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WSC-AR Condemns London Bombings www.worldsikhcouncil.org July 10, 2005 The World Sikh Council - America Region (WSC-AR), on behalf of the US Sikh community, strongly condemns the recent heinous bombings in London. We are shocked and grieved at this human tragedy. We pray for the persons who died and those wounded in the bombings. We honor and salute the brave rescue personnel who put their own lives at risk to save the survivors. ... The British Government has shown some restraint in not stereotyping any minority community with collective guilt. We appreciate these sentiments of the government. A few unfortunate incidents of harassment and attacks on British places of worship have been reported in the media. We condemn any and all such stereotyping and incidents of hate and prejudice. Two Sikh Gurdwaras (places of worship) in Britain, one in Erith and the other in Leeds, are reported to have been attacked. In addition, a Sikh bus driver in Copenhagen, Denmark was attacked with baseball bats. The assailants are reported to have shouted "London" as they beat the Sikh. The Danish Ministry of Foreign Affairs has condemned the attack. Attacks on mosques in Britain have also been reported. "We call upon the British Government and the European Union to work swiftly to protect religious minorities and their places of worship from hate crimes and attacks," added Dr. Tarunjit Singh. Traditionally Sikh men wear a turban and sport a beard as an article of their faith. Because Osama Bin Laden wears a turban and has a beard, some people may associate him with the Sikh community. Any association between Sikhs and Osama Bin Laden or his associates is completely incorrect, and against Britain's commitment of freedom and justice for all. ...
"Viele zeigen mit Fingern auf uns" http://www.diepresse.com 09.07.2005 ... In Moslem-Vierteln liegen die Nerven flach. Die Angst vor Racheakten geht um. ... Die Terroranschläge vom Donnerstag Morgen haben nämlich auch die Moslems im Vereinigten Königreich erschüttert. Viele sind verängstigt, so wie Mahmut Parvez: "Innerhalb 24 Stunden hat sich die Welt verändert", sagt der Besitzer eines Geschäfts für Textilwaren. "Und zwar nicht bloß äußerlich, sondern auch in mir selbst." Parvez kann die Mörder, die in London Bomben legten und Dutzende Menschen auf dem Gewissen haben, nicht begreifen - so wenig, wie er damals die Attentäter von New York verstand. ... Weder von den misstrauischen Blicken der weißen Briten noch von der Polizei - auch wenn diese nun vermehrt Kontrollen an Moslems durchführt. Abdul Mukith, Schüler an der islamischen Jamiati Ummah-Schule, hat damit Erfahrung. Dreimal wurde der junge Mann seit Donnerstag angehalten, um sich auszuweisen. Wohl nicht zuletzt wegen seines langen islamischen Gewandes und der Gebetsmütze. Mukith wirkt verschüchtert: "Viele zeigen mit Fingern auf uns." ... Bari organisierte nach dem Freitagsgebet einen Friedensmarsch von hunderten Menschen aus Whitechapel und Umgebung, angeführt von Vertretern der Muslime, Christen, Hindus und Sikhs. Ihre Botschaft: Wir sind eine multikulturelle Gemeinschaft, kein Gewaltakt kann uns trennen. ...
Indische Melodien, fette Beats: "Bhangra Brothers" http://www.dsl-magazin.de 6. Juli 2005 ... Klingt außergewöhnlich, ist außergewöhnlich - denn die beiden Musiker Manmander Singh Kahi und Gurinder Singh Bewas verbinden indische Musik mit HipHop-Beats. Die CD "Soni Mutear" steht ebenso in den Startlöchern wie der Titelsong zum Kinofilm "Kampfansage - Der letzte Schüler", zu dem die "Bhangra Brothers" den Titelsong lieferten. ... Das Duo der "Bhangra Brothers" besteht aus den beiden Musikern Manmander Singh Kahi und Gurinder Singh Bewas. Im Juli dieses Jahres wird die Band ihre zwölf Songs umfassende CD "Soni Mutear" veröffentlichen. Einige Labels haben auf die "Brothers" bereits ein Auge geworfen; ab September ist eine große Promotour geplant, nebst einigen Live-Gigs in ganz Deutschland. ... Manmander Singh Kahi wurde am 20. Februar 1982 in der afghanischen Hauptstadt Kabul geboren. Die Eltern, ursprünglich indischer Abstammung, flohen 1990 wegen des Bürgerkriegs in Afghanistan nach Deutschland, wo Manmander Groß- und Außenhandels-Kaufmann lernte. 1999 legte er erstmals als "DJ Sikhsta" auf; Ende 2002 fing er an, indische Veranstaltungen in Raum Stuttgart/Heilbronn zu organisieren. Motto: "Black & Indian Beatz". Durch Zufall wurde DJ Sikhsta auf einer Veranstaltung in Heidelberg entdeckt und sofort ins Konzept mit Panjabi MC einbezogen - und ab dieser Zeit begann er, besagten Welthit "Mundea To Bach Ke" auf den größten Show-Bühnen Europas zu präsentieren. Auch Gurinder Singh Bewas alias "Rowa" wurde in Kabul geboren, und zwar am 29. September 1972 - und auch seine Eltern, ebenfalls indischer Herkunft, haben in Afghanistan gelebt. Im Januar 1990 floh Gurinder wegen des Bürgerkriegs nach Deutschland; nach diversen Tätigkeiten arbeitet er heute als freier Journalist. ... Manmander und Gurinder - Cousins übrigens - hoben ihr musikalisches Projekt vor zwei Jahren aus der Taufe, um indische Club-Beats in die westliche Medienwelt zu tragen. Der Turban als optisches Merkmal des Sikhismus gehört traditionsgemäß dazu - und mit ihren westindischen Party-Vibes aus Punjab haben sie sich, auch als Bestandteil der "modernen Black Music", bereits einen Namen machen können. Ost trifft West trifft HipHop und R&B-Beats trifft Punjabi-Rap und indische Vocals. ...
Indische Hockey-U-21 tankt WM-Kraft in Schweinfurt http://www.swex.de Schweinfurt (24.6.2005). Wenn am 29. Juni die Hockey-WM des U 21-Nachwuchses startet, dann gehen die Inder als Favorit an den Start. Der Titelverteidiger bereitet sich noch einschließlich dieses Wochenende in Schweinfurt auf die Weltmeisterschaft vor.
Und das auf Vermittlung des Schweinfurter Chirurgen Dr. Yoginder Singh. Der lebt seit 1973 in der Kugellagerstadt, spielte früher selbst Hockey, hat beste Beziehungen zum Verband und das Team eingeladen. ... 45 Grad Celsius herrschen momentan in Indien vor. Da präsentiert sich Schweinfurt eher als Kühlschrank …
Gleiche Rechte, schlechtere Chancen Britische Arbeitgeber zwischen Toleranz und Diskriminierung http://www.nzz.ch 1. Juni 2005 Grossbritannien zeigt gegenüber Einwanderern eine Laisser-faire-Politik. Man erwartet von den ethnischen Minoritäten und Immigranten keine Assimilation. Die Regierung versucht aber, der anhaltenden Diskriminierung am Arbeitsmarkt entgegenzuwirken. Angesichts des wachsenden Anteils der Ausländer kann man sich eine Verschwendung ihres beruflichen Potenzials einfach nicht mehr leisten. ... Viele Wähler mit liberalen Instinkten fühlten sich abgeschreckt; insbesondere höhere Einkommens- und Bildungsschichten schätzen die Annehmlichkeiten der Immigration durchaus, nämlich in Form bezahlbarer Putzfrauen, Kindermädchen, Handwerker und von Servicepersonal. ... Seit die Wahlen vorbei sind, ist das Thema Immigration ebenso plötzlich wieder aus den Schlagzeilen verschwunden, wie es zuvor hineingedrängt worden war. Nach ihrer dritten Wahlniederlage in Folge haben die konservativen Tories keinen Anlass mehr, fremdenfeindliche Gefühle zu schüren, zumal sie dabei bei den Arbeitgebern eher Unwillen ernten. ... Exemplarisch mag die Londoner Stadtpolizei sei. Die Metropolitan Police will, dass die Polizeikräfte aussehen wie die Gemeinden; ist eine bestimmte Gruppe unterrepräsentiert, wird gezielt rekrutiert. Die Uniformen der Polizisten können übrigens auf Wunsch angepasst werden: Indische Sikhs und muslimische Männer können im Dienst ihren jeweiligen Turban tragen; dieser ist im Design eine Variante der ursprünglichen Polizeihelme. Muslimische Frauen können einen Metropolitan-Police-Hijaab wählen. Das Beispiel der Metropolitan Police ist willkürlich, zeigt aber eine Mentalität, die ganz anders ist als in Frankreich. Ein striktes Kopftuchverbot wäre auf der Insel nicht denkbar. In Grossbritannien herrscht gegenüber den unterschiedlichen Ausländergruppen tendenziell eine Laisser-faire-Mentalität. Eine Assimilation wird nicht verlangt, jeder lebt nach seiner Façon. Allerdings hat der Vorsitzende der Kommission für die Gleichbehandlung der Minderheiten (Commission for Racial Equality, CRE), Trevor Philipps, jüngst vor einer allzu grossen Gleichgültigkeit gewarnt und mehr Integration gefordert - nicht über eine Anpassung der Kleider oder die äusserliche Erscheinung, aber über gemeinsame Werte und Loyalitäten. Die reine Koexistenz, das Konzept der Multikulturalität, so Philips, sei nicht mehr angemessen. Es leiste einer Segregation Vorschub, wie sie in den USA normal, in Grossbritannien aber nicht gewünscht sei, so der Vorsitzende der Gleichstellungskommission CRE. ... Auffällig bleibt auf jeden Fall, dass an den Kassen der Supermärkte kaum weisse Briten sitzen, während im Finanzdistrikt Canary Wharf viele Weisse und einige Asiaten zu sehen sind, jedoch nur sehr wenige Schwarze. ... In Städten wie Birmingham und Leicester werden die weissen Briten in wenigen Jahren nicht mehr die Mehrheit stellen, sondern in die Minderheit geraten. Bis jetzt aber ist die Beschäftigungsquote unter den ethnischen Minoritäten deutlich tiefer. Zwischen 1999 und 2009 steigt der Anteil der ethnischen Minderheiten an der Arbeitsbevölkerung von 6,7% auf 8%. Gemäss einer Untersuchung ist jedoch bei 40 grossen Firmen aus dem Börsenindex FTSE nur 1% der Positionen im höheren Management von Angehörigen ethnischer Minderheiten besetzt. ...
BREMER URTEIL - Referendarin darf Kopftuch im Unterricht tragen http://www.spiegel.de 20. Mai 2005 Eine angehende muslimische Lehrerin in Bremen will auch während des Unterrichts ihr Kopftuch tragen - ausgerechnet im Fach Biblische Geschichte. Das Land muss die junge Türkin als Referendarin zulassen, entschied das Verwaltungsgericht. Bremen - ... Eine angehende muslimische Grundschullehrerin hatte Religionskunde und Deutsch an der Bremer Universität studiert und sich nach dem ersten Staatsexamen um die Aufnahme in das Referendariat für die Fächer Deutsch und Biblische Geschichte beworben. Weil sie aber ihr Kopftuch im Unterricht nicht ablegen wollte, lehnte die Behörde für Bildung und Wissenschaft ihren Antrag ab. Zumindest vorerst muss das Land die Muslimin doch zum Vorbereitungsdienst für das Lehramt - den zweiten Teil der Lehrerausbildung - zulassen. Das hat das Verwaltungsgericht der Hansestadt per Eilverfahren in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss entschieden. Nach Auffassung der Richter gibt es für einen Ausschluss der Lehrerin türkischer Herkunft vom Referendariat keine gesetzliche Grundlage. Das Gericht berief sich auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2003 zum Kopftuchstreit. Zwar sei es Sache des Landesgesetzgebers, das zulässige Maß an religiösen Bezügen in der Schule neu zu bestimmen. Solange es aber an einer solchen Neubestimmung fehle, könne man es einer Referendariats-Bewerberin mit Kopftuch nicht verwehren, ihre Ausbildung abzuschließen. ... Die Bremer SPD hatte im vergangenen Jahr sämtlichen Religionssymbolen eine Absage erteilt. Dazu zählt auch das generelle Verbot des Kopftuchs - gegen den Willen von Bürgermeister Henning Scherf (SPD). Ausnahmen sollen aber möglich sein. Kopftuch nein, Kreuz und Kippa ja? Die CDU dagegen will Symbole wie das christliche Kreuz und die jüdische Kippa zulassen und forderte kürzlich beim Landesparteitag, zugleich muslimischen Lehrerinnen das Tragen von Kopftüchern zu untersagen - ein juristisch heikler Schlingerkurs, den auch andere unionsregierte Bundesländer bereits zu steuern versuchen. Die CDU begründete ihren einstimmigen Beschluss damit, dass das Kopftuch ein eindeutig politisches Symbol sei und für eine Rechts- und Werteordnung werbe, die dem demokratischen Verfassungsstaat den Kampf angesagt habe. ... Referendarinnen aber konnten ihre Ausbildung bisher überall beenden - auch in Baden-Württemberg ... Hessen beispielsweise hat ein sehr weitreichendes Gesetz, das allen Beamtinnen - nicht nur an Schulen - das Tragen des Kopftuches im Dienst untersagt. Referendarinnen sind davon allerdings ausgenommen. ....
Gandhi und Singh - ein erfolgreiches Team http://www.nzz.ch 14.05.2005 Die Bilanz von Premierminister Singh ein Jahr nach seiner Machtübernahme in Indien kann sich sehen lassen. Selbstverständlich ist dies keineswegs. Ebenso wie niemand den Sieg der Kongresspartei bei den Parlamentswahlen im letzten Mai erwartet hatte, konnte sich nach dem Machtwechsel kaum jemand vorstellen, dass sich unter Manmohan Singh viel bewegen würde. ... Singh hatte sich als Finanzminister Anfang der neunziger Jahre zwar einen ausgezeichneten Ruf als Reformer erworben. Doch traute man dem zurückhaltenden und bescheidenen Ökonomen, der weder in der Partei noch im Wahlvolk eine starke Basis hatte, nicht zu, sich im harten politischen Alltag durchzusetzen. ... Doch Singh hat alle Auguren Lügen gestraft. Nach einem Jahr sitzt er fester im Sattel denn je. Dies ist zum einen seinem Fleiss und seinem Beharrungsvermögen zu verdanken, zum anderen Sonia Gandhi. Singh und Gandhi haben sich als unerwartet gutes Team erwiesen, mit einer klaren Arbeitsteilung. Er führt die Regierung und konzentriert sich auf die grossen Linien der Politik; sie kümmert sich um die Partei, die Koalitionspartner und die Basis. ... Während die aussenpolitischen Erfolge der Regierung unumstritten sind, ist die wirtschaftspolitische Bilanz durchzogen. Der überzeugte Reformer Singh hat zwar versucht, die Liberalisierung und Öffnung der indischen Wirtschaft fortzusetzen. Das Reformtempo hat sich aber deutlich verlangsamt. ... Das Urteil der indischen Medien ist dieser Tage denn auch einhellig wohlwollend. So schreibt «The Hindu», Singh sei weder von der Opposition noch von der eigenen Partei ernst genommen worden. Diese Schwäche habe sich als Stärke erwiesen. Der Regierungschef habe unauffällig und effizient gearbeitet, anstatt den üblichen Personenkult zu betreiben.
"Gewalt kann letztes Mittel sein" http://www.taz.de 26.04.2005 Die britische Band Asian Dub Foundation gilt als Sprachrohr der zweiten Einwanderergeneration. Ein Gespräch über den Zusammenhang von Musik und Militanz, das gesellschaftliche Klima in England sowie die Gefahr des Fundamentalismus. ...
Asian Dub Foundation existieren jetzt seit mehr als zehn Jahren. Hat sich die Situation für indischstämmige Künstler in England seitdem verbessert?
Ja. Aber nicht, weil jemand so nett war, die Tür zu öffnen: Wir mussten das erzwingen. Heute sind sich die Leute bewusst, dass es verschiedene Sorten asiatischer Musik und auch Künstler gibt. Aber es war ein harter Kampf. ...
Hat sich das gesellschaftliche Klima für Immigranten insgesamt verbessert?
Grundsätzlich gesprochen, ja: Die Dinge sind besser geworden. Aber wenn man sich anschaut, was vor vier Jahren in Bradford passiert ist: Das war wie in einer Zeitmaschine. Die Einwanderer dort sind von den gleichen ökonomischen Entwicklungen betroffen wie die Weißen in der Region, aber sie werden zu Sündenböcken gestempelt.
Als Immigrant hörst du noch immer den gleichen Müll: Erst vor kurzem hat Michael Howard von den Tories im Parlament seine neuen Quotenvorschläge für Asylsuchende vorgestellt, die nach Großbritannien kommen wollen. Wenn man die gleichen Maßstäbe an seine Familie angelegt hätte, wäre er niemals reingekommen, denn er entstammt ursprünglich einer rumänisch-jüdischen Familie, die einst Asyl suchend nach Großbritannien kam. Heute ist er Chef der Tories.
Wir betrachten Immigration als etwas Positives: frische Ideen, frisches Blut. Aber seit dem 11. 9. hat es manchmal den Anschein, als seien "Immigrant" und "Terrorist" austauschbare Begriffe geworden. ...
Keine Religion ist jenseits der Kritik. Aber diese Auseinandersetzung findet doch längst statt, nur wollen die meisten Leute davon gar nichts wissen. Ich bin Hindu von Herkunft, aber sehe das Kastensystem und die Haltung, die viele Hindus gegenüber Muslimen an den Tag legen, sehr kritisch. Ich habe darüber schon viele Diskussionen geführt. Gleichzeitig würde ich einem Weißen, der mir sagt, wie schlecht der Hinduismus ist, sagen: Ich denke nicht, dass du qualifiziert bist, darüber zu urteilen. Es wäre schön, wenn wir alle an einem Tisch sitzen und eine solche Debatte führen könnten. Aber ich glaube nicht, dass wir schon an dem Punkt sind, frei und offen zu debattieren.
Was kann man sonst tun?
Indem man ein Beispiel setzt: In unserer Band sind wir, religiös und ethnisch gesprochen, völlig gemischt: Wir haben Sikhs in unseren Reihen, ich bin Hindu, und unser Rapper ist Muslim. Es gibt natürlich Leute, die davon überrascht sind. Aber wir haben unsere Hand stets in alle Richtungen ausgestreckt. Das ist unsere wirkliche Macht.
Sie propagieren in Ihren Songs politischen Widerstand. Gibt es Ihrer Meinung nach legitime Gewalt?
Ja, manchmal schon: Manchmal ist Terrorismus für Menschen, die sonst kein Gehör finden, der letzte Weg, sich zu artikulieren.
Wir haben mit "Powerlines" einen Song über einen Indianerstamm in Brasilien geschrieben, der in Verhandlungen mit der regionalen Regierung stand, um ein Ende der Waldrodungen in ihrem Gebiet zu erreichen. Die Regierung wollte dort Strommasten errichten, und die Indianer haben dagegen protestiert, letztlich aber ohne Erfolg. Als letztes Mittel haben sie dann begonnen, diese Strommasten abzufackeln. ...
Drei Sikhs dürfen in Frankreich nicht mehr zur Schule gehen http://de.news.yahoo.com Dienstag 19. April 2005, 16:29 Uhr Melun (AFP) - Drei Schüler aus der Religionsgemeinschaft der Sikhs dürfen wegen ihrer Kopfbedeckung in Frankreich keine öffentliche Schule mehr besuchen. Wie die Justizbehörden am Dienstag in Melun bei Paris mitteilten, wurde ein Antrag der Schüler mit der Begründung abgelehnt, dass sie gegen das Verbot zum Tragen auffälliger religiöser Zeichen verstoßen hätten. Die 15 bis 18 Jahre alten Jungen weigern sich seit vergangenem Herbst, im Unterricht Teile ihres typischen Sikh-Turbans abzulegen. An Frankreichs öffentlichen Schulen gilt seit Beginn des laufenden Schuljahres im vergangenen September ein Verbot auffälliger religiöser Zeichen im Unterricht. Das Verbot war vom Parlament beschlossen worden, um Spannungen zwischen den Religionsgemeinschaften vorzubeugen und dem in Frankreich geltenden Prinzip der Trennung von Staat und Kirche Geltung zu schaffen. Durch die Teile des Turbans seien die Kläger "unmittelbar" als Sikh zu erkennen, urteilten die Richter. Damit verstießen sie gegen das Gesetz vom 15. März 2004. Die drei Schüler ersetzen den Schulbesuch seit November durch Fernunterricht. ...
Indien-Pakistan: "Friedensprozess ist unumkehrbar" Die Presse 19.04.2005 Der Besuch Präsident Musharrafs in Delhi bringt Annäherung zweier Erzfeinde. NEU DELHI. Während in Ostasien die Spannungen zuletzt bedenklich zugenommen haben, zeichnet sich in Südasien eine Ära der Entspannung am Horizont ab. Nach der indisch-chinesischen Annäherung in der Vorwoche scheint jetzt auch eine indisch-pakistanische Annäherung durchaus realistisch. Der Friedensprozess zwischen den beiden früheren Erzfeinden, die mehrere Kriege gegeneinander geführt haben, sei "unumkehrbar", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die der indische Premierminister Manmohan Singh und der pakistanische Präsident Pervez Musharraf am Montag in Neu Delhi veröffentlichten. ...
China-Indien: Zwei Giganten wollen Partner werden Die Presse 14.04.2005 Die beiden bevölkerungsreichsten Länder haben offiziell so gute Beziehungen wie noch nie. Dabei ist bei weitem noch nicht alles bilaterale Konfliktpotenzial ausgeräumt. ... Indiens Premierminister Manmohan Singh meinte gar, beide Länder könnten gemeinsam eine neue Weltordnung aufbauen. Wen regte während seines Besuchs zudem an, das indische Softwarepotenzial mit dem chinesischen Hardwarepotenzial zu verbinden, sodass beide Länder im IT-Sektor "die Führungsposition in der Welt" übernehmen könnten. Die Regierungschefs wollen den bilateralen Handel von 13,6 Milliarden Dollar (2004) bis 2008 auf 20 Milliarden Dollar ausweiten und wirtschaftlich umfassend zusammenarbeiten. Dabei geht es um Kooperationsprojekte in den Bereichen Luftfahrt, Finanzen, Wissenschaft und Technik sowie Tourismus und Erziehung. ...
Mit Dschilbab in die Schule Frankfurter Allgemeine Zeitung Freitag, 04.03.2005 ... Trotz der Schuluniform erlauben die multikulturellen britischen Schulen nahezu alle das Kopftuch, die jüdische Kippa, den Turban der Sikhs und das christliche Kreuz. ... In Großbritannien kleiden sich die ethnischen Minderheiten wesentlich selbstbewußter in ihren traditionellen Gewändern als in Deutschland. In London gibt es arabische Frauen, die in der Abaya und in voller Maske vor dem Gesicht einkaufen gehen. Es gibt kaum eine staatliche Schule, die nicht von muslimischen Schülerinnen mit Kopftuch besucht wird, und in zahlreichen Schulen unterrichten Lehrerinnen mit Kopftuch oder der strengeren Magnae. Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß in Unternehmen, Banken und Behörden Mitarbeiterinnen mit Kopftuch, Sikhs mit Turban und Juden mit Kippa tätig sind. Während Sikhs berichten, daß ihre Väter in den fünfziger Jahren noch gezwungen wurden, den Turban abzulegen und ihr Haar zu schneiden, tragen heute die Söhne ihre Turbane mit Stolz. Sogar immer mehr Sikh-Frauen tragen den straff gebundenen schwarzen Turban ihrer Religion am Arbeitsplatz. Auch in der Deutschen Botschaft in London wird man mitunter am Visa-Schalter von einer jungen Frau mit Kopftuch bedient. ...
Amu www.zdf.de 11.02.2005 "Amu" erzählt die Geschichte der 20-jährigen Kaju, die nach langer Zeit zurück nach Indien zu ihren Wurzeln reist. Als Adoptivkind in Amerika aufgewachsen, kennt sie das Land ihrer Herkunft nur als Touristin. ... Doch Kajus Erinnerung versagt auch an jenem Ort, wo sie angeblich die ersten Jahre ihres Lebens verbracht haben soll. Ein kleines Dorf in der Nähe der Hauptstadt, das sie mit skeptischer Neugierde durchstreift, ohne aber ihrer Kindheit auf die Spur zu kommen. Später aber, in den Slums von Delhi, brechen sie ein, die schemenhaften Versatzstücke einer Erinnerung. ... Schließlich offenbaren sich Zusammenhänge ihrer Adoption mit dem Massaker gegen die Sikhs im Jahre 1984. Mit jedem Tag ihrer bedingungslosen Recherche schreibt sie ihre Geschichte neu. "I don't want to know. But I can't help it" resümiert Kaju ihre familiären Ausgrabungen, die erst durch die genaue und ehrliche Berichterstattung der Mutter ein Ende finden. ... Über die Protagonistin Kaju gelingt es der Regisseurin Shonali Bose, sich den offenen Fragen rund um die Aufstände gegen die Sikhs zu stellen. Kurz angerissene Dialoge lassen die Ausmaße der politischen Unruhen erahnen, lassen vermuten, inwiefern Regierung und Polizei selber aktiv beteiligt waren. ... Der Film dokumentiert vor dem Hintergrund seiner Hauptdarstellerin und ihrer Suche nach ihrer verlorenen Zeit auf eindrucksvolle Art und Weise die staatlich tolerierten Gewaltakte gegen die Sikhs. Dazu fand Shonali Bose erschreckend poetische Bilder mit sinnliche Kraft und Stärke. ... Amu, Indien, 2004 Regie: Shonali Bose 98 Minuten Darsteller: Konkona Sensharma, Brinda Karat, Ankur Khanna, Yashpal Sharma
Gedenken an die Opfer von Gretzenbach und Südasien azonline.ch - Baden, Switzerland Freitag, 01.02.2005 In Erinnerung an die Opfer der Flutkatastrophe und des Unglücks in Gretzenbach organisierte die Sikh-Stiftung Schweiz einen Gottesdienst. Menschen unterschiedlichster Religionen beteten gemeinsam. Bilder, die man selten sieht. Der Sikh Tempel in Lotzwil liegt gut versteckt im indischen Restaurant Ashoka. Hier fand ein interreligiöser Gottesdienst statt, veranstaltet von der Sikh Stiftung Schweiz. Karan Singh, der Gastgeber, begrüsste die Gäste am Eingang und legte jedem persönlich eine Kopfbedeckung um. Die Schuhe mussten vor dem Tempelraum, von den Sikh Gurudwara genannt, deponiert werden. Der Raum war mit weissem Stoff ausgelegt worden. Die Sikh-Stiftung rief gemeinsam mit den anderen Veranstaltern die Besucher zur Solidarität mit den Flutopfern von Südostasien und den Opfern von Gretzenbach auf. ... Die Bilder, die sich an diesem Nachmittag zeigten, sind nicht alltäglich. Der Sikh Karan Singh und Pfarrer Ernst Sieber zeigten ihren Respekt und ihre Sympathie für einander. ...
Opfer in Südindien lehnen Fleischkost ab Der Standard - Vienna, Austria Freitag, 14.02.2005 "Eine ganze Armee von Sikhs aus Punjab ist hierher gekommen, um den betroffenen Menschen zu helfen", sagte die Leiterin der Hilfseinsätze im südindischen ...
Australische Religionsgemeinschaften bilden "Allianz gegen Abtreibung" Adventistischer Pressedienst - Germany Freitag, 04.02.2005 Die Religionsgemeinschaften Australiens haben sich in einer historischen Allianz gegen Abtreibung zusammengetan. Hochrangige Vertreter aller christlichen Kirchen sowie führende Geistliche der Buddhisten, Muslime, Juden und Sikhs richteten am 31. Januar einen 16 Punkte umfassenden Fragenkatalog an die Regierung. Es sei das erste Mal, dass alle Religionen des Landes gemeinsam gegen die Abtreibung Stellung beziehen und sich gleichzeitig für Verbesserungen für Mütter und ihre Kleinkinder einsetzen, hiess es dazu in Canberra. ... Mit geschätzten 70.000 bis 100.000 Abbrüchen pro Jahr habe Australien eine der höchsten Abtreibungsraten. Die Religionsvertreter verlangten in ihrem Fragenkatalog die Erstellung genauerer Abtreibungsstatistiken; gesetzliche Regelungen rund um die Spätabtreibung; sorgfältige und objektive Aufklärung für Frauen, die eine Abtreibung planen, einschliesslich der Darstellung physischer und psychologischer Risiken eines solchen Eingriffs; verbesserte Erziehungsprogramme über Schwangerschaft und Abtreibung sowie bessere Möglichkeiten der Unterstützung von Frauen mit unerwarteten Schwangerschaften.
48 Schulverweise nach Kopftuch-Verbot in Frankreich Der Standard - Vienna, Austria Freitag, 21.01.2005 Neben moslemischen Mädchen auch einige Sikhs betroffen - Bisher 639 Konflikte um das Tragen religiöser Zeichen. Marne-la-Vallee - Wegen des seit September geltenden Verbots von Kopftüchern und anderen auffälligen religiösen Zeichen sind in Frankreich 45 Mädchen und drei Jungen vom Unterricht an öffentlichen Schulen ausgeschlossen worden. Das gab der französische Bildungsminister Francois Fillon ... in einer Rede zum 100. Jahrestag der Trennung von Staat und Kirche in Frankreich bekannt. ... In den meisten Fällen sei dabei "eine Lösung durch den Dialog" gefunden worden. 45 moslemische Schülerinnen beharrten jedoch auf dem Tragen des Kopftuchs, drei Sikhs auf dem Tragen eines Turbans - und wurden daraufhin der Schule verwiesen. 60 Schülerinnen wechselten an Privatschulen. ... Es sollte das Prinzip des Laizismus untermauern, das seit 1905 gesetzlich festgeschrieben ist und den Staat zur Neutralität in religiösen Fragen verpflichtet.
Der Mann mit Turban und Bart azonline.ch - Baden, Switzerland 12.12.2004 Karnail Singh ist der Sekretär der Sikh Gemeinde und lebt seit 15 Jahren in der Schweiz. «Osama bin Laden, Osama bin Laden», hätten ihm Nachbarskinder schon nachgerufen. Karnail Singh hat die Verwechslung gelassen genommen, sich aber trotzdem bei den Eltern vorgestellt. Man habe zusammen Tee getrunken und er habe ihnen von seiner Religion und seinem Leben erzählt, meint er mit einem milden Lächeln. «Jetzt, no problem, no problem.» Karnail Singh ist Sikh und stammt aus Indien. Die Sikh-Religion ist mit 23 Millionen eine der kleineren Weltreligionen und zählt in der Schweiz zu den kleinsten Religionsgemeinschaften .... Karnail Singh ist Sikh und stammt aus Indien. ... Die schwarzen Stoffbahnen seines mächtigen Turbans sind kunstvoll um sein Haupt gewunden. Haare sind keine zu sehen, dafür umso mehr Bart. Grauweiss fliesst er aus Singhs Gesicht. Ein Reif umschliesst das Handgelenk des Bärtigen. Das stählerne Stück erinnert seinen Träger an die Verpflichtung zur Wahrheit und ist neben den ungeschnittenen Haaren, die meist unter einem Turban verborgen sind, das für Aussenstehende deutlichste Merkmal eines Sikhs. ... Eine knappe Antwort hat er auch bezüglich seines Lebens bereit: «Ich wurde 1948 in Pakistan geboren and arbeitete 15 Jahr für die Indian Navy, 1989 I came to Switzerland». Erst nach vielen Fragen und Kurzantworten ergibt sich langsam ein Bild seiner Biographie. Karnail Singh ist in einer Bauernfamilie aufgewachsen, die zehn Büffel und vier Hektaren Land besass. Das Grundstück lag auf einem Gebiet, das später Indien zugesprochen wurde. Nach der Schule ist er der indischen Marine beigetreten, da ihm diese gute Perspektiven bot. In der Folge nahm er an zwei Kriegen gegen Pakistan teil. Zu Beginn der Achtzigerjahre verstärkte sich der schwelende Konflikt zwischen den Sikhs und der Regierung. In der Provinz Punjab herrschte ein bürgerkriegsähnlicher Zustand, da die Sikhs einen eigenen Staat beanspruchten, der ihnen vor der Anwesenheit der Briten noch zustand. Mit ein Grund, warum Karnail Singh die Armee nach 15 Jahren Dienst verliess und nach Dubai ging, um auf einem Ölfeld zu arbeiten. Drei Jahre später kehrte er zurück. Allerdings hatte sich der Konflikt in der Zwischenzeit zugespitzt und wenige Monate nach seiner Rückkehr im Jahr 1984 liess Indira Gandhi den Goldenen Tempel in Armistar, das Heiligtum der Sikhs, stürmen. Tausende emigrierten in den folgenden Jahren ins Ausland, Karnail Singh kam in die Schweiz. Nachdem er als Asylant anerkannt worden war, arbeitete er in einem Krankenheim als Hilfspfleger. Auch diese Arbeit «was good job» und angesprochen auf seine Aufgaben meint er, es sei kein Problem für ihn gewesen, den alten Leuten die Windeln zu wechseln. Schliesslich würde er das für seine Eltern auch tun. ... Seine Religion lehrt ihn Demut aber auch ständiges Streben nach Höherem. ...
Macht durch Katastrophen http://www.welt.de Samstag, 25. Dezember 2004 Indira Gandhi und ihr gnadenloser Einsatz von Soldaten 1975 gegen die Sikhs sind in der Region noch in Erinnerung. Kumaratungas ...
Fauja Singh in Indien http://www.leichtathletik.de Samstag, 25. Dezember 2004 Der populäre britische Lauf-Oldie Fauja Singh hat am Donnerstag einen Marathon in seinem Geburtsland Indien absolviert. Der 93-jährige meinte nach dem Rennen in Punjab: “Für mich ist ein Traum wahr geworden.”
"Turban sicher kein Ausschließungsgrund" Der Standard - Vienna, Austria 06.12.2004 Integrationsstadträtin Sonja Wehsely im derStandard.at- Interview über Anti-Diskriminierung, Diversität, Integration und die "sanfte Öffnung" des Gemeindebaus ... Turban und Kopftuch dürfen kein Grund für Ungleichbehandlung sein - die Staatsbürgerschaft aber schon: Sonja Wehsely, die Wiener Integrations-Stadträtin im ... derStandard.at: Anfang September ist das Wiener Antidiskriminierungsgesetz in Kraft getreten – damit ist Diskriminierung nun in allen Bereichen der Stadt Wien strafbar. Was fällt dabei alles unter Diskriminierung? Sonja Wehsely: Wir haben mit dem Antidiskriminierungsgesetz und den Dienstrechtsnovellen die Richtlinien der EU nicht nur voll umgesetzt, sondern auch erweitert – neben der "Rasse" werden auch die Bereiche ethnische Herkunft, Religion, Weltanschauung, Alter, sexuelle Orientierung berücksichtigt. Das ist auch gegenüber der Bundesebene ein Fortschritt – dort wurde ja nur die Mindestvariante umgesetzt. Wenn einem Antidiskriminierung wirklich am Herzen liegt, reicht das nicht aus. ... derStandard.at: Bei den Wiener Linien wurde 2003 ein Sikh nicht eingestellt, da das Tragen eines Turbans mit den Kleidungsvorschriften nicht vereinbar war. Derartiges könnte in Zukunft also gerichtlich verfolgt werden. Wehsely: Das war eher eine akademische Diskussion: Zum einen wurden die Kleidungsvorschriften bei den Wiener Linien inzwischen geändert – das Kapperl ist abgeschafft, das Problem stellt sich also nicht mehr. Zum anderen ging es auch darum, dass dieser konkrete Kollege der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig war. Aber zukünftig ist die Frage des Turbans sicher kein Ausschließungsgrund. derStandard.at: Auch Kleiderordnungen, die Kopftuch verbietet, wäre demnach diskriminierend und damit nun strafbar? Wehsely: Ja, das gilt für Kopftuch wie Turban wie sonstige Kleidungsstücke. Ausnahmen gibt es nur, wenn die Sicherheitsvorschriften dagegen sprechen. Bei der Feuerwehr muss beispielsweise ein Helm getragen werden, da geht die Sicherheit natürlich vor. ...
Briten not amused über die »Causa Kopftuch« Neues Deutschland - Germany 22.12.2004 ... der CSU-Parteitag die «deutsche Leitkultur» propagierte ... Stoiber «Nein zu islamischen Kopftüchern!» ausrief, winkte sein Innenminister Beckstein in Köln deren Trägerinnen zu. Nirgendwo sonst in Europa wäre derlei Heuchelei und Schizophrenie denkbar. ... Vieles davon wirkt vor dem Hintergrund gleichberechtigten Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen anderswo in Europa nicht nur provinziell, sondern auch menschenrechtswidrig. So schüttelt man in Großbritannien irritiert den Kopf über hiesige Debatten und Verbote. Dort tragen nicht nur muslimische Beamtinnen oder Diplomatinnen selbstverständlich auch im Dienst ein Kopftuch, falls sie es wünschen. Auch die Londoner Polizei hat ein zur Uniform passendes Kopftuch designen lassen, nachdem zuvor schon der Turban für Sikh-Polizisten erlaubt wurde. ...
Indiens Premier Singh bekennt sich zum Friedensprozeß in Kaschmir Die Welt - Germany 17.11.2004 Srinagar - Bei einem Besuch in Kaschmir hat sich der indische Ministerpräsident Manmohan Singh zur Fortsetzung des Friedensprozesses bekannt. ...
Konkrete Träume in Beton taz - Germany 13.11.2004 ... muss zum einen ein Ersatz her für Lahore, der ehemaligen Hauptstadt Pandschabs, zum anderen werden nach den blutigen Unruhen 7,5 Millionen Sikhs und Hindus ...
Auch Mini-Turban ist verboten SonntagsBlick - Switzerland 06.11.2004 Erstmals sind jetzt auch Sikhs vom Unterricht suspendiert worden. Die drei Schüler eines Gymnasiums in Bobigny weigerten sich, auf ihren Turban zu verzichten. ...
Französische Schule schließt Sikhs wegen Turban aus Yahoo! Nachrichten - Germany 06.11.2004 ... Sie argumentierte, dass ihre Religion es den männlichen Sikhs verbiete, die Haare zu schneiden; der zum Verdecken des Haupthaares genutzte Turban sei für ...
Französische Schule schließt drei Sikhs wegen Turbanen aus Yahoo! Nachrichten - Germany 06.11.2004 ... Jasvir Singh und zwei ältere Mitschüler, die seit dem Schulbeginn im September ihre Turbane nicht abnehmen wollten, durften seither nicht am Unterricht ...
Französische Schule schließt Sikh wegen Turban aus Yahoo! Nachrichten - Germany 05.11.2004 ... Die aus Indien stammende Glaubensgemeinschaft der Sikhs hatte um eine Ausnahme von dem Verbot gebeten. Sie argumentierte, dass ihre ...
Französisches Gericht bestätigt Schulverweis gegen drei Sikhs islamische portal - Germany 25.10.2004 Das Verwaltungsgericht im Pariser Vorort Cergy-Pointoise bestätigt den Verweis von drei jungen Sikhs von einem Gymnasium in Bobigny. ...
KOPFTUCHVERBOT IN FRANKREICH Schülerinnen vom Unterricht ... Spiegel Online - national,Germany 21.10.2004 ... ihr Kopftuch abzulegen. Unterdessen klagen Sikhs gegen die brisante Vorschrift, die auch Turbane erfasst. Erstmals seit Inkrafttreten ...
Sikhs klagen gegen Kopftuchverbot Kurier - Austria 19.10.2004 Paris- Die Religionsgemeinschaft der Sikhs beantragte vor einem Pariser Verwaltungsgericht eine Eilentscheidung im Fall von drei Sikhs, die in einer Schule im ...
Turbaned students not allowed entry into French schools, says Sikh body http://www.tribuneindia.com/2004/20040905/punjab1.htm#1 Patiala, September 04 Jangveer Singh Tribune News Service Patiala, September 4 Despite claims by the Indian government that it had received assurances from its French counterpart that Sikh students would be allowed to wear turbans to school, turbaned youths were either not allowed to enter schools or were made to sit in segregated classrooms after the start of the new academic session on September 2. Mr Gurdial Singh, who is the president of the International Sikh Human Rights Organisation, while talking to TNS from Bibany, a suburb of Paris, said his son Jasvir Singh was not allowed entry into the Louis Michhele School in Bibany on Thursday. He said as he had gone to the school with his son on the first day of the new session, he had demanded to see the Principal. “We were allowed to meet the Principal, who expressed his helplessness in allowing my son to enter the school premises with his turban”. He said he had reminded the Principal that the French Interior Minister and other officials had given assurances to the Sikh community that their children would be allowed into schools with their headgear but it had no effect on him. “The Principal sympathised with me but said he had not received any order to exclude Sikh children from the new law”. Gurdial Singh said he had taken up the issue with local schools’ secretary, who had asked him to wait for a few days for the matter to be sorted out. Meanwhile, reports said that while in some schools Sikh students were denied entry, in others they were allowed to enter the premises but seated in separate classrooms away from their classmates. “They were told that they would get the necessary introductory books separately,” said Shingara Singh Mann of the Franco Sikhs Organisation headquartered in Paris. Mr Mann, while talking to TNS, said there was also confusion as to what kind of headgear would be allowed. “We have heard from some sources that the ‘patka’ will be allowed but not the turban. This will create problems for senior boys,” he said. Mr Mann said some schoolchildren were also told that they would be admitted in different schools. “I feel the French government wants to demoralise us as uprooting a child from his class in a particular school will not only affect his performance but will also have an adverse psychological impact on him,” he said. Mr Mann said he and other Sikhs had approached government functionaries, asking that the exact rules applicable to Sikh students be given in writing but the same was not forthcoming. ... Meanwhile, the Sikh Nation Organisation, headed by Dr Manjit Singh Randhawa, has appealed to Sikh organisations to hold protests outside French embassies around the world. Dr Randhawa, who has also raised the issue with the UNO as well as the Sikh high priests recently, said Sikhs were being forced to take up the issue at the global level with the French Government being unable to decide on the matter despite negotiations since January when the new law banning religious headgear was introduced in the French parliament.
Nur keine Provokation http://www.tagesspiegel.de 03.09.2004 Frankreichs erster Schultag steht im Schatten der Entführungen im Irak – das Kopftuchverbot wirkt aber Von Sabine Heimgärtner, Paris Zum ersten Mal „oben ohne“: Mit Beginn des neuen Schuljahres ist in Frankreich an diesem Donnerstag das landesweite Kopftuchverbot an staatlichen Schulen in Kraft getreten. Die meisten muslimischen Schülerinnen passierten die Schultore ohne den Schleier oder zogen es vor, das nicht verbotene Stirnband zu tragen, das die Haare nicht vollständig bedeckt. Nur in vereinzelten Fällen weigerten sich Schülerinnen, die Kopftücher abzunehmen. ... Das Gesetz, das das Tragen auffälliger religiöser Symbole verbietet – darunter auch die jüdische Kippa, übergroße christliche Kreuze oder die bei den Sikhs üblichen Turbane – wurde am 15. März mit großer Mehrheit in der französischen Nationalversammlung verabschiedet. ... Rashida, eine 17-jährige Gymnasiastin im Pariser Außenbezirk Bobigny, spricht aus, was die meisten ihrer muslimischen Mitschülerinnen denken: „Wir sind in einer bedauerlichen Lage, weil unsere Verschleierung von vielen Mitbürgern offenbar als Provokation, im schlimmsten Fall sogar als Zugehörigkeit zu einer Terroristengruppe interpretiert wird. Wir werden alle ‘in einen Sack geworfen’“. In Frankreichs Schulleitungen und Bildungsbehörden ist man sich noch keineswegs darüber im Klaren, wie das Kopftuch-Verbot überhaupt durchgesetzt werden soll. Verunsicherung herrscht aber auch bei den Lehrern. ...
Kopftuchverbot: Keinerlei Probleme an den französischen Schulen http://www.nachrichten.at Freitag, 3. September 2004 - 08:49 ... Seit gestern sind auffällige religiöse Symbole, ob Kopftuch, übergroßes Kreuz, Kippa oder Turban, aus den staatlichen französischen Schulen verbannt. Wer darauf dennoch nicht verzichten will, riskiert den Schulausschluss. Das will Samira genauso wenig erleben wie die schiefen Blicke vieler Mitschüler, "die mich wegen meines Kopftuchs in einen Sack mit den irakischen Entführern stecken würden". ... Manche Schülerinnen islamischen Glaubens tauschten gestern das Kopftuch mit dem Stirnband, das als modisches Accessoire problemlos durchgeht. Andere testeten mit einem "Piratentuch" á la Berlusconi aus, wie weit die Toleranz der Lehrer geht. ...
India asks France to allow Sikhs to wear turbans http://story.news.yahoo.com Wed Sep 1,10:37 AM ET AMRITSAR, India (Reuters) - India has urged France to allow Sikhs living in that country to wear their traditional headgear at state schools as it is intrinsic to their faith, Prime Minister Manmohan Singh said on Wednesday. The French parliament passed a law in March to ban conspicuous religious symbols from its state school system despite appeals and protests against it by minority religious groups including the Sikhs. Singh, who took over as India's first Sikh prime minister in May, said he had sent a special envoy to Paris last week to meet President Jacques Chirac. "I asked him to ... impress upon President Chirac the significance of the turban to the Sikh faith," Singh told a rally of tens of thousands of Sikhs in the northern Indian city of Amritsar, home to the Golden Temple, the holiest shrine of the faith. Singh's comments came in response to an appeal from a Sikh leader who asked New Delhi to help get the ban revoked. "I am happy to say that when the envoy came back he informed me that President Chirac listened to him very carefully and I am confident that some concrete results will emerge," Singh said. ... More than 5,000 Sikhs live in the Paris region. Devout Sikh men do not cut their hair and always wear a turban as a symbol of their faith. They believe that this demonstrates their obedience to god.
Sikh constable is star of show http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/west_midlands/3618056.stm Last Updated: Wednesday, 1 September, 2004, 16:16 GMT 17:16 UK By Maurice Blisson, BBC News Online, West Midlands Police Constable Harvinder Singh Rai admits he has twin loyalties - the West Midlands Police Service and the Sikh religion. He says he has no trouble reconciling the two, and loves both. Pc Rai is featured in a new BBC documentary - Sikhs and the City - which will be broadcast on BBC1 on Thursday 2 September at 2330 BST. The 33-year-old has served with the West Midlands force since joining as a probationer 10 years ago. Early prayers The TV documentary, which looks at a number of Sikhs working in the UK, focuses on Pc Rai as he attends early morning prayers in Wolverhampton. I am fiercely loyal to West Midlands Police but I am equally at home with my faith It also follows him as he goes to work on a routine shift. ... "They are in perfect harmony. Unless I've totally misunderstood the basics of Sikhism - in which case, I'm in deep trouble." The married officer has two children, a boy of 10 and a girl aged nine, and lives in the Walsall area of the West Midlands. 'Some uncertainty' He says there are over 100 Sikhs serving in the 8,500-strong West Midlands force, but only a couple of dozen who always - like him - wear a turban. He spoke to BBC News Online about the attitude of his colleagues in the police, adding he had not met any prejudice. "Initially there is some uncertainty," he said. "People are unsure about the right way to approach the subject, which is only natural. "But I find most of my colleagues very interested in the Sikh faith." He says he has not met any prejudice on the streets, either. "Many people know and accept me," he said. "I've been quite well received. I have been very fortunate in that way." ... He has been active in police-public relations in the past, most notably when he co-ordinated a seminar on forced marriages last year. ...
Swiss army knife made for Sikhs http://news.bbc.co.uk/2/hi/business/3618258.stm Last Updated: Wednesday, 1 September, 2004, 14:35 GMT 15:35 UK Devout Sikhs are required to carry a traditional knife or kirpan Swiss army knife maker Victorinox has launched a series of Sikh religious knives or 'kirpans' in India. The knives have been released for sale to mark the 400th anniversary of the Sikh holy book. ... Made in two sizes, they will sell for up to 3,400 rupees ($73; £41), some 34 times the price of some local versions. These retail at between 100 and 600 rupees and are sold outside Sikh temples or gurdwaras. By contrast, Victorinox's kirpans will be sold in about 450 shops around the country. Detailed design Available in either 3.6 or 7.2 inches, the single-edged knives will be sold with a case and a belt to be worn over the shoulder. As first revealed by BBC News Online in June last year, the Victorinox kirpans incorporate an ornate brass and enamel design. ...
Sikh millions gather for historic jubilee http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/3609182.stm 29 August, 2004, 02:10 GMT 03:10 UK By Asit Jolly Sikhs from all over the world have begun arriving in the holy city of Amritsar, northern India, to commemorate the 400th year of the Sikh holy book, the Guru Granth Sahib, on 1 September. The holiest Sikh shrine, the Golden Temple, will be the centre of celebrations that are expected to attract more than 4m visitors to Amritsar, in the northern state of Punjab. There is a distinct air of festivity in Amritsar's Old City, which surrounds the Golden Temple, also known as Harimandir Sahib - a site as sacred to Sikhs as Mecca is to Muslims. 1 September 2004 has a special significance for the Sikhs. It was on this day, exactly 400 years ago, that the Guru Granth Sahib - a textual compilation of the teachings of the Sikh Gurus - was brought to the Golden Temple by the fifth Sikh guru, Guru Arjan Dev. The Guru Granth Sahib is the source of spiritual guidance to all Sikhs. ...
Die wichtigsten Helfer: Von Todt bis Singh http://www.rundschau-online.de 29.08.2004 16:11 Uhr, aktualisiert 29.08.2004 16:17 Uhr Von Elmar Dreher Spa-Francorchamps - Mehr als 800 Ferrari-Angestellte haben ihren Teil zu Michael Schumachers siebtem Formel-1-Weltmeistertitel beigetragen - vom Teamchef Todt bis zur Putzfrau. ... Physiotherapeut Balbir Singh: Der gebürtige Inder betreut Schumacher seit neun Jahren am Rennwochenende praktisch rund um die Uhr. Singh bekocht und massiert den Piloten nicht nur, sondern ist auch sein ständiger Ansprechpartner und beruhigender Geist im Hintergrund. Schumacher spöttelte über die innige Beziehung einmal: «Mit Balbir verbringe ich fast mehr Zeit als mit meiner Frau.» ...
France assures India on turban issue http://www1.timesofindia.indiatimes.com/articleshow/828356.cms THURSDAY, AUGUST 26, 2004 03:56:14 PM NEW DELHI: France has assured India that the issue of ban on religious symbols in French public schools that includes turban worn by Sikh students would be sorted out in a manner responsive to the sensitivities of the Sikh community. The assurance was given when National Security Adviser J N Dixit raised the issue at the "highest levels" during his two-day visit to France from August 23, it was officially stated on Thursday. "An assurance was conveyed that the matter will be sorted out in a manner responsive to the sensitivities of the Sikh community," Government said. There are about 5,000 Sikhs in France. Sikhs in France have vehemently protested the government decision announced six months back under which Sikh students have been prohibited from wearing their traditional turban to public schools in that country. The French Government has contended that the law was not against any kind of religion, customs or traditions but meant to ensure that in the system prevailing there, religion is not allowed to interfere. It further argued that the law was against any religious sign in public schools that could create a climate of distrust.
India takes up 'turban ban' with France Friday, Aug 27, 2004 http://www.hindu.com/2004/08/27/stories/2004082706770400.htm NEW DELHI, AUG. 26. With the French school year due to start in September, India has urged France to reconsider its ban on the display of ``religious symbols'' by students — including the turban that Sikh pupils in that country, like their counterparts elsewhere in the world, wear. According to the Prime Minister's Office, the question of the ban was raised by the National Security Adviser, J.N. Dixit, ``at the highest levels of the French Government'' during his visit to Paris on August 23-24. According to the PMO, ``an assurance was conveyed (to Mr. Dixit) that the matter would be sorted out in a manner responsive to the sensitivities of the Sikh community.'' In February this year, Dominique de Villepin, the then Foreign Minister of France, gave a similar assurance to the Vajpayee Government during his visit here. However, French officials say it will be difficult to relax the rule — mandated by the country's tough ``Secularity law'' — for Sikh students without inviting similar demands from Muslim and Jewish pupils who will be prohibited from wearing the `hijab' and `yarmulke' from September onwards.
Indisches Vorspiel Trotz acht Olympiasiegen im Landhockey zählt in Indien mittlerweile nur noch Cricket 21. August 2004, 02:18 http://www.nzz.ch/2004/08/21/sp/page-article9SYNK.html Der Mann nennt sich Bill. Bill Singh. Kurz und bündig. Weil sich, wie er erklärt, seinen richtigen Name ohnehin keiner merken kann. Er habe nämlich mehrere, und mehrsilbig seien diese obendrein. «Viel zu kompliziert», sagt er und kichert wie ein Teenager. ... Bill Singh ist ein indischer Journalist. Und erweist sich als grosse Hilfe an diesem lauen Sommerabend im Olympia-Komplex auf dem alten Flughafen-Gelände von Hellinikon. ... Bill ist vergnügt und vom Erstaunen sowie den vielen Anfängerfragen seiner «Schülerin» zum indischen Team sichtlich amüsiert. Ausschweifend erklärt er beispielsweise, dass es für Sikhs eine Art Wettkampf-Turbane gebe, dass die Angehörigen besagter ethnischer und religiöser Volksgruppe ihre Haare allerdings auch zum Kringel knoten und mit einem Schutz bedecken könnten. Das Chignon auf dem Kopf dieser Spieler habe also nichts mit einem Hütchen zu tun. ... Nach der Aufnahme des Landhockeys ins olympische Programm 1908 waren die Inder jahrzehntelang dominant. Sie hatten durch die Briten das Spiel entdeckt und gewannen bisher achtmal Olympiagold. Dank Bills Namensvetter Balbir Singh - dem bisher besten Hockeyspieler aller Zeiten - sowie Dhyan Chan gelang sogar zweimal der Hattrick (1948, 1952 und 1956 sowie 1928, 1932 und 1936). ...
Amritsar bids for world heritage list Wednesday, 18 August, 2004, 18:11 GMT 19:11 UK http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/3577758.stm By Asit Jolly BBC correspondent in Chandigarh Sikhism's holiest shrine, the Golden Temple in Amritsar, is undergoing a UN survey that could lead to its listing as a world heritage site. Professor Eman ul-Haq is carrying out the survey for the UN's education and cultural organisation, Unesco. The survey comes as the temple in the north Indian state of Punjab prepares grand celebrations to observe the 400th anniversary of the Sikh Holy Book or Guru Granth Sahib. ... His formal report on historical, cultural and architectural factors will be the basis on which the International Council on Monuments and Sites and Unesco decide whether it makes the world heritage list.
Celebrations Both the Shiromani Gurudwara Prabandhak Committee - the Sikh committee that manages the affairs of the shrine - and the state government have promised to do everything possible to fulfil the requirements. Punjab chief minister, Amarinder Singh, on Wednesday met Professor ul-Haq in Amritsar to assure him of the government's full support. ...
4. Weltparlament der Religionen fand in Barcelona statt Montag, 09.08.2004 http://islam.de/?site=articles&archive=newsnational&article_number=2180 8.000 religiöse Aktivisten aus über 70 Ländern und fast allen Religionen treffen sich in Barcelona – 150 Mitglieder der United Religions Initiative (URI) waren dabei ... Ein letztes Highlight sei zum Schluss genannt: die Sikh-Gemeinschaft aus Birmingham ... war mit etwa 250 Menschen vor Ort präsent und lud alle Parlaments-Teilnehmer zweimal täglich zum Langar, zu einer kostenfreien Mahlzeit, ein. Ungefähr 3.000 Menschen folgten dieser Einladung mittags und abends und wurden in vollendeter Freundlichkeit und Gastfreundschaft in langen Sitzreihen, auf dem Boden sitzend, verpflegt. Neben den Essplätzen und der großen Küche waren im Zelt auch ein Guruduwara (Sikh Gebetsstäte) sowie eine Ausstellung zur Sikh-Religion untergebracht. ...
Punjabi becomes first Asian Sheriff in UK Jalandhar, August 4 2004 http://www.tribuneindia.com/2004/20040805/punjab1.htm#10 Tribune News Service It is yet another proud moment for Jalandhar as Mr Harjit Singh Gill of Dakoha village, near cantonment has become the first Asian of the UK to get appointed as the Sheriff of Gloucester city. Mr Gill (49) was working as a labour councillor for two wards in Barton and Tredworth, where he owns two post office businesses. The Labour Party nominated him as his name was formally proposed at the annual meeting of the Gloucester city council recently. Mr Gill became the first Asian mayor of Barton in 1999. In 2000, he was reappointed on the post. In April, 2003, he became the firstever Asian of Gloucester to have lunch with the Queen. ... A former professional hockey player in India, Mr Gill came here last in 1999 when he brought with him a police hockey team from the UK. ...
New Yorker Polizisten dürfen Turban tragen 02. August 04 http://www.news.de New York (dpa) - Zwei New Yorker Polizisten, die der Sikh-Religion angehören, dürfen künftig im Dienst einen Turban tragen. Wie die «New York Times» am Donnerstag berichtete, hatten die beiden Verkehrspolizisten zuvor ihren Job verloren, weil sie auf die traditionelle Kopfbedeckung nicht verzichten wollten. Nachdem Amric Singh Rathour und Jasjit Singh Jaggi die Stadt wegen religiöser Diskriminierung verklagt hatten, beugte sich die Polizei einem Gerichtsurteil und dem Druck der städtischen Bürgerrechtskommission.
NY Police Lift Turban Ban for Sikh Traffic Cop Thu Jul 29, 5:56 PM ET http://story.news.yahoo.com NEW YORK (Reuters) - A Sikh New York traffic officer forced to quit because of his turban will be reinstated and allowed to wear his religious headdress, police said on Thursday, in a victory for a group targeted since the Sept. 11 attacks. Jasjit Singh Jaggi filed suit with the New York City Commission on Human Rights in 2002 after being forced to quit for insisting on wearing his turban and a long beard. ... Jaggi said those restrictions would violate his religious beliefs. The commission said the police department had until Thursday to appeal its order to reinstate Jaggi and allow him to leave his beard long and wear his turban while working. A police spokesman said he would be reinstated. Sikhs living in and around New York have repeatedly been subject to hostility and violence by people embittered by the Sept. 11, 2001, attacks who confuse them with Islamic fundamentalists. "People see the beard and the turban and they think of Osama bin Laden (news - web sites) with his beard and turban," said Prabhjot Singh, director of New York's Sikh Coalition. In the most recent attack, a 54-year-old Sikh limousine driver and local spiritual leader was ridiculed and beaten unconscious in the New York borough of Queens on July 11. "It is my sincere hope that New York and America will associate my turban with what it is, a symbol of piety, respect, hope and courage," said Jaggi, 36, an Indian who arrived in New York in 1985. A second Sikh, Amric Singh Rathour, filed a federal suit against the New York police after being dismissed while still at the police academy for insisting on wearing his turban. ... "New York is meant to be the most diverse city in the country," Singh said. "For us even to have to fight this battle is somewhat absurd."
TOD IM PUNJAB 21.07.2004 14:15 Uhr http://www.ndrinfo.de/pages/news/1,2760,SPM48_CON04x07x21x14-15,00.html Neu Delhi: Die Nationale Menschenrechtskomission in Indien hat schwere Vorwürfe gegen die Polizei des Landes erhoben. Beamte sollen demnach in den 80er Jahren im Bundesstaat Punjab mehr als 700 Sikhs getötet haben. Die Opfer seien abgeholt worden und nie wieder nach Hause gekommen, heißt es in der Untersuchung. Seit 1981 hatten fundamentalistische Gruppen mehr als ein Jahrzehnt lang für einen unabhängigen Sikh-Staat in Punjab gekämpft. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Auch Separatisten in Kaschmir werfen indischen Sicherheitskräften vor, Unschuldige abzuführen und zu töten.
Indische Polizei tötete in den 80er 700 Sikhs APA 12:08 21.07.2004 http://www.nachrichten.at Neu Delhi (APA/dpa) - Die indische Polizei hat in den 80er Jahren nach neuen Angaben der Nationalen Menschenrechtskommission mehr als 700 unschuldige Sikhs im nordindischen Bundesstaat Punjab getötet. Die Opfer seien von der Polizei abgeholt worden und nie wieder nach Hause gekommen, heißt es nach einem Bericht des Nachrichtensenders NDTV vom Mittwoch in der Untersuchung. Von 1981 an kämpften radikale Gruppen mehr als ein Jahrzehnt lang für einen unabhängigen Sikh-Staat in Punjab. Der Aufstand wurde letztlich blutig niedergeschlagen. Im Jahr 1984 stürmten Soldaten den von militanten Sikhs besetzten Goldenen Tempel in Amritsar, das wichtigste Heiligtum der Sikhs. Indiens Ministerpräsidentin Indira Ghandi wurde wenig später von Sikh-Leibwächtern ermordet; bei anschließenden Ausschreitungen gegen Mitglieder der Religionsgemeinschaft kamen in Neu-Delhi rund 2.000 Menschen um. Heute leben etwa 19 Millionen Sikhs in Indien, knapp zwei Prozent der Bevölkerung. ... Als Zeichen der Heiligkeit lassen sie ihre Haare wachsen (Kesh) und stecken sie unter den Turban, das Markenzeichen der Sikh-Männer. In der indischen Armee dürfen sie den Turban statt der Soldaten-Mütze tragen, und von der Helmpflicht auf dem Motorrad sind sie befreit. ...
Angry Sikhs vow to enter Germany despite checks New Delhi, July 15 2004 http://www.hindustantimes.com/news Sikhs aspiring to migrate to Germany on Thursday reacted angrily to reports that their community members were being singled out for security checks in Munich but said that would not stop them from going to that country. Members of the community expressed shock and dismay at the reported profiling of Sikhs at Munich International Airport and the harassment of an octogenarian Sikh gentleman, who was asked to remove his turban to check for bombs. ... The German embassy was evasive, with spokesman Michael Reiffenstuel saying: "The embassy is aware of the incident and has informed the competent authorities in Germany, who are investigating the matter." ... In contrast to Satwinder Singh's display of anger, farmer Malkeet Singh pondered with a shrug: "If the defence minister of our country can be strip-searched in the US, can ordinary Indian citizens escape such insults elsewhere?" ... Malkeet Singh, who left a thriving restaurant business in Hamburg in Germany to take up farming in his native Gurdaspur in Punjab, was accompanying his elder brother to the embassy. He said there should be better understanding of religions, and more importantly tolerance for all communities. ...
UN takes up turban issue with French govt Amritsar, July 1 2004 http://www.tribuneindia.com/2004/20040702/punjab1.htm In a significant development, the United Nations has taken up the issue of banning turban by the Government of France, imposed on schoolchildren by enacting the school scarf ban law. The issue was reported to the United Nation by the Sikh Nation Organisation (SNO), led by Dr Manjit Singh Randhawa. ... Dr Randhawa while giving details of the case said the UN admitted the petition of the SNO under UN 1503 procedure, filed on March 17, 2004 against the French Government, for violating human rights of schoolchildren by enacting the scarf ban law through which “signs and dress, which conspicuously show religious affiliations are forbidden, in public schools of France. Under the 1503 procedure the commission has the mandate to examine a constant pattern of growth, violations of human rights and fundamental freedoms in any country of the world. The procedures examines pattern of violations. Pressure is exerted on the state to change laws, policies and practise that infringe international human rights, according to supplementary information, supplied by UN Secretariat to the Sikh Nation Organisation. ...
Ein Prosit auf "Mosaik" Vom 28.06.2004 http://www.wiesbadener-kurier.de/region/objekt.php3?artikel_id=1525991 (rec) Im Westend wurde das neue Kultur- und Bildungszentrum "Mosaik" eröffnet - ein Zentrum, in dem sich Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen begegnen, und jeder vom anderen lernen soll. ... Raviender Singh stammt aus Indien, lebt aber seit 20 Jahren in Deutschland und ist vor drei Jahren nach Wiesbaden gezogen. Seine Frau besucht im Westend eine Schule und will hier die Berufsberatung wahrnehmen. - Wenn das "Mosaik" so funktionieren wird, wie die Gründer es sich erhoffen, werden hier viele Nationen zusammenkommen und voneinander lernen können. Im gegenseitigen Austausch studieren Sie neue Sprachen und lernen fremde Kulturen kennen. Fremdenfeindlichkeit hat hier keinen Platz.
"Gutes Signal an die Schulen" Artikel erschienen am 26. Juni 2004 http://www.welt.de/data/2004/06/26/296694.html Baden-Württembergs Kultusministerin begrüßt Urteil zum Kopftuchverbot - Ludins Anwalt erwägt Gang nach Karlsruhe Berlin - Der Streit um das Kopftuchverbot geht auch nach der Bestätigung durch das Leipziger Bundesverwaltungsgericht weiter. Ein generelles Kopftuchverbot sei mit der Religionsfreiheit nicht zu vereinbaren, meinte der ehemalige Bundesverfassungsrichter Ernst-Gottfried Mahrenholz. Baden-Württembergs Kultusministerin Annette Schavan (CDU) begrüßte dagegen das Urteil als ein "gutes Signal an die Schulen". Das Urteil bedeute eine "Klarstellung" und schaffe Rechtssicherheit für Schulen, Eltern und Schülerinnen, meinte Irmingard Schewe-Gerigk, frauenpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion. Sie verwies auf die staatliche Neutralitätspflicht. Das Kopftuch störe den Schulfrieden, weil es ein Frauenbild transportiere, das nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei. ... Baden-Württemberg hatte im April als erstes Bundesland das Schulgesetz entsprechend geändert. Niedersachsen folgte wenige Wochen später. Erst am Mittwoch dieser Woche hatte das Saarland einstimmig ein Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen beschlossen. Auch Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Berlin planen entsprechende Verbote. ... Das Gesetz sei "bewusst abstrakt" gehalten, um auch den "Turban von Sikhs" bei Lehrern in öffentlichen Schulen zu verhindern, betonte der Tübinger Verfassungsrechtler Ferdinand Kirchhof als Vertreter des Landes Baden-Württemberg. Ordenstrachten von Nonnen hingegen seien eine "Berufsbekleidung für einen religiösen Beruf", erklärte Kirchhof. ... Unter Muslimen herrsche nach dem Leipziger Urteil große Enttäuschung, erklärte Nadeen Elyas, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Christliche und jüdische Traditionen würden privilegiert, die islamische Religionsausübung benachteiligt. Eine einseitige Erlaubnis zum Tragen christlicher oder jüdischer Symbole sei verfassungswidrig, sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck. Dass sich die Gerichte überhaupt mit dem Kopftuch beschäftigen müssen, wertete Wilfried Wolfgang Steinert, Vorsitzender des Bundeselternrats, als ein "Armutszeugnis" für die Werteerziehung im deutschen Bildungswesen. Weltoffene und selbstbewusste Schüler müssten vor Kopftüchern oder anderen religiösen Symbolen keine Angst haben. CE
Indiens Premier verspricht Reformen Sonnabend, 26. Juni 2004 http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/politik/story686895.html Singapur - In seiner ersten Rede an die Nation sprach Indiens neuer Premierminister Manmohan Singh das größte Problem seines Landes an: den krassen Unterschied zwischen Arm und Reich. Um die Hoffnungen der Menschen zu erfüllen, versprach Singh, werde die Regierung die öffentlichen Institutionen reformieren: "Indien kann die Diskrepanzen zwischen seinen Menschen und Regionen nicht mehr länger akzeptieren." ... "Dazu", erklärte Singh, "müssen wir die Regierung und die öffentlichen Institutionen reformieren. Schon mit seinem Amtsantritt hatte Singh "Reformen mit menschlichem Gesicht" versprochen. ...
Bundesverwaltungsgericht Kopftuchverbot bestätigt 25. Juni 2004 http://www.faz.net Die Lehrerin Fereshta Ludin hat den Streit um das Kopftuchverbot verloren. Nach jahrelangem Rechtsstreit hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag die Klage der Frau zurückgewiesen. Zugleich bescheinigten die Richter dem Schulgesetz von Baden-Württemberg verfassungsgemäß zu sein. Damit ist es Lehrerinnen in Baden-Württemberg nicht erlaubt, in der Schule ein Kopftuch zu tragen. ... In Niedersachsen darf das "äußere Erscheinungsbild" der Lehrkräfte "keinen Zweifel" aufkommen lassen, daß sie den staatlichen Bildungsauftrag erfüllen können. In Baden-Württemberg sind nun politische, religiöse oder sonstige "äußere Bekundungen" untersagt, die geeignet seien, "den Schulfrieden zu stören". Das Schulgesetz Baden-Württembergs sei "bewußt abstrakt" gehalten, um neben religiösen Kopftüchern auch "den Turban von Sikhs" bei Lehrern in öffentlichen Schulen zu verhindern, hob das Land nun hervor. Ordenstrachten von christlichen Nonnen hingegen seien eine "Berufskleidung für einen religiösen Beruf". ... Das Verfassungsgericht führte aus, daß die religiös-weltanschauliche Neutralität des Staates nicht im Sinne einer strikten Trennung von Staat und Kirche zu verstehen sei, sondern als "offene und übergreifende, die Glaubensfreiheit für alle Bekenntnisse gleichermaßen fördernde Haltung". In einer Gesellschaft mit unterschiedlichen Überzeugungen gebe es kein Recht darauf, von "kultischen Handlungen" und religiösen Symbolen eines anderen Glaubens verschont zu bleiben. Der Landesgesetzgeber muß nach Ansicht der Karlsruher Richter das "unvermeidliche Spannungsverhältnis" zwischen der Glaubensfreiheit des Lehrers und der staatlichen Neutralitätspflicht lösen. "Dabei können die einzelnen Länder zu verschiedenen Regelungen kommen." ... Das zulässige Maß Das Gericht deutete an, der Gesetzgeber könne "das zulässige Maß religiöser Bezüge" in der Schule neu bestimmen. Auch ein Kopftuchverbot könne die Religionsfreiheit zulässigerweise einschränken. Bei dem "zu findenden Mittelweg" dürften auch Schultraditionen, die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung und ihre religiöse Verwurzelung berücksichtigt werden. Wenn ein Lehrer religiöse Bezüge in den Unterricht einbringe, so könnten dadurch Schulkinder beeinflußt und Konflikte mit den Eltern hervorgerufen werden. Auch die religiös motivierte Bekleidung eines Lehrers kann nach Auffassung des Gerichts so wirken. Das seien aber nur "abstrakte Gefahren". Wenn solche Konfliktmöglichkeiten als Eignungsmangel bei der Einstellung gewertet werden sollten, so sei dafür eine hinreichend bestimmte gesetzliche Grundlage erforderlich. Für die Frage, ob das Kopftuch einen Eignungsmangel darstelle, komme es auf dessen Wirkung an. Das Kopftuch werde aber, so die Senatsmehrheit, höchst unterschiedlich wahrgenommen. Es fehle eine gesicherte empirische Grundlage für die Annahme, vom Tragen des Kopftuchs gingen bestimmende Einflüsse auf die religiöse Orientierung der Schulkinder aus.
Sikh youth in Denmark facing case for carrying sword turns to Akal Takht, NCM An excerpt from: Indian Express, Chandigarh Newsline Sunday, 20th June 2004 http://news.waheguroo.com/633Q6-12649-443Q3-13130-30267-07269-6R743-Q31.html CHANDIGARH - A Sikh youth in Denmark, who has been told that no one, not even a baptised Sikh, can carry a `kirpan' in that country, is now contesting the case in a Copenhagen court and has reached across to Akal Takht (Search) jathedar Joginder Singh Vedanti (Search) and National Commission for Minorities for support. ... Sardar Ripudaman Singh is currently a PhD student at the Department of Human Genetics, University of Aarhus, Denmark. He is an active member of the Sikh community. He can be contacted by email at: ripudaman_s@yahoo.com. Ripudaman Singh, who hails from Jalandhar and is in Denmark for last three years pursuing his academic career, had deposited his `kirpan', worn by all baptised Sikhs across the world as part of five Sikh symbols called `kakaars', when he went to the US embassy a few days back. ...
Arthritis: Herz in Gefahr WANC 14.06.04/pte http://www.medizinauskunft.de/artikel/aktuell/14_06_herz_arthritis.php ... Gurkirpal Singh, Professor für Gastroenterologie und Hepatologie an der Universität Stanford, beklagt die seiner Ansicht nach bislang zu geringe Berücksichtigung der RA als Risikofaktor für einen Herzinfakt. Dabei haben Untersuchungen ergeben, dass RA-Patienten das gleiche Risiko wie Menschen mit Diabetes haben, einen Herzinfarkt zu erleiden. ... Ein verbessertes "Routine-Screening" von RA-Patienten auf Koronarkrankheiten und entsprechende Präventions- bzw. Therapiemaßnahmen können laut Singh die Sterberate von RA-Patienten aufgrund eines Herzinfarktes stark senken. ...
Labour verliert den Faden taz Nr. 7378 vom 9.6.2004, Seite 5, 313 Zeilen (TAZ-Bericht) http://www.taz.de/pt/2004/06/09/a0198.nf/text.ges,1 ... Nirgendwo in Großbritannien ist der moslimische Anteil an der Bevölkerung höher als in Bradford: Über 75.000 der 470.000 Einwohner sind Muslime. Mehr als 50.000 sind pakistanischer Herkunft. Außerdem leben hier Sikhs und Hindus aus der indischen Provinz Gujarat und aus dem Punjab. Kein Wunder, dass Bradford 1985 als erste britische Stadt mit Mohammed Ajeeb einen muslimischen Bürgermeister hatte. ... Narinder Kaur glaubt, dass es in der Oak Lane auch dann zu Krawallen kommen wird, wenn Tony Blairs Labour Party morgen gut abschneiden sollte. "Das würde die asiatische Bevölkerung schwer erschüttern", sagt sie. "Seit dem Krieg ist die Regierung bei ihnen unten durch. Viele werden zu den Liberalen umschwenken, andere werden gar nicht wählen." Sie selbst auch nicht. "Wozu auch", sagt sie. "Vielleicht mache ich den Stimmzettel ungültig." Kaur ist Mitte 30 und arbeitet als freie Reporterin beim Bradford Community Broadcasting, einem Lokalradio, das auch in Urdu, Punjabi und anderen asiatischen Sprachen sendet. Sie ist in England geboren, ihre Eltern sind vor mehr als 40 Jahren aus Indien eingewandert. ...
Vereidigung der neuen indischen Regierung http://www.nzz.ch/2004/05/24/al/page-article9M8RQ.html#nzzo-2004.05.24-al-article9M8UZ 24. Mai 2004, 02:05, Neue Zürcher Zeitung ... Der neue indische Premierminister Singh präsentierte an seiner Vereidigung am Samstag einen Jumbo-Ministerrat mit 68 Mitgliedern, bei dem neben den Allianzpartnern auch die verschiedenen Regionen, Kasten und Minderheiten vertreten sind. ... Bei der Ressortverteilung beansprucht die Kongresspartei die Schlüsselministerien. Der frühere Finanzminister P. Chidambaram erhält dieses Ministerium wiederum zugeteilt, der frühere Diplomat Natwar Singh wird Aussenminister, Pranab Mukherjee übernimmt das Verteidigungsministerium, der frühere Parlamentspräsident Shivraj Patil wird Innenminister. Der 71-jährige Arjun Singh, ebenfalls ein «Kongress-Kriegsross», wird Erziehungsminister. Auch die Führer der wichtigsten Koalitionspartner erhalten bedeutende Kabinettsposten. Sharad Pawar, ein früherer Chefminister aus Maharashtra, wird Landwirtschaftsminister, Laloo Prasad Yadav, der ruppige Bauernführer aus Bihar, erhält das Eisenbahn- Ministerium, mit 1,6 Millionen Angestellten Indiens grösster Arbeitgeber. Es ist das erste Mal, dass der Kongress, der Indien während 45 Jahren allein regierte, eine Koalition anführt. Singh war daher sorgfältig darauf bedacht, neben den assoziierten Parteien auch auf die verschiedenen Regionen und Kasten Rücksicht zu nehmen. Die Diversität Indiens mit seinen grossen politischen, sozialen und regionalen Verwerfungen erklärt denn auch die grosse Zahl der Ministerposten. ...
Ein Akt der Versöhnung für die Sikhs By. In seinem ersten Medienauftritt erwähnte Manmohan Singh als eines seiner Ziele, «Unruhen wie jene in Gujarat oder wie 1984 in Delhi» nie mehr zuzulassen. Es war das erste Mal, dass ein Vertreter der Kongresspartei beide Vorfälle im gleichen Atemzug erwähnte. Denn während die Pogrome in Gujarat der BJP in die Schuhe geschoben werden können, sind jene in Delhi ein Stigma im Gesicht der Kongresspartei. Damals waren nach dem Mord an Indira Gandhi durch ihre Sikh-Leibwächter rund 3300 Sikhs ermordet worden. Die Schläger und Killer waren von Kongress-Politikern organisiert, unterstützt oder abgeschirmt worden. Zwanzig Jahre lang hatte sich der Kongress um ein Schuldbekenntnis gedrückt, und die Gandhi-Familie hatte aus Clan-Solidarität nie öffentlich Reue gezeigt. Bei den jüngsten Wahlen hatte die Aussicht auf eine Premierministerin aus der Gandhi-Familie bei vielen Sikhs die alten Wunden wieder aufgerissen. Die überraschende Nominierung von Manmohan Singh hat das Blatt nun plötzlich gewendet. Die weitverbreitete Bitterkeit in der Gemeinschaft hat einer Bereitschaft zur Versöhnung Platz gemacht. Manmohan Singh ist Indiens erster Sikh-Premierminister, und selbst wenn er in seinem Habitus nicht dem erdigen Selbstbildnis vieler Sikhs entspricht, sind die meisten stolz auf seine Integrität und Intelligenz. Und in Sonia Gandhis Verzicht sehen sie einen Akt der Grossmut, der auch das Stigma von 1984 aus ihrer Stirn wischt. Am Samstagabend trugen alle Sikh-Tempel in Delhi Festbeleuchtung.
Manmohan Singh wird Indiens Premier http://www.taz.de/pt/2004/05/21/a0124.nf/text.ges,1 taz Nr. 7363 vom 21.5.2004, Seite 10, 86 Zeilen Erstmals soll ein Sikh indischer Regierungschef werden, nachdem Sonia Gandhi sich auch unter dem Druck ihrer Anhänger den Verzicht auf das Amt nicht ausreden ließ. Ihr erstaunlicher Schritt sorgt landesweit für Erleichterung und große Anerkennung ..
Ein Nutznießer der (Un-)Gunst der Stunde http://www.taz.de/pt/2004/05/21/a0186.nf/text.ges,1 taz Nr. 7363 vom 21.5.2004, Seite 12, 98 Zeilen Indiens designierter Ministerpräsident Manmohan Singh gilt als sehr integrer und geradezu unpolitischer Politiker ... Es war ausgerechnet diese Unscheinbarkeit ebenso wie seine reine Weste, die ihn als Gandhis Stellvertreter ins Vorzimmer der Macht brachten. Und es war eine weitere Ungunst der Stunde - Sonia Gandhis Verzicht -, die ihn nun auch über die Schwelle der Macht schob.
Manmohan Singh: Ein Mann der Demut und politischen Kniffe http://www.ftd.de/pw/in/1084608603811.html Aus der FTD vom 21.5.2004 www.ftd.de/leute Indiens künftiger Premierminister Manmohan Singh gilt als "ehrlichster Politiker" des Landes. Aber ein naiver Idealist ist er nicht: Mit List und Kniffen hat er schon als Finanzminister Reformen durchgesetzt. ... Die Angriffe der nationalistischen Hindus verpuffen, auch wenn mit dem 71-jährigen Singh erstmals ein Angehöriger der Sikh-Religion regiert. Und die Wirtschaft kann beruhigt sein. Singh ist ein in Cambridge und Oxford ausgebildeter Wirtschaftswissenschaftler. Als Leiter der indischen Zentralbank oder bei der Weltbank fühlte er sich am wohlsten, wenn er mit anderen Bürokraten und Technokraten zusammenarbeiten konnte. Als Finanzminister öffnete Singh das Land zwischen 1991 und 1996 dem Weltmarkt. ...
Französische Kopftuchrichtlinien verabschiedet http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=08C82903-EE3A-4F63-A7B57473DA1D3CE8 17. Mai 2004 ... Danach müssen Sikh-Jungen ihren Turban mit einem Haarnetz ersetzen. Musliminnen dürfen das traditionelle Kopftuch nicht mehr tragen, mit Erlaubnis der Schulleitung aber ein Bandana umbinden, sagte Bildungsminister François Fillon.
French Law Means Sikhs Can't Wear Turbans http://story.news.yahoo.com Mon May 17, 7:08 PM ET By ELAINE GANLEY, Associated Press Writer PARIS - Sikh school boys must exchange their turbans for hair nets when a new law banning religious apparel in public schools takes effect in September, France's education minister said Monday, shocking representatives of the Sikh community. ... Asked in an interview about the turbans worn by Sikhs, he said an "arrangement" had been made with Sikhs to replace the traditional head gear with hair nets. "We've come up with an arrangement," Fillon told The Associated Press. "They accept wearing a hair net. It's less aggressive, less showy." Representatives of the small Sikh community of 5,000-7,000 said they were unaware of any such arrangement. On the contrary, they said, Sikh representatives had received a letter from a counselor to Prime Minister Jean-Pierre Raffarin, dated May 10, that provided "conditional assurance" that Sikh boys could wear turbans in class. "We were told that we could wear turbans because we never posed a problem," said Karmvir Singh, a Paris member of United Sikhs. Sikhs coer their hair with a turban, compulsory in their religion which originated in northern India in the 15th century. "A hair net has no place and no meaning," said the director of United Sikhs, Hardyal Singh, based in New York. "It's appalling." A phone call to the prime minister's office was not returned. ...
US court allows Sikh cop to wear turban http://www1.timesofindia.indiatimes.com/articleshow/650199.cms PTI [ FRIDAY, APRIL 30, 2004 12:14:44 PM ] NEW YORK: In a significant judgement, a US court has asked the New York Police Department to reinstate a Sikh traffic policeman, who quit after he was barred from wearing turban while on duty, and allowed him to wear the religious headgear. Jasjit Singh Jaggi, a traffic officer, was "discriminated against based on his religious beliefs" and should be reinstated, as well as allowed to wear a turban and grow his beard, Administrative Law Judge Donna Merris ruled on Thursday. The judgement, which could be first step in allowing Sikhs and employees of other religions to wear their religious articles while at work, came in a case filed by Jaggi last year with the city Commission of Human Rights, accusing the NYPD of religious discrimination. ...
Schools to teach UK's six main religions http://education.independent.co.uk/news/story.jsp?story=515677 27 April 2004 Children should begin to learn about another religion alongside Christianity from the age of five, according to new government guidelines on teaching religious education published yesterday. By the time they have finished compulsory education, they should have learnt about the six principal religions represented in the UK - Christianity, Buddhism, Hinduism, Islam, Judaism and Sikhism. ...
HINDUISMUS / Auf dem Subkontinent hat Frömmigkeit Konjunktur http://www.merkur.de/aktuell/do04/indien_041705.html 22.04.2004 Dämonen der Gewalt Das Zusammenleben der Weltreligionen steht auf wackligen Füßen. Für die Fanatiker unter den Hindus sind Christen und Muslime nur geduldete Gäste. ... Der politische Hinduismus versucht, sich die aufrichtige private Frömmigkeit vieler Hindus zunutze zu machen. Hindu-nationalistische Organisationen haben sich "Hindutva“ auf ihre Fahnen geschrieben – die Hinduisierung Indiens. Für sie sind die religiösen Minderheiten – vor allem Muslime (12,12 Prozent der Gesamtbevölkerung) und Christen (2,34 Prozent, mehr als 25 Millionen Menschen) – allenfalls geduldete Gäste in der viel beschworenen "Einheit in Vielfalt“ der hinduistischen Nation. ... In seiner Verfassung von 1951 hat der postkoloniale Staat demonstrativ auf jeden Gottesbezug verzichtet. Ausgerechnet in der Zeit ihres selbstherrlichen Notstandsregiments in den siebziger Jahren ließ die autokratische Ministerpräsidentin Indira Gandhi sogar noch das Wörtchen “säkular” als Eigenschaft der indischen Republik in die Verfassungspräambel einfügen. Als “kommunalistisch” gelten in Indien dagegen Politiker, die vor allem das Interesse ihrer religiösen Gemeinschaft im Auge haben. Den Gegensatz zwischen religiösen und weltlichen Kräften hatten die 1984 von Sikh-Leibwächtern ermordete resolute Premierministerin Indira Gandhi und ihre damals noch allmächtige Kongresspartei gezielt hochgespielt. Mit dem Vorwurf, ihre Gegner seien “Kommunalisten”, war sie schnell bei der Hand. Dabei war es Indira Gandhi selbst, die der Religion in Form ihres Hofastrologen Einfluss bis hin zu Entscheidungen über Kabinettsvorlagen gewährte. ...
France raises Sikh turban hopes http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/3483409.stm Friday, 13 February, 2004, 13:28 GMT The French Government says it will find a "solution" for Sikhs who are angry at a proposed ban on turbans and other religious symbols in state schools. ...
UE-voile-laïcité-religion-Sikhs http://www.la-croix.com/afp/index.jsp?docId=1289450&rubId=1295 04-02-2004 16:27 BRUXELLES, 4 fév (AFP) - Interdiction des signes religieux: un eurodéputé s'inquiéte pour les Sikhs L'eurodéputé britannique Claude Moraes a appelé mercredi l'Union européenne à examiner la conformité du projet de loi français sur l'interdiction des signes religieux à l'école avec les lois européennes, se disant particulièrement inquiet pour la communauté sikh. ...
Sikhs protest against French ban http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/europe/3448239.stm Saturday, 31 January, 2004, 19:30 GMT By Hugh Schofield in Paris Several hundred Sikhs from across Europe have protested in Paris against a proposed law which would ban religious symbols from French schools. ...
Laïcité : les sikhs contre la loi http://www.lefigaro.fr/magazine/20040130.MAG0019.html [31 janvier 2004] Figaro Magazine Jusqu'ici très discrets, les sikhs de France se mobilisent pour continuer à porter le turban en organisant ce samedi 31 janvier une marche pacifique entre République et Bastille, à Paris. ...
Die Tour der Unsichtbaren http://derstandard.at 01. Januar 2004 20:23 MEZ Kaum jemand weiß, wer Nacht für Nacht für die Frühstücks-Zeitung der STANDARD-Abonnenten sorgt... ... Seine Frau, erklärt der Sikh, mache das unglücklich. Aber: "Anders geht es nicht." Sein Restaurantchef dürfe vom Zweitjob nichts erfahren: "Der schmeißt mich sonst raus. Bei einem Kollegen hat er es getan." Hauszustellung ist indisch: An den nächtens zu Zeitungsaufteilzentren mutierten Plätzen vor Banken und Supermärkten warten fast nur Inder. Auch bei den ein paar Häuser weiter Krone und Kurier sortierenden "Mediaprint"-Zustellern. "Viele sind Akademiker", erklärt B. vor der Erste-Filiale in der Gumpendorfer Straße, "aber andere Jobs finden wir kaum." Als Singh Hardep gegen halb vier Uhr sein Fahrrad in die ehemalige Druckerei in der Kaiserstraße schiebt, sind seine Kollegen schon weg: Der 21-jährige Flüchtling hat sich verspätet. ...
Kein Stoff für die Politik www.tagesspiegel.de Kopftuch in Europa: Die meisten Länder verzichten auf eine Regelung per Gesetz 04.01.2004 ... Auch wenn im multi-ethnischen Großbritannien Toleranz groß geschrieben wird: Streitigkeiten zum Kopftuch gibt es auch auf der Insel. ... Das “Problem” religiöser Trachten in Schulen ist seit 1983 rechtlich gelöst, als einem Sikh-Jungen in einem höchstrichterlichen Urteil erlaubt wurde, in der Schule einen Turban zu tragen. Auch der High-Court-Richter Rabinder Singh trägt statt der Rosshaarperücke seinen Turban, ohne dass dies die britische Rechtspraxis aus der Bahn geworfen hätte. Turban und Kopftuch sind offiziell als Varianten britischer Polizeiuniform zugelassen, weil man ethnischen Gruppen den Zugang zur Polizei erleichtern will. Viele Schulen haben ihre Kleiderregeln so modifiziert, dass auch das Kopftuch Teil der Schuluniform sein kann. ...
Nach langer Tradition: Diversifizierung ist angesagt www.swissinfo.org 17. Dezember 2003 11:12 ... Der Klang des Brands Victorinox hat selbst in Indien die Sikhs aufhorchen lassen. Victorinox erwägt nun nach ethischer Evaluation Krummsäbel für die Sikhs herzustellen, ein Ereignis, das selbst der BBC eine Nachricht wert war. ...
Verbot statt Dialog in Frankreich Deutsche Welle - 18. Dez. 2003 ... Sie müssen künftig ebenso wie Christen oder auch die rund 3000 in Frankreich lebenden Sikhs auf auffällige Zeichen ihres Glaubens verzichten. ...
Frankreich streitet um weltanschauliche Neutralität Grenz-Echo - 16. Dez. 2003 ... Doch selbst die kleine Minderheit der Sikhs fürchtet, den Turban abnehmen zu müssen und warnte deshalb vor Gesetzesregelungen. ...
Mit Dolch und Turban Funkhaus Europa Cosmo (04.12.03), 3'49 http://www.wdr.de/themen/kultur/netzkultur/heimatinseln/insel_18.jhtml Rita Bender ist Sängerin in der Sikh-Gemeinde in Moers. Ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater Inder. "Viele denken, wir seien Taliban wegen der langen Bärte und der Turbane", sagt Rita. ... Radiomitschnitt
Urteile zur Berufskleidung http://archiv.waz.de 18.11.2003 Ein Arbeitgeber, der ein Restaurant betreibt und seinen am Grill beschäftigten Mitarbeitern Papiermützen als Arbeitskleidung zur Verfügung stellt, muss hinnehmen, dass ein gläubiger Sikh stattdessen einen Turban trägt. ArbG Hamburg 19 Ca 141/95
Sikhs - ein Tempel in Essen http://archiv.waz.de Leben für Offenheit und Toleranz WAZ 15.11.2003 / WOCHENENDBEILAGE / MANTEL Sikhs - ein Tempel in Essen: Leben für Offenheit und Toleranz Die Nahrung mit anderen teilen Mit dem Film "Kick it like Beckham" zog die Kultur der Sikh-Religion in unsere Kinosäle ein. Doch eigentlich leben einige Mitglieder der indischen Religion schon lange im Ruhrgebiet - und die rund 1000 Sikhs freuen sich über die kulturelle Annäherung, die ihnen Musik und Filme bringen. Dort, wo sich eine Industriehalle an die andere reiht und viele Schornsteine als Zeichen für das Ruhrgebiet stehen, macht bloß eine kleine, orangefarbene Flagge auf den heiligen Tempel der Sikh aufmerksam. Prunkvolle Säulen und vergoldete Statuen gibt es hier nicht. Doch die Anhänger der Guru-Bewegung Indiens aus ganz NRW finden in dem einfachen "Gurdwara Nanak Sar"-Tempel in Essen-Altendorf ihre Religion wieder. Direkt hinter dem Eingang führt eine enge Steintreppe hinauf in den Tempel. Aus Respekt vor dem Glauben lagern alle, die das Gebäude betreten, ihre Schuhe in einem riesigen Regal. Beim Betreten erinnert der Tempelraum selbst an eine alte Turnhalle. Aber bunte Teppiche, der Duft von indischen Gewürzen und unbekannte Klänge lassen das unscheinbare Äußere vergessen. Freundlich wird man von Frauen in indischen Gewändern und Männern mit Turbanen mit einem Lächeln begrüßt. Sandra Malhotra bietet jedem Neuankömmling exotische Speisen und schwarzen Tee mit Milch an. "Für uns sind alle Menschen gleich", erklärt die Frau des Priesters. "Und zu unseren Hauptgrundsätzen zählt, dass wir unsere Nahrung mit anderen teilen." ... "Bete zu Gott. Arbeite hart für deinen Lebensunterhalt. Teile mit dem Andern." - das sind die drei Grundsätze der religiösen Gemeinschaft. ... Die religiösen Rituale werden auch nach außen hin sichtbar. Wie bei Nonnen oder Mönchen haben die Sikhs Kleidervorschriften. An den so genannten "5 K's" ist ein gläubiger Sikh zu erkennen: ... : "Der Dolch ist natürlich nur noch ein Zeichen und kann nicht benutzt werden", klärt Sandra Malhotra auf. Sie selbst trägt ein blaues, verschleierndes Gewand. "Wir möchten von den Deutschen nicht falsch verstanden werden", betont der Priester Mohinder Singh Nagpal. Er erzählt von missbilligenden Blicken, die ihm auf der Straße zugeworfen wurden. Gerade nach den terroristischen Anschlägen am 11. September 2001 hatte sich die Ablehnung verstärkt, obwohl die Sikh-Religion nicht im Entferntesten betroffen war. Deshalb betont der Priester, dass Offenheit und Toleranz für den Sikhismus sehr wichtig sei: "Wir wollen, dass die Menschen wissen, dass bei uns jeder willkommen ist." Vera Kämper Sikh-Tempel in Essen, Richterstraße 9
Auch über einen Turban urteilte schon ein Gericht www.rheinpfalz.de/perl/cms/cms.pl?cmd=showMsg&tpl=ronMsg.html&path=/ron/welt/thema&id=0 30924095401.tfuc3em1 24. Sep 2003 Sikh klagte mit Erfolg gegen Kündigung. Die moslemische Lehrerin Fereshta Ludin hat vor dem Bundesverfassungsgericht (BVG) einen Teilerfolg errungen. Ohne gesetzliche Grundlage darf ihr nach dem Urteil das Tragen eines Kopftuchs im Schulunterricht nicht verboten werden. Aber nicht nur Ludin wehrt sich gegen berufliche Einschränkungen - auch ein Sikh zog bereits vor Gericht, weil ihm das Tragen seines Turbans während der Arbeit als Griller in einer Schnellrestaurantkette verboten werden sollte. Der vom indischen Subkontinent stammende Sikh hatte geltend gemacht, aus religiöser Überzeugung einen Turban statt der am Arbeitsplatz vorgeschriebenen Papierfaltmützen tragen zu müssen und angeboten, das Logo des Schnellrestaurants auf seinem Turban anzubringen. Das Arbeitsgericht, das von dem "gepflegten Aussehen" des Sikhs beeindruckt war, entschied dann im Januar 1996 mit Blick auf die Religionsfreiheit zugunsten des Klägers. Zuvor hatte ein Sachverständiger erklärt, dass das Tragen eines Turbans in der 500 Jahre alten Religion der Sikhs für die Männer unter den rund 20 Millionen Gläubigen ein zwingende Vorschrift sei. Die zweite Instanz endete dann mit einem Abfindungsvergleich: Der Sikh ließ sich eine unbekannte Summe für die Aufgabe seines Arbeitsplatzes zahlen. © Copyright AFP Agence France-Presse GmbH - Es handelt sich bei diesen Veröffentlichungen um automatisiert eingespeistes Material des Diensteanbieters AFP im Sinne des Teledienstegesetzes. afp, Mittwoch, 24. Sep 2003, 12:16 Uhr
Kopftuchstreit: Teilerfolg für deutsche Lehrerin www.swissinfo.org/sde/Swissinfo.html?siteSect=111&sid=4275731 24. September 2003 17:13 ... ZUM THEMA Lehrerin darf während des Unterrichts ein Kopftuch tragen Teilerfolg für die muslimische Lehrerin Fereshta Ludin: Das Karlsruher Verfassungsgericht befand, das Bundesland Baden-Württemberg habe ihre Religionsfreiheit verletzt. Das Bundesland hatte der Frau vor fünf Jahren die Lehrtätigkeit verweigert, weil sie aus religiösen Gründen darauf bestanden hatte, ihr Kopftuch auch im Unterricht zu tragen.
Verbot möglich – Gesetz nötig In Zukunft dürfen Kopftücher an deutschen Schulen nun verboten werden, entschied das Bundesverfassungsgericht. Allerdings müsse dem Verbot ein entsprechendes Gesetz zu Grunde liegen. Ob Ludin nach dem Urteil in dem langjährigen Rechtsstreit nun ihr Kopftuch im Unterricht tragen darf, hängt nun davon ab, ob Baden-Württemberg ein entsprechendes Gesetz einführt. Die Richter entschieden, es sei Sache der Parlamente der Bundesländer, die Problematik einzuschätzen. ...
Trennung von Kirche und Staat In der Schweiz scheint das Thema Kopftuch in der Schule derzeit nicht aktuell zu sein. Zwar musste 1997 in einem Fall sogar das Bundesgericht entscheiden, doch seither wurde die Frage kaum mehr öffentlich diskutiert. Damals hatten die höchsten Schweizer Richter einer Genfer Lehrerin das Tragen eines Kopftuches im Unterricht verboten. Das Urteil wurde mit kantonalem Gesetz und Verfassung begründet, die einen "konfessionell neutralen Unterricht" und eine "klare Trennung von Kirche und Staat" vorsehen. ...
Im Ausland aktueller Demonstrierende Schülerinnen und Mütter haben in Belgien zum Schulbeginn auf das Thema aufmerksam gemacht. Die meisten französischsprachigen Brüsseler Schulen haben ein Kopftuchverbot für Schülerinnen ausgesprochen und Mädchen, die auf ihr Kopftuch bestanden, fürs aktuelle Schuljahr nicht mehr eingeschrieben. In Frankreich gilt seit 1905 die Regel, dass "Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Ausübung ihrer Funktion" keine Zeichen religiöser Zugehörigkeit tragen dürfen. Ob Schülerinnen dies dürfen, bleibt aber höchst umstritten. Zum Thema hat sich letzthin auch der Innenminister Nicolas Sarkozy klar und unmissverständlich geäussert: "Wenn ich in eine Moschee eintrete, dann ziehe ich zuvor die Schuhe aus. Wenn eine junge Muslimin in die Schule geht, dann hat sie ihr Kopftuch abzulegen."
Ausnahme Grossbritannien Ganz anders in Grossbritannien. Dort lösen die Kopftuchdebatten der Nachbarländer nur Kopfschütteln aus. Nach dem Prinzip "Leben und leben lassen" wird in der Schule und am Arbeitsplatz die Meinung und Religion des Andersdenkenden akzeptiert. 1,4% der britischen Bevölkerung sind Muslime. Das Beispiel eines Sikhs illustriert diese Haltung wohl am Besten: Wegen seines Turbans war es ihm aus Glaubensgründen unmöglich, auf dem Motorrad einen Helm zu tragen. Das Gericht entschied zu Gunsten des Gläubigen und stellte die Religionsfreiheit vor die Sturzhelmpflicht. swissinfo, Christian Raaflaub
Erstmals Oberster Richter mit Turban statt Perücke 25.03.2003 / AUS ALLER WELT / MANTEL http://archiv.waz.de Erstmals hat in Großbritannien ein mit Turban bekleideter Richter am Obersten Gerichtshof des Landes ein Strafverfahren geleitet. Der indischstämmige Sikh Rabinder Singh (39) ist zudem der jüngste Oberste Richter im Königreich. Die reguläre Kopfbedeckung für Richter ist eine weiße Perücke. (kna)
Pilgerreise des Friedens www.netecho.info Grenz-Echo 2002 Zum ersten Mal findet während drei Tagen in Aachen das internationale Weltfriedensgebet statt. ...
Gläubiger Sikh von New Yorker Polizei gefeuert 12.06.2002 / AUS ALLER WELT / MANTEL http://archiv.waz.de New York. Er wollte sich nicht rasieren, seine langen Haare nicht schneiden und seinen Turban nicht gegen die Dienstmütze tauschen: In New York ist ein gläubiger Sikh als Polizeianwärter gefeuert worden. Nun hat der 25-jährige Amric Singh Rathour die Stadt verklagt. Dass ihm auf der Polizeischule die Zeichen seiner mehr als 500 Jahre alten indischen Religion genommen werden sollten, verstoße gegen die Gesetze über Chancengleichheit, erklärte der Sikh am Dienstag. In einer weltoffenen Stadt wie New York müsse es möglich sein, dass auch ein Polizist seine Haare endlos wachsen lasse, erst recht, wenn seine Religion dies vorschreibe. Statt einer Entschädigung verlangt Amric Singh Rathour die Wiedereinstellung. (dpa)
Gebetet wird getrennt, gehofft wird gemeinsam 25.01.2002 http://archiv.waz.de Papst trifft Religionsführer in Assisi Von Christa Langen-Peduto WAZ Assisi. Sie reisten zusammen hin, beteten dann getrennt und verpflichteten sich alle zu einem positiven Beitrag zum Frieden unter den Völkern: Ranghohe Vertreter von zwölf Religionen engagierten sich gestern in Assisi gemeinsam mit dem Papst gegen Krieg und Terrorismus. Antonio Carlino, Vorsteher des winzigen Vatikanbahnhofs, pfeift kräftig. Der Papst winkt. Und schon geht es los. Im "Pilgerzug der Hoffnung", so Johannes Paul II., sitzen alle gemeinsam in sieben Grossraum-Wagen eines italienischen Intercitymodells: Orthodoxe Patriarchen mit Bärten und schwarzen Roben, jüdische Rabbiner, Kardinäle mit scharlachroter Schärpe, farbenprächtig gekleidete afrikanische Animisten, Sikhs und weitere Vertreter von indischen Religionen, Buddhisten in leuchtender Seide, Konfuzius-Anhänger. ...
Indien - Die innenpolitischen Krisen www.n-tv.de/2891892.html Donnerstag, 27. Dezember 2001 Indien ... Die Ziele Gandhis, gewaltlosen Widerstand zu leisten und auf diesem Wege auch politische Probleme zu lösen, wurden von seinen Nachfolgern oft mit Füßen getreten. Auch die Tochter Nehrus, Indira Gandhi (nicht verwandt mit "Mahatma" Gandhi) unterstrich ihre Leitlinie immer wieder mit militärischen Mitteln. ...
So auch im Juni 1984. Ministerpräsidentin Indira Gandhi entsendet Truppen zum Goldenen Tempel von Amritsar, dem wichtigsten Heiligtum der Sikhs. Mehr als 1.000 Menschen sterben, als das Militär gegen aufständische Sikhs vorgeht, die den Tempel als Hauptquartier benutzen. Indira Gandhi wird am 31. Oktober 1984 von ihren Sikh-Leibwächtern erschossen. Auch ihr Sohn Rajiv Gandhi fand einen gewaltsamen Tod - nachdem er massiv in den Sri Lanka-Konflikt eingegriffen hatte. Gandhi wurde am 21. Mai 1991 durch ein Selbstmordattentat getötet.
Der Konflikt zwischen Moslems und Hindus und militanten Sikhs wird immer wieder von Neu-Delhi und Lahore geschürt, Extremistengruppen von ihnen unterstützt. ...
Sikhs angepöbelt www.taz.de/pt/2001/10/20/a0201.nf/text taz 20.10.01 Ein Turban macht noch keinen Terroristen: Die Gemeinde der Sikhs berichtet von Beschimpfungen ihrer Mitglieder. Nach den Terroranschlägen in New York und Washington ist es auch in Berlin vereinzelt zu Beschimpfungen von Ausländern gekommen. Insbesondere Menschen, die durch ihre traditionelle Kleidung auffallen, seien Opfer von Vorurteilen, betonten gestern Mitglieder der Sikh-Gemeinde. Da zu den religiösen Symbolen der Sikhs Turban und Bart gehören, würden sie manchmal irrtümlich für Araber, Muslime oder Anhänger von Terroristenführer Ussama Bin Laden gehalten, sagte Amarjeet Singh von der 200 Mitglieder zählenden Berliner Sikh-Gemeinde. Von Gewalt seien sie jedoch bisher verschont geblieben, fügte Singh hinzu, der seit 1963 in Deutschland lebt. Die Sikh-Gemeinde verurteilte die Terrorattacken vom 11. September auf das Schärfste. "In unserer Religion ist Gewalt gegen Unschuldige streng untersagt und verpönt, wie sicher auch in den anderen Religionen", betonte Singh. ... taz Berlin lokal Nr. 6579 vom 20.10.2001, Seite 24, 43 Zeilen (Agentur)
Muslime oder Sikhs? www.taz.de/pt/2001/09/25/a0077.nf/text betr.: "In Verteidigung des Westens"/ Bildunterzeile, taz vom 21.9.01 Unter einem Bild, das eine trauernde Sikhfamilie in den USA zeigte, heißt es: "trauernde arabische Amerikaner". Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass: 1. arabisch eine geografische Bezeichnung ist, 2. Moslems aus vielen verschiedenen Kontinenten kommen, die meisten Moslems tragen keinen Turban (auch die mutmaßlichen Terroristen nicht!). Aber Sikhs tragen in den meisten Fällen Turban, was sie nur mit einigen wenigen islamischen Geistlichen (Bin Laden wird seine Gründe haben, sich als islamischer Geistlicher zu präsentieren) gemein haben. Ansonsten tragen sie ein Käppi (was sie wiederum mit den Juden gemeinsam haben.) 3. Auch der lange, ungeschnittene Bart ist hauptsächlich ein Zeichen der Sikhs. Die allermeisten Moslems zudem in den westlichen Ländern tragen auch keinen Bart. 4. Geschichtlich gibt es eine eigenständige Sikh-Religion, die mit den Moslems keine Gemeinsamkeiten haben. 5. Spirituell glauben die Sikhs an einen überall und zu jeder Zeit anwesenden Gott in allem, auch in allen Religionen, allen Weisheitswegen, allen Teilen der Welt, allen Geschlechtern, Lebewesen, Kontinenten. Deswegen kennen wir keine allein selig machende Lehre, sondern lieben Toleranz und einen Geist der Zusammengehörigkeit aller Menschen, der nicht gefährdet werden darf durch die zurzeit vorhandene Krise durch Fanatismus und Terrorismus. SAT HARI SINGH, Hamburg
Die Redaktion behält sich den Abdruck und das Kürzen von Briefen vor. Die veröffentlichten LeserInnenbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der taz wieder. taz Nr. 6558 vom 25.9.2001, Seite 6, 44 Zeilen (LeserInnenbrief), 2
Die Bombenleger kommen! http://www.ref.ch/rna/meldungen/6410.html 13. November 2001 / 15:17:29 W E L T (HINTERGRUND) Männer mit Turban haben es schwer «Noch so ein Bin Laden!» - «Die Bombenleger kommen!» - Seit einiger Zeit muss sich Amarjeet Singh Sprüche wie diese öfters anhören, denn: Er trägt Turban und Vollbart.
Barbara Manterfeld-Wormit Allerdings ist er weder Araber noch Moslem. Amarjeet Singh ist Sprecher der Berliner Sikh-Gemeinde. Der ursprünglich aus Indien stammenden monotheistischen Religion gehören weltweit 22 Millionen Gläubige an. Rund 200 von ihnen leben in Berlin und Brandenburg - und wehren sich gegen falsche Verdächtigungen. Zusammen mit der Berliner Ausländerbeauftragten Barbara John gingen sie an die Presse: Aufklärung statt Vorurteile.
«Wer glaubt, er tue eine heilige Tat, indem er andere, unschuldige Menschen umbringt, hat seinen Glauben falsch verstanden. Keine Religion kann das zulassen, und die unsrige lässt das auch nicht zu!» Wie die Mehrzahl der Menschen in Deutschland ist auch Amarjeet Singh erschüttert von den Ereignissen des 11.September.
Die zehn Angehörigen der Berliner Sikh-Gemeinde, die sich an diesem Tag im Büro der Berliner Ausländerbeauftragten den Fragen der Presse stellen, wollen vor allem eins deutlich machen: Keiner von ihnen möchte sich aufgrund seines Äusseren in einen Topf werfen lassen mit religiösen Fanatikern und Gewallttätern.
«Sikhs leben seit Jahrzehnten in der Stadt. Sie gehören zu Berlin. Sie sind Berliner!», betont die Ausländerbeauftragte Barbara John und mahnt zu mehr Toleranz.
Die war an anderer Stelle bereits mühsam erstritten worden: Ein Mitglied der Sikh-Gemeinde im brandenburgischen Chemnitz musste sich vor Gericht verantworten, warum er als Motorradfahrer der Helmpflicht nicht nachkam. Das Gericht akzeptierte seine religiöse Überzeugung, nach der ein Sikh seinen Kopf zu bedecken habe und folgte der Argumentation des Angeklagten: «Mein Turban ist mein Schutz!»
Nach dem 11. September bietet der Turban weniger Schutz als Angriffsfläche. Muslime und Araber haben es da schwer und wer so aussieht ebenfalls. ...
«Du sollst niemandem Angst einjagen, aber du sollst auch keine Angst akzeptieren», rechtfertigt Amarjeet Singh den Kampf seiner Glaubensbrüder im heimischen Indien.
Wie beurteilt die Sikh-Gemeinde die militärischen Einsätze in Afghanistan? Amarjeet Singh wird nachdenklich. Er hofft, dass der Kampf gegen den islmistischen Terror nicht auf Afghanistan beschränkt bleibt. Aber: «Pakistan liegt zu nahe an meiner Heimat. Wir als Grenzland werden immer darunter leiden!» RNA Barbara Manterfeld-Wormit ist evangelische Theologin und freie Journalistin in Berlin.
Der Rückspiegel - Oben ohne 24.02.2001 / THEMA / MANTEL http://archiv.waz.de Oben ohne liebt Ranjit Singh (49) seinen heißen Ofen am meisten. Der in Hamburg lebende Inder hat sich von der Helmpflicht für Motorradfahrer befreien lassen - und zwar aus religiösen Gründen. Den Turban in der Öffentlichkeit abzunehmen, bedeutet aus der Religion auszutreten, erklärt der gläubige Sikh. Auf sein Motorrad als Beförderungsmittel kann und will er dennoch nicht verzichten - und ist den Gang durch die Mühlen von Recht und Gerechtigkeit gegangen. Vier Monate lang hatte der Inhaber eines vegetarischen Restaurants mit der Hamburger Innenbehörde um seinen Freifahrtschein gerungen, bis er endlich eine 15 Jahre alte Entscheidung des Verkehrsausschusses von Bund und Ländern aufstöberte. Diese gibt nicht nur Sikhs, sondern auch Ordensschwestern grünes Licht für die Fahrt ohne Helm. Eine Genehmigung muss jedoch in jedem Fall vom zuständigen Straßenverkehrsamt der jeweiligen Stadt oder des Kreises eingeholt werden. ...
WAZ-Serie Mitmenschen http://archiv.waz.de 15.04.1999 / LOKALAUSGABE / ESSEN WAZ-Serie Mitmenschen Den 300. Jahrestag der Gründung der Sikh-Religion ... feierten gestern über 300 Anhänger der Religionsgemeinschaft im Sikh-Tempel an der Richterstraße in Altendorf. Die weiblichen Mitglieder der Religionsgemeinschaft führen alle den Beinamen Kaur (Prinzessin), die Männer tragen den Namens-Zusatz Singh (Löwe). ... Alkohol, Tabak und Drogen lehnen sie ab, sexuelle Beziehungen sind nur mit dem Ehepartner gestattet. Bei der Feier in Altendorf wechselten Gebete mit religiösen Liedern ab, die Kinder vortrugen. Essen und Trinken wurde wie immer kostenlos ausgegeben. Eine Gruppe aus Indien begleitet die Festlichkeiten, die nach der gestrigen Hauptfeier noch bis Sonntag andauern.
105jähriger konkurrenzlos http://archiv.waz.de 15.11.1997 / AUS ALLER WELT / MANTEL Auf den Gang zum Siegertreppchen kann sich Joginder Singh schon jetzt freuen: Der 105jährige Inder will im Januar als ältester und einziger Sportler seiner Altersklasse bei der Oceana-Veteranenmeisterschaft in Hastings (Neuseeland) antreten - im Laufen, Werfen und Springen. Seit 1990 hält der Sikh mit 4,15 Metern den Weltrekord für Männer ab 95 Jahren im Weitsprung. (rtr)
Haben Sie die vielen Geier kreisen sehen? 22.06.1987 http://www.spiegel.de Von Strieder, Swantje SPIEGEL-Redakteurin Swantje Strieder über den Bürgerkrieg von Sikhs und Hindus im Pandschab *. Narinder Pal Singh wickelte sich den zweieinhalb Meter langen hellgrünen Turban um den Kopf, trank ein großes Glas Lassie, indische Büffelmilch, packte seine alte Kamera ein und verließ das Haus. ... An jenem brütendheißen Mai-Morgen brachte die Lokalzeitung in Tarntaran ein Photo, das Narinder Pal gemacht hatte: die lange gesuchte Sikh-Terroristin Radschwant Kaur bei ihrer Verhaftung. Fünf Todesdrohungen hatte der Lokalreporter vorher schon erhalten. "Bald bist du dran, Spitzel", hieß es in der letzten. ... Drei Tage später, als Awtar Singh, 23, erschossen wurde, gab es keine Zeugen. Der angebliche Sikh-Guerrillero, seit knapp einem Jahr in Untersuchungshaft, hätte sich nicht einmal wehren können. Seine Hände hingen schlaff herab, gebrochen während eines rüden Polizeiverhörs, behauptet seine Mutter. Am Vortag noch hatte sie ihren Sohn in Amritsar vor Gericht gesehen, auf der Anklagebank für Terroristen. Während des Verfahrens hatte die Polizei Awtars älteren Bruder und seinen Schwager, beide brave Familienväter, in Beugehaft genommen. "So konnten wir ihn nicht verteidigen", sagt sein Schwager Kashmir Singh, 37, blaß und strapaziert nach dem Gefängnisaufenthalt, "er war unschuldig. Deshalb haben sie ihn noch vor dem Urteilsspruch umgebracht." ... Indiens Polizisten wüten im Pandschab noch schlimmer. Während Premierminister Rajiv Gandhi, ein Hindu, lautstark den "Völkermord" der Singhalesen an den Tamilen Sri Lankas anprangert, schlagen, unbemerkt von der Weltöffentlichkeit, 60000 seiner Uniformierten ihre eigene Schlacht gegen die Sikhs. "Es ist Krieg, die Terroristen können jederzeit zuschlagen", sagt Polizeichef Julio Francis Ribeiro, 58, mächtigster Mann im Pandschab seit dem 11. Mai, als Rajiv Gandhi den unruhigen Bundesstaat kurzerhand unter "President''s Rule", unter Zentralverwaltung, stellte. ... Wer jung ist, Bart und Turban trägt und womöglich noch ein Motorrad fährt, ist verdächtig. 1300 jugendliche Sikhs hat Ribeiro, so sagt er, in den letzten Wochen einsperren lassen. ... Mit jeder Stunde, die ein junger Sikh vermißt wird, sinken die Chancen, ihn lebend wiederzusehen. Meist verlieren sich seine Spuren auf einem Polizeirevier. Nach zwei oder drei Wochen liegen die Leichen in den Korn- und Reisfeldern an der nahe gelegenen Grenze zu Indiens Erzfeind Pakistan. "Illegaler Grenzübertritt", heißt es, oder "auf der Flucht erschossen". "Haben Sie die vielen Geier kreisen sehen", sagt ein alter Bauer, "die gab es hier früher nicht." Der Polizist Ribeiro, ein Christ aus Goa, besorgt im Pandschab das Geschäft der Hindu-Politiker, die seit Jahrzehnten die religiösen und territorialen Forderungen der Sikh-Gemeinschaft ignorieren und damit zwangsläufig die junge Generation von Fanatikern heranzüchten. ... Die vielbelächelten, sturen Sikhs fühlen sich als die Preußen Indiens und sind stolz auf ihre Leistungen. Sie haben den kleinen Teil des Pandschab, der nach der Abspaltung Pakistans bei Indien blieb, in eine Wohlstandsprovinz verwandelt. Die Frauen sind selbstbewußter als anderswo in Indien, die Männer größer gewachsen und besser genährt, die Kühe und Büffel geben fettere Milch, der Boden ist offensichtlich Gold wert. ... Mit seinem harten Kurs im Pandschab wollte Rajiv die Zentrifugalkräfte in seinem 750-Millionen-Menschen-Reich eindämmen und zugleich die Hindu-Mehrheit bei den Wahlen am 17. Juni im Nachbarstaat Harjana gewinnen. Von Korruptionsskandalen in seiner Umgebung angeschlagen, verlor er dennoch. Wie schon seine Mutter Indira richtet sich der Gandhi-Sohn nach den Interessen der Hindu-Wähler. Rücksicht auf den Hindu-Chauvinismus erzwingt acu, daß sich der Pandschab die von Le Corbusier gebaute Retortenstadt Chandigarh noch immer mit dem ungeliebten Nachbarstaat Harjana teilen muß, obwohl sie bereits Rajivs Großvater Nehru den Sikhs als Hauptstadt versprochen hatte. Noch kurz vor der Wahl sprach eine Regierungskommission den Sikh-Farmern ein Drittel der begehrten Wasserrechte an Pandschab-Flüssen ab, um das Wasser künftig Harjana zuzuführen. ... Doch die schlimmste Schmach tat Indira Gandhi den Sikhs an: Der Sturm auf den Goldenen Tempel in Amritsar war der tödliche Fehler ihrer Karriere. Am 6. Juni 1984 gab Frau Gandhi den Befehl zum Angriff auf die heilige Zitadelle, wo sich der Chomeini der Sikhs, Dscharnail Sant Bhindranwale, mit zweitausend bewaffneten Khalistan-Anhängern verschanzt hatte. 1200 Menschen, darunter viele unbeteiligte Pilger, starben im Kugelhagel. "Das war für uns so schlimm, als wenn Barbaren den Vatikan geschändet hätten", sagt ein Sikh. ... Hatten bei der Abspaltung Pakistans 1947 die Sikh-Kämpfer flüchtende Hindus noch vor der Wut des moslemischen Mobs geschützt, so meuterten nun ganze Armee-Einheiten von Turbanträgern wegen des Massakers an ihren Glaubensgenossen. Noch immer sitzen 379 Deserteure vom Juni 84 in Dschodhpur in Festungshaft. Dabei waren die Sikhs - obwohl nur zwei Prozent der Bevölkerung - mit über zehn Prozent der Soldaten das Rückgrat der indischen Armee. In drei Kriegen gegen Pakistan verdiente sich das Sikh-Regiment die meisten Auszeichnungen. ... Die Khalistan-Fanatiker drangsalieren aber auch ihre eigenen Landsleute, besonders im sogenannten Terroristengürtel 50 Kilometer im Umkreis von Amritsar. Im April verfügten sie ein Alkohol- und Rauchverbot. Sämtliche Frauen, Sikhs wie Hindus, sollten sich nicht mehr schminken, hieß es in den Drohbriefen, kein Bindi, den roten Punkt auf der Stirn, mehr tragen und statt Sari nur noch das traditionelle Pandschab-Kleid mit Pluderhosen. ... Indiras Sohn Rajiv, der ganz oben auf der Todesliste der Extremisten steht, hat alle Chancen zu einer friedlichen Lösung mit den gemäßigten Sikhs vom Akali Dal verstreichen lassen. ... Professor Darschan Singh Ragi, Oberpriester des Akal Takht, des religiösen Sikh-Rates. ... Nur er könnte die Khalistan-Terroristen zurückrufen, nur er könnte, vielleicht, zwischen dem ungeliebten "Hindu-Radsch", der Hindu-Obrigkeit Gandhis, und den Sikhs vermitteln. "Doch wenn die Herrscher zu Schlächtern werden", zitiert der Guru, "dann bekommt die Religion Flügel und fliegt von dannen." ... Vierzigtausend Sikhs, so schätzen die Religiösen, sind nach Indiras Tod umgekommen. "Die Dörfer sind leer, die Jungen fliehen - aus Angst", sagt Darschan Singh. ...
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