Reinigungsdienst nicht, der Personalleiter des Baudepartements nicht, das Sozialamt nicht und schon gar nicht Khalsa, der Betroffene. ...
Sikhs über neue US-Vorschrift zu Turbanen erbost - Religiöse Diskriminierung an Flughäfen befürchtet 26. August 2007 http://afp.google.com Eine neue Sicherheitsvorschrift an Flughäfen in den USA hat den Protest von Anhängern der Sikh-Religion hervorgerufen. Die Sikh-Vereinigung, die größte Organisation der in den USA lebenden Sikhs, teilte mit, Turbane dürften nunmehr von Hand abgetastet werden, auch wenn der Metalldetektor keinen Alarm ausgelöst habe. Das habe die zuständige Transport-Sicherheits-Behörde (TSA) beschlossen. Die Sikhs ... fühlen sich durch die neue Regelung diskriminiert: "Den Kontrolleuren anzuordnen, Menschen mit Turbanen zu durchsuchen, ist das Gleiche, wie ihnen anzuordnen, Schwarze, Araber oder Muslime zu durchsuchen", erklärte der Direktor der Sikh-Vereinigung, Amardeep Singh. TSA-Sprecherin Lara Uselding bestätigte, ihre Behörde ... habe Anfang August die Durchsuchungsrichtlinien für Kopfbedeckungen geändert. Mit der Religion der Reisenden habe dies jedoch nichts zu tun. Die Sikh-Vereinigung räumte ein, ... Turban sei jedoch das einzige religiöse Kleidungsstück, dessen bloßes Tragen nun weitergehende Kontrollen auslösen könnte. In den USA leben rund eine halbe Million Sikhs. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 seien hunderte Sikhs beleidigt und geschlagen und einige sogar getötet worden, weil ihre Turbane und Bärte mit Terrorismus in Verbindung gebracht wurden, erklärte die Organisation. Die TSA segne dieses gefährliche Vorurteil der Öffentlichkeit nun offiziell ab.
Irische Polizisten mit Turban? 16.08.2007 http://europe.courrierinternational.com Die irische Polizei Garda hat einem Sikh verboten, im Dienst seinen Turban zu tragen. Irlands Integrationsminister Conor Lenihan stellte sich hinter diese Entscheidung. Die Zeitung kritisiert den Minister. Diese Rechtfertigung sei so eindimensional gewesen, "dass es dem Fall nicht gerecht wird. Er steht für die komplexen Entscheidungen, die getroffen werden müssen, damit sich die schnell verändernde irische Gesellschaft geordnet entwickeln kann." Dies sei jedoch "kein Freibrief dafür, jede Art von Kleidung in die Garda-Uniformen zu integrieren. Die Burka, zum Beispiel, könnte die Durchsetzungskraft der Polizistinnen mindern. Andererseits erlauben zahlreiche Polizei-Einheiten und sogar ganze Armeen den Sikhs, Turban zu tragen, und sind dabei nicht weniger effektiv ...
Akhar, a Punjabi Word Processor - a Software Review 04.05.2007 ... Now the Punjabi University, Patiala has come out with 'Akhar' a Punjabi word processor developed by Dr. Gurpreet Singh Lehal, Professor & Head, Computer Science Department. Akhar is a full fledged word processor with many attractive features. It not only has all the tools of MS-Word like, Bold, Italics, Underline, small, large fonts, setting margins, bullets and numbering, Find and Replace and other formatting commands etc, but one can also create a table, insert a picture or OLE xobject, alphabetize and analyze the text and save the document in html and pbi format. One can prepare a document in html and put it on Internet with pictures inserted in the text. There is a good spell checker and a Punjabi-English Dictionary and English-Punjabi Dictionary. A separate dictionary of all words occurring in Sri Guru Granth Sahib to check for spellings of texts taken from Sri Guru Granth Sahib and a built-in Search Engine for Sri Guru Granth Sahib have been included. One can transliterate from Gurmukhi to Devnagri or Roman and from Roman to Gurmukhi. Typing Punjabi is phonetic, easy and fun. With F3 command one can open a type writing pad where one types in Roman in the top window, it automatically gives its Gurmukhi equivalent in the window below and it also suggests other similar words in the third window on the right in case one spelled it wrong. ... For more information and to order a copy of the software, one can contact emerge.enterprises@gmail.com or akhar_help@yahoo.com Jagpal Singh, Dartmouth, Canada
Peter Maffays Weltreise 30.04.2007 http://www.tagesspiegel.de Der Kontrast auf der runden Bühne könnte nicht größer sein: Drei stämmige junge Sikhs in schwarzen Turbanen, weißen Sakkos und weiten Hiphopper-Jeans rappen in voller Lautstärke, dazu brummen aus den Lautsprechern indische Rhythmen – das indisch-britische DJ-Trio Kuldeep, Surjeet, Manjet Ral, bekannt als „Rhythm Dhol Bass“. Daneben ein schlanker älterer Mann, enge Hosen, Cowboystiefel, Achtziger-Jahre-Matte, der dazu Gitarre spielt – Peter Maffay. Von einer Weltreise hat der Sänger elf Künstler zum Konzert in die Max-Schmeling-Halle mitgebracht: darunter Farhad Darya aus Afghanistan, Tsipi Mashid aus Israel und Grandprix-Gewinnerin Ruslana aus der Ukraine. ... Alle Musiker haben eins gemeinsam: ihr soziales Engagement für Kinder. ... Die drei rappenden Sikhs hatte Maffay dem Publikum übrigens als „Kulturschock“ angekündigt, doch die Zuschauer tanzen begeistert zur exotischen Musik. „Berlin ist ein ganz besonderer Ort“, sagt Maffay deshalb erfreut. ...
Einzug der Moderne - Der Turban, ein alter Hut 26.04.2007 http://www.sueddeutsche.de Meterlanges Haar und ein Turban sind bei Sikhs Ausdruck des Respekts vor Gott. Doch für junge Männer ist die spezielle Kopfbedeckung ein modisch nur schwer vermittelbares Utensil. Dass die Sache selbst in Amritsar so ausufert, wird der Anwalt Jaswinder Singh nie begreifen. Ausgerechnet in der heiligen Stadt, im spirituellen und religiösen Zentrum des Sikhismus, ausgerechnet im Bundesstaat Punjab, dort, wo die meisten der 18 Millionen Sikhs Indiens leben. ... Die Jungen lassen sich scheren wie die Schafe, das wertvolle, meterlange Haar, ein Leben lang gewachsen, Ausdruck des Respekts vor Gott. Einfach weg. Und der Turban gleich dazu. Wenn es so weitergehe, sagt Jaswinder Singh im Amritsar Journal, werde es in zwanzig Jahren keinen Sikh mehr mit Turban geben. Es ist eine Schande. ... Jaswinder Singh weiß das nur zu gut, er ist Führer des "Turban pride movements" ... Das Problem sei sehr ernst, sagt er. Seiner Ansicht nach trägt nur noch die Hälfte aller Sikh-Männer Turban. "Wir werden kämpfen müssen, um die Flut abwenden zu können." ... Doch die Jugend heißt die Flut willkommen. Sie hat sie satt, die Plagerei mit dem Haar und dem Tuch, das sie jeden Morgen wieder um den Kopf wickeln muss. ... Zum Double Patty Turban oder dem dreilagigen Dhamala Turban. Jeder ein kleines Kunstwerk. Es sei genauso sinnlos, einen Sikh zu bitten, kurz den Turban auszuziehen, wie eine Pop-Sängerin zu bitten, nichts auszuziehen, schreibt der indische Autor Melvin Durai. Im modernen Leben aber ist der Turban unbrauchbar. Seit dem 11. September 2001 sogar gefährlich. Im Ausland weiß doch keiner, was das ist, ein Sikh. Im Zweifelsfall hält man sie für Muslime mit verdächtigem Gebinde am Kopf. Dabei sehen sich Sikhs als die Schüler Gottes, 1469 hatte Guru Nanak die Religion gegründet, er sagte sich vom Kastensystem los. Es gab keine Buße mehr, kein Zölibat, keine Askese. Weder Hindu noch Muslim wollte er sein. Dem amerikanischen Tankstellenbesitzer Balbir Singh Sodhi hat das nichts geholfen. Vier Tage nach dem 11. September wurde er in seiner Tankstelle in Arizona erschossen. ... Für den Täter sah er aus wie ein Taliban. Doch nicht die Gefahren des Turbantragens hält Jaswinder Singh verantwortlich für den Schwund, es sei der Verlust der Spiritualität und die Verwestlichung Indiens, sagt er. ... Die Jugend interessiert sich mehr für die Affären der Bollywood-Schauspielerin Shilpa Shetty als für die Weisheiten der zehn Sikh-Gurus. ... Vorbei sind die Zeiten, in denen Sikhs stolz verkündeten, lieber den Kopf verlieren zu wollen als den dastaar. Er ist ein modisch schwer vermittelbares Utensil, auch wenn die Farbgebung frei ist. Premierminister Manmohan Singh etwa trägt einen hellblauen Turban. Aber er gilt nicht gerade als Stilikone. Nun versuchen es Menschen wie Jaswinder Singh mit einer Art Werbekampagne. ... Und noch mehr: In Delhi wirbt eine Modeagentur mit Sikh-Models samt Turban und Bart. Und der Popstar Pammi Bai hat eine Hymne auf den Turban gesungen - und bereits mehr als 100.000 Singles verkauft. ... Von Karin Steinberger
A beauty pageant to promote Sikh culture Sunday, April 15, 2007 http://www.dnaindia.com NEW DELHI: It was a beauty pageant with a difference. Young Sikh men and women were eligible to contest only on condition that they had never cut their hair - a step by the community to stem a worrying trend among youngsters to chop off their hair. And the contestants - ranging from students, businessmen, airhostesses and Delhi Police officers - had to undergo a week's prior training on the Punjabi language, Sikh history and culture, on walking the ramp, doing the bhangra and on style. The 'Mr. Singh and Ms. Kaur of the year' event organised by Ayur beauty products in the capital late Saturday began with the Sikh religious chant "Vahe guru ji da Khalsa, vahe guru ji da fateh". The young men had to wear turbans and maintain uncut beards while the girls were not allowed to sport coloured hair. All were required to have some knowledge of the Sikh religious scriptures. "We want to promote our culture by organising such events as Sikh boys chop their hair to get into the glamour industry," said Dilvinder Singh Ayur, owner of Ayur beauty products, ... Contestants, dressed like Punjabi brides and grooms, who made it to the second round were asked to speak on Sikhism for a minute. ... But for the winners, Lakhmir Singh from Kurkushetra, Haryana, and Harmeet Kaur from Delhi, it was a cakewalk as they had come fully prepared. After the contest, Lakhmir Singh said, "It's painful to see Sikh boys cutting their hair. I will work to promote my culture and persuade others to adhere to the religion." "I am a student of masters of business administration (MBA) and will try to ensure that our culture is promoted through the corporate world," a jubilant Kaur said. Another contestant, Hardeep Singh, 26, said he felt Sikhs had not got their due in Bollywood. "Sardars are always shown as jokers and comedians in films," he said. "We want to show the world what we have to offer," he said. ...
Turban Parade 13.04.2007 http://www.businessportal24.com In der indischen Stadt Amritsar hilft ein Sikh-Junge seinem Freund beim Anlegen des «Khanda», des religiösen Zeichens an seinem Turban. Währenddessen erreicht im Hintergrund die traditionelle Turban-Parade den Goldenen Tempel ...
Wissensdurst nach Riten und Sitten in anderen Religionen hält an 11.04.2007 http://www.ekir.de Pressemitteilung Nr. 81 / 2007 - Neues Handbuch schon in der 4. Auflage - Nach nur sechs Monaten ist auch die dritte Auflage vergriffen: Das im Oktober 2006 erschienene Handbuch "Die wichtigsten Religionen und Weltanschauungen" der rheinischen Kirche stößt nach wie vor auf starkes Interesse. Das Handbuch war ursprünglich für Mitarbeitende in Krankenhäusern, in Einrichtungen der Altenhilfe und in Hospizen gedacht. Sie begegnen täglich den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten unterschiedlicher ethnischer und religiöser Herkunft. Bestellungen kamen jedoch aus dem gesamten Gesundheitswesen, aus Schulen und Kindergärten sowie von Einzelpersonen im deutschsprachigen Raum. In Begegnungen mit Menschen anderer Religionen oder Weltanschauungen sind Verhaltensformen zu beachten, die in der medizinischen Versorgung hohe Aufmerksamkeit verlangen – und nicht nur dort. So gibt es eine Reihe von sehr unterschiedlichen Ernährungsvorschriften, die zu beachten sind. Am Anfang und am Ende des Lebens sind besondere Rituale zu beachten, die häufig noch unbekannt sind. Hindus haben beispielsweise Vorbehalte gegen eine Obduktion, aber keine Einwände gegen eine Organspende. Für orthodoxe Juden ist beides nicht annehmbar, bei Sikhs dagegen gibt es in beiden Fällen keine religiösen Vorbehalte. ... Er gibt einen knappen Überblick über Grundinformationen des Glaubens, Gebetsriten, Hygiene- und Ernährungsvorschriften, Geburts- und Bestattungsriten und vieles mehr. Erläutert werden ... Buddhismus, ... Sikh-Religion. ... Download des Handbuchs.
Angst vor der Zwiebelkrise 15.2.2007 http://www.ftd.de Steigende Lebensmittelpreise verunsichern die indischen Verbraucher. Die Regierung bemüht sich um Inflationsbekämpfung, um eine Überhitzung zu verhindern und die Wähler bei Laune zu halten. Eine Mahlzeit ohne Zwiebeln ist in einem typischen indischen Bauernhaushalt kaum vorstellbar. Für die 600 Millionen Inder, die weniger als 2 $ am Tag verdienen, zählen die Knollen zu den wichtigsten und billigsten Grundnahrungsmitteln. Doch das scheint der Vergangenheit anzugehören: In nur zwei Wochen sind die Preise für ein Kilogramm Zwiebeln in der Hauptstadt Neu-Delhi von 13 Rupien (22 Euro-Cent) auf bis zu 30 Rupien gestiegen. ... Bei den Zwiebeln war die schlechte Ernte Mitverursacher der Misere, doch ist sie nicht das einzige Problem: Die Inflation ist die Achillesferse des indischen Wachstums. In der letzten Januarwoche lag sie mit 6,58 Prozent auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren - und damit über den 5,5 Prozent, die die Zentralbank für verträglich hält. ... Indiens Wachstum ist ungleich verteilt: Während die Industrie zuletzt rund acht Prozent Zuwachs verzeichnete und der Dienstleistungssektor um neun Prozent wuchs, legte die Landwirtschaft, in der die Mehrheit der Bevölkerung arbeitet, nur um 2,5 Prozent zu. ... Die Regierung versucht auch, direkt auf die Preise einzuwirken. So hat sie die Einfuhrzölle für Produkte wie Speiseöl und Zement gesenkt. Zugleich verhängte sie einen Bann für Weizenexporte bis Ende dieses Jahres. Die Weizenpreise waren im vergangenen Jahr um 11,7 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Im Bundesstaat Punjab, dem "Brotkorb" des Landes, ist der Weizen schon zum Politikum geworden. Die regierende Kongresspartei befindet sich dort bei den vorläufigen Ergebnissen der Wahlen vom Sonntag in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Opposition. ...
Bauernsterben in Indien 06. Februar 2007 http://www.salzburg.com Bauernsterben in Indien Indiens Bauern stecken in einem Teufelskreis: Die Agrarkrise trieb 112.000 Farmer in den vergangenen zehn Jahren zum Selbstmord. Dunkelziffer ist weit höher. ... Der 22-Jährige ackerte auf seinem Stück Land von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Trotz allen Fleißes blieb der Erfolg aus. Wegen einer Missernte konnte er weder die Kredite an den privaten Geldverleiher zurückzahlen, noch neues Saatgut kaufen. Ein Bauer auf einem verdorrten Stück Land, ohne Ersparnisse, ohne Hilfe, ohne Perspektive, am Ende seines Lateins. So folgte er dem Beispiel anderer Farmer in Orissa und in verschiedenen indischen Bundesstaaten, kaufte von den letzten paar Rupien eine Flasche Schnaps, betrank sich und mischte ins letzte Glas eine Portion Rattengift. "Er konnte dem Teufelskreis von Missernte und Geldverleihsystem nicht entkommen," sagten die Nachbarn ungerührt. Indiens Landwirtschaftsminister Sharad Pawar gibt zu, dass die ungewöhnlich hohe Selbstmordrate indischer Bauern in jahrelanger Vernachlässigung des Agrarsektors wurzele. Während die Wirtschaft insgesamt Zuwachsraten von fast acht Prozent ins Visier nimmt, dümpelt der Agrarsektor zwischen ein und zwei Prozent dahin. Die Krise spiegelt sich im alarmierenden "Bauernsterben". Offiziell spricht die indische Regierung von 112.000 Selbstmorden in den vergangenen zehn Jahren. Sozialaktivisten hingegen schätzen, dass allein von 1995 bis 2003 rund eine Million Farmer aus extremer wirtschaftlicher Not zum Strick oder zur Giftflasche gegriffen haben. Premier Manmohan Singh sah sich deshalb im Sommer veranlasst, sich an Ort und Stelle ein Bild von der Katastrophe zu machen. Innerhalb eines Jahres hatten in Vidarbha 687 Bauern den Freitod gewählt. ... Experten führen eine Vielzahl von Gründen ins Feld, die die Bauern in eine ausweglose Situation und schließlich in den Freitod treiben. Das gilt nicht nur für den Anbau von Baumwolle, sondern auch für Pfeffer, Vanille, Ingwer, Kardamom, Kaffee und Tee - Erzeugnisse, die alle stark fluktuierenden Weltmarktpreisen ausgesetzt sind. Abgesehen von Launen der Natur spielen ein traditionelles System von Geldverleihern und Zwischenhändlern und die Wirtschaftspolitik der indischen Regierung eine Hauptrolle. Private Geldverleiher verlangen Wucherzinsen Im Rahmen der 1991 begonnenen marktwirtschaftlichen Reformen senkte Indien Importzölle und Subventionen für etliche Erzeugnisse, auch wenn Premier Singh behauptet, seine Regierung werde der Welthandelsorganisation (WTO) nicht nachgeben und die Bauern Indiens vor einer Schwemme von stark subventionierten Agrarprodukten aus den USA und der EU schützen. Im Zuge der Liberalisierung gab Delhi zudem Preise für Saatgut, Düngemittel und Pestizide frei. Die Preise für Diesel und Strom stiegen. Das alles führte zu wachsenden Produktionskosten und einer ungewohnten Konkurrenz aus Übersee. Jahrzehntelang hatte der indische Staat Aufkaufpreise für Agrarprodukte fixiert. So vergaßen die Bauern, was Konkurrenz ist. Mit der Öffnung des Marktes kam auch genmanipulierte, pestresistente Saat ins Land. Der multinationale Saatgutriese Monsanto bot genveränderte Baumwollsaat an. Sie war zwar beträchtlich teurer als herkömmliche Saat. Das trug wesentlich zur weiteren Verschuldung der Vidarbha-Farmer bei. Schließlich gehört zum Teufelskreis das unselige Kredit- und Aufkaufsystem. Private Geldverleiher, die oft auch Großgrundbesitzer sind und mit ihrem Kredit den Aufkauf der Ernte zu einem Minimalpreis verbinden, beherrschen die Szene. Sie verlangen obendrein Zinsen, die von 75 bis 150 Prozent reichen. ...
Blutzeugen des Glaubens Dezember 2006 http://oe1.orf.at/highlights Märtyrer in den Weltreligionen ... Kein Papst der Kirchengeschichte hat so viele Menschen selig beziehungsweise heilig gesprochen wie Johannes Paul II. Darunter waren viele Märtyrer, also Menschen, die als "Blutzeugen des Glaubens und der Liebe" ihr Leben geopfert haben. Johannes Paul II. hat durch die vielen Selig- und Heiligsprechungen die Verfolgung von Menschen aus religiösen Gründen in den Blick rücken wollen, die in unserer Zeit passieren. ... Das Wort Märtyrer bedeutet "Blutzeuge". Märtyrer gibt es in allen Weltreligionen. Kämpfer für soziale Gerechtigkeit Märtyrer gibt es aber auch bei den Sikhs - einer ihrer religiösen Führer, Guru Arjan, wurde auf Befehl des Mogul-Kaisers Jahangir Shah zu Tode gefoltert, und seither haben die Sikhs beschlossen, sich bei Angriffen auf ihren Glauben zur Wehr zu setzen. ...
Arbeiten und teilen 28. Dezember 2006 http://www.salzburg.com Sikhs suchen Standort für einen Tempel ... Immer wieder kommt Sran Hari Singh auf Neujahr zu sprechen, als ihn die SN im Sikh-Tempel besuchen. Er wolle allen Salzburgern schöne Feiertage und ein gutes neues Jahr wünschen, sagt Singh. Und alle seien eingeladen, die Sikhs im Tempel in der Schallmooser Hauptstraße zu besuchen. "Jeder ist willkommen. Wir respektieren alle Religionen." Mit allen gut auszukommen, scheint der wichtigste Vorsatz der Salzburger Sikhs zu sein. Hart arbeiten, ehrlich sein, teilen, beten: Das seien die Grundlagen ihres Glaubens, sagt Singh. Damit können sich wohl viele Salzburger identifizieren. Ein Unterschied lässt sich aber ausmachen: "Bei uns steht die Religion an erster Stelle", sagt Singh. Der 55-jährige Lehrer kam in den 1970er Jahren nach Österreich. Heute arbeitet er als Koch und lebt in Flachau. Als Obmann des Sikh-Vereins ist er eine Art Sprecher für die schätzungsweise 2500 Sikhs in Salzburg. Viele sind in den vergangenen Jahrzehnten aus der indischen Region Punjab ausgewandert. Sonntags treffen sich viele von ihnen zum Gottesdienst im Tempel in Salzburg-Schallmoos. ... Nur ein Parkplatzmangel und vereinzelte Beschwerden von Anrainern über Küchengeruch seien gelegentlich ein Problem, sagt Singh. Deshalb wollen die Sikhs ihren Tempel verlegen - in eine Halle außerhalb der Stadt. Ein Standort wird noch gesucht.
Religion und Terror - Als der Turban seine Unschuld verlor 30.08.2006 http://www.spiegel.de Von Marc Pitzke, New York Mit dem Einsturz der Türme des World Trade Center änderte sich das Leben des New Yorker Anwalts Amardeep Singh schlagartig. Als Sikh glaubt er an Güte, Großzügigkeit, Gleichheit - und trägt Bart und Turban. Wie Bin Laden, fanden viele, und stempelten Amardeep zum Terroristen.
New York - Amardeep Singh hat sich längst daran gewöhnt. "Es gehört zu unserem Alltag", sagt der junge Rechtsanwalt lakonisch. "Wir hören es jeden Tag, wenn wir über die Straße gehen." Terrorist! Mullah! Verschwinde dahin, wo du hergekommen bist!
Amardeep Singh: "Hart arbeiten, Kopf einziehen, Mund halten" Nur eine ganz spezielle Schmähung, die geht ihm bis heute an die Nieren. ... Weil sie allem widerspricht, wofür er steht, als gebürtiger Amerikaner, als Jurist, als religiöser Mann. "Osama!" "Seit dem 11. September 2001 habe ich das bestimmt schon 30, 40 Mal gehört", sagt Amardeep. "Osama!" ... Amardeep Singh ist ein Sikh. Er trägt, wie es seine Religion gebietet, einen Bart und einen Turban. Damit erfüllt er, in einer von Angst, Wut, Vorurteilen und gelegentlich Idioten erfüllten Welt, einen Schlüsselreiz des neuen Terror-Zeitalters - obwohl er mit den Terroristen von al-Qaida kaum weniger gemeinsam haben könnte. ... Sikhs ... ihre Lehre, die viertgrößte Religion der Welt, fußt auf Güte, Großzügigkeit und Gleichheit. Weltweit gibt es rund 23 Millionen Sikhs, die meisten von ihnen leben auf dem indischen Halbkontinent. Rund 40.000 leben in New York City. Und seit dem 11. September 2001 ist ihr Leben hier nicht gerade leichter geworden.
Typische US-Kindheit - im Turban Amardeep ist ... spricht mit einer sanften Stimme, so dass man sich manchmal vorbeugen muss, um ihn zu verstehen. Sein Turban ist lavendelfarben und eng gewickelt. ... Amardeep ist ein waschechter New Yorker: Hier geboren und aufgewachsen, jenseits des Rivers in Richmond Hill im Stadtteil Queens, wo die meisten Sikhs New Yorks leben. Dort hatte er eine typisch amerikanische Kindheit: Seine Mutter war eine "Hausfrau und Soccer-Mom", sein Vater "ein knallharter Yankees-Fan", und er selbst spielte Baseball in der Little League. Nur in einem unterschied sich Amardeep von seinen Klassenkameraden. Er trug einen Turban. Was jahrelang zu den üblichen Sticheleien in der Schule führte. Sticheleien, betont Amardeep, mehr nicht.
Altes Misstrauen "Es war einfach so, man nahm es hin, wir kannten es ja nicht anders." Die Mitglieder der New Yorker Sikh-Gemeinde zogen die Stille vor, sie engagierten sich selten politisch und machten um sich selbst wenig Aufhebens. "Unser Motto war: hart arbeiten, den Kopf einziehen, den Mund halten. Dann passiert uns schon nichts." Die Terroranschläge von 2001 änderten alles - und sie änderten Amardeeps weiteren Lebensweg. New York City ist die ethnisch und religiös am stärksten durchwirkte Stadt der Erde. ... Die Anschläge rissen alte, gesellschaftliche Nähte neu auf und verschoben den sozialen Brennpunkt New Yorks - von Rasse zurück zu Religion. In den Wochen nach den Anschlägen wurden der New York Commission of Human Rights 1224 Vorfälle religiöser Diskriminierung und Belästigung von Muslimen, Arabern und Asiaten gemeldet. Eine der am schwersten betroffenen Gruppen waren die Sikhs. Amardeep Singh war am 11. September 2001 in Washington. ... Denn er ahnte, was auf sie zukommen würde. Die Stimmung in der City war aufgeheizt. "Überall im Fernsehen liefen Bilder von den Taliban, von Osama Bin Laden, von Terroristen mit Bärten und Turbanen. Wir wussten, das würde sich schnell gegen uns richten." Dabei verbietet die Religion der Sikhs jegliche Art von Gewalt. "Wir haben drei Glaubensprinzipen: Sei dir bei allem, was du tust, Gottes bewusst. Gebe ab, was du übrig hast. Arbeite hart und ehrlich." ... Noch am Tag der Anschläge wurde in Richmond Hill ein 66-jähriger Sikh, ein Einwanderer aus dem Punjab, von Unbekannten so brutal mit einem Baseballschläger verprügelt, dass er ins Krankenhaus musste; der Mann war auf dem Heimweg von einer Gebetsstunde für die Opfer der Anschläge vom 11. September. Zwei weitere Sikhs wurden mit einer Paintball-Pistole beschossen. Der Angreifer, ein Teenager, wurde erst im Sommer 2005 geschnappt, als er einem Schwarzen in Howard Beach den Schädel einschlug. Amardeep und seine Freunde - darunter Banker, Berater und PR-Manager - merkten, dass sie handeln mussten, damit die Dinge nicht eskalierten. "Wir fühlten uns doppelt angegriffen", sagt Amardeep. "Einmal von den Terroristen in unserem Land, und dann ein zweites Mal von unseren Landsleuten." Über Nacht verfassten sie eine öffentliche Erklärung, in der sie die New Yorker Polizei um Schutz baten, ihre bisher im Stillen lebenden Glaubensgefährten zu Wachsamkeit "mobilisierten" und die Missverständnisse und Vorurteile über Sikhs vor allem auch in den US-Medien zurechtzurücken versuchten. Gleichzeitig richteten sie eine zentrale Website ein, auf der Sikhs Diskriminierungs- und Gewaltfälle melden konnten. Allein im ersten Monat gab es 140 Eintragungen. Amardeep und seine Freunde gaben sich einen Namen: Sikh Coalition. Und so war der 11. September 2001 zugleich auch die Geburtsstunde der ersten politischen Lobbygruppe in der Geschichte New York Citys für die sonst so zurückhaltenden Sikhs. ... Die Website zur Registrierung von Angriffen gibt es noch. Sie zählt inzwischen 436 Eintragungen, davon bisher 31 in diesem Jahr. Ihre Zahl hat seit 2001 zwar spürbar nachgelassen. Was dabei aber auffällt: Jedes Mal, wenn es einen neuen Terror-Alarm gibt, wenn ein Jahrestag ansteht oder wenn Terroristen in den Schlagzeilen sind, häufen sich die Übergriffe. Denn bis heute liegen die Nerven blank. Bei einer Befragung von Muslimen und Arabern in New York gaben neulich 79 Prozent der Befragten an, sie fürchteten sich mehr um ihr Wohlergehen als früher, vermieden den Kontakt mit der Öffentlichkeit und hängten ihren Glauben nicht mehr an die große Glocke. ... "Die Zahl der direkten körperlichen Angriffe ist seit dem 11. September zurückgegangen", sagt Amardeep. "Die subtile Diskriminierung dagegen, die ist stärker geworden. Vor allem am Arbeitsplatz." Sathari Singh kann davon ein Lied singen. Der U-Bahn-Fahrer aus der Bronx, ein hochgewachsener Mann mit dünnem, weißem Bart, ist ein konvertierter Sikh: Er stammt eigentlich aus einer irisch-katholischen Einwandererfamilie, seine Eltern kamen aus Kerry und Cork, seine Großeltern sprachen noch Gälisch und sein Geburtsname ist Kevin Harrington. Den Sikh-Glauben nahm er in den sechziger Jahren an, auf der Suche nach "innerem, spirituellem Leben". ... Im Dienst hat er immer schon einen Turban getragen, selbst bei seinem allerersten Einstellungsgespräch. Er hat den Turban sogar blau eingefärbt, in der Kennfarbe der MTA. Gestört hat sich daran lange niemand.
Degradierung für den Helden des 11. September Den 11. September 2001 erlebte Sathari buchstäblich hautnah. ... Dort half er persönlich, noch während der zweite WTC-Tower einstürzte, Hunderte Fahrgäste in Sicherheit zu bringen. Das MTA-Mitarbeitermagazin "Running Times" porträtierte ihn später als einen der "stillen Heldinnen und Helden" des 11. September. Am ersten Jahrestag der Anschläge wurde er auf einer feierlichen Zeremonie geehrt und bekam eine nette Andenkenplakette. MTA-Präsident Lawrence Reuter bekundete "Dank und Bewunderung". Man sang "God Bless America". Doch der Dank währte nicht lange. Im Juni 2004 wurde Sathari ohne Vorwarnung aus dem Liniendienst abgezogen und auf einen Wartungsjob in einem entlegenen Gleisbahnhof versetzt - eine De-facto-Degradierung. Begründung: Sein Turban verstoße gegen die MTA-Uniformvorschrift; er müsse eine MTA-Kappe tragen, andernfalls dürfe er ab sofort keine U-Bahnen mehr fahren. Sathari wandte sich über seine Gewerkschaft ans US-Justizministerium. Das stellte sich ihm zur Seite und verklagte die MTA wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz. Der Fall ist bis heute anhängig. Einstweilen hat sich Sathari - "unter schwerem Protest!" - bereit erklärt, einen städtischen Behelfsturban zu tragen, der vorne das MTA-Abzeichen trägt; die MTA lässt ihn damit weiterfahren. Vorerst.
Domino’s Pizza Affirms Sikh Employee’s Right to Wear Turban at Work Sunday 21st of May 2006 http://www.panthic.org Washington, DC (KP) – The issue of a Sikh American man, who was discriminated against because he wore a dastar (turban), has been successfully resolved by the Sikh American Legal Defense and Education Fund (SALDEF). Mr. Jaswant Singh was hired in 2005 as a Domino’s Pizza delivery driver. Shortly after beginning working there, he was asked to replace his turban with a Domino’s issued baseball cap, which his employer claimed was a directive that arose out of concerns that Mr. Singh’s hair could fall on the pizza while delivering it. Singh then contacted SALDEF who addressed this discriminatory practice and sought recourse on his behalf. SALDEF in a letter to General Counsel of Domino’s Pizza, Inc, SALDEF stated that, “We are surprised that a Domino’s manager would take the untenable position that a Domino’s-issued baseball cap, which can easily be taken on and off, would provide more “protection” against food contamination in both preparing and delivering a pizza to a customer than a turban, which cannot be easily taken on and off. It should be apparent that there can be no bona fide occupational requirement justifying Domino’s interference with Mr. Singh’s religious expression as described above.” Domino’s Pizza General counsel, Elisa D. Garcia replied in a letter to Mr. Singh apologizing. The letter stated “I apologize for the error made by the GM of store #4673 in asking you to remove your religious turban in the work place. I am pleased that this matter was brought to our attention and that you are able to do your job in a manner that is harmonious with your religious beliefs.” ...
Gründung steht kurz bevor 12.05.2006 http://www.tachles.ch Am 15. Mai wird in Bern offiziell der Rat der Religionen gegründet. Er soll vor allem auf Bundesebene ein Ansprechpartner bei ethisch-religiösen Fragen sein. ... Zudem sollen sich die Religionen untereinander besser kennen und verstehen lernen und diesen Austausch mit Empfehlungen auch an die Basis, das heisst die Schweizer Bevölkerung, weitergeben. Zudem soll der Rat als Ansprechpartner des Bundes bei religiösen und ethischen Fragen fungieren. Zurzeit sind nur die drei monotheistischen Religionen im Rat vertreten. Mittelfristig soll aber die Öffnung auch gegenüber anderen Religionsgruppen wie den Buddhisten, den Hindus oder den Sikhs ein Thema sein, wie Donath bestätigt.
Punjabi Version of T9 Text Input Software Launches to Speed Mobile Communications for More than 100 Million Native Speakers May 10, 2006 www.tegic.com CHANDIGARH, INDIA - May 10, 2006 - Tegic, a unit of AOL's wireless division, today announced the availability of version 7.4 of popular T9 Text Input software (http://www.t9.com) in Punjabi, a language spoken by more than 100 million people around the world, including more than 25 million people in India. Tegic's T9 Text Input software helps users of cell phones and mobile devices to quickly write SMS text messages in 55 global languages, including multiple Indic languages, and enjoy popular mobile content and services. ...
Bundesverwaltungsgericht - Kopftuchverbot bestätigt 10.05.2006 http://www.faz.net Die Lehrerin Fereshta Ludin hat den Streit um das Kopftuchverbot verloren. Nach jahrelangem Rechtsstreit hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag die Klage der Frau zurückgewiesen. Zugleich bescheinigten die Richter dem Schulgesetz von Baden-Württemberg verfassungsgemäß zu sein. Damit ist es Lehrerinnen in Baden-Württemberg nicht erlaubt, in der Schule ein Kopftuch zu tragen. ... Der zweite Fall betraf eine deutschstämmige Muslimin aus Hannover. Ihr Rechtsstreit wurde überraschend für erledigt erklärt, nachdem sie vor dem Bundesverwaltungsgericht darauf verzichtete, als Lehrerin ein Kopftuch tragen zu wollen. Das Land Niedersachsen hatte zuvor eine Zusage gegeben, die Lehrerin unter dieser Voraussetzung einzustellen. In Niedersachsen darf das "äußere Erscheinungsbild" der Lehrkräfte "keinen Zweifel" aufkommen lassen, daß sie den staatlichen Bildungsauftrag erfüllen können. In Baden-Württemberg sind nun politische, religiöse oder sonstige "äußere Bekundungen" untersagt, die geeignet seien, "den Schulfrieden zu stören". Das Schulgesetz Baden-Württembergs sei "bewußt abstrakt" gehalten, um neben religiösen Kopftüchern auch "den Turban von Sikhs" bei Lehrern in öffentlichen Schulen zu verhindern, hob das Land nun hervor. Ordenstrachten von christlichen Nonnen hingegen seien eine "Berufskleidung für einen religiösen Beruf". ... Das Verfassungsgericht führte aus, daß die religiös-weltanschauliche Neutralität des Staates nicht im Sinne einer strikten Trennung von Staat und Kirche zu verstehen sei, sondern als "offene und übergreifende, die Glaubensfreiheit für alle Bekenntnisse gleichermaßen fördernde Haltung". In einer Gesellschaft mit unterschiedlichen Überzeugungen gebe es kein Recht darauf, von "kultischen Handlungen" und religiösen Symbolen eines anderen Glaubens verschont zu bleiben. Der Landesgesetzgeber muß nach Ansicht der Karlsruher Richter das "unvermeidliche Spannungsverhältnis" zwischen der Glaubensfreiheit des Lehrers und der staatlichen Neutralitätspflicht lösen. "Dabei können die einzelnen Länder zu verschiedenen Regelungen kommen." ... Auch ein Kopftuchverbot könne die Religionsfreiheit zulässigerweise einschränken. Bei dem "zu findenden Mittelweg" dürften auch Schultraditionen, die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung und ihre religiöse Verwurzelung berücksichtigt werden. ... Auch die religiös motivierte Bekleidung eines Lehrers kann nach Auffassung des Gerichts so wirken. Das seien aber nur "abstrakte Gefahren". Wenn solche Konfliktmöglichkeiten als Eignungsmangel bei der Einstellung gewertet werden sollten, so sei dafür eine hinreichend bestimmte gesetzliche Grundlage erforderlich. Für die Frage, ob das Kopftuch einen Eignungsmangel darstelle, komme es auf dessen Wirkung an. Das Kopftuch werde aber, so die Senatsmehrheit, höchst unterschiedlich wahrgenommen. Es fehle eine gesicherte empirische Grundlage für die Annahme, vom Tragen des Kopftuchs gingen bestimmende Einflüsse auf die religiöse Orientierung der Schulkinder aus. ...
Erzieherin nach Kopftuch-Streit suspendiert 28.04.2006 http://www.n24.de Die Stadt Ebersbach an der Fils hat am Montag eine muslimische Erzieherin von ihrer Arbeit in einem städtischen Kindergarten suspendiert. Die Frau habe trotz Verbot ein Kopftuch getragen, auf das sie auch künftig nicht verzichten wolle, berichtete der Südwestrundfunk. Nach Aussage des Bürgermeisters Edgar Wolff soll der 31-jährigen Erzieherin in den nächsten Tagen fristlos gekündigt werden, falls sie nicht doch noch ohne Kopftuch zur Arbeit erscheint. Die städtische Verwaltung hatte zuvor eine Dienstanweisung erlassen, die das Tragen religiöser und weltanschaulicher Symbole in Kindergärten untersagt. Sie beruft sich dabei auf das baden-württembergische Schulgesetz. ... In baden-württembergischen Schulen gilt seit 2004 ein gesetzliches Kopftuchverbot. ... Für Kindergärten gibt es keine gesetzliche Regelung.
Indiens Staatschef Singh zu Besuch. Ein Premier wider Willen 24.04.2006 http://www.tagesschau.de Der indische Premier Manmohan Singh eröffnet am Abend zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Hannovermesse, bei der Indien in diesem Jahr Partnerland ist. Seit 1991 wächst die indische Wirtschaft im Schnitt sehs Prozent im Jahr - und das ist nicht zuletzt Singhs Verdienst. Dabei hat sich der Premier nie nach dem Amt gedrängt. ... Manmohan Singh wurde Anfang der 90er Jahre bekannt. Als Finanzminister führte er Indien von der Planwirtschaft auf den Weltmarkt. Er wurde mit einem gigantischen Schuldenberg fertig, lockte Kapital auf den Subkontinent. ... Singh ist Sohn einer armen Bauernfamilie aus dem Pandschab. Der brillante Intellektuelle schaffte es zum Studium nach Oxford und Cambridge. Später wurde er wirtschaftlicher Berater von mehreren Regierungen und Zentralbankchef. Der leise, sachliche Wissenschaftler wirbt seit mehr als zwei Jahrzehnten für den Standort Indien. Nicht nur in Indien, sondern vor allem im Ausland: "Indien braucht große Investitionen für die Infrastruktur: Einige Staaten leben im Dunkel, leiden unter Stromausfällen, haben Stromverluste von 40, 50 Prozent." ... Wachstum muss ein menschliches Gesicht haben, sagt Singh ... In seinen ersten beiden Regierungsjahren hat er auch den Friedensprozess mit dem langjährigen Erzfeind Pakistan vorangebracht. ... Manmohan Singh ist ein Pragmatiker, ein Fachmann, kein Führer der Massen. Er ist ein großer Geist, kein Charismatiker. Seine Vorliebe für hellblaue Turbane ist das einzig wirklich Auffällige an ihm.
Indiens First Lady ist begeistert von Celle 23.04.2006 http://www.cellesche-zeitung.de Indiens Premierminister Manmohan Singh hat am Sonntagabend die Industrie-Messe in Hannover eröffnet. Seine Ehefrau Gursharan Kaur war bereits am Morgen in Celle. ... Die First Lady zeigt sich bei der Führung durch die Altstadt sehr interessiert, stellt immer wieder Zwischenfragen. Neue Straße, Zöllnerstraße und die Stechbahn stehen auf dem Programm. Mehr als zehn Personen umfasst die Delegation von Gursharan Kaur. ... „Ich wünschte, mehr Städte wären so wie diese”, sagt die 68-Jährige, bevor sie sich wieder in ihre Limousine setzt.
Kalenderblatt 2006: 13. April 13.04.2006 http://www.ovb-online.de ... 1919 - Britische Soldaten erschießen beim Massaker von Amritsar in der indischen Provinz Punjab 379 Menschen, die friedlich gegen die Kolonialherren demonstriert hatten. ...
Pfarrer Sieber ruft zum Weltfrieden auf 04.04.2006 www.espace.ch ... Sieber, der die Veranstaltung zusammen mit Gläubigen der nordindischen Religion Sikh leitete, meinte er wolle auf keinen Fall ein neues Weltbild idealisieren aber es würden noch immer zu viele Menschen auf der Welt wegen Krieg und Hunger sterben und dagegen müsse etwas getan werden. Er rief zu mehr Nähe, Nächstenliebe und Offenheit gegenüber Fremden auf. ...
Via Satellit Grüße aus Indien 31.03.2006 http://www.mz-web.de Hobby-Forscher Volker Kummer: Erneut Kontakt zu einstigem Kriegsgefangenen. Hohndorf/Badripur/MZ. Ein Jahr nach dem letzten Briefkontakt (im März 2005) entschließt sich Hobby-Forscher Volker Kummer, wieder Verbindung mit Subhas Sohan Singh aufzunehmen. Es handelt sich um einen ehemaligen indischen Kriegsgefangenen im Lager Annaburg von 1943 bis 1945 (die MZ berichtete mehrfach über die Freizeit-Nachforschungen zur Geschichte der indischen Kriegsgefangenen/der indischen Legion während des Zweiten Weltkrieges in Deutschland und Europa von 1941 bis 1945). Hier der Bericht des Hohndorfers: "... Ich tippe auf meinem Telefon eine vierzehnstellige Nummer ein, zwei, drei Sekunden später ertönt der mir bekannte typisch indische Klingelton. Via Satellit entsteht nun über eine Entfernung von mehr als 7000 Kilometern eine telefonische Brücke von Hohndorf in Sachsen-Anhalt, Deutschland, nach der Ortschaft Badripur im fernen Indien (Badripur ist das Heimatdorf von Sohan Singh, 230 Kilometer nordöstlich der indischen Hauptstadt Neu Delhi, am Fuße des Himalaya gelegen). Am anderen Ende der kosmischen Leitung meldet sich jetzt ein Angehöriger der Familie von Sohan Singh. Als ich mich mit meinem Namen vorstelle - here is Mr. Volker Kummer from Germany (hier ist Volker Kummer aus Deutschland) - höre ich gleich darauf einen Ausruf der Freude und Überraschung. Ich erwähne, dass ich vor drei Jahren im Januar 2003 das letzte Mal in ihrer Familie zu Gast war. Ebenso übermittle ich herzliche Grüße sowohl meinerseits als auch von Familie Kossagk in Annaburg. In der Familie von Kurt und Hildegard Kossagk war Subhas Sohan Singh als indischer Kriegsgefangener von Mitte 1943 bis Anfang 1945 als Helfer in Land-, Vieh- und Hauswirtschaft eingesetzt, und er war stets in aller Form menschlich behandelt worden (die MZ berichtete zu diesen und anderen Fragen der indischen Militärinternierten im Annaburg des Zweiten Weltkrieges bereits in früheren Beiträgen). ...
SGPC takes up France turban ban with PM 25.03.2006 http://www.navhindtimes.com The Shiromani Gurdwara Parbandhak Committee today appealed to the Prime Minister, Dr Manmohan Singh to take necessary steps to remove “misconceptions and misunderstandings” against Sikhs the world over, especially in France and the United States, where students of the community have been shown the door for wearing turbans and carrying kirpans. ...
Indien bietet Pakistan Friedensvertrag an 24.03.2006 http://www.spiegel.de ... Neu Delhi - "Ich habe eine Vision, dass der Friedensprozess letztlich dazu führen muss, dass unsere beiden Länder einen Vertrag über Frieden, Sicherheit und Freundschaft abschließen", sagte Ministerpräsident Manmohan Singh nach Angaben der Nachrichtenagentur PTI im nordindischen Amritsar. Er sei sicher, dass es Fortschritte geben könne, wenn alle Beteiligten die bestehenden Fakten anerkennen würden, sagte Singh bei der Eröffnung einer neuen Buslinie zwischen Amritsar und dem pakistanischen Nankana Sahib, einer Pilgerstätte von Sikhs. ...
Führerscheinfoto: Sikh muss Turban abnehmen 07.03.2006 http://www.nachrichten.at PARIS. Abgeblitzt ist ein Mitglied der Sikh-Religion beim obersten französischen Verwaltungsgericht mit dem Begehren, dass er für ein Führerscheinfoto seinen Turban nicht abnehmen müsse. Der Staatsrat als oberstes Verwaltungsgericht lehnte die Beschwerde, die sich auf die Religionsfreiheit und das Diskriminierungsverbot in der Europäischen Menschnenrechtskonvention berief, ab. Laut dem Gericht sieht die Menschenrechtskonvention selbst vor, dass „die Freiheiten, die sie garantiert, Objekt von Beschränkungen sein können, insbesondere wenn es um die öffentliche Sicherheit und die Aufrechterhaltung der Ordnung geht“. ... Die Vorgaben seien mit Blick auf dieses Ziel „weder unangemessen noch übertrieben“. ... Der Kläger Shingara Mann Singh hatte zusammen mit dem Verband United Sikhs dagegen argumentiert, Sikhs trügen ihr ganzes Leben zu jeder Zeit einen Turban. Dies gelte selbst beim Schlafen. Die Kopfbedeckung sei für die Anghörigen der Religion „ein Element der Persönlichkeit und Voraussetzung für ihr Erscheinen in der Gemeinschaft“. ...
French Sikhs appeal on turban ban 07.03.2006 http://news.bbc.co.uk French Sikhs have appealed to President Jacques Chirac over a ruling that they must remove their turbans for driver's licence photographs. France's highest administrative body reversed an earlier ruling in favour of Shingara Mann Singh, a French citizen forced to remove his turban in 2004. It said the order was justified on the grounds of public security and was not a restriction on freedom of faith. Mr Singh's lawyer said he might appeal to the European Court of Human Rights. The French branch of United Sikhs has called on Mr Chirac to intervene in the matter. It argues the ruling makes its small community of several thousand in France the victims of "indirect discrimination". ... Mr Singh, from the northern Paris suburbs, brought his case after he was refused a duplicate driving licence in 2004 because he would not remove his turban. ...
Scientologen ködern junge Leute. Mit der Aktion «Jugend für Menschenrechte» sprechen Scientologen junge Leute und Religionsgemeinschaften an. 06.03.2006 http://www.tagesanzeiger.ch In der Aula der Privatschule ZIEL sitzen mehrere Dutzend Sikhs, Juden, Hindus, Christen und Muslime und lauschen den Reden der verschiedenen Religionsvertreter. «Die Meinungsfreiheit ist kein Freibrief dafür, auf den religiösen Gefühlen anderer Menschen herumzutrampeln», schreiben die jungen Aktivisten von «Jugend für Menschenrechte». Sie werben bei Schülern und Lehrlingen für eine Petition zuhanden des Bundesrates. Die Redner fordern, die Menschenrechte seien auf der ganzen Welt umzusetzen. Der Stallgeruch ist den vielen ausländischen Gästen und Referenten aber kaum bewusst. Denn hinter der Aktion stecken durchwegs Personen aus dem Scientology-Umfeld. ... Auch in Deutschland sind die jungen Scientologen aktiv. Dies bewog Antje Blumenthal, Mitglied des Deutschen Bundestages, eine Pressemitteilung zu veröffentlichen. Darin mahnt die Politikerin zur «grössten Vorsicht». Scientology stehe «nach wie vor im Visier der Verfassungsschützer». Blumenthal erklärt, die Aktion erscheine zunächst als überaus seriös, der gute Wille der Jugendlichen würde aber missbraucht. Ähnliche Aufrufe von Schweizer Politikern sind nicht bekannt. Bekannt ist allerdings, dass Scientology-Mitarbeiter unter Bedingungen arbeiten müssen, die oft nicht im Einklang mit unseren Grundrechten stehen.
Grosses Bangen in Wangen 17.02.2006 http://www.beobachter.ch Drei Gemeinden im Solothurner Mittelland leben bestens mit Sikhs, Hindus und Buddhisten. Nur Wangen bei Olten hat ein Problem mit Muslimen – wegen eines symbolischen Minaretts. ... Ausserdem gebe es, Religionsfreiheit hin oder her, einen gewichtigen Unterschied zwischen Christentum und Islam: Während Kirchenglocken bloss dazu dienten, die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen, verkünde der Muezzin missionarisch vom Minarett: «Gott ist grösser.» Ungleich diskreter haben wenige hundert Meter westwärts, ebenfalls in Sichtweite des Kühlturms des Atomkraftwerks Gösgen, die rund 500 in der Schweiz wohnhaften Sikhs ihr religiöses Zentrum errichtet. Zwischen einer Betonwarenfabrik und einer Maschinenbaufirma steht in Däniken ein unscheinbarer Flachbau. Nur eine Fahnenstange und die Wandaufschrift «Gurudwara Sahib – Sikh Gemeinde Schweiz» verraten, dass hier drin gebetet statt gekrampft wird – und die lange Reihe Gestelle, in die die Gläubigen ihre Schuhe stellen. «Say satnam (eine traditionelle Sikh-Gebetszeile vor dem Essen) and be happy», steht an der Tür. Ziemlich happy sind auch die Dorfbehörden mit den indischen Sikhs. «Sie laden mich fast jedes Wochenende ein; ich muss mich bemühen, Distanz zu wahren, und gehe nur zu grossen Festen», erzählt der freisinnige Däniker Gemeindepräsident Gery Meier. Sicher habe es Ängste gegeben, als die Pläne für einen Sikhtempel bekannt wurden. «Aber ich habe mich über die Religion informiert und bewusst mit den Initianten das Gespräch gesucht. ... Solches will in Wangen kaum jemand hören. Auf dem katholischen Friedhof wettert ein Mittsiebziger nach dem Besuch am Grab seiner Frau: «So weit kommts noch, dass die Islamisten aus halb Europa bei der Durchfahrt das Minarett sehen und dann hier zu Allah beten!» Und im Coop regen sich zwei Schweizerinnen zwischen Milchregal und Rollschinkli-Aktion darüber auf, dass im TKV die Frauen nichts zu sagen hätten. Tatsächlich gibt es dort, strenger als manchenorts in der Türkei, zwei strikt getrennte Gebetsräume für Männer und Frauen. Und die jüngsten Krawalle wegen der dänischen Mohammedkarikaturen bestärken die Wangner Minarettgegner noch in ihrer Haltung. «Wehret den Anfängen!», sagt SVP-Politiker Kissling. Doch ist das Baurecht ein taugliches Mittel, um ein unerwünschtes Minarett zu verhindern? «Wohl kaum», sagt Benno Mattarel, Anwalt des TKV. ...
"Einfach anfangen" - Migranten schaffen Arbeitsplätze im Nordosten 08.01.2006 http://www.mvregio.de Rostock/MVr Amarseet-Singh Malhotra ist in seiner Wahlheimat Rostock gut im Geschäft. 17 Arbeitsplätze hat er geschaffen. Der Besitzer des Bombay House in Rostock und zweier weiterer Restaurants in Warnemünde will noch weiter expandieren. Am Anfang, erzählt der 37-Jährige, habe er durchaus Fehler gemacht. Der gelernte Textilkaufmann, der seit 1989 in Deutschland lebt und 1992 in die Hansestadt kam, musste erkennen, dass Deutschland sehr bürokratisch ist. Inzwischen hat er sich daran gewöhnt. "Wenn man alles richtig macht, dann sind die Ämter auch zufrieden", sagt Malhotra. Zu Beginn waren vor allem die mangelnden Sprachkenntnisse ein Hindernis. "Es würde helfen, wenn Englisch auch Amtssprache wäre", findet der Unternehmer. Da könne Deutschland von der Schweiz lernen. ... Manchmal ärgert sich der Restaurantchef über die Unfreundlichkeit mancher Mitarbeiter. "Wir Inder sind viel gastfreundlicher", findet der Familienvater. "Viele Migranten aus den alten Bundesländern haben hier ihre Nische gefunden", hat der Projektleiter "Pro Qualifizierung" des Vereins "Dien Hong - Gemeinsam unter einem Dach", Hartmut Gutsche, beobachtet. ...
In der Heimat terrorisiert und gefoltert Amritpal Kaur kämpfte gegen die korrupte indische Polizei und musste ihre Familie verlassen 07.01.2006 http://www.cityinfonetz.de ... Im vergangenen Jahr wurde Amritpal Kaur am Knie operiert. Die indische Polizei habe es ihr „kaputt gemacht“, sagt sie. Viel geschlagen sei sie worden, an den langen Haaren aufgehängt, mit Holzknüppeln gefoltert, mit Pistolen bedroht. Immer wieder. Ihre Familie gehört zu den Sikhs. Friedliches Zusammenleben mit Hindus, Christen und Moslems, gemeinsamer Glaube an einen Gott, Gleichberechtigung aller, Menschenrechte und Liebe predigte Guru Nanak, der die Religion im 15. Jahrhundert gründete. Doch in Indien, so erzählt Kaur, herrschte stets Unterdrückung, immer gab es Krieg: mit den Mugal, mit England, mit Pakistan. ... Seit der Staatentrennung 1947 müssen die Sikhs nach Hindu-Recht leben. Ihre eigenen Rechte wurden von der Regierung immer weiter abgegraben – wie das Wasser eines großen Flusses im Pandschab, dem Heimatland der Sikhs, das ausschließlich der restlichen Bevölkerung zugesprochen wurde. Viele Sikhs versuchten, „um ihre Rechte mit Worten zu kämpfen“, so Kaur. Sie demonstrierten, kamen ins Gefängnis. „Der Terror gegen sie ging los“, sagt die 34-Jährige. 1984 hatten sich viele Sikhs im Goldenen Tempel, ihrem Heiligtum, versammelt, auch Frauen und Kinder. Auf Veranlassung der Regierung Indira Gandhis habe das Militär dort ein großes Blutbad angerichtet. Etwa 5000 Sikhs seien gestorben. Vier Jahre später dasselbe. Amritpal Kaurs Tante wurde dabei getötet. ... In den Dörfern nahm die Polizei willkürlich junge Männer mit, weil sie ihnen unterstellte, Waffen zu besitzen und Terroristen zu sein. Die junge Frau wollte für die Menschenrechte kämpfen, war politisch aktiv, demonstrierte mit anderen jungen Leuten aus der Schule und trat 1988 in die All India Sikh Students Federation ein. Die Polizei hatte sie ihm Visier. Immer wieder sei sie mitgenommen worden. ... Viel Geld habe die Familie an die Polizei bezahlen müssen, erzählt die Schwester. Eines Tages sei ihr Bruder auf offener Straße von der Polizei in einen Jeep geworfen und mitgenommen worden, die Mutter konnte nichts tun. Seitdem hat Kaur nichts mehr von ihrem Bruder gehört. 2097 junge Männer verschwanden allein im Distrikt Amritsar auf diese Weise. ... Fortan kamen immer wieder Polizisten ins Haus der Familie, sperrten sie ein, schlugen sie, belästigten sie sexuell. Drei Monate lang, bis es so schlimm wurde, dass Amritpal Kaur mit ihrer Familie das Dorf verließ und in Neu-Delhi untertauchte. 1994 kehrten sie zurück. Weil Jaswant Singh Khalra, Sikh und Mitglied der Menschenrechtsorganisation, die Namen aller Verschwundenen sammelte und vor Gericht für sie alle kämpfen wollte. Er scheiterte, verschwand selbst. Und wurde, wie wahrscheinlich all die anderen, getötet. ... „Wenn ich zurück nach Indien gehe, tötet mich die Polizei“, sagt dagegen die 34-Jährige. Auch dem Dorfrat ihrer Heimat zufolge bestünde bei einer Rückkehr Gefahr für ihr Leben. ... Und „wenn mein Asylantrag akzeptiert wird, können auch meine Kinder kommen“, hofft Amritpal Kaur.
Im Langenthaler Gewerbegebiet Dennli entsteht ein traditioneller Tempel für die Sikhs in der Schweiz – bald wird er eröffnet http://www.espace.ch 31.12.2005 ... Gebetsstätten für Sikhs sind ausserhalb Indiens meist in umgebauten Fabrik- oder Gewerbehallen untergebracht. Nicht so in Langenthal: Hier entsteht ein von Grund auf traditionell gebauter Tempel. Dieser Bau ist einmalig für Europa – ein Augenschein. ... Eine Stange, an der die safrangelbe, dreieckige Sikhfahne aufgezogen wird, steht bereits neben dem Eingang. «Diese Fahne ist ein Zeichen für Souveränität und für die Sikhs sehr wichtig», sagt Singh. Verläuft alles nach Plan, soll die Gebetsstätte für Sikhs in den ersten Monaten 2006 eröffnet werden. ... «Im Eingangsbereich gibt es eine Ablage für die Schuhe sowie Lavabos, um sich die Hände zu waschen.» Je ein Aufenthaltsraum für Männer und Frauen, Toiletten und Duschen sowie eine riesige Küche mit Essraum komplettieren den ebenerdigen Bereich. «Der Essraum ist ein wichtiger Teil eines Gurdwara», betont er. Alle Gäste – ob Sikhs oder Nicht-Sikhs – würden gratis verköstigt. Im ersten Stock befindet sich der 150 Quadratmeter grosse Gebets- und Meditationsraum, der für rund 300 Menschen berechnet wurde. Marmor und geschnitztes Holz aus Kaschmir werden nach Fertigstellung die Wände bedecken, ein dicker Teppich den Boden bekleiden. Bequem müsse es sein, sagt Singh, denn in einem Gurdwara sitze man auf dem Boden. Erst nach der Fertigstellung wird an einer Seitenwand ein mit reichen Schnitzereien ausgestattetes Gestell installiert, auf dem das 1430-seitige Buch «Guru Granth Sahib» aufgelegt wird, das wichtige spirituelle Texte und Lehren der Sikhs enthält. ... 1995 als politischer Flüchtling aus dem Punjab in Nordindien in die Schweiz gekommen, trat er dem Verein bei, der sich für den Bau eines Gurdwara in der Schweiz stark machte. Dort lernte er den Landsmann Ranjit Masuta kennen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb. Seither sind sie ein Power-Team in Sachen Gurdwara. «Wir verstehen uns als Brüder», sagt Singh. Masuta, seit zwei Jahren Schweizer Bürger, Geschäftsmann mit eigener Telekommunikationsfirma in Zürich und Besitzer des ehemaligen Hotels Brünneli in Langenthal, sorgt für die nötigen Finanzen, Singh bringt seine organisatorischen Qualitäten ein. Rund 1,5 Millionen Franken kostet der spendenfinanzierte Bau. ... Ein Langenthaler Notar habe vorgeschlagen, eine Stiftung zu gründen. Die Idee überzeugte. Singh: «Der Besitz der Stiftung gehört nicht einer Einzelperson, sondern der Gemeinschaft.» Im Jahr 2000 wurde die Sikh-Stiftung Langenthal gegründet, der heute das Gurdwara gehört. ... «Das Projekt wurde nicht lächerlich gemacht. Vielmehr wurde die Frage aufgeworfen, warum es gerade in Langenthal gebaut wird.» ... «Ich denke aber, weil es in der Gewerbezone steht, stört es nicht gross», meint Costa. Warum denn gerade in Langenthal? Das habe geschichtliche Gründe, sagt Singh. Seit längerem träfen sich die Sikhs zu Festen und jeweils am Sonntag in einer ehemaligen Fabrik in der Nähe von Langenthal. Langenthal sei zudem sehr zentral gelegen und gut erreichbar. «Es ist wichtig für uns, einen Ort zu haben, der uns gehört, wo wir mit unseren Traditionen verbunden sein können.» Wichtig für sie sei, in Frieden kochen, sitzen und Musik hören zu können. Ein Gurdwara vermittle ein Stück Heimat und sei der Ort, wo man lerne, ein gotterfülltes Leben zu führen. ...
Turbane auf Führerschein-Fotos in Frankreich erlaubt http://www.n24.de 05.12.2005 Sikhs in Frankreich dürfen auf Führerschein-Fotos ihren Turban tragen. Das entschied das Oberste Verwaltungsgericht am Montag in Paris. Die Richter hoben damit eine Regelung des Innenministeriums aus dem Jahr 1999 auf, auf dessen Basis die Behörden der Region Val d'Oise einem Sikh die Ausstellung eines Führerscheins verweigert hatten. Der Kläger Shingara Mann Singh hatte dafür ein Foto abgeben, auf dem er einen Turban trug. Die Verwaltungsrichter erklärten, dass Führerscheine nicht Angelegenheit des Innenministeriums seien. Aus den Verordnungen des zuständigen Verkehrsministeriums lasse sich jedoch nicht ableiten, dass auf Führerschein-Fotos der Kopf unbedeckt sein müsse. Für Personalausweise gilt die Entscheidung nicht. ...
EU treibt indische Bauern in den Ruin http://www.taz.de/pt/2005/11/21/a0101.nf/text.ges,1 21.11.2005 Pro Kuh und Tag bekommen die Bauern in den Industriestaaten drei Dollar an Subvention - während viele Inder nur einen Dollar zum Überleben haben. Die indischen Bauern wollen sich gegen das Dumping bei Agrarimporten wehren. ... Die indische Landwirtschaft beschäftigt 600 Millionen Menschen und erwirtschaftet rund ein Drittel des Bruttosozialprodukts. Agrarfabriken sind selten. Die Bauernhöfe ernähren vor allem ihre Eigner, meist eine Großfamilie. Hunderte von Kleinbauern nahmen sich das Leben, weil sie in einen Kreislauf von Missernten, fallenden Erzeugerpreisen und Verschuldung geraten waren. Schuld ist oft der Import subventionierter Nahrungsmittel, wie Agrarexperte Devinder Sharma an einem Beispiel erläutert: "Vor einigen Jahren kam ein Schiff mit dänischem Milchpulver an. Obwohl Milch hier sehr billig ist, war das dänische Milchpulver trotzdem mit 1.400 US-Dollar pro Tonne noch preiswerter - dank der europäischen Exportsubvention von 1.000 Dollar pro Tonne. Das billige Zeug wurde in der Provinz Punjab vermarktet. Dort fielen schlagartig die Preise und zwangen viele Bauern, die Milchwirtschaft aufzugeben. Unter einer einzigen Importlieferung hatten Tausende von Familien zu leiden." ...
400TH ANNIVERSARY OF INSTALLATION OF THE SRI GURU GRANTH SAHIB PRIME MINISTER’S INAUGURAL ADDRESS http://pib.nic.in/release/release.asp?relid=13019 30.10.2005 The Guru Granth Sahib has contributed immensely to our composite culture in the past four centuries, said the Prime Minister, Dr. Manmohan Singh. Inaugurating an international seminar on “the Guru Granth Sahib and its context” here today, Dr. Singh said, “it is even today a collection of what we would now call very progressive teachings, aimed at creating an ideal world.” Elaborating on it further, the Prime Minister said, “This ideal world would be a world without borders, free from the pernicious divisions of caste and status, one where differences of religion and language are rendered irrelevant. The teachings of the Guru Granth Sahib seek to harmonize the world as we know it. These teachings synthesize the essential wisdom of all religions and earlier mystic saints, and the ancient traditional cultural and civilizational ethos of the Indian people. In doing so, it sets out a powerful and appealing message of gender equality, concern for women and concern for our natural environment. It defines a moral compass for humanity to follow, but without adopting an imperative approach. Most of all, it sets out an agenda for social equity that is most relevant for our society today.” ... The following is the text of the Prime Minister’s address on the occasion: ... I also welcome the release today of a translation of the Guru Granth Sahib into German. This work, by Dr Jarnail Singh, who is unfortunately unable to be with us today, is a labour of love. I am also happy that as a result of initiative taken by the Sadan, Dr. Swami Veda Bharati has translated selected hymns from the Guru Granth Sahib into English and their translation into Spanish has also been done through the munificence of Swamiji. ... The impact of its teachings has been so profound that it has influenced language, literature, art and of course the history of much of this subcontinent in a relatively brief period of time. ... To begin with, therefore, the Guru Granth Sahib brought these different voices together in one place. While compiling the sayings of the sacred Gurus before him, Guru Arjun Dev had a plethora of material, as well as the obvious editorial freedom, to select and reject. Guru Arjun Devji collated the sayings of those who shared the broad and all encompassing spiritual outlook of Guru Nanak, such as Baba Farid, Kabir, Jaidev, Namdev, Ravidas, and several others. This illustrates his all-inclusive approach. The ideals of monotheism, rational enquiry what we call today as scientific temper, brotherhood of humankind, egalitarianism, concern for women—all of these are recurrent themes in the teachings of these saints, and in the Guru Granth Sahib. ... Although this sacred text is embedded in the historical context in which the sayings were compiled, it is even today a collection of what we would now call very progressive teachings, aimed at creating an ideal universal man. ... These teachings synthesize the essential wisdom of all religions and earlier mystic saints, and the ancient traditional cultural and civilizational ethos of the Indian people. In doing so, it sets out a powerful and appealing message of gender equality, concern for the uplift of women and concern for our natural environment. It defines a moral compass for humanity to follow, but without adopting an imperative approach. Most of all, it sets out an agenda for social equity that is most relevant for our society even today. ...
Internationales Jugendfestival für Menschenrechte auf Schloss Camelot in England http://openpr.de/news/58887.html 31.08.2005 ... Als deutsche Repräsentantin für „Jugend für Menschenrechte“ kehrte Nora Rogge jetzt von dem europäischen Kunstfestival für „Jugend für Menschenrechte“ auf Schloss Camelot in England zurück. Die Eröffnungsansprache der Veranstaltung hielt das englische Parlamentsmitglied für Nord Cornwall, Daniel Rogerson. In seiner Rede wandte er sich an jugendliche Delegierte aus 15 Ländern mit unterschiedlichstem ethnischen und religiösen Hintergrund. Angesichts der Terroranschläge am 7. Juli in London vertraten alle Teilnehmer des Festivals eine eindeutige Position gegen Hass, Gewalt und Terror: Der Frieden kann nur durch gegenseitiges Verständnis, Mitgefühl und Zusammenarbeit gesichert werden. ... Das Festival wurde gemeinsam von „Youth for Human Rights International“ und der Church of Scientology organisiert und von der Association of British Muslims, den UNITED SIKHS und dem World Assembly of Muslim Youth unterstützt. ... Eine 8-köpfige Sikh-Delegation, unter ihnen auch vier junge Künstler, wurde von dem Menschenrechtler und Leiter der UNITED SIKH, Mejindarpal Kaur, angeführt, der erklärte: „Wir haben oft beobachten können, dass Menschenrechtsverletzungen Schlagzeilen machten. Doch dann ist es in der Regel schon zu spät. Wir müssen das Bewusstsein unserer Jugendlichen früh schärfen und ihnen die Werkzeuge der Menschenrechtserklärung schon in jungen Jahren in die Hand legen. Dieses Festival muss sich daher zu einer wiederkehrenden jährlichen internationalen Veranstaltung entwickeln, um Kindern und Jugendlichen zu helfen rund um den Globus die Menschenrechte zu erlernen und zu verteidigen.“ Mansimram Singh, 12 Jahre alt und aus London, sprach über Menschenrechtsverletzungen in Panjab, Indien, und sagte: `diese Missbräuche haben großen Einfluss auf die Psyche von Kindern und führen dazu, dass sie ihr Leben lang Opfer dieser vergangenen Menschenrechtsverletzungen bleiben.´ Jagdeep Kaur, ebenfalls 12 Jahre alt, aus Derby (England) informierte die Anwesenden über typische Menschenrechtsverletzungen auf den Straßen Afrikas. „Ich möchte, dass die Menschen in meiner Gemeinde wissen, was außerhalb ihrer Stadt geschieht.“ ... Delegierte kamen aus Deutschland, Frankreich, dem Kongo, Kenia, Holland, Österreich, Ungarn, Israel, Italien, Schweden, der Schweiz, aus England und den USA. ... Die Initiative „Jugend für Menschenrechte“ existiert in Deutschland mit Gruppen in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München. Für mehr Informationen: www.youthforhumanrights.org
Indien: Keine Gerechtigkeit für Opfer der Sikh-Pogrome http://www.diepresse.com 13.08.2005 Auch der jüngste Untersuchungsbericht nennt die Schuldigen des Massakers nicht beim Namen. DELHI. Sie gehören zu den dunkelsten Episoden der indischen Zeitgeschichte: Die dreitägigen Sikh-Pogrome vom November 1984, die kurz nach der Ermordung von Regierungschefin Indira Gandhi durch ihre Sikh-Leibwächter begannen. Allein in Delhi wurden damals 2753 Menschen getötet. Die Polizei schaute zu, die Kongress-Regierung, der Indira Gandhi vorgestanden hatte, blieb stumm. Es war ein offenes Geheimnis, dass die Rädelsführer Mitglieder der Kongress-Partei waren. Doch keine der zahlreichen Kommissionen, die später die Vorfälle untersuchten, nannte die Schuldigen beim Namen. Der Druck der Partei war zu groß. So setzten die Sikhs große Hoffnungen in die jüngste Untersuchungskommission, die von der nun abgewählten Hindu-nationalistischen BJP-Regierung eingesetzt worden war. Wütend und enttäuscht reagierten die Sikhs, als der Bericht in dieser Woche im Parlament präsentiert wurde. Denn der damalige Premier Rajiv Gandhi und sein Innenminister Narasimha Rao werden darin rein gewaschen, die Polizei kollektiv für den Zusammenbruch von Recht und Ordnung verantwortlich gemacht, ohne dass einzelne Personen dafür belangt würden. ... Statt den schweren Verdacht gegen die Politiker ernst zunehmen, verteidigte die Regierung diese mit dem Argument, eine "Wahrscheinlichkeit" genüge nicht für eine Klage. ...
Von Scharfschützen umzingelt - Falscher Terror-Alarm in NY www.n-tv.de/560145.html Dienstag, 26. Juli 2005 New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hat sich offiziell bei fünf Touristen entschuldigt, die wegen ihres asiatischen Aussehens Verdacht erregt und Terroralarm ausgelöst hatten. Die fünf britischen Sikhs waren bei einer Stadtrundfahrt durch Manhattan von schwer bewaffneten Polizisten festgenommen, in Handschellen gelegt und gezwungen worden, sich auf die Straße zu knien. ... "Diese Leute stellten in keiner Weise eine Gefahr dar", sagte der Bürgermeister. So ein Vorfall sei "eine Schande", und er bitte im Namen der Stadt um Verzeihung. Die rund 60 Touristen in dem roten Doppeldecker-Bus waren von Scharfschützen umzingelt worden und mussten mit erhobenen Händen auf die Straße gehen. "Die Leute hatten furchtbare Angst", sagte eine Kanadierin.
Großbritannien - Nach den Anschlägen ist vor den Anschlägen http://www.faz.net 20. Juli 2005 ... Doch ein Bild vom kulturellen Nebeneinander der Menschen kann man sich wie je in Southall machen, einem westlichen Vorort Londons in der Nähe von Heathrow Airport. Die zwanzig Minuten lange Zugfahrt von Paddington nach Southall kostet 3,50 Pfund, es ist das billigste Ticket nach Indien, das man kaufen kann. Southall ist, als hätte jemand ein kleines Stück vom indischen Subkontinent abgebrochen und nach England hinübergeworfen. Schon der Bahnhof ist nicht nur auf englisch, sondern auch auf punjabi ausgeschildert. Ein paar Meter weiter im "Glassy Junction Pub" kann man seinen Pint auch mit Rupees bezahlen, auf der Southall High Street reihen sich die Auslagen der Sari-Geschäfte an Juweliere, in deren Schaufenstern Geschmeide aus purem Gold funkeln. Unter dem chinesischen Dach des "Himalaja-Filmpalasts" werden Bollywood-Schnulzen in Endlosschleifen gezeigt, überall locken Zuckerbäcker mit fritierten Lutschstangen in knalloranger Farbe. ... Auf den zwei Hauptstraßen, der High Street und der South Road, drängen sich zur Mittagszeit Menschen aller Hautfarben - mit Ausnahme der weißen. Männer in Turbanen beherrschen das Straßenbild, die bunten Shalwars, wie die Hosenanzüge mit Tunika und Seidenschal genannt werden, und die Saris der Frauen leuchten in der Menge. Mehr als siebzig Prozent der Bewohner Southalls stammen vom indischen Subkontinent, oft in zweiter oder dritter Generation. Etwa die Hälfte davon sind Sikhs aus dem nordwestindischen Punjab. Ungefähr ein Drittel sind Muslime aus Pakistan und Bangladesh sowie aus Afghanistan. Der Rest setzt sich aus Hindus und den Angehörigen anderer Religionen zusammen. Zunehmend lassen sich auch Muslime aus dem ostafrikanischen Somalia dort nieder. ... Mittlerweile steht dort der größte Sikh-Tempel außerhalb Indiens. Mit sechstausend Quadratmetern und einer glänzend goldenen Zwiebelkuppel ist er eine Mischung aus moderner Betanlage und dem Goldenen Tempel von Amritsar. ... Nicht immer ging es in Southall so friedlich zu, wie Mr. Sura es beschreibt. 1979 kam es dort zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen der rechtsextremen British National Party (BNP) und der Anti Nazi League, ein Mann wurde dabei getötet. ... "Gestern hatten wir auch in Southall Bombenalarm. Das Problem ist, daß wir unseren Kindern nicht beibringen, zu lieben und zu vergeben. Statt Liebe lernen sie Haß. Das ist die Verantwortung der Eltern." ... "Ich habe Angst, daß der Anschlag einen Keil zwischen die Religionen in unserer Gemeinschaft treibt", erklärt Mrs. Kahn. Ihre beste Freundin sei Sikh und habe schon erfahren müssen, daß sich das Mißtrauen der Engländer heute gegen alle Menschen aus Vorderasien richte, ob sie Muslime seien oder nicht. ... Es gefällt ihm in England, doch der Terror weckte Erinnerungen. "Ich habe Kabul verlassen, um dem Krieg und der Gewalt zu entkommen. Jetzt geht hier auf einmal das gleiche los."
HATE CRIMES DATABASE FOR UK SIKHS www.sikh-secretariat.com 11. Juli 2005 Following the tragic events of Thursday 7 July in London and the growing reports of hate crimes against Sikhs it is important for the community to have basic information on the level, type and location of these crimes. This information will help Sikhs lobby the authorities to take appropriate actions as they appear to be currently failing the Sikh community. A hate crime is when someone attacks another person verbally, via mail or email, or perhaps physically, and the crime is driven by the attacker's prejudice against a particular group of people. While more hate crime is verbal than physical, that does not mean it's not serious, or very upsetting for the person being harassed. What should you do if it happens to you or someone you know? Don't retaliate: you could risk violence or make the situation worse. Do tell someone about it: hate crime is inexcusable and should be dealt with as soon as possible. If you're at school or college, tell a teacher or staff member what has happened and they'll help you sort it out and help you decide whether you want to inform the police. In any situation, it's your right to go to the police, report a crime and have it investigated. If you're scared to go to the police there are hundreds of third-party reporting sites. These places are community centres, other public places including some Gurdwaras where you can discuss your situation with a person trained to fill in a crime form to notify the police. You can even notify the police of a non-urgent crime over the internet. Many Sikhs are not on email therefore feel free to report second hand on any hate crimes that you become aware of in your locality. Please visit: http://www.sikh-secretariat.com/sikh_incident_form.htm to fill in a simple incident form. The information provided will be treated in the strictest confidence. Note: The Sikh Secretariat has been asked to co-ordinate collation of the information so it can be used for the benefit of the Sikh community in getting the authorities to take this issue much more seriously. Sikh Secretariat
WSC-AR Condemns London Bombings www.worldsikhcouncil.org July 10, 2005 The World Sikh Council - America Region (WSC-AR), on behalf of the US Sikh community, strongly condemns the recent heinous bombings in London. We are shocked and grieved at this human tragedy. We pray for the persons who died and those wounded in the bombings. We honor and salute the brave rescue personnel who put their own lives at risk to save the survivors. ... The British Government has shown some restraint in not stereotyping any minority community with collective guilt. We appreciate these sentiments of the government. A few unfortunate incidents of harassment and attacks on British places of worship have been reported in the media. We condemn any and all such stereotyping and incidents of hate and prejudice. Two Sikh Gurdwaras (places of worship) in Britain, one in Erith and the other in Leeds, are reported to have been attacked. In addition, a Sikh bus driver in Copenhagen, Denmark was attacked with baseball bats. The assailants are reported to have shouted "London" as they beat the Sikh. The Danish Ministry of Foreign Affairs has condemned the attack. Attacks on mosques in Britain have also been reported. "We call upon the British Government and the European Union to work swiftly to protect religious minorities and their places of worship from hate crimes and attacks," added Dr. Tarunjit Singh. Traditionally Sikh men wear a turban and sport a beard as an article of their faith. Because Osama Bin Laden wears a turban and has a beard, some people may associate him with the Sikh community. Any association between Sikhs and Osama Bin Laden or his associates is completely incorrect, and against Britain's commitment of freedom and justice for all. ...
"Viele zeigen mit Fingern auf uns" http://www.diepresse.com 09.07.2005 ... In Moslem-Vierteln liegen die Nerven flach. Die Angst vor Racheakten geht um. ... Die Terroranschläge vom Donnerstag Morgen haben nämlich auch die Moslems im Vereinigten Königreich erschüttert. Viele sind verängstigt, so wie Mahmut Parvez: "Innerhalb 24 Stunden hat sich die Welt verändert", sagt der Besitzer eines Geschäfts für Textilwaren. "Und zwar nicht bloß äußerlich, sondern auch in mir selbst." Parvez kann die Mörder, die in London Bomben legten und Dutzende Menschen auf dem Gewissen haben, nicht begreifen - so wenig, wie er damals die Attentäter von New York verstand. ... Weder von den misstrauischen Blicken der weißen Briten noch von der Polizei - auch wenn diese nun vermehrt Kontrollen an Moslems durchführt. Abdul Mukith, Schüler an der islamischen Jamiati Ummah-Schule, hat damit Erfahrung. Dreimal wurde der junge Mann seit Donnerstag angehalten, um sich auszuweisen. Wohl nicht zuletzt wegen seines langen islamischen Gewandes und der Gebetsmütze. Mukith wirkt verschüchtert: "Viele zeigen mit Fingern auf uns." ... Bari organisierte nach dem Freitagsgebet einen Friedensmarsch von hunderten Menschen aus Whitechapel und Umgebung, angeführt von Vertretern der Muslime, Christen, Hindus und Sikhs. Ihre Botschaft: Wir sind eine multikulturelle Gemeinschaft, kein Gewaltakt kann uns trennen. ...
Indische Melodien, fette Beats: "Bhangra Brothers" http://www.dsl-magazin.de 6. Juli 2005 ... Klingt außergewöhnlich, ist außergewöhnlich - denn die beiden Musiker Manmander Singh Kahi und Gurinder Singh Bewas verbinden indische Musik mit HipHop-Beats. Die CD "Soni Mutear" steht ebenso in den Startlöchern wie der Titelsong zum Kinofilm "Kampfansage - Der letzte Schüler", zu dem die "Bhangra Brothers" den Titelsong lieferten. ... Das Duo der "Bhangra Brothers" besteht aus den beiden Musikern Manmander Singh Kahi und Gurinder Singh Bewas. Im Juli dieses Jahres wird die Band ihre zwölf Songs umfassende CD "Soni Mutear" veröffentlichen. Einige Labels haben auf die "Brothers" bereits ein Auge geworfen; ab September ist eine große Promotour geplant, nebst einigen Live-Gigs in ganz Deutschland. ... Manmander Singh Kahi wurde am 20. Februar 1982 in der afghanischen Hauptstadt Kabul geboren. Die Eltern, ursprünglich indischer Abstammung, flohen 1990 wegen des Bürgerkriegs in Afghanistan nach Deutschland, wo Manmander Groß- und Außenhandels-Kaufmann lernte. 1999 legte er erstmals als "DJ Sikhsta" auf; Ende 2002 fing er an, indische Veranstaltungen in Raum Stuttgart/Heilbronn zu organisieren. Motto: "Black & Indian Beatz". Durch Zufall wurde DJ Sikhsta auf einer Veranstaltung in Heidelberg entdeckt und sofort ins Konzept mit Panjabi MC einbezogen - und ab dieser Zeit begann er, besagten Welthit "Mundea To Bach Ke" auf den größten Show-Bühnen Europas zu präsentieren. Auch Gurinder Singh Bewas alias "Rowa" wurde in Kabul geboren, und zwar am 29. September 1972 - und auch seine Eltern, ebenfalls indischer Herkunft, haben in Afghanistan gelebt. Im Januar 1990 floh Gurinder wegen des Bürgerkriegs nach Deutschland; nach diversen Tätigkeiten arbeitet er heute als freier Journalist. ... Manmander und Gurinder - Cousins übrigens - hoben ihr musikalisches Projekt vor zwei Jahren aus der Taufe, um indische Club-Beats in die westliche Medienwelt zu tragen. Der Turban als optisches Merkmal des Sikhismus gehört traditionsgemäß dazu - und mit ihren westindischen Party-Vibes aus Punjab haben sie sich, auch als Bestandteil der "modernen Black Music", bereits einen Namen machen können. Ost trifft West trifft HipHop und R&B-Beats trifft Punjabi-Rap und indische Vocals. ...
Indische Hockey-U-21 tankt WM-Kraft in Schweinfurt http://www.swex.de Schweinfurt (24.6.2005). Wenn am 29. Juni die Hockey-WM des U 21-Nachwuchses startet, dann gehen die Inder als Favorit an den Start. Der Titelverteidiger bereitet sich noch einschließlich dieses Wochenende in Schweinfurt auf die Weltmeisterschaft vor.
Und das auf Vermittlung des Schweinfurter Chirurgen Dr. Yoginder Singh. Der lebt seit 1973 in der Kugellagerstadt, spielte früher selbst Hockey, hat beste Beziehungen zum Verband und das Team eingeladen. ... 45 Grad Celsius herrschen momentan in Indien vor. Da präsentiert sich Schweinfurt eher als Kühlschrank …
Gleiche Rechte, schlechtere Chancen Britische Arbeitgeber zwischen Toleranz und Diskriminierung http://www.nzz.ch 1. Juni 2005 Grossbritannien zeigt gegenüber Einwanderern eine Laisser-faire-Politik. Man erwartet von den ethnischen Minoritäten und Immigranten keine Assimilation. Die Regierung versucht aber, der anhaltenden Diskriminierung am Arbeitsmarkt entgegenzuwirken. Angesichts des wachsenden Anteils der Ausländer kann man sich eine Verschwendung ihres beruflichen Potenzials einfach nicht mehr leisten. ... Viele Wähler mit liberalen Instinkten fühlten sich abgeschreckt; insbesondere höhere Einkommens- und Bildungsschichten schätzen die Annehmlichkeiten der Immigration durchaus, nämlich in Form bezahlbarer Putzfrauen, Kindermädchen, Handwerker und von Servicepersonal. ... Seit die Wahlen vorbei sind, ist das Thema Immigration ebenso plötzlich wieder aus den Schlagzeilen verschwunden, wie es zuvor hineingedrängt worden war. Nach ihrer dritten Wahlniederlage in Folge haben die konservativen Tories keinen Anlass mehr, fremdenfeindliche Gefühle zu schüren, zumal sie dabei bei den Arbeitgebern eher Unwillen ernten. ... Exemplarisch mag die Londoner Stadtpolizei sei. Die Metropolitan Police will, dass die Polizeikräfte aussehen wie die Gemeinden; ist eine bestimmte Gruppe unterrepräsentiert, wird gezielt rekrutiert. Die Uniformen der Polizisten können übrigens auf Wunsch angepasst werden: Indische Sikhs und muslimische Männer können im Dienst ihren jeweiligen Turban tragen; dieser ist im Design eine Variante der ursprünglichen Polizeihelme. Muslimische Frauen können einen Metropolitan-Police-Hijaab wählen. Das Beispiel der Metropolitan Police ist willkürlich, zeigt aber eine Mentalität, die ganz anders ist als in Frankreich. Ein striktes Kopftuchverbot wäre auf der Insel nicht denkbar. In Grossbritannien herrscht gegenüber den unterschiedlichen Ausländergruppen tendenziell eine Laisser-faire-Mentalität. Eine Assimilation wird nicht verlangt, jeder lebt nach seiner Façon. Allerdings hat der Vorsitzende der Kommission für die Gleichbehandlung der Minderheiten (Commission for Racial Equality, CRE), Trevor Philipps, jüngst vor einer allzu grossen Gleichgültigkeit gewarnt und mehr Integration gefordert - nicht über eine Anpassung der Kleider oder die äusserliche Erscheinung, aber über gemeinsame Werte und Loyalitäten. Die reine Koexistenz, das Konzept der Multikulturalität, so Philips, sei nicht mehr angemessen. Es leiste einer Segregation Vorschub, wie sie in den USA normal, in Grossbritannien aber nicht gewünscht sei, so der Vorsitzende der Gleichstellungskommission CRE. ... Auffällig bleibt auf jeden Fall, dass an den Kassen der Supermärkte kaum weisse Briten sitzen, während im Finanzdistrikt Canary Wharf viele Weisse und einige Asiaten zu sehen sind, jedoch nur sehr wenige Schwarze. ... In Städten wie Birmingham und Leicester werden die weissen Briten in wenigen Jahren nicht mehr die Mehrheit stellen, sondern in die Minderheit geraten. Bis jetzt aber ist die Beschäftigungsquote unter den ethnischen Minoritäten deutlich tiefer. Zwischen 1999 und 2009 steigt der Anteil der ethnischen Minderheiten an der Arbeitsbevölkerung von 6,7% auf 8%. Gemäss einer Untersuchung ist jedoch bei 40 grossen Firmen aus dem Börsenindex FTSE nur 1% der Positionen im höheren Management von Angehörigen ethnischer Minderheiten besetzt. ...
BREMER URTEIL - Referendarin darf Kopftuch im Unterricht tragen http://www.spiegel.de 20. Mai 2005 Eine angehende muslimische Lehrerin in Bremen will auch während des Unterrichts ihr Kopftuch tragen - ausgerechnet im Fach Biblische Geschichte. Das Land muss die junge Türkin als Referendarin zulassen, entschied das Verwaltungsgericht. Bremen - ... Eine angehende muslimische Grundschullehrerin hatte Religionskunde und Deutsch an der Bremer Universität studiert und sich nach dem ersten Staatsexamen um die Aufnahme in das Referendariat für die Fächer Deutsch und Biblische Geschichte beworben. Weil sie aber ihr Kopftuch im Unterricht nicht ablegen wollte, lehnte die Behörde für Bildung und Wissenschaft ihren Antrag ab. Zumindest vorerst muss das Land die Muslimin doch zum Vorbereitungsdienst für das Lehramt - den zweiten Teil der Lehrerausbildung - zulassen. Das hat das Verwaltungsgericht der Hansestadt per Eilverfahren in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss entschieden. Nach Auffassung der Richter gibt es für einen Ausschluss der Lehrerin türkischer Herkunft vom Referendariat keine gesetzliche Grundlage. Das Gericht berief sich auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2003 zum Kopftuchstreit. Zwar sei es Sache des Landesgesetzgebers, das zulässige Maß an religiösen Bezügen in der Schule neu zu bestimmen. Solange es aber an einer solchen Neubestimmung fehle, könne man es einer Referendariats-Bewerberin mit Kopftuch nicht verwehren, ihre Ausbildung abzuschließen. ... Die Bremer SPD hatte im vergangenen Jahr sämtlichen Religionssymbolen eine Absage erteilt. Dazu zählt auch das generelle Verbot des Kopftuchs - gegen den Willen von Bürgermeister Henning Scherf (SPD). Ausnahmen sollen aber möglich sein. Kopftuch nein, Kreuz und Kippa ja? Die CDU dagegen will Symbole wie das christliche Kreuz und die jüdische Kippa zulassen und forderte kürzlich beim Landesparteitag, zugleich muslimischen Lehrerinnen das Tragen von Kopftüchern zu untersagen - ein juristisch heikler Schlingerkurs, den auch andere unionsregierte Bundesländer bereits zu steuern versuchen. Die CDU begründete ihren einstimmigen Beschluss damit, dass das Kopftuch ein eindeutig politisches Symbol sei und für eine Rechts- und Werteordnung werbe, die dem demokratischen Verfassungsstaat den Kampf angesagt habe. ... Referendarinnen aber konnten ihre Ausbildung bisher überall beenden - auch in Baden-Württemberg ... Hessen beispielsweise hat ein sehr weitreichendes Gesetz, das allen Beamtinnen - nicht nur an Schulen - das Tragen des Kopftuches im Dienst untersagt. Referendarinnen sind davon allerdings ausgenommen. ....
Gandhi und Singh - ein erfolgreiches Team http://www.nzz.ch 14.05.2005 Die Bilanz von Premierminister Singh ein Jahr nach seiner Machtübernahme in Indien kann sich sehen lassen. Selbstverständlich ist dies keineswegs. Ebenso wie niemand den Sieg der Kongresspartei bei den Parlamentswahlen im letzten Mai erwartet hatte, konnte sich nach dem Machtwechsel kaum jemand vorstellen, dass sich unter Manmohan Singh viel bewegen würde. ... Singh hatte sich als Finanzminister Anfang der neunziger Jahre zwar einen ausgezeichneten Ruf als Reformer erworben. Doch traute man dem zurückhaltenden und bescheidenen Ökonomen, der weder in der Partei noch im Wahlvolk eine starke Basis hatte, nicht zu, sich im harten politischen Alltag durchzusetzen. ... Doch Singh hat alle Auguren Lügen gestraft. Nach einem Jahr sitzt er fester im Sattel denn je. Dies ist zum einen seinem Fleiss und seinem Beharrungsvermögen zu verdanken, zum anderen Sonia Gandhi. Singh und Gandhi haben sich als unerwartet gutes Team erwiesen, mit einer klaren Arbeitsteilung. Er führt die Regierung und konzentriert sich auf die grossen Linien der Politik; sie kümmert sich um die Partei, die Koalitionspartner und die Basis. ... Während die aussenpolitischen Erfolge der Regierung unumstritten sind, ist die wirtschaftspolitische Bilanz durchzogen. Der überzeugte Reformer Singh hat zwar versucht, die Liberalisierung und Öffnung der indischen Wirtschaft fortzusetzen. Das Reformtempo hat sich aber deutlich verlangsamt. ... Das Urteil der indischen Medien ist dieser Tage denn auch einhellig wohlwollend. So schreibt «The Hindu», Singh sei weder von der Opposition noch von der eigenen Partei ernst genommen worden. Diese Schwäche habe sich als Stärke erwiesen. Der Regierungschef habe unauffällig und effizient gearbeitet, anstatt den üblichen Personenkult zu betreiben.
"Gewalt kann letztes Mittel sein" http://www.taz.de 26.04.2005 Die britische Band Asian Dub Foundation gilt als Sprachrohr der zweiten Einwanderergeneration. Ein Gespräch über den Zusammenhang von Musik und Militanz, das gesellschaftliche Klima in England sowie die Gefahr des Fundamentalismus. ...
Asian Dub Foundation existieren jetzt seit mehr als zehn Jahren. Hat sich die Situation für indischstämmige Künstler in England seitdem verbessert?
Ja. Aber nicht, weil jemand so nett war, die Tür zu öffnen: Wir mussten das erzwingen. Heute sind sich die Leute bewusst, dass es verschiedene Sorten asiatischer Musik und auch Künstler gibt. Aber es war ein harter Kampf. ...
Hat sich das gesellschaftliche Klima für Immigranten insgesamt verbessert?
Grundsätzlich gesprochen, ja: Die Dinge sind besser geworden. Aber wenn man sich anschaut, was vor vier Jahren in Bradford passiert ist: Das war wie in einer Zeitmaschine. Die Einwanderer dort sind von den gleichen ökonomischen Entwicklungen betroffen wie die Weißen in der Region, aber sie werden zu Sündenböcken gestempelt.
Als Immigrant hörst du noch immer den gleichen Müll: Erst vor kurzem hat Michael Howard von den Tories im Parlament seine neuen Quotenvorschläge für Asylsuchende vorgestellt, die nach Großbritannien kommen wollen. Wenn man die gleichen Maßstäbe an seine Familie angelegt hätte, wäre er niemals reingekommen, denn er entstammt ursprünglich einer rumänisch-jüdischen Familie, die einst Asyl suchend nach Großbritannien kam. Heute ist er Chef der Tories.
Wir betrachten Immigration als etwas Positives: frische Ideen, frisches Blut. Aber seit dem 11. 9. hat es manchmal den Anschein, als seien "Immigrant" und "Terrorist" austauschbare Begriffe geworden. ...
Keine Religion ist jenseits der Kritik. Aber diese Auseinandersetzung findet doch längst statt, nur wollen die meisten Leute davon gar nichts wissen. Ich bin Hindu von Herkunft, aber sehe das Kastensystem und die Haltung, die viele Hindus gegenüber Muslimen an den Tag legen, sehr kritisch. Ich habe darüber schon viele Diskussionen geführt. Gleichzeitig würde ich einem Weißen, der mir sagt, wie schlecht der Hinduismus ist, sagen: Ich denke nicht, dass du qualifiziert bist, darüber zu urteilen. Es wäre schön, wenn wir alle an einem Tisch sitzen und eine solche Debatte führen könnten. Aber ich glaube nicht, dass wir schon an dem Punkt sind, frei und offen zu debattieren.
Was kann man sonst tun?
Indem man ein Beispiel setzt: In unserer Band sind wir, religiös und ethnisch gesprochen, völlig gemischt: Wir haben Sikhs in unseren Reihen, ich bin Hindu, und unser Rapper ist Muslim. Es gibt natürlich Leute, die davon überrascht sind. Aber wir haben unsere Hand stets in alle Richtungen ausgestreckt. Das ist unsere wirkliche Macht.
Sie propagieren in Ihren Songs politischen Widerstand. Gibt es Ihrer Meinung nach legitime Gewalt?
Ja, manchmal schon: Manchmal ist Terrorismus für Menschen, die sonst kein Gehör finden, der letzte Weg, sich zu artikulieren.
Wir haben mit "Powerlines" einen Song über einen Indianerstamm in Brasilien geschrieben, der in Verhandlungen mit der regionalen Regierung stand, um ein Ende der Waldrodungen in ihrem Gebiet zu erreichen. Die Regierung wollte dort Strommasten errichten, und die Indianer haben dagegen protestiert, letztlich aber ohne Erfolg. Als letztes Mittel haben sie dann begonnen, diese Strommasten abzufackeln. ...
Drei Sikhs dürfen in Frankreich nicht mehr zur Schule gehen http://de.news.yahoo.com Dienstag 19. April 2005, 16:29 Uhr Melun (AFP) - Drei Schüler aus der Religionsgemeinschaft der Sikhs dürfen wegen ihrer Kopfbedeckung in Frankreich keine öffentliche Schule mehr besuchen. Wie die Justizbehörden am Dienstag in Melun bei Paris mitteilten, wurde ein Antrag der Schüler mit der Begründung abgelehnt, dass sie gegen das Verbot zum Tragen auffälliger religiöser Zeichen verstoßen hätten. Die 15 bis 18 Jahre alten Jungen weigern sich seit vergangenem Herbst, im Unterricht Teile ihres typischen Sikh-Turbans abzulegen. An Frankreichs öffentlichen Schulen gilt seit Beginn des laufenden Schuljahres im vergangenen September ein Verbot auffälliger religiöser Zeichen im Unterricht. Das Verbot war vom Parlament beschlossen worden, um Spannungen zwischen den Religionsgemeinschaften vorzubeugen und dem in Frankreich geltenden Prinzip der Trennung von Staat und Kirche Geltung zu schaffen. Durch die Teile des Turbans seien die Kläger "unmittelbar" als Sikh zu erkennen, urteilten die Richter. Damit verstießen sie gegen das Gesetz vom 15. März 2004. Die drei Schüler ersetzen den Schulbesuch seit November durch Fernunterricht. ...
Indien-Pakistan: "Friedensprozess ist unumkehrbar" Die Presse 19.04.2005 Der Besuch Präsident Musharrafs in Delhi bringt Annäherung zweier Erzfeinde. NEU DELHI. Während in Ostasien die Spannungen zuletzt bedenklich zugenommen haben, zeichnet sich in Südasien eine Ära der Entspannung am Horizont ab. Nach der indisch-chinesischen Annäherung in der Vorwoche scheint jetzt auch eine indisch-pakistanische Annäherung durchaus realistisch. Der Friedensprozess zwischen den beiden früheren Erzfeinden, die mehrere Kriege gegeneinander geführt haben, sei "unumkehrbar", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die der indische Premierminister Manmohan Singh und der pakistanische Präsident Pervez Musharraf am Montag in Neu Delhi veröffentlichten. ...
China-Indien: Zwei Giganten wollen Partner werden Die Presse 14.04.2005 Die beiden bevölkerungsreichsten Länder haben offiziell so gute Beziehungen wie noch nie. Dabei ist bei weitem noch nicht alles bilaterale Konfliktpotenzial ausgeräumt. ... Indiens Premierminister Manmohan Singh meinte gar, beide Länder könnten gemeinsam eine neue Weltordnung aufbauen. Wen regte während seines Besuchs zudem an, das indische Softwarepotenzial mit dem chinesischen Hardwarepotenzial zu verbinden, sodass beide Länder im IT-Sektor "die Führungsposition in der Welt" übernehmen könnten. Die Regierungschefs wollen den bilateralen Handel von 13,6 Milliarden Dollar (2004) bis 2008 auf 20 Milliarden Dollar ausweiten und wirtschaftlich umfassend zusammenarbeiten. Dabei geht es um Kooperationsprojekte in den Bereichen Luftfahrt, Finanzen, Wissenschaft und Technik sowie Tourismus und Erziehung. ...
Mit Dschilbab in die Schule Frankfurter Allgemeine Zeitung Freitag, 04.03.2005 ... Trotz der Schuluniform erlauben die multikulturellen britischen Schulen nahezu alle das Kopftuch, die jüdische Kippa, den Turban der Sikhs und das christliche Kreuz. ... In Großbritannien kleiden sich die ethnischen Minderheiten wesentlich selbstbewußter in ihren traditionellen Gewändern als in Deutschland. In London gibt es arabische Frauen, die in der Abaya und in voller Maske vor dem Gesicht einkaufen gehen. Es gibt kaum eine staatliche Schule, die nicht von muslimischen Schülerinnen mit Kopftuch besucht wird, und in zahlreichen Schulen unterrichten Lehrerinnen mit Kopftuch oder der strengeren Magnae. Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß in Unternehmen, Banken und Behörden Mitarbeiterinnen mit Kopftuch, Sikhs mit Turban und Juden mit Kippa tätig sind. Während Sikhs berichten, daß ihre Väter in den fünfziger Jahren noch gezwungen wurden, den Turban abzulegen und ihr Haar zu schneiden, tragen heute die Söhne ihre Turbane mit Stolz. Sogar immer mehr Sikh-Frauen tragen den straff gebundenen schwarzen Turban ihrer Religion am Arbeitsplatz. Auch in der Deutschen Botschaft in London wird man mitunter am Visa-Schalter von einer jungen Frau mit Kopftuch bedient. ...
Amu www.zdf.de 11.02.2005 "Amu" erzählt die Geschichte der 20-jährigen Kaju, die nach langer Zeit zurück nach Indien zu ihren Wurzeln reist. Als Adoptivkind in Amerika aufgewachsen, kennt sie das Land ihrer Herkunft nur als Touristin. ... Doch Kajus Erinnerung versagt auch an jenem Ort, wo sie angeblich die ersten Jahre ihres Lebens verbracht haben soll. Ein kleines Dorf in der Nähe der Hauptstadt, das sie mit skeptischer Neugierde durchstreift, ohne aber ihrer Kindheit auf die Spur zu kommen. Später aber, in den Slums von Delhi, brechen sie ein, die schemenhaften Versatzstücke einer Erinnerung. ... Schließlich offenbaren sich Zusammenhänge ihrer Adoption mit dem Massaker gegen die Sikhs im Jahre 1984. Mit jedem Tag ihrer bedingungslosen Recherche schreibt sie ihre Geschichte neu. "I don't want to know. But I can't help it" resümiert Kaju ihre familiären Ausgrabungen, die erst durch die genaue und ehrliche Berichterstattung der Mutter ein Ende finden. ... Über die Protagonistin Kaju gelingt es der Regisseurin Shonali Bose, sich den offenen Fragen rund um die Aufstände gegen die Sikhs zu stellen. Kurz angerissene Dialoge lassen die Ausmaße der politischen Unruhen erahnen, lassen vermuten, inwiefern Regierung und Polizei selber aktiv beteiligt waren. ... Der Film dokumentiert vor dem Hintergrund seiner Hauptdarstellerin und ihrer Suche nach ihrer verlorenen Zeit auf eindrucksvolle Art und Weise die staatlich tolerierten Gewaltakte gegen die Sikhs. Dazu fand Shonali Bose erschreckend poetische Bilder mit sinnliche Kraft und Stärke. ... Amu, Indien, 2004 Regie: Shonali Bose 98 Minuten Darsteller: Konkona Sensharma, Brinda Karat, Ankur Khanna, Yashpal Sharma
Gedenken an die Opfer von Gretzenbach und Südasien azonline.ch - Baden, Switzerland Freitag, 01.02.2005 In Erinnerung an die Opfer der Flutkatastrophe und des Unglücks in Gretzenbach organisierte die Sikh-Stiftung Schweiz einen Gottesdienst. Menschen unterschiedlichster Religionen beteten gemeinsam. Bilder, die man selten sieht. Der Sikh Tempel in Lotzwil liegt gut versteckt im indischen Restaurant Ashoka. Hier fand ein interreligiöser Gottesdienst statt, veranstaltet von der Sikh Stiftung Schweiz. Karan Singh, der Gastgeber, begrüsste die Gäste am Eingang und legte jedem persönlich eine Kopfbedeckung um. Die Schuhe mussten vor dem Tempelraum, von den Sikh Gurudwara genannt, deponiert werden. Der Raum war mit weissem Stoff ausgelegt worden. Die Sikh-Stiftung rief gemeinsam mit den anderen Veranstaltern die Besucher zur Solidarität mit den Flutopfern von Südostasien und den Opfern von Gretzenbach auf. ... Die Bilder, die sich an diesem Nachmittag zeigten, sind nicht alltäglich. Der Sikh Karan Singh und Pfarrer Ernst Sieber zeigten ihren Respekt und ihre Sympathie für einander. ...
Opfer in Südindien lehnen Fleischkost ab Der Standard - Vienna, Austria Freitag, 14.02.2005 "Eine ganze Armee von Sikhs aus Punjab ist hierher gekommen, um den betroffenen Menschen zu helfen", sagte die Leiterin der Hilfseinsätze im südindischen ...
Australische Religionsgemeinschaften bilden "Allianz gegen Abtreibung" Adventistischer Pressedienst - Germany Freitag, 04.02.2005 Die Religionsgemeinschaften Australiens haben sich in einer historischen Allianz gegen Abtreibung zusammengetan. Hochrangige Vertreter aller christlichen Kirchen sowie führende Geistliche der Buddhisten, Muslime, Juden und Sikhs richteten am 31. Januar einen 16 Punkte umfassenden Fragenkatalog an die Regierung. Es sei das erste Mal, dass alle Religionen des Landes gemeinsam gegen die Abtreibung Stellung beziehen und sich gleichzeitig für Verbesserungen für Mütter und ihre Kleinkinder einsetzen, hiess es dazu in Canberra. ... Mit geschätzten 70.000 bis 100.000 Abbrüchen pro Jahr habe Australien eine der höchsten Abtreibungsraten. Die Religionsvertreter verlangten in ihrem Fragenkatalog die Erstellung genauerer Abtreibungsstatistiken; gesetzliche Regelungen rund um die Spätabtreibung; sorgfältige und objektive Aufklärung für Frauen, die eine Abtreibung planen, einschliesslich der Darstellung physischer und psychologischer Risiken eines solchen Eingriffs; verbesserte Erziehungsprogramme über Schwangerschaft und Abtreibung sowie bessere Möglichkeiten der Unterstützung von Frauen mit unerwarteten Schwangerschaften.
48 Schulverweise nach Kopftuch-Verbot in Frankreich Der Standard - Vienna, Austria Freitag, 21.01.2005 Neben moslemischen Mädchen auch einige Sikhs betroffen - Bisher 639 Konflikte um das Tragen religiöser Zeichen. Marne-la-Vallee - Wegen des seit September geltenden Verbots von Kopftüchern und anderen auffälligen religiösen Zeichen sind in Frankreich 45 Mädchen und drei Jungen vom Unterricht an öffentlichen Schulen ausgeschlossen worden. Das gab der französische Bildungsminister Francois Fillon ... in einer Rede zum 100. Jahrestag der Trennung von Staat und Kirche in Frankreich bekannt. ... In den meisten Fällen sei dabei "eine Lösung durch den Dialog" gefunden worden. 45 moslemische Schülerinnen beharrten jedoch auf dem Tragen des Kopftuchs, drei Sikhs auf dem Tragen eines Turbans - und wurden daraufhin der Schule verwiesen. 60 Schülerinnen wechselten an Privatschulen. ... Es sollte das Prinzip des Laizismus untermauern, das seit 1905 gesetzlich festgeschrieben ist und den Staat zur Neutralität in religiösen Fragen verpflichtet.
Der Mann mit Turban und Bart azonline.ch - Baden, Switzerland 12.12.2004 Karnail Singh ist der Sekretär der Sikh Gemeinde und lebt seit 15 Jahren in der Schweiz. «Osama bin Laden, Osama bin Laden», hätten ihm Nachbarskinder schon nachgerufen. Karnail Singh hat die Verwechslung gelassen genommen, sich aber trotzdem bei den Eltern vorgestellt. Man habe zusammen Tee getrunken und er habe ihnen von seiner Religion und seinem Leben erzählt, meint er mit einem milden Lächeln. «Jetzt, no problem, no problem.» Karnail Singh ist Sikh und stammt aus Indien. Die Sikh-Religion ist mit 23 Millionen eine der kleineren Weltreligionen und zählt in der Schweiz zu den kleinsten Religionsgemeinschaften .... Karnail Singh ist Sikh und stammt aus Indien. ... Die schwarzen Stoffbahnen seines mächtigen Turbans sind kunstvoll um sein Haupt gewunden. Haare sind keine zu sehen, dafür umso mehr Bart. Grauweiss fliesst er aus Singhs Gesicht. Ein Reif umschliesst das Handgelenk des Bärtigen. Das stählerne Stück erinnert seinen Träger an die Verpflichtung zur Wahrheit und ist neben den ungeschnittenen Haaren, die meist unter einem Turban verborgen sind, das für Aussenstehende deutlichste Merkmal eines Sikhs. ... Eine knappe Antwort hat er auch bezüglich seines Lebens bereit: «Ich wurde 1948 in Pakistan geboren and arbeitete 15 Jahr für die Indian Navy, 1989 I came to Switzerland». Erst nach vielen Fragen und Kurzantworten ergibt sich langsam ein Bild seiner Biographie. Karnail Singh ist in einer Bauernfamilie aufgewachsen, die zehn Büffel und vier Hektaren Land besass. Das Grundstück lag auf einem Gebiet, das später Indien zugesprochen wurde. Nach der Schule ist er der indischen Marine beigetreten, da ihm diese gute Perspektiven bot. In der Folge nahm er an zwei Kriegen gegen Pakistan teil. Zu Beginn der Achtzigerjahre verstärkte sich der schwelende Konflikt zwischen den Sikhs und der Regierung. In der Provinz Punjab herrschte ein bürgerkriegsähnlicher Zustand, da die Sikhs einen eigenen Staat beanspruchten, der ihnen vor der Anwesenheit der Briten noch zustand. Mit ein Grund, warum Karnail Singh die Armee nach 15 Jahren Dienst verliess und nach Dubai ging, um auf einem Ölfeld zu arbeiten. Drei Jahre später kehrte er zurück. Allerdings hatte sich der Konflikt in der Zwischenzeit zugespitzt und wenige Monate nach seiner Rückkehr im Jahr 1984 liess Indira Gandhi den Goldenen Tempel in Armistar, das Heiligtum der Sikhs, stürmen. Tausende emigrierten in den folgenden Jahren ins Ausland, Karnail Singh kam in die Schweiz. Nachdem er als Asylant anerkannt worden war, arbeitete er in einem Krankenheim als Hilfspfleger. Auch diese Arbeit «was good job» und angesprochen auf seine Aufgaben meint er, es sei kein Problem für ihn gewesen, den alten Leuten die Windeln zu wechseln. Schliesslich würde er das für seine Eltern auch tun. ... Seine Religion lehrt ihn Demut aber auch ständiges Streben nach Höherem. ...
Macht durch Katastrophen http://www.welt.de Samstag, 25. Dezember 2004 Indira Gandhi und ihr gnadenloser Einsatz von Soldaten 1975 gegen die Sikhs sind in der Region noch in Erinnerung. Kumaratungas ...
Fauja Singh in Indien http://www.leichtathletik.de Samstag, 25. Dezember 2004 Der populäre britische Lauf-Oldie Fauja Singh hat am Donnerstag einen Marathon in seinem Geburtsland Indien absolviert. Der 93-jährige meinte nach dem Rennen in Punjab: “Für mich ist ein Traum wahr geworden.”
"Turban sicher kein Ausschließungsgrund" Der Standard - Vienna, Austria 06.12.2004 Integrationsstadträtin Sonja Wehsely im derStandard.at- Interview über Anti-Diskriminierung, Diversität, Integration und die "sanfte Öffnung" des Gemeindebaus ... Turban und Kopftuch dürfen kein Grund für Ungleichbehandlung sein - die Staatsbürgerschaft aber schon: Sonja Wehsely, die Wiener Integrations-Stadträtin im ... derStandard.at: Anfang September ist das Wiener Antidiskriminierungsgesetz in Kraft getreten – damit ist Diskriminierung nun in allen Bereichen der Stadt Wien strafbar. Was fällt dabei alles unter Diskriminierung? Sonja Wehsely: Wir haben mit dem Antidiskriminierungsgesetz und den Dienstrechtsnovellen die Richtlinien der EU nicht nur voll umgesetzt, sondern auch erweitert – neben der "Rasse" werden auch die Bereiche ethnische Herkunft, Religion, Weltanschauung, Alter, sexuelle Orientierung berücksichtigt. Das ist auch gegenüber der Bundesebene ein Fortschritt – dort wurde ja nur die Mindestvariante umgesetzt. Wenn einem Antidiskriminierung wirklich am Herzen liegt, reicht das nicht aus. ... derStandard.at: Bei den Wiener Linien wurde 2003 ein Sikh nicht eingestellt, da das Tragen eines Turbans mit den Kleidungsvorschriften nicht vereinbar war. Derartiges könnte in Zukunft also gerichtlich verfolgt werden. Wehsely: Das war eher eine akademische Diskussion: Zum einen wurden die Kleidungsvorschriften bei den Wiener Linien inzwischen geändert – das Kapperl ist abgeschafft, das Problem stellt sich also nicht mehr. Zum anderen ging es auch darum, dass dieser konkrete Kollege der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig war. Aber zukünftig ist die Frage des Turbans sicher kein Ausschließungsgrund. derStandard.at: Auch Kleiderordnungen, die Kopftuch verbietet, wäre demnach diskriminierend und damit nun strafbar? Wehsely: Ja, das gilt für Kopftuch wie Turban wie sonstige Kleidungsstücke. Ausnahmen gibt es nur, wenn die Sicherheitsvorschriften dagegen sprechen. Bei der Feuerwehr muss beispielsweise ein Helm getragen werden, da geht die Sicherheit natürlich vor. ...
Briten not amused über die »Causa Kopftuch« Neues Deutschland - Germany 22.12.2004 ... der CSU-Parteitag die «deutsche Leitkultur» propagierte ... Stoiber «Nein zu islamischen Kopftüchern!» ausrief, winkte sein Innenminister Beckstein in Köln deren Trägerinnen zu. Nirgendwo sonst in Europa wäre derlei Heuchelei und Schizophrenie denkbar. ... Vieles davon wirkt vor dem Hintergrund gleichberechtigten Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen anderswo in Europa nicht nur provinziell, sondern auch menschenrechtswidrig. So schüttelt man in Großbritannien irritiert den Kopf über hiesige Debatten und Verbote. Dort tragen nicht nur muslimische Beamtinnen oder Diplomatinnen selbstverständlich auch im Dienst ein Kopftuch, falls sie es wünschen. Auch die Londoner Polizei hat ein zur Uniform passendes Kopftuch designen lassen, nachdem zuvor schon der Turban für Sikh-Polizisten erlaubt wurde. ...
Indiens Premier Singh bekennt sich zum Friedensprozeß in Kaschmir Die Welt - Germany 17.11.2004 Srinagar - Bei einem Besuch in Kaschmir hat sich der indische Ministerpräsident Manmohan Singh zur Fortsetzung des Friedensprozesses bekannt. ...
Konkrete Träume in Beton taz - Germany 13.11.2004 ... muss zum einen ein Ersatz her für Lahore, der ehemaligen Hauptstadt Pandschabs, zum anderen werden nach den blutigen Unruhen 7,5 Millionen Sikhs und Hindus ...
Auch Mini-Turban ist verboten SonntagsBlick - Switzerland 06.11.2004 Erstmals sind jetzt auch Sikhs vom Unterricht suspendiert worden. Die drei Schüler eines Gymnasiums in Bobigny weigerten sich, auf ihren Turban zu verzichten. ...
Französische Schule schließt Sikhs wegen Turban aus Yahoo! Nachrichten - Germany 06.11.2004 ... Sie argumentierte, dass ihre Religion es den männlichen Sikhs verbiete, die Haare zu schneiden; der zum Verdecken des Haupthaares genutzte Turban sei für ...
Französische Schule schließt drei Sikhs wegen Turbanen aus Yahoo! Nachrichten - Germany 06.11.2004 ... Jasvir Singh und zwei ältere Mitschüler, die seit dem Schulbeginn im September ihre Turbane nicht abnehmen wollten, durften seither nicht am Unterricht ...
Französische Schule schließt Sikh wegen Turban aus Yahoo! Nachrichten - Germany 05.11.2004 ... Die aus Indien stammende Glaubensgemeinschaft der Sikhs hatte um eine Ausnahme von dem Verbot gebeten. Sie argumentierte, dass ihre ...
Französisches Gericht bestätigt Schulverweis gegen drei Sikhs islamische portal - Germany 25.10.2004 Das Verwaltungsgericht im Pariser Vorort Cergy-Pointoise bestätigt den Verweis von drei jungen Sikhs von einem Gymnasium in Bobigny. ...
KOPFTUCHVERBOT IN FRANKREICH Schülerinnen vom Unterricht ... Spiegel Online - national,Germany 21.10.2004 ... ihr Kopftuch abzulegen. Unterdessen klagen Sikhs gegen die brisante Vorschrift, die auch Turbane erfasst. Erstmals seit Inkrafttreten ...
Sikhs klagen gegen Kopftuchverbot Kurier - Austria 19.10.2004 Paris- Die Religionsgemeinschaft der Sikhs beantragte vor einem Pariser Verwaltungsgericht eine Eilentscheidung im Fall von drei Sikhs, die in einer Schule im ...
Turbaned students not allowed entry into French schools, says Sikh body http://www.tribuneindia.com/2004/20040905/punjab1.htm#1 Patiala, September 04 Jangveer Singh Tribune News Service Patiala, September 4 Despite claims by the Indian government that it had received assurances from its French counterpart that Sikh students would be allowed to wear turbans to school, turbaned youths were either not allowed to enter schools or were made to sit in segregated classrooms after the start of the new academic session on September 2. Mr Gurdial Singh, who is the president of the International Sikh Human Rights Organisation, while talking to TNS from Bibany, a suburb of Paris, said his son Jasvir Singh was not allowed entry into the Louis Michhele School in Bibany on Thursday. He said as he had gone to the school with his son on the first day of the new session, he had demanded to see the Principal. “We were allowed to meet the Principal, who expressed his helplessness in allowing my son to enter the school premises with his turban”. He said he had reminded the Principal that the French Interior Minister and other officials had given assurances to the Sikh community that their children would be allowed into schools with their headgear but it had no effect on him. “The Principal sympathised with me but said he had not received any order to exclude Sikh children from the new law”. Gurdial Singh said he had taken up the issue with local schools’ secretary, who had asked him to wait for a few days for the matter to be sorted out. Meanwhile, reports said that while in some schools Sikh students were denied entry, in others they were allowed to enter the premises but seated in separate classrooms away from their classmates. “They were told that they would get the necessary introductory books separately,” said Shingara Singh Mann of the Franco Sikhs Organisation headquartered in Paris. Mr Mann, while talking to TNS, said there was also confusion as to what kind of headgear would be allowed. “We have heard from some sources that the ‘patka’ will be allowed but not the turban. This will create problems for senior boys,” he said. Mr Mann said some schoolchildren were also told that they would be admitted in different schools. “I feel the French government wants to demoralise us as uprooting a child from his class in a particular school will not only affect his performance but will also have an adverse psychological impact on him,” he said. Mr Mann said he and other Sikhs had approached government functionaries, asking that the exact rules applicable to Sikh students be given in writing but the same was not forthcoming. ... Meanwhile, the Sikh Nation Organisation, headed by Dr Manjit Singh Randhawa, has appealed to Sikh organisations to hold protests outside French embassies around the world. Dr Randhawa, who has also raised the issue with the UNO as well as the Sikh high priests recently, said Sikhs were being forced to take up the issue at the global level with the French Government being unable to decide on the matter despite negotiations since January when the new law banning religious headgear was introduced in the French parliament.
Nur keine Provokation http://www.tagesspiegel.de 03.09.2004 Frankreichs erster Schultag steht im Schatten der Entführungen im Irak – das Kopftuchverbot wirkt aber Von Sabine Heimgärtner, Paris Zum ersten Mal „oben ohne“: Mit Beginn des neuen Schuljahres ist in Frankreich an diesem Donnerstag das landesweite Kopftuchverbot an staatlichen Schulen in Kraft getreten. Die meisten muslimischen Schülerinnen passierten die Schultore ohne den Schleier oder zogen es vor, das nicht verbotene Stirnband zu tragen, das die Haare nicht vollständig bedeckt. Nur in vereinzelten Fällen weigerten sich Schülerinnen, die Kopftücher abzunehmen. ... Das Gesetz, das das Tragen auffälliger religiöser Symbole verbietet – darunter auch die jüdische Kippa, übergroße christliche Kreuze oder die bei den Sikhs üblichen Turbane – wurde am 15. März mit großer Mehrheit in der französischen Nationalversammlung verabschiedet. ... Rashida, eine 17-jährige Gymnasiastin im Pariser Außenbezirk Bobigny, spricht aus, was die meisten ihrer muslimischen Mitschülerinnen denken: „Wir sind in einer bedauerlichen Lage, weil unsere Verschleierung von vielen Mitbürgern offenbar als Provokation, im schlimmsten Fall sogar als Zugehörigkeit zu einer Terroristengruppe interpretiert wird. Wir werden alle ‘in einen Sack geworfen’“. In Frankreichs Schulleitungen und Bildungsbehörden ist man sich noch keineswegs darüber im Klaren, wie das Kopftuch-Verbot überhaupt durchgesetzt werden soll. Verunsicherung herrscht aber auch bei den Lehrern. ...
Kopftuchverbot: Keinerlei Probleme an den französischen Schulen http://www.nachrichten.at Freitag, 3. September 2004 - 08:49 ... Seit gestern sind auffällige religiöse Symbole, ob Kopftuch, übergroßes Kreuz, Kippa oder Turban, aus den staatlichen französischen Schulen verbannt. Wer darauf dennoch nicht verzichten will, riskiert den Schulausschluss. Das will Samira genauso wenig erleben wie die schiefen Blicke vieler Mitschüler, "die mich wegen meines Kopftuchs in einen Sack mit den irakischen Entführern stecken würden". ... Manche Schülerinnen islamischen Glaubens tauschten gestern das Kopftuch mit dem Stirnband, das als modisches Accessoire problemlos durchgeht. Andere testeten mit einem "Piratentuch" á la Berlusconi aus, wie weit die Toleranz der Lehrer geht. ...
India asks France to allow Sikhs to wear turbans http://story.news.yahoo.com Wed Sep 1,10:37 AM ET AMRITSAR, India (Reuters) - India has urged France to allow Sikhs living in that country to wear their traditional headgear at state schools as it is intrinsic to their faith, Prime Minister Manmohan Singh said on Wednesday. The French parliament passed a law in March to ban conspicuous religious symbols from its state school system despite appeals and protests against it by minority religious groups including the Sikhs. Singh, who took over as India's first Sikh prime minister in May, said he had sent a special envoy to Paris last week to meet President Jacques Chirac. "I asked him to ... impress upon President Chirac the significance of the turban to the Sikh faith," Singh told a rally of tens of thousands of Sikhs in the northern Indian city of Amritsar, home to the Golden Temple, the holiest shrine of the faith. Singh's comments came in response to an appeal from a Sikh leader who asked New Delhi to help get the ban revoked. "I am happy to say that when the envoy came back he informed me that President Chirac listened to him very carefully and I am confident that some concrete results will emerge," Singh said. ... More than 5,000 Sikhs live in the Paris region. Devout Sikh men do not cut their hair and always wear a turban as a symbol of their faith. They believe that this demonstrates their obedience to god.
Sikh constable is star of show http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/west_midlands/3618056.stm Last Updated: Wednesday, 1 September, 2004, 16:16 GMT 17:16 UK By Maurice Blisson, BBC News Online, West Midlands Police Constable Harvinder Singh Rai admits he has twin loyalties - the West Midlands Police Service and the Sikh religion. He says he has no trouble reconciling the two, and loves both. Pc Rai is featured in a new BBC documentary - Sikhs and the City - which will be broadcast on BBC1 on Thursday 2 September at 2330 BST. The 33-year-old has served with the West Midlands force since joining as a probationer 10 years ago. Early prayers The TV documentary, which looks at a number of Sikhs working in the UK, focuses on Pc Rai as he attends early morning prayers in Wolverhampton. I am fiercely loyal to West Midlands Police but I am equally at home with my faith It also follows him as he goes to work on a routine shift. ... "They are in perfect harmony. Unless I've totally misunderstood the basics of Sikhism - in which case, I'm in deep trouble." The married officer has two children, a boy of 10 and a girl aged nine, and lives in the Walsall area of the West Midlands. 'Some uncertainty' He says there are over 100 Sikhs serving in the 8,500-strong West Midlands force, but only a couple of dozen who always - like him - wear a turban. He spoke to BBC News Online about the attitude of his colleagues in the police, adding he had not met any prejudice. "Initially there is some uncertainty," he said. "People are unsure about the right way to approach the subject, which is only natural. "But I find most of my colleagues very interested in the Sikh faith." He says he has not met any prejudice on the streets, either. "Many people know and accept me," he said. "I've been quite well received. I have been very fortunate in that way." ... He has been active in police-public relations in the past, most notably when he co-ordinated a seminar on forced marriages last year. ...
Swiss army knife made for Sikhs http://news.bbc.co.uk/2/hi/business/3618258.stm Last Updated: Wednesday, 1 September, 2004, 14:35 GMT 15:35 UK Devout Sikhs are required to carry a traditional knife or kirpan Swiss army knife maker Victorinox has launched a series of Sikh religious knives or 'kirpans' in India. The knives have been released for sale to mark the 400th anniversary of the Sikh holy book. ... Made in two sizes, they will sell for up to 3,400 rupees ($73; £41), some 34 times the price of some local versions. These retail at between 100 and 600 rupees and are sold outside Sikh temples or gurdwaras. By contrast, Victorinox's kirpans will be sold in about 450 shops around the country. Detailed design Available in either 3.6 or 7.2 inches, the single-edged knives will be sold with a case and a belt to be worn over the shoulder. As first revealed by BBC News Online in June last year, the Victorinox kirpans incorporate an ornate brass and enamel design. ...
Sikh millions gather for historic jubilee http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/3609182.stm 29 August, 2004, 02:10 GMT 03:10 UK By Asit Jolly Sikhs from all over the world have begun arriving in the holy city of Amritsar, northern India, to commemorate the 400th year of the Sikh holy book, the Guru Granth Sahib, on 1 September. The holiest Sikh shrine, the Golden Temple, will be the centre of celebrations that are expected to attract more than 4m visitors to Amritsar, in the northern state of Punjab. There is a distinct air of festivity in Amritsar's Old City, which surrounds the Golden Temple, also known as Harimandir Sahib - a site as sacred to Sikhs as Mecca is to Muslims. 1 September 2004 has a special significance for the Sikhs. It was on this day, exactly 400 years ago, that the Guru Granth Sahib - a textual compilation of the teachings of the Sikh Gurus - was brought to the Golden Temple by the fifth Sikh guru, Guru Arjan Dev. The Guru Granth Sahib is the source of spiritual guidance to all Sikhs. ...
Die wichtigsten Helfer: Von Todt bis Singh http://www.rundschau-online.de 29.08.2004 16:11 Uhr, aktualisiert 29.08.2004 16:17 Uhr Von Elmar Dreher Spa-Francorchamps - Mehr als 800 Ferrari-Angestellte haben ihren Teil zu Michael Schumachers siebtem Formel-1-Weltmeistertitel beigetragen - vom Teamchef Todt bis zur Putzfrau. ... Physiotherapeut Balbir Singh: Der gebürtige Inder betreut Schumacher seit neun Jahren am Rennwochenende praktisch rund um die Uhr. Singh bekocht und massiert den Piloten nicht nur, sondern ist auch sein ständiger Ansprechpartner und beruhigender Geist im Hintergrund. Schumacher spöttelte über die innige Beziehung einmal: «Mit Balbir verbringe ich fast mehr Zeit als mit meiner Frau.» ...
France assures India on turban issue http://www1.timesofindia.indiatimes.com/articleshow/828356.cms THURSDAY, AUGUST 26, 2004 03:56:14 PM NEW DELHI: France has assured India that the issue of ban on religious symbols in French public schools that includes turban worn by Sikh students would be sorted out in a manner responsive to the sensitivities of the Sikh community. The assurance was given when National Security Adviser J N Dixit raised the issue at the "highest levels" during his two-day visit to France from August 23, it was officially stated on Thursday. "An assurance was conveyed that the matter will be sorted out in a manner responsive to the sensitivities of the Sikh community," Government said. There are about 5,000 Sikhs in France. Sikhs in France have vehemently protested the government decision announced six months back under which Sikh students have been prohibited from wearing their traditional turban to public schools in that country. The French Government has contended that the law was not against any kind of religion, customs or traditions but meant to ensure that in the system prevailing there, religion is not allowed to interfere. It further argued that the law was against any religious sign in public schools that could create a climate of distrust.
India takes up 'turban ban' with France Friday, Aug 27, 2004 http://www.hindu.com/2004/08/27/stories/2004082706770400.htm NEW DELHI, AUG. 26. With the French school year due to start in September, India has urged France to reconsider its ban on the display of ``religious symbols'' by students — including the turban that Sikh pupils in that country, like their counterparts elsewhere in the world, wear. According to the Prime Minister's Office, the question of the ban was raised by the National Security Adviser, J.N. Dixit, ``at the highest levels of the French Government'' during his visit to Paris on August 23-24. According to the PMO, ``an assurance was conveyed (to Mr. Dixit) that the matter would be sorted out in a manner responsive to the sensitivities of the Sikh community.'' In February this year, Dominique de Villepin, the then Foreign Minister of France, gave a similar assurance to the Vajpayee Government during his visit here. However, French officials say it will be difficult to relax the rule — mandated by the country's tough ``Secularity law'' — for Sikh students without inviting similar demands from Muslim and Jewish pupils who will be prohibited from wearing the `hijab' and `yarmulke' from September onwards.
Indisches Vorspiel Trotz acht Olympiasiegen im Landhockey zählt in Indien mittlerweile nur noch Cricket 21. August 2004, 02:18 http://www.nzz.ch/2004/08/21/sp/page-article9SYNK.html Der Mann nennt sich Bill. Bill Singh. Kurz und bündig. Weil sich, wie er erklärt, seinen richtigen Name ohnehin keiner merken kann. Er habe nämlich mehrere, und mehrsilbig seien diese obendrein. «Viel zu kompliziert», sagt er und kichert wie ein Teenager. ... Bill Singh ist ein indischer Journalist. Und erweist sich als grosse Hilfe an diesem lauen Sommerabend im Olympia-Komplex auf dem alten Flughafen-Gelände von Hellinikon. ... Bill ist vergnügt und vom Erstaunen sowie den vielen Anfängerfragen seiner «Schülerin» zum indischen Team sichtlich amüsiert. Ausschweifend erklärt er beispielsweise, dass es für Sikhs eine Art Wettkampf-Turbane gebe, dass die Angehörigen besagter ethnischer und religiöser Volksgruppe ihre Haare allerdings auch zum Kringel knoten und mit einem Schutz bedecken könnten. Das Chignon auf dem Kopf dieser Spieler habe also nichts mit einem Hütchen zu tun. ... Nach der Aufnahme des Landhockeys ins olympische Programm 1908 waren die Inder jahrzehntelang dominant. Sie hatten durch die Briten das Spiel entdeckt und gewannen bisher achtmal Olympiagold. Dank Bills Namensvetter Balbir Singh - dem bisher besten Hockeyspieler aller Zeiten - sowie Dhyan Chan gelang sogar zweimal der Hattrick (1948, 1952 und 1956 sowie 1928, 1932 und 1936). ...
Amritsar bids for world heritage list Wednesday, 18 August, 2004, 18:11 GMT 19:11 UK http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/3577758.stm By Asit Jolly BBC correspondent in Chandigarh Sikhism's holiest shrine, the Golden Temple in Amritsar, is undergoing a UN survey that could lead to its listing as a world heritage site. Professor Eman ul-Haq is carrying out the survey for the UN's education and cultural organisation, Unesco. The survey comes as the temple in the north Indian state of Punjab prepares grand celebrations to observe the 400th anniversary of the Sikh Holy Book or Guru Granth Sahib. ... His formal report on historical, cultural and architectural factors will be the basis on which the International Council on Monuments and Sites and Unesco decide whether it makes the world heritage list.
Celebrations Both the Shiromani Gurudwara Prabandhak Committee - the Sikh committee that manages the affairs of the shrine - and the state government have promised to do everything possible to fulfil the requirements. Punjab chief minister, Amarinder Singh, on Wednesday met Professor ul-Haq in Amritsar to assure him of the government's full support. ...
4. Weltparlament der Religionen fand in Barcelona statt Montag, 09.08.2004 http://islam.de/?site=articles&archive=newsnational&article_number=2180 8.000 religiöse Aktivisten aus über 70 Ländern und fast allen Religionen treffen sich in Barcelona – 150 Mitglieder der United Religions Initiative (URI) waren dabei ... Ein letztes Highlight sei zum Schluss genannt: die Sikh-Gemeinschaft aus Birmingham ... war mit etwa 250 Menschen vor Ort präsent und lud alle Parlaments-Teilnehmer zweimal täglich zum Langar, zu einer kostenfreien Mahlzeit, ein. Ungefähr 3.000 Menschen folgten dieser Einladung mittags und abends und wurden in vollendeter Freundlichkeit und Gastfreundschaft in langen Sitzreihen, auf dem Boden sitzend, verpflegt. Neben den Essplätzen und der großen Küche waren im Zelt auch ein Guruduwara (Sikh Gebetsstäte) sowie eine Ausstellung zur Sikh-Religion untergebracht. ...
Punjabi becomes first Asian Sheriff in UK Jalandhar, August 4 2004 http://www.tribuneindia.com/2004/20040805/punjab1.htm#10 Tribune News Service It is yet another proud moment for Jalandhar as Mr Harjit Singh Gill of Dakoha village, near cantonment has become the first Asian of the UK to get appointed as the Sheriff of Gloucester city. Mr Gill (49) was working as a labour councillor for two wards in Barton and Tredworth, where he owns two post office businesses. The Labour Party nominated him as his name was formally proposed at the annual meeting of the Gloucester city council recently. Mr Gill became the first Asian mayor of Barton in 1999. In 2000, he was reappointed on the post. In April, 2003, he became the firstever Asian of Gloucester to have lunch with the Queen. ... A former professional hockey player in India, Mr Gill came here last in 1999 when he brought with him a police hockey team from the UK. ...
New Yorker Polizisten dürfen Turban tragen 02. August 04 http://www.news.de New York (dpa) - Zwei New Yorker Polizisten, die der Sikh-Religion angehören, dürfen künftig im Dienst einen Turban tragen. Wie die «New York Times» am Donnerstag berichtete, hatten die beiden Verkehrspolizisten zuvor ihren Job verloren, weil sie auf die traditionelle Kopfbedeckung nicht verzichten wollten. Nachdem Amric Singh Rathour und Jasjit Singh Jaggi die Stadt wegen religiöser Diskriminierung verklagt hatten, beugte sich die Polizei einem Gerichtsurteil und dem Druck der städtischen Bürgerrechtskommission.
NY Police Lift Turban Ban for Sikh Traffic Cop Thu Jul 29, 5:56 PM ET http://story.news.yahoo.com NEW YORK (Reuters) - A Sikh New York traffic officer forced to quit because of his turban will be reinstated and allowed to wear his religious headdress, police said on Thursday, in a victory for a group targeted since the Sept. 11 attacks. Jasjit Singh Jaggi filed suit with the New York City Commission on Human Rights in 2002 after being forced to quit for insisting on wearing his turban and a long beard. ... Jaggi said those restrictions would violate his religious beliefs. The commission said the police department had until Thursday to appeal its order to reinstate Jaggi and allow him to leave his beard long and wear his turban while working. A police spokesman said he would be reinstated. Sikhs living in and around New York have repeatedly been subject to hostility and violence by people embittered by the Sept. 11, 2001, attacks who confuse them with Islamic fundamentalists. "People see the beard and the turban and they think of Osama bin Laden (news - web sites) with his beard and turban," said Prabhjot Singh, director of New York's Sikh Coalition. In the most recent attack, a 54-year-old Sikh limousine driver and local spiritual leader was ridiculed and beaten unconscious in the New York borough of Queens on July 11. "It is my sincere hope that New York and America will associate my turban with what it is, a symbol of piety, respect, hope and courage," said Jaggi, 36, an Indian who arrived in New York in 1985. A second Sikh, Amric Singh Rathour, filed a federal suit against the New York police after being dismissed while still at the police academy for insisting on wearing his turban. ... "New York is meant to be the most diverse city in the country," Singh said. "For us even to have to fight this battle is somewhat absurd."
TOD IM PUNJAB 21.07.2004 14:15 Uhr http://www.ndrinfo.de/pages/news/1,2760,SPM48_CON04x07x21x14-15,00.html Neu Delhi: Die Nationale Menschenrechtskomission in Indien hat schwere Vorwürfe gegen die Polizei des Landes erhoben. Beamte sollen demnach in den 80er Jahren im Bundesstaat Punjab mehr als 700 Sikhs getötet haben. Die Opfer seien abgeholt worden und nie wieder nach Hause gekommen, heißt es in der Untersuchung. Seit 1981 hatten fundamentalistische Gruppen mehr als ein Jahrzehnt lang für einen unabhängigen Sikh-Staat in Punjab gekämpft. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Auch Separatisten in Kaschmir werfen indischen Sicherheitskräften vor, Unschuldige abzuführen und zu töten.
Indische Polizei tötete in den 80er 700 Sikhs APA 12:08 21.07.2004 http://www.nachrichten.at Neu Delhi (APA/dpa) - Die indische Polizei hat in den 80er Jahren nach neuen Angaben der Nationalen Menschenrechtskommission mehr als 700 unschuldige Sikhs im nordindischen Bundesstaat Punjab getötet. Die Opfer seien von der Polizei abgeholt worden und nie wieder nach Hause gekommen, heißt es nach einem Bericht des Nachrichtensenders NDTV vom Mittwoch in der Untersuchung. Von 1981 an kämpften radikale Gruppen mehr als ein Jahrzehnt lang für einen unabhängigen Sikh-Staat in Punjab. Der Aufstand wurde letztlich blutig niedergeschlagen. Im Jahr 1984 stürmten Soldaten den von militanten Sikhs besetzten Goldenen Tempel in Amritsar, das wichtigste Heiligtum der Sikhs. Indiens Ministerpräsidentin Indira Ghandi wurde wenig später von Sikh-Leibwächtern ermordet; bei anschließenden Ausschreitungen gegen Mitglieder der Religionsgemeinschaft kamen in Neu-Delhi rund 2.000 Menschen um. Heute leben etwa 19 Millionen Sikhs in Indien, knapp zwei Prozent der Bevölkerung. ... Als Zeichen der Heiligkeit lassen sie ihre Haare wachsen (Kesh) und stecken sie unter den Turban, das Markenzeichen der Sikh-Männer. In der indischen Armee dürfen sie den Turban statt der Soldaten-Mütze tragen, und von der Helmpflicht auf dem Motorrad sind sie befreit. ...
Angry Sikhs vow to enter Germany despite checks New Delhi, July 15 2004 http://www.hindustantimes.com/news Sikhs aspiring to migrate to Germany on Thursday reacted angrily to reports that their community members were being singled out for security checks in Munich but said that would not stop them from going to that country. Members of the community expressed shock and dismay at the reported profiling of Sikhs at Munich International Airport and the harassment of an octogenarian Sikh gentleman, who was asked to remove his turban to check for bombs. ... The German embassy was evasive, with spokesman Michael Reiffenstuel saying: "The embassy is aware of the incident and has informed the competent authorities in Germany, who are investigating the matter." ... In contrast to Satwinder Singh's display of anger, farmer Malkeet Singh pondered with a shrug: "If the defence minister of our country can be strip-searched in the US, can ordinary Indian citizens escape such insults elsewhere?" ... Malkeet Singh, who left a thriving restaurant business in Hamburg in Germany to take up farming in his native Gurdaspur in Punjab, was accompanying his elder brother to the embassy. He said there should be better understanding of religions, and more importantly tolerance for all communities. ...
UN takes up turban issue with French govt Amritsar, July 1 2004 http://www.tribuneindia.com/2004/20040702/punjab1.htm In a significant development, the United Nations has taken up the issue of banning turban by the Government of France, imposed on schoolchildren by enacting the school scarf ban law. The issue was reported to the United Nation by the Sikh Nation Organisation (SNO), led by Dr Manjit Singh Randhawa. ... Dr Randhawa while giving details of the case said the UN admitted the petition of the SNO under UN 1503 procedure, filed on March 17, 2004 against the French Government, for violating human rights of schoolchildren by enacting the scarf ban law through which “signs and dress, which conspicuously show religious affiliations are forbidden, in public schools of France. Under the 1503 procedure the commission has the mandate to examine a constant pattern of growth, violations of human rights and fundamental freedoms in any country of the world. The procedures examines pattern of violations. Pressure is exerted on the state to change laws, policies and practise that infringe international human rights, according to supplementary information, supplied by UN Secretariat to the Sikh Nation Organisation. ...
Ein Prosit auf "Mosaik" Vom 28.06.2004 http://www.wiesbadener-kurier.de/region/objekt.php3?artikel_id=1525991 (rec) Im Westend wurde das neue Kultur- und Bildungszentrum "Mosaik" eröffnet - ein Zentrum, in dem sich Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen begegnen, und jeder vom anderen lernen soll. ... Raviender Singh stammt aus Indien, lebt aber seit 20 Jahren in Deutschland und ist vor drei Jahren nach Wiesbaden gezogen. Seine Frau besucht im Westend eine Schule und will hier die Berufsberatung wahrnehmen. - Wenn das "Mosaik" so funktionieren wird, wie die Gründer es sich erhoffen, werden hier viele Nationen zusammenkommen und voneinander lernen können. Im gegenseitigen Austausch studieren Sie neue Sprachen und lernen fremde Kulturen kennen. Fremdenfeindlichkeit hat hier keinen Platz.
"Gutes Signal an die Schulen" Artikel erschienen am 26. Juni 2004 http://www.welt.de/data/2004/06/26/296694.html Baden-Württembergs Kultusministerin begrüßt Urteil zum Kopftuchverbot - Ludins Anwalt erwägt Gang nach Karlsruhe Berlin - Der Streit um das Kopftuchverbot geht auch nach der Bestätigung durch das Leipziger Bundesverwaltungsgericht weiter. Ein generelles Kopftuchverbot sei mit der Religionsfreiheit nicht zu vereinbaren, meinte der ehemalige Bundesverfassungsrichter Ernst-Gottfried Mahrenholz. Baden-Württembergs Kultusministerin Annette Schavan (CDU) begrüßte dagegen das Urteil als ein "gutes Signal an die Schulen". Das Urteil bedeute eine "Klarstellung" und schaffe Rechtssicherheit für Schulen, Eltern und Schülerinnen, meinte Irmingard Schewe-Gerigk, frauenpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion. Sie verwies auf die staatliche Neutralitätspflicht. Das Kopftuch störe den Schulfrieden, weil es ein Frauenbild transportiere, das nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei. ... Baden-Württemberg hatte im April als erstes Bundesland das Schulgesetz entsprechend geändert. Niedersachsen folgte wenige Wochen später. Erst am Mittwoch dieser Woche hatte das Saarland einstimmig ein Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen beschlossen. Auch Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Berlin planen entsprechende Verbote. ... Das Gesetz sei "bewusst abstrakt" gehalten, um auch den "Turban von Sikhs" bei Lehrern in öffentlichen Schulen zu verhindern, betonte der Tübinger Verfassungsrechtler Ferdinand Kirchhof als Vertreter des Landes Baden-Württemberg. Ordenstrachten von Nonnen hingegen seien eine "Berufsbekleidung für einen religiösen Beruf", erklärte Kirchhof. ... Unter Muslimen herrsche nach dem Leipziger Urteil große Enttäuschung, erklärte Nadeen Elyas, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Christliche und jüdische Traditionen würden privilegiert, die islamische Religionsausübung benachteiligt. Eine einseitige Erlaubnis zum Tragen christlicher oder jüdischer Symbole sei verfassungswidrig, sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck. Dass sich die Gerichte überhaupt mit dem Kopftuch beschäftigen müssen, wertete Wilfried Wolfgang Steinert, Vorsitzender des Bundeselternrats, als ein "Armutszeugnis" für die Werteerziehung im deutschen Bildungswesen. Weltoffene und selbstbewusste Schüler müssten vor Kopftüchern oder anderen religiösen Symbolen keine Angst haben. CE
Indiens Premier verspricht Reformen Sonnabend, 26. Juni 2004 http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/story686895.html Singapur - In seiner ersten Rede an die Nation sprach Indiens neuer Premierminister Manmohan Singh das größte Problem seines Landes an: den krassen Unterschied zwischen Arm und Reich. Um die Hoffnungen der Menschen zu erfüllen, versprach Singh, werde die Regierung die öffentlichen Institutionen reformieren: "Indien kann die Diskrepanzen zwischen seinen Menschen und Regionen nicht mehr länger akzeptieren." ... "Dazu", erklärte Singh, "müssen wir die Regierung und die öffentlichen Institutionen reformieren. Schon mit seinem Amtsantritt hatte Singh "Reformen mit menschlichem Gesicht" versprochen. ...
Bundesverwaltungsgericht Kopftuchverbot bestätigt 25. Juni 2004 http://www.faz.net Die Lehrerin Fereshta Ludin hat den Streit um das Kopftuchverbot verloren. Nach jahrelangem Rechtsstreit hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag die Klage der Frau zurückgewiesen. Zugleich bescheinigten die Richter dem Schulgesetz von Baden-Württemberg verfassungsgemäß zu sein. Damit ist es Lehrerinnen in Baden-Württemberg nicht erlaubt, in der Schule ein Kopftuch zu tragen. ... In Niedersachsen darf das "äußere Erscheinungsbild" der Lehrkräfte "keinen Zweifel" aufkommen lassen, daß sie den staatlichen Bildungsauftrag erfüllen können. In Baden-Württemberg sind nun politische, religiöse oder sonstige "äußere Bekundungen" untersagt, die geeignet seien, "den Schulfrieden zu stören". Das Schulgesetz Baden-Württembergs sei "bewußt abstrakt" gehalten, um neben religiösen Kopftüchern auch "den Turban von Sikhs" bei Lehrern in öffentlichen Schulen zu verhindern, hob das Land nun hervor. Ordenstrachten von christlichen Nonnen hingegen seien eine "Berufskleidung für einen religiösen Beruf". ... Das Verfassungsgericht führte aus, daß die religiös-weltanschauliche Neutralität des Staates nicht im Sinne einer strikten Trennung von Staat und Kirche zu verstehen sei, sondern als "offene und übergreifende, die Glaubensfreiheit für alle Bekenntnisse gleichermaßen fördernde Haltung". In einer Gesellschaft mit unterschiedlichen Überzeugungen gebe es kein Recht darauf, von "kultischen Handlungen" und religiösen Symbolen eines anderen Glaubens verschont zu bleiben. Der Landesgesetzgeber muß nach Ansicht der Karlsruher Richter das "unvermeidliche Spannungsverhältnis" zwischen der Glaubensfreiheit des Lehrers und der staatlichen Neutralitätspflicht lösen. "Dabei können die einzelnen Länder zu verschiedenen Regelungen kommen." ... Das zulässige Maß Das Gericht deutete an, der Gesetzgeber könne "das zulässige Maß religiöser Bezüge" in der Schule neu bestimmen. Auch ein Kopftuchverbot könne die Religionsfreiheit zulässigerweise einschränken. Bei dem "zu findenden Mittelweg" dürften auch Schultraditionen, die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung und ihre religiöse Verwurzelung berücksichtigt werden. Wenn ein Lehrer religiöse Bezüge in den Unterricht einbringe, so könnten dadurch Schulkinder beeinflußt und Konflikte mit den Eltern hervorgerufen werden. Auch die religiös motivierte Bekleidung eines Lehrers kann nach Auffassung des Gerichts so wirken. Das seien aber nur "abstrakte Gefahren". Wenn solche Konfliktmöglichkeiten als Eignungsmangel bei der Einstellung gewertet werden sollten, so sei dafür eine hinreichend bestimmte gesetzliche Grundlage erforderlich. Für die Frage, ob das Kopftuch einen Eignungsmangel darstelle, komme es auf dessen Wirkung an. Das Kopftuch werde aber, so die Senatsmehrheit, höchst unterschiedlich wahrgenommen. Es fehle eine gesicherte empirische Grundlage für die Annahme, vom Tragen des Kopftuchs gingen bestimmende Einflüsse auf die religiöse Orientierung der Schulkinder aus.
Sikh youth in Denmark facing case for carrying sword turns to Akal Takht, NCM An excerpt from: Indian Express, Chandigarh Newsline Sunday, 20th June 2004 http://news.waheguroo.com/633Q6-12649-443Q3-13130-30267-07269-6R743-Q31.html CHANDIGARH - A Sikh youth in Denmark, who has been told that no one, not even a baptised Sikh, can carry a `kirpan' in that country, is now contesting the case in a Copenhagen court and has reached across to Akal Takht (Search) jathedar Joginder Singh Vedanti (Search) and National Commission for Minorities for support. ... Sardar Ripudaman Singh is currently a PhD student at the Department of Human Genetics, University of Aarhus, Denmark. He is an active member of the Sikh community. He can be contacted by email at: ripudaman_s@yahoo.com. Ripudaman Singh, who hails from Jalandhar and is in Denmark for last three years pursuing his academic career, had deposited his `kirpan', worn by all baptised Sikhs across the world as part of five Sikh symbols called `kakaars', when he went to the US embassy a few days back. ...
Arthritis: Herz in Gefahr WANC 14.06.04/pte http://www.medizinauskunft.de/artikel/aktuell/14_06_herz_arthritis.php ... Gurkirpal Singh, Professor für Gastroenterologie und Hepatologie an der Universität Stanford, beklagt die seiner Ansicht nach bislang zu geringe Berücksichtigung der RA als Risikofaktor für einen Herzinfakt. Dabei haben Untersuchungen ergeben, dass RA-Patienten das gleiche Risiko wie Menschen mit Diabetes haben, einen Herzinfarkt zu erleiden. ... Ein verbessertes "Routine-Screening" von RA-Patienten auf Koronarkrankheiten und entsprechende Präventions- bzw. Therapiemaßnahmen können laut Singh die Sterberate von RA-Patienten aufgrund eines Herzinfarktes stark senken. ...
Labour verliert den Faden taz Nr. 7378 vom 9.6.2004, Seite 5, 313 Zeilen (TAZ-Bericht) http://www.taz.de/pt/2004/06/09/a0198.nf/text.ges,1 ... Nirgendwo in Großbritannien ist der moslimische Anteil an der Bevölkerung höher als in Bradford: Über 75.000 der 470.000 Einwohner sind Muslime. Mehr als 50.000 sind pakistanischer Herkunft. Außerdem leben hier Sikhs und Hindus aus der indischen Provinz Gujarat und aus dem Punjab. Kein Wunder, dass Bradford 1985 als erste britische Stadt mit Mohammed Ajeeb einen muslimischen Bürgermeister hatte. ... Narinder Kaur glaubt, dass es in der Oak Lane auch dann zu Krawallen kommen wird, wenn Tony Blairs Labour Party morgen gut abschneiden sollte. "Das würde die asiatische Bevölkerung schwer erschüttern", sagt sie. "Seit dem Krieg ist die Regierung bei ihnen unten durch. Viele werden zu den Liberalen umschwenken, andere werden gar nicht wählen." Sie selbst auch nicht. "Wozu auch", sagt sie. "Vielleicht mache ich den Stimmzettel ungültig." Kaur ist Mitte 30 und arbeitet als freie Reporterin beim Bradford Community Broadcasting, einem Lokalradio, das auch in Urdu, Punjabi und anderen asiatischen Sprachen sendet. Sie ist in England geboren, ihre Eltern sind vor mehr als 40 Jahren aus Indien eingewandert. ...
Vereidigung der neuen indischen Regierung http://www.nzz.ch/2004/05/24/al/page-article9M8RQ.html#nzzo-2004.05.24-al-article9M8UZ 24. Mai 2004, 02:05, Neue Zürcher Zeitung ... Der neue indische Premierminister Singh präsentierte an seiner Vereidigung am Samstag einen Jumbo-Ministerrat mit 68 Mitgliedern, bei dem neben den Allianzpartnern auch die verschiedenen Regionen, Kasten und Minderheiten vertreten sind. ... Bei der Ressortverteilung beansprucht die Kongresspartei die Schlüsselministerien. Der frühere Finanzminister P. Chidambaram erhält dieses Ministerium wiederum zugeteilt, der frühere Diplomat Natwar Singh wird Aussenminister, Pranab Mukherjee übernimmt das Verteidigungsministerium, der frühere Parlamentspräsident Shivraj Patil wird Innenminister. Der 71-jährige Arjun Singh, ebenfalls ein «Kongress-Kriegsross», wird Erziehungsminister. Auch die Führer der wichtigsten Koalitionspartner erhalten bedeutende Kabinettsposten. Sharad Pawar, ein früherer Chefminister aus Maharashtra, wird Landwirtschaftsminister, Laloo Prasad Yadav, der ruppige Bauernführer aus Bihar, erhält das Eisenbahn- Ministerium, mit 1,6 Millionen Angestellten Indiens grösster Arbeitgeber. Es ist das erste Mal, dass der Kongress, der Indien während 45 Jahren allein regierte, eine Koalition anführt. Singh war daher sorgfältig darauf bedacht, neben den assoziierten Parteien auch auf die verschiedenen Regionen und Kasten Rücksicht zu nehmen. Die Diversität Indiens mit seinen grossen politischen, sozialen und regionalen Verwerfungen erklärt denn auch die grosse Zahl der Ministerposten. ... Die Minderheiten, allen voran die Muslime und die Dalits, sind stark vertreten, während die Frauen mit 7 Posten vorlieb nehmen müssen. Innerhalb der Kongress-Vertretung bilden die Loyalisten um Sonia Gandhi das Schwergewicht. ... Es ist noch zu früh, um sagen zu können, ob die fünf Jahre BJP-Regierung lediglich ein Intermezzo darstellten oder ob die neue Kongress- Koalition das Zwischenspiel ist, bevor die Hindu- Mehrheitspartei wieder das Steuer ergreift. Vorläufig hält sich die BJP zurück, weil sie sich vom Schock der Niederlage noch nicht erholt hat. Es ist daher schwierig, die zukünftige Ausrichtung in Richtung einer Volkspartei oder einer nationalistischen Rechtspartei vorauszusagen. Ohne Zweifel hat die BJP das Land in den letzten sechs Jahren verändert. Der staatliche Schutz einer aggressiven Hindutva-Kultur hat die säkularen Fundamente des Staats gefährdet. ...
Ein Akt der Versöhnung für die Sikhs By. In seinem ersten Medienauftritt erwähnte Manmohan Singh als eines seiner Ziele, «Unruhen wie jene in Gujarat oder wie 1984 in Delhi» nie mehr zuzulassen. Es war das erste Mal, dass ein Vertreter der Kongresspartei beide Vorfälle im gleichen Atemzug erwähnte. Denn während die Pogrome in Gujarat der BJP in die Schuhe geschoben werden können, sind jene in Delhi ein Stigma im Gesicht der Kongresspartei. Damals waren nach dem Mord an Indira Gandhi durch ihre Sikh-Leibwächter rund 3300 Sikhs ermordet worden. Die Schläger und Killer waren von Kongress-Politikern organisiert, unterstützt oder abgeschirmt worden. Zwanzig Jahre lang hatte sich der Kongress um ein Schuldbekenntnis gedrückt, und die Gandhi-Familie hatte aus Clan-Solidarität nie öffentlich Reue gezeigt. Bei den jüngsten Wahlen hatte die Aussicht auf eine Premierministerin aus der Gandhi-Familie bei vielen Sikhs die alten Wunden wieder aufgerissen. Die überraschende Nominierung von Manmohan Singh hat das Blatt nun plötzlich gewendet. Die weitverbreitete Bitterkeit in der Gemeinschaft hat einer Bereitschaft zur Versöhnung Platz gemacht. Manmohan Singh ist Indiens erster Sikh-Premierminister, und selbst wenn er in seinem Habitus nicht dem erdigen Selbstbildnis vieler Sikhs entspricht, sind die meisten stolz auf seine Integrität und Intelligenz. Und in Sonia Gandhis Verzicht sehen sie einen Akt der Grossmut, der auch das Stigma von 1984 aus ihrer Stirn wischt. Am Samstagabend trugen alle Sikh-Tempel in Delhi Festbeleuchtung.
Manmohan Singh wird Indiens Premier http://www.taz.de/pt/2004/05/21/a0124.nf/text.ges,1 taz Nr. 7363 vom 21.5.2004, Seite 10, 86 Zeilen Erstmals soll ein Sikh indischer Regierungschef werden, nachdem Sonia Gandhi sich auch unter dem Druck ihrer Anhänger den Verzicht auf das Amt nicht ausreden ließ. Ihr erstaunlicher Schritt sorgt landesweit für Erleichterung und große Anerkennung ...
Ein Nutznießer der (Un-)Gunst der Stunde http://www.taz.de/pt/2004/05/21/a0186.nf/text.ges,1 taz Nr. 7363 vom 21.5.2004, Seite 12, 98 Zeilen Indiens designierter Ministerpräsident Manmohan Singh gilt als sehr integrer und geradezu unpolitischer Politiker ... Es war ausgerechnet diese Unscheinbarkeit ebenso wie seine reine Weste, die ihn als Gandhis Stellvertreter ins Vorzimmer der Macht brachten. Und es war eine weitere Ungunst der Stunde - Sonia Gandhis Verzicht -, die ihn nun auch über die Schwelle der Macht schob.
Manmohan Singh: Ein Mann der Demut und politischen Kniffe http://www.ftd.de/pw/in/1084608603811.html Aus der FTD vom 21.5.2004 www.ftd.de/leute Indiens künftiger Premierminister Manmohan Singh gilt als "ehrlichster Politiker" des Landes. Aber ein naiver Idealist ist er nicht: Mit List und Kniffen hat er schon als Finanzminister Reformen durchgesetzt. ... Die Angriffe der nationalistischen Hindus verpuffen, auch wenn mit dem 71-jährigen Singh erstmals ein Angehöriger der Sikh-Religion regiert. Und die Wirtschaft kann beruhigt sein. Singh ist ein in Cambridge und Oxford ausgebildeter Wirtschaftswissenschaftler. Als Leiter der indischen Zentralbank oder bei der Weltbank fühlte er sich am wohlsten, wenn er mit anderen Bürokraten und Technokraten zusammenarbeiten konnte. Als Finanzminister öffnete Singh das Land zwischen 1991 und 1996 dem Weltmarkt. ...
Französische Kopftuchrichtlinien verabschiedet http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=08C82903-EE3A-4F63-A7B57473DA1D3CE8 17. Mai 2004 ... Danach müssen Sikh-Jungen ihren Turban mit einem Haarnetz ersetzen. Musliminnen dürfen das traditionelle Kopftuch nicht mehr tragen, mit Erlaubnis der Schulleitung aber ein Bandana umbinden, sagte Bildungsminister François Fillon.
French Law Means Sikhs Can't Wear Turbans http://story.news.yahoo.com Mon May 17, 7:08 PM ET By ELAINE GANLEY, Associated Press Writer PARIS - Sikh school boys must exchange their turbans for hair nets when a new law banning religious apparel in public schools takes effect in September, France's education minister said Monday, shocking representatives of the Sikh community. ... Asked in an interview about the turbans worn by Sikhs, he said an "arrangement" had been made with Sikhs to replace the traditional head gear with hair nets. "We've come up with an arrangement," Fillon told The Associated Press. "They accept wearing a hair net. It's less aggressive, less showy." Representatives of the small Sikh community of 5,000-7,000 said they were unaware of any such arrangement. On the contrary, they said, Sikh representatives had received a letter from a counselor to Prime Minister Jean-Pierre Raffarin, dated May 10, that provided "conditional assurance" that Sikh boys could wear turbans in class. "We were told that we could wear turbans because we never posed a problem," said Karmvir Singh, a Paris member of United Sikhs. Sikhs coer their hair with a turban, compulsory in their religion which originated in northern India in the 15th century. "A hair net has no place and no meaning," said the director of United Sikhs, Hardyal Singh, based in New York. "It's appalling." A phone call to the prime minister's office was not returned. ...
US court allows Sikh cop to wear turban http://www1.timesofindia.indiatimes.com/articleshow/650199.cms PTI [ FRIDAY, APRIL 30, 2004 12:14:44 PM ] NEW YORK: In a significant judgement, a US court has asked the New York Police Department to reinstate a Sikh traffic policeman, who quit after he was barred from wearing turban while on duty, and allowed him to wear the religious headgear. Jasjit Singh Jaggi, a traffic officer, was "discriminated against based on his religious beliefs" and should be reinstated, as well as allowed to wear a turban and grow his beard, Administrative Law Judge Donna Merris ruled on Thursday. The judgement, which could be first step in allowing Sikhs and employees of other religions to wear their religious articles while at work, came in a case filed by Jaggi last year with the city Commission of Human Rights, accusing the NYPD of religious discrimination. ...
Schools to teach UK's six main religions http://education.independent.co.uk/news/story.jsp?story=515677 27 April 2004 Children should begin to learn about another religion alongside Christianity from the age of five, according to new government guidelines on teaching religious education published yesterday. By the time they have finished compulsory education, they should have learnt about the six principal religions represented in the UK - Christianity, Buddhism, Hinduism, Islam, Judaism and Sikhism. ...
HINDUISMUS / Auf dem Subkontinent hat Frömmigkeit Konjunktur http://www.merkur.de/aktuell/do04/indien_041705.html 22.04.2004 Dämonen der Gewalt Das Zusammenleben der Weltreligionen steht auf wackligen Füßen. Für die Fanatiker unter den Hindus sind Christen und Muslime nur geduldete Gäste. ... Der politische Hinduismus versucht, sich die aufrichtige private Frömmigkeit vieler Hindus zunutze zu machen. Hindu-nationalistische Organisationen haben sich "Hindutva“ auf ihre Fahnen geschrieben – die Hinduisierung Indiens. Für sie sind die religiösen Minderheiten – vor allem Muslime (12,12 Prozent der Gesamtbevölkerung) und Christen (2,34 Prozent, mehr als 25 Millionen Menschen) – allenfalls geduldete Gäste in der viel beschworenen "Einheit in Vielfalt“ der hinduistischen Nation. ... In seiner Verfassung von 1951 hat der postkoloniale Staat demonstrativ auf jeden Gottesbezug verzichtet. Ausgerechnet in der Zeit ihres selbstherrlichen Notstandsregiments in den siebziger Jahren ließ die autokratische Ministerpräsidentin Indira Gandhi sogar noch das Wörtchen “säkular” als Eigenschaft der indischen Republik in die Verfassungspräambel einfügen. Als “kommunalistisch” gelten in Indien dagegen Politiker, die vor allem das Interesse ihrer religiösen Gemeinschaft im Auge haben. Den Gegensatz zwischen religiösen und weltlichen Kräften hatten die 1984 von Sikh-Leibwächtern ermordete resolute Premierministerin Indira Gandhi und ihre damals noch allmächtige Kongresspartei gezielt hochgespielt. Mit dem Vorwurf, ihre Gegner seien “Kommunalisten”, war sie schnell bei der Hand. Dabei war es Indira Gandhi selbst, die der Religion in Form ihres Hofastrologen Einfluss bis hin zu Entscheidungen über Kabinettsvorlagen gewährte. ...
France raises Sikh turban hopes http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/3483409.stm Friday, 13 February, 2004, 13:28 GMT The French Government says it will find a "solution" for Sikhs who are angry at a proposed ban on turbans and other religious symbols in state schools. ...
UE-voile-laïcité-religion-Sikhs http://www.la-croix.com/afp/index.jsp?docId=1289450&rubId=1295 04-02-2004 16:27 BRUXELLES, 4 fév (AFP) - Interdiction des signes religieux: un eurodéputé s'inquiéte pour les Sikhs L'eurodéputé britannique Claude Moraes a appelé mercredi l'Union européenne à examiner la conformité du projet de loi français sur l'interdiction des signes religieux à l'école avec les lois européennes, se disant particulièrement inquiet pour la communauté sikh. ...
Sikhs protest against French ban http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/europe/3448239.stm Saturday, 31 January, 2004, 19:30 GMT By Hugh Schofield in Paris Several hundred Sikhs from across Europe have protested in Paris against a proposed law which would ban religious symbols from French schools. ...
Laïcité : les sikhs contre la loi http://www.lefigaro.fr/magazine/20040130.MAG0019.html [31 janvier 2004] Figaro Magazine Jusqu'ici très discrets, les sikhs de France se mobilisent pour continuer à porter le turban en organisant ce samedi 31 janvier une marche pacifique entre République et Bastille, à Paris. ...
Die Tour der Unsichtbaren http://derstandard.at 01. Januar 2004 20:23 MEZ Kaum jemand weiß, wer Nacht für Nacht für die Frühstücks-Zeitung der STANDARD-Abonnenten sorgt... ... Seine Frau, erklärt der Sikh, mache das unglücklich. Aber: "Anders geht es nicht." Sein Restaurantchef dürfe vom Zweitjob nichts erfahren: "Der schmeißt mich sonst raus. Bei einem Kollegen hat er es getan." Hauszustellung ist indisch: An den nächtens zu Zeitungsaufteilzentren mutierten Plätzen vor Banken und Supermärkten warten fast nur Inder. Auch bei den ein paar Häuser weiter Krone und Kurier sortierenden "Mediaprint"-Zustellern. "Viele sind Akademiker", erklärt B. vor der Erste-Filiale in der Gumpendorfer Straße, "aber andere Jobs finden wir kaum." Als Singh Hardep gegen halb vier Uhr sein Fahrrad in die ehemalige Druckerei in der Kaiserstraße schiebt, sind seine Kollegen schon weg: Der 21-jährige Flüchtling hat sich verspätet. ...
Kein Stoff für die Politik www.tagesspiegel.de Kopftuch in Europa: Die meisten Länder verzichten auf eine Regelung per Gesetz 04.01.2004 ... Auch wenn im multi-ethnischen Großbritannien Toleranz groß geschrieben wird: Streitigkeiten zum Kopftuch gibt es auch auf der Insel. ... Das “Problem” religiöser Trachten in Schulen ist seit 1983 rechtlich gelöst, als einem Sikh-Jungen in einem höchstrichterlichen Urteil erlaubt wurde, in der Schule einen Turban zu tragen. Auch der High-Court-Richter Rabinder Singh trägt statt der Rosshaarperücke seinen Turban, ohne dass dies die britische Rechtspraxis aus der Bahn geworfen hätte. Turban und Kopftuch sind offiziell als Varianten britischer Polizeiuniform zugelassen, weil man ethnischen Gruppen den Zugang zur Polizei erleichtern will. Viele Schulen haben ihre Kleiderregeln so modifiziert, dass auch das Kopftuch Teil der Schuluniform sein kann. ...
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