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Vaak online | Adi Guru Granth Sahib
Übersetzung | Translation Panjabi - English
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Glossar der Sikh-Religion| Sikh glossary | Gurmat & Gurbani | ਗੁਰਮਤਿ ਸ਼ਬਦ ਕੋਸ਼
In dem Glossar werden zentrale Begriffe und Personen der Sikh-Religion erläutert. Dabei wird zwischen der überlieferten Bedeutung und dem heutigen Alltagsverständnis wichtiger Bezeichnungen unterschieden.

The glossary explains key terms and persons of the Sikh Religion. A conscious distinction is made between the original meaning and today’s popular understanding.

 

Adi Guru Granth Sahib
Die von Guru Arjan editierte Schriftensammlung, die seine eigenen Verse, die seiner Vorgänger und der
Bhagat enthält. Das Werk wurde später unter der Leitung von Guru Gobind Singh, dem zehnten Guru erweitert und wird seither Adi Guru Granth Sahib (AGGS) oder Guru Granth Sahib (GGS) genannt. Der Originalbegriff ist Pothi.
Central scripture of the Sikh Religion that contains timeless spiritual wisdom. The original term is pothi.

ਪੋਥੀ ਪਰਮੇਸਰ ਕਾ ਥਾਨੁ ॥ AGGS, S. 1226, M. 5

Akal (Akaal) Takhat
Der zeitlose Thron des Schöpfers. Heute wird damit vor allem das
Gebäude bezeichnet, welches 1606 gegenüber dem Darbar Sahib unter dem Namen Akaal Bunga errichtet wurde. Inzwischen gilt er als Sitz der religiösen Sikh-Führung.
Timeless and unlocateable throne of the creator. In general, the term is used for the building facing the Darbar Sahib, where the Sikh religious leaders are based.

ਸਚਾ ਆਪਿ ਤਖਤੁ ਸਚਾ ਬਹਿ ਸਚਾ ਕਰੇ ਨਿਆਉ ॥ AGGS, S. 949, M. 3
ਵਡਾ ਤੇਰਾ ਦਰਬਾਰੁ ਸਚਾ ਤੁਧੁ ਤਖਤੁ ॥  AGGS, S. 964, M. 5
ਤਖਤਿ ਰਾਜਾ ਸੋ ਬਹੈ ਜਿ ਤਖਤੈ ਲਾਇਕ ਹੋਈ ॥ ਜਿਨੀ ਸਚੁ ਪਛਾਣਿਆ ਸਚੁ ਰਾਜੇ ਸੇਈ ॥ AGGS, S. 1088, M. 1

Akali Dal
Die einflussreichste sogenannte Partei der Sikhs in Indien. Sie wird auch als Shiromani Akali Dal bezeichnet. Es gibt inzwischen verschiedene Abspaltungen der Partei, die immer wieder von Skandalen  betroffen ist. Eine Ausrichtung an den Werten der Religion kann nur schwerlich erkannt werden.
The most influential so called Sikh party in India that has been repeatedly affected by scandals. Its policies are mostly not in accord with the values of the the Sikh Religion.

Amrit
Seelische Unsterblichkeit. Gemeint ist Erkenntnis, die dazu führt, dass kein Verlangen mehr nach Weltlichkeit besteht. Irrtümlicherweise wird zumeist die
Taufe zum Khalsa darunter verstanden.
Immortal enlightened soul. In general, the initiation to Khalsa brotherhood is mistakenly called Amrit.

ਨਾਨਕ ਅੰਮ੍ਰਿਤੁ ਏਕੁ ਹੈ ਦੂਜਾ ਅੰਮ੍ਰਿਤੁ ਨਾਹਿ ॥ AGGS, S. 1238, M. 5
ਜਿਨਾ ਗੁਰਬਾਣੀ ਮਨਿ ਭਾਈਆ ਅੰਮ੍ਰਿਤਿ ਛਕਿ ਛਕੇ ॥ AGGS, S. 449, M. 4
ਗੁਰ ਕੇ ਭਾਣੇ ਵਿਚਿ ਅੰਮ੍ਰਿਤੁ ਹੈ ਸਹਜੇ ਪਾਵੈ ਕੋਇ ॥ AGGS, S. 31, M. 3
ਗੁਰ ਕਾ ਸਬਦੁ ਅੰਮ੍ਰਿਤੁ ਹੈ ਜਿਤੁ ਪੀਤੈ ਤਿਖ ਜਾਇ ॥ AGGS, S. 35, M. 3
ਨਿਜ ਘਰਿ ਵਸਹਿ ਅੰਮ੍ਰਿਤੁ ਪੀਵਹਿ ਤਾ ਸੁਖ ਲਹਹਿ ਮਹਲੁ ॥੧॥ ਰਹਾਉ ॥ AGGS, S. 37, M. 3

Anand Kaaraj
Freudvolle Vermählung der Seele mit dem Schöpfer. Die von Guru Ram Das komponierten Verse , die im Alltag mit Anand Kaaraj bezeichnet werden, spielen bildlich mit dem Thema der seelischen Selbsterkenntnis und Heimkehr zum Schöpfer. Heute werden die Verse bei der
Heiratszeremonie von Sikhs verwendet. Der Ausdruck Anand Kaaraj wird im AGGS nicht verwendet.
Joyful time of unification with the creator through enlightenment. In general, the term is used for the Sikh marriage ceremony.

ਏਕ ਜੋਤਿ ਦੁਇ ਮੂਰਤੀ ਧਨ ਪਿਰੁ ਕਹੀਐ ਸੋਇ ॥੩॥ AGGS, S. 788, M. 3
ਵੀਆਹੁ ਹੋਆ ਮੇਰੇ ਬਾਬੁਲਾ ਗੁਰਮੁਖੇ ਹਰਿ ਪਾਇਆ ॥ AGGS, S. 78, M. 4
ਨਾਨਕੁ ਵਖਾਣੈ ਗੁਰ ਬਚਨਿ ਜਾਣੈ ਜਾ ਕੋ ਰਾਮੁ ਭਤਾਰੁ ਤਾ ਕੈ ਅਨਦੁ ਘਣਾ ॥੨॥ AGGS, S. 457, M. 5

Ardas
Bitte um seelische Erkenntnis. In der Sikh-Religion wird nur die Bitte um Erkennnis als wahrhaftes Bittgebet angesehen. Wünsche nach Dingen, die vergänglich sind, werden als unreligiös erachtet. Im Alltag wird zumeist damit das
Abschlussgebet, das die Rezitationen in der Gemeinde abschließt, verstanden.
Prayer for enlightenment. The Sikh Religion does not favour prayers for worldly and ephemeral things.

ਬਿਸਰੁ ਨਾਹੀ ਨਿਮਖ ਮਨ ਤੇ ਨਾਨਕ ਕੀ ਅਰਦਾਸਿ ॥੮॥੨॥ AGGS, S. 1017, M. 5
ਸਤਿਗੁਰ ਅਗੈ ਅਰਦਾਸਿ ਕਰਿ ਸਾਜਨੁ ਦੇਇ ਮਿਲਾਇ ॥ AGGS, S. 55, M. 1
ਕਰਉ ਅਰਦਾਸਿ ਅਪਨੇ ਸਤਿਗੁਰ ਪਾਸਿ ॥ ਨਾਨਕ ਨਾਮੁ ਮਿਲੈ ਸਚੁ ਰਾਸਿ ॥੪॥੬੪॥੧੩੩॥ AGGS, S. 192, M. 5
ਬਿਖੁ ਭਉਜਲ ਡੁਬਦੇ ਕਢਿ ਲੈ ਜਨ ਨਾਨਕ ਕੀ ਅਰਦਾਸਿ ॥੪॥੧॥੬੫॥ AGGS, S. 39, M. 4

Bhaghat
Nordindische Heilige unterschiedlichster sozialer Herkunft, die die Einheit der Schöpfung und ein spirituelles Leben frei von Dogmen, Aberglauben und Ritualen betonten. Ausgewählte Verse zahlreicher
Bhaghat sind im AGGS aufgenommen.
Pious men of north India whose spiritual insights are found in AGGS.

ਧੰਨੁ ਸੁ ਤੇਰੇ ਭਗਤ ਜਿਨੀ ਸਚੁ ਤੂੰ ਡਿਠਾ ॥ AGGS, S. 995, M. 5
ਜੁਗਹ ਜੁਗੰਤਰਿ ਭਗਤ ਤੁਮਾਰੇ ॥ ਕੀਰਤਿ ਕਰਹਿ ਸੁਆਮੀ ਤੇਰੈ ਦੁਆਰੇ ॥ AGGS, S. 567, M. 1
ਸਬਦੌ ਹੀ ਭਗਤ ਜਾਪਦੇ ਜਿਨ ਕੀ ਬਾਣੀ ਸਚੀ ਹੋਇ ॥  ... ਜਿਸ ਨੋ ਭਗਤਿ ਕਰਾਏ ਸੋ ਕਰੇ ਗੁਰ ਸਬਦ ਵੀਚਾਰਿ ॥ ... ਭਗਤਾ ਕੀ ਜਤਿ ਪਤਿ ਏਕੋ ਨਾਮੁ ਹੈ ਆਪੇ ਲਏ ਸਵਾਰਿ ॥ AGGS, S. 429, M. 3

Bhai Gur Das
Neffe des dritten Gurus, 1552 geboren. Er soll laut Tradition dem fünften Guru bei der Zusammenstellung der Schriften des Adi Guru Granth Sahib geholfen haben. Bhai Gur Das werden ebenso wie Bhai Nand Lal zahlreiche Verse, die Vaar, sowie Rahitname zugeschrieben. Die Inhalte der Werke stehen an zahlreichen Stellen im Gegensatz zu Gurmat bzw. Gurbaanni. Es bestehen daher Zweifel an der Originalität der Schriften. Möglicherweise wurden Verse, die von anderen Autoren erstellt wurden, mit den Namen von Bhai Gur Das und Nand Lal versehen, um die Autorität der Schriften zu erhöhen. Ein Grund kann auch darin liegen, die Sikhs durch sich widersprechende Aussagen von ihren Ursprüngen zu entfremden. Fest steht: Keiner der Schriften hat zu Zeiten der zehn Gurus eine bedeutende Rolle gespielt noch wurden diese in den AGGS aufgenommen. Trotz dieser Ungereimtheiten wird vor allem seit bestehen des
Verhaltenskodexes in den religiösen Zentren daraus rezitiert.
Bhai Gur Das was the nephew of the third master. The scriptures mistakenly attributed to him contain inconsistencies and contradict gurbani. The same is true of the writings attributed to Bhai Nand Lal.

Dasam Granth
Schriftensammlung, die dem zehnten Guru zugeschrieben wird. Das Werk richtet sich vor allem an Mitglieder der Bruderschaft Khalsa. In dem Werk wird symbolisch der kosmische Kampf zwischen Gut/Böse und Göttlichkeit/Niedertracht beschrieben und oberflächliche Glaubensvorstellungen hinterfragt. Unter einigen Sikhs bestehen Zweifel über die Authentizität einiger Teile des Werkes.
Scriptures attributed to the tenth master Gobind Singh. The anthology was mainly written for the members of Khalsa brotherhood and symbolically discusses the fight between good and evil. Some Sikhs doubt the authenticity of some parts the writings.

Dastar
Die gnädige und schützende
Hand des Schöpfers. Im Alltag wird damit der Turban bezeichnet. Weitere gängige Bezeichnungen für Turban sind Pag und Pagrri.
The graceful protective hand of the creator. In general, the turban is called dastar.

ਨਾਪਾਕ ਪਾਕੁ ਕਰਿ ਹਦੂਰਿ ਹਦੀਸਾ ਸਾਬਤ ਸੂਰਤਿ ਦਸਤਾਰ ਸਿਰਾ ॥੧੨॥ AGGS, S. 1084, M. 5

Daswandh
Zehnte Teil des Einkommens, der für
wohltätige Zwecke aufgewendet wird. Das Konzept findet sich nicht in der Gurbaanni. Es wurde erst nach der Zeit der Begründer populär.
Tenth of the income that is donated. The concept is not found in gurbani. It became popular only after the time of the founders.

Dharmshala
Ort, wo der religiöse Weg beschritten wird. Gemeint ist ein tugendhaftes Leben, dass von Religion geprägt ist und damit dem eigentlichen Lebenssinn verfolgt. Im Alltag werden damit die Vorläufer der heutigen
Gurduara (Gurdwara) bezeichnet.
A place/person where virtues and spiritual wisdom are found.

ਕੋਟਿ ਬ੍ਰਹਮੰਡ ਜਾ ਕੇ ਧ੍ਰਮਸਾਲ ॥ AGGS, S. 1156, M. 5
ਹੁਕਮੇ ਧਰਤੀ ਸਾਜੀਅਨੁ ਸਚੀ ਧਰਮ ਸਾਲਾ ॥ AGGS, S. 784, M. 3
ਪਵਣ ਪਾਣੀ ਅਗਨੀ ਪਾਤਾਲ ॥ ਤਿਸੁ ਵਿਚਿ ਧਰਤੀ ਥਾਪਿ ਰਖੀ ਧਰਮ ਸਾਲ ॥ AGGS, S. 7, M. 1

Granthi
Zumeist handelt es sich hierbei um einen Angestellten, der im Gurduara lebt und alle anfallenden Aufgaben wie Rezitationen durchführt. Zu Zeiten der Religionsgründer gab es keine Granthi.
An employee who recites Gurbaanni in a gurduara. At the time of the founders, no paid granthis existed.

Gurbani (Gur baanni, Gur baani, Gur bani, Gurbaanni)
Alle schriftlich festgehaltenen Verse, die die Einheit erklären und zu spiritueller Erkenntnis verhelfen. Ihnen wird die höchste Weisheit zugesprochen. Das Wort bani bezieht sich auf die innere Stimme der Seele.
Spiritual wisdom that is preserved in written form.

ਗੁਰਬਾਣੀ ਹਰਿ ਅਲਖੁ ਲਖਾਇਆ ॥੧॥ AGGS, S. 336, M. 4
ਜਿਨਾ ਅੰਦਰਿ ਨਾਮੁ ਨਿਧਾਨੁ ਹੈ ਗੁਰਬਾਣੀ ਵੀਚਾਰਿ ॥ AGGS, S. 1422, M. 4
ਬਾਣੀ ਗੁਰੂ ਗੁਰੂ ਹੈ ਬਾਣੀ ਵਿਚਿ ਬਾਣੀ ਅੰਮ੍ਰਿਤੁ ਸਾਰੇ ॥ ਗੁਰੁ ਬਾਣੀ ਕਹੈ ਸੇਵਕੁ ਜਨੁ ਮਾਨੈ ਪਰਤਖਿ ਗੁਰੂ ਨਿਸਤਾਰੇ ॥੫॥ AGGS, S. 982, M. 4

Gurduara (Gurdwara)
Gemeint ist der Körper, in dem die Weisheit des Schöpfers weilt. Allgemein wird darunter eine
Gebetsstätte der Sikhs verstanden, die auch als sozialer Treffpunkt dient. Sie steht jedem Menschen offen. Der verbreitete Begriff ‘Sikh-Tempel’ ist nicht angemessen.
A place/person where virtues and spiritual wisdom are found. In general, the term is used for Sikh places of worship. The expression ‘Sikh temple’ is not appropriate.

ਸਚੁ ਸਾਲਾਹੀ ਧੰਨੁ ਗੁਰਦੁਆਰੁ ॥ AGGS, S. 153, M. 1
ਗੁਰੂ ਦੁਆਰੈ ਹਮਰਾ ਵੀਆਹੁ ਜਿ ਹੋਆ ਜਾਂ ਸਹੁ ਮਿਲਿਆ ਤਾਂ ਜਾਨਿਆ ॥ AGGS, S. 351, M. 1
ਭਗਤਿ ਭਾਵ ਇਹੁ ਮਾਰਗੁ ਬਿਖੜਾ ਗੁਰ ਦੁਆਰੈ ਕੋ ਪਾਵਏ ॥ AGGS, S. 440, M. 3

Gurmat
Seelische Einsichten, die der Weisheit des Schöpfers entstammen und religiösen Menschen als Orientierung dienen.
Spiritual wisdom of the creator that guides all seekers of truth.

ਨਦਰਿ ਕਰੇ ਨਾ ਵੀਸਰੈ ਗੁਰਮਤੀ ਵੀਚਾਰਿ ॥੧੩॥ AGGS, S. 755, M. 3
ਜਿਨੀ ਇਕ ਮਨਿ ਨਾਮੁ ਧਿਆਇਆ ਗੁਰਮਤੀ ਵੀਚਾਰਿ ॥ ਤਿਨ ਕੇ ਮੁਖ ਸਦ ਉਜਲੇ ਤਿਤੁ ਸਚੈ ਦਰਬਾਰਿ ॥ AGGS, S. 28, M. 3
ਗੁਰਮਤੀ ਮਨੁ ਨਿਰਮਲੁ ਹੋਆ ਅੰਮ੍ਰਿਤੁ ਤਤੁ ਵਖਾਨੈ ॥ AGGS, S. 1334, M. 3

Gurmata
Religiös inspirierte Handlungsanleitung, die von der repräsentativen Versammlung der Khalsa-Bruderschaft (Sarbat Khalsa) beschlossen wird.
Religiously inspired guideline that is decided by the representative assembly of Khalsa brotherhood.

Gurmukhi
Wörtlich, die Weisheit, die aus dem Munde des Schöpfers kommt. Damit wird auch die Schriftsprache
Gurmukhi bezeichnet, in der der AGGS verfasst ist. Der Schriftsprache liegt ein seelisch orientiertes Verständnis des Lebens zugrunde. Gurmukhi ist die meist verbreitete Schrift im Panjab.
Spiritual scriptural language. Gurbani is composed in Gurmukhi.

ਏਨਾ ਅਖਰਾ ਮਹਿ ਜੋ ਗੁਰਮੁਖਿ ਬੂਝੈ ਤਿਸੁ ਸਿਰਿ ਲੇਖੁ ਨ ਹੋਈ ॥੨॥ AGGS, S. 432, M. 1
ਇਹ ਚਾਲ ਨਿਰਾਲੀ ਗੁਰਮੁਖੀ ਗੁਰ ਦੀਖਿਆ ਸੁਣਿ ਮਨੁ ਭਿੰਨੇ ॥੨੫॥  AGGS, S. 314, M. 3
ਮਨਮੁਖਿ ਸੁਖੁ ਨ ਪਾਈਐ ਗੁਰਮੁਖਿ ਸੁਖੁ ਸੁਭਾਨੁ ॥੩॥ AGGS, S. 21, M. 1

Gurmukh, Gursikh
Ein tugendhafter spiritueller Mensch, der gemäß dem
Hukam lebt. Der Gegenbegriff ist Manmukh.
A spiritual person who is full of virtues and lives according to the hukam of the One. The opposite term is manmukh. It refers to a person who follows his own mind.

ਸੇ ਗੁਰਸਿਖ ਧਨੁ ਧੰਨੁ ਹੈ ਜਿਨੀ ਗੁਰ ਉਪਦੇਸੁ ਸੁਣਿਆ ਹਰਿ ਕੰਨੀ ॥ AGGS, S. 590, M. 3
ਸਤਿਗੁਰ ਕੀ ਬਾਣੀ ਸਤਿ ਸਤਿ ਕਰਿ ਜਾਣਹੁ ਗੁਰਸਿਖਹੁ ਹਰਿ ਕਰਤਾ ਆਪਿ ਮੁਹਹੁ ਕਢਾਏ ॥  AGGS, S. 308, M. 4
ਗੁਰਸਿਖਾਂ ਅੰਦਰਿ ਸਤਿਗੁਰੂ ਵਰਤੈ ਜੋ ਸਿਖਾਂ ਨੋ ਲੋਚੈ ਸੋ ਗੁਰ ਖੁਸੀ ਆਵੈ ॥ AGGS, S. 317, M. 4
ਗੁਰਮੁਖਿ ਜਾਗੇ ਗੁਣ ਗਿਆਨ ਬੀਚਾਰਿ ॥ AGGS, S. 160, M. 3

Guru
Der Schöpfer bzw. seine unermessliche Weisheit, die die Dunkelheit der Unkenntnis vertreibt. Einem Menschen kann diese Autorität nicht verliehen werden. Im Alltag wird jedoch der Begriff “Guru” aus Unkenntnis heraus missverständlich verwendet. Nicht nur die zehn “Gurus” werden entsprechend bezeichnet, sondern auch heutige selbst ernannte Heilige oder sogar Musiklehrer. Vielen Sikhs ist unbekannt, dass die zehn “Gurus” sich selbst nie als “Gurus” sahen, sondern als Diener und Sprachrohre des Schöpfers. Sie betonen, dass der Schöpfer allein der wahre Guru ist. Im Folgenden sind die Lebensdaten und Zeiträume zusammen gestellt, in denen die Meister die Führungsverantwortung der Sikh-Gemeinschaft übernahmen.

01. Meister Nanak (1469-1539), Zeitraum der Führerschaft: 1469-1539
02. Meister Angad (1504-1552), Zeitraum der Führerschaft: 1539-1552
03. Meister Amar Das (1479-1574), Zeitraum der Führerschaft: 1552-1574
04. Meister Ram Das (1534-1581), Zeitraum der Führerschaft: 1574-1581
05. Meister Arjan (1563-1606), Zeitraum der Führerschaft: 1581-1606
06. Meister Har Gobind (1595-1644, Zeitraum der Führerschaft: 1606-1644
07. Meister Har Rai (1630-1661), Zeitraum der Führerschaft: 1644-1661
08. Meister Har Krishan (1656-1664), Zeitraum der Führerschaft: 1661-1664
09. Meister Tegh Bahadar (1621-1675), Zeitraum der Führerschaft: 1664-1675
10. Meister Gobind Singh (1666-1708), Zeitraum der Führerschaft: 1675-1708

The creator and its light that dispels the darkness of ignorance. In general, the founders of Sikhi are mistakenly called Gurus. They never regarded and called themselves as “Gurus” but as humble servants of the One.

ਹਰਿ ਗੁਰ ਗਿਆਨੁ ਹਰਿ ਰਸੁ ਹਰਿ ਪਾਇਆ ॥ AGGS, S. 95, M. 4
ਬਾਣੀ ਗੁਰੂ ਗੁਰੂ ਹੈ ਬਾਣੀ ਵਿਚਿ ਬਾਣੀ ਅੰਮ੍ਰਿਤੁ ਸਾਰੇ ॥ AGGS, S. 982, M. 4
ਗੁਰ ਬਿਨੁ ਗਿਆਨੁ ਧਰਮ ਬਿਨੁ ਧਿਆਨੁ ॥ AGGS, S. 1412, M. 1
ਗਿਆਨੀਆ ਅੰਦਰਿ ਗੁਰ ਸਬਦੁ ਹੈ ਨਿਤ ਹਰਿ ਲਿਵ ਸਦਾ ਵਿਗਾਸੁ ॥ AGGS, S. 1415, M. 3

Guru Granth Sahib (GGS)
Siehe
Adi Guru Granth Sahib.

Haumai
Ichgefühl, dessen Entstehen dazu führt, dass die gemeinsame seelische Herkunft nicht mehr wahrgenommen werden kann. Dieses Grundübel lässt den Menschen rücksichtslos sowie kurzsichtig handeln. Dieser Egoismus wird sichtbar, wenn Menschen gewissenlos nach materiellen oder anderen weltlichen Annehmlichkeiten streben und sich und andere langfristig schaden. Die Zerstörung der Umwelt ist ein Beispiel dafür. In der Gurmat wird betont, dass Menschen, deren Verhalten vom “Stachel des weltlichen Egoismus” getrieben ist, dies früher oder später immer bereuen werden.
Egoism that leads to immoral acts.

ਨਾਨਕ ਹੁਕਮੈ ਜੇ ਬੁਝੈ ਤ ਹਉਮੈ ਕਹੈ ਨ ਕੋਇ ॥੨॥  AGGS, S. 1, M. 1
ਸਾਕਤ ਹਰਿ ਰਸ ਸਾਦੁ ਨ ਜਾਣਿਆ ਤਿਨ ਅੰਤਰਿ ਹਉਮੈ ਕੰਡਾ ਹੇ ॥ ਜਿਉ ਜਿਉ ਚਲਹਿ ਚੁਭੈ ਦੁਖੁ ਪਾਵਹਿ ਜਮਕਾਲੁ ਸਹਹਿ ਸਿਰਿ ਡੰਡਾ ਹੇ ॥੨॥  AGGS, S. 13, M. 4
ਇਹੁ ਸਰੀਰੁ ਮਾਇਆ ਕਾ ਪੁਤਲਾ ਵਿਚਿ ਹਉਮੈ ਦੁਸਟੀ ਪਾਈ ॥ ਆਵਣੁ ਜਾਣਾ ਜੰਮਣੁ ਮਰਣਾ ਮਨਮੁਖਿ ਪਤਿ ਗਵਾਈ ॥ AGGS, S. 31, M. 3
ਮਨ ਅੰਤਰਿ ਹਉਮੈ ਰੋਗੁ ਭ੍ਰਮਿ ਭੂਲੇ ਹਉਮੈ ਸਾਕਤ ਦੁਰਜਨਾ ॥ AGGS, S. 1424, M. 4

Hukam
Allmacht und Weisheit des Schöpfers, der alles unterworfen ist. Laut AGGS zeichnen sich religiöse Menschen dadurch aus, dass sie natürlich und im Einklang mit der Weisheit des Schöpfers (gur ka bhaanaa) leben. Sie lassen sich nicht von weltlichen Fantasien, vergänglichen Gefühlen und Vergnügen (apnaa bhaannaa) leiten.
Omnipotence and wisdom of the creator. Religious people live a natural life according to the wisdom of the creator (gur ka bhaanaa). They overcome worldly fantasies, ephemeral feelings and short-term pleasures (apnna bhaannaa).

ਹੁਕਮੈ ਅੰਦਰਿ ਸਭੁ ਕੋ ਬਾਹਰਿ ਹੁਕਮ ਨ ਕੋਇ ॥  AGGS, S. 1, M. 1
ਮਨਮੁਖਿ ਹੁਕਮੁ ਨ ਬੁਝੇ ਬਪੁੜੀ ਨਿਤ ਹਉਮੈ ਕਰਮ ਕਮਾਇ ॥ AGGS, S. 1423, M. 4
ਜਬ ਲਗੁ ਹੁਕਮੁ ਨ ਬੂਝਤਾ ਤਬ ਹੀ ਲਉ ਦੁਖੀਆ ॥ AGGS, S. 400, M. 5
ਆਪੇ ਨਿਰਮਲੁ ਮਿਹਰਵਾਨੁ ਮਧੁਸੂਦਨੁ ਜਿਸ ਦਾ ਹੁਕਮੁ ਨ ਮੇਟਿਆ ਜਾਈ ਹੇ ॥੧੪॥ AGGS, S. 1047, M. 3
ਭਾਣੈ ਚਲੈ ਆਪਣੈ ਬਹੁਤੀ ਲਹੈ ਸਜਾਇ ॥ AGGS, S. 949, M. 3
ਓਇ ਭਾਣੈ ਚਲਨਿ ਆਪਣੈ ਨਿਤ ਝੂਠੋ ਝੂਠੁ ਬੋਲੇਨਿ ॥ AGGS, S. 951, M. 3
ਗੁਰ ਕੈ ਭਾਣੈ ਜੋ ਚਲੈ ਦੁਖੁ ਨ ਪਾਵੈ ਕੋਇ ॥੩॥ AGGS, S. 31, M. 3
ਗੁਰ ਕੈ ਭਾਣੈ ਜੋ ਚਲੈ ਸਭਿ ਦੁਖ ਨਿਵਾਰਣਹਾਰਿ ॥ AGGS, S. 31, M. 89

Janam-sakhi
Schriftlich festgehaltene
Legendenerzählungen vor allem über das Leben des ersten Gurus. Die Erzählungen lassen nur indirekt Schlüsse auf das eigentliche Wirken der Gurus zu. Sie wurden erst viele Jahrzehnte nach dem körperlichen Tode der Gurus verfasst. Die Gurus haben bewusst ihre Lebensgeschichte nicht aufschreiben lassen. Sie wollten vermeiden, dass sie statt dem Schöpfer verehrt werden. Die Gurus verweisen in ihren Schriften auf die einzig wahre Geschichte. Damit meinen sie das Wirken des Schöpfers.
Legends about the founders of Sikhi that are mostly fiction. They often portray the founders in a supernatural light. The stories are full of inconsistencies and contradict the original writings of the founders. Yet, they contain some moral truths.

ਜੀਅ ਜੰਤ ਸਭਿ ਭਏ ਪਵਿਤ੍ਰਾ ਸਤਿਗੁਰ ਕੀ ਸਚੁ ਸਾਖੀ ॥੩॥ AGGS,  S. 622, M. 5
ਸਚੁ ਗੁਰ ਕੀ ਸਾਖੀ ਅੰਮ੍ਰਿਤ ਭਾਖੀ ਤਿਤੁ ਮਨੁ ਮਾਨਿਆ ਮੇਰਾ ॥ AGGS, S. 688, M. 1
ਆਪੇ ਸਬਦੁ ਸਚੁ ਸਾਖੀ ਆਪੇ ਜਿਨ ਜੋਤੀ ਜੋਤਿ ਮਿਲਾਈ ॥ AGGS, S. 1260, M. 3
ਜਾਨੀ ਜਾਨੀ ਰੇ ਰਾਜਾ ਰਾਮ ਕੀ ਕਹਾਨੀ ॥ AGGS, S. 970, Kabir

Kakar (5 K’s)
Fünf Merkmale eines
getauften Sikhs der Khalsa-Bruderschaft.
Five external attributes of a member of Khalsa brotherhood.

Kaur
Prinz,
Nachname für Sikh-Frauen.
Common family name of Sikh women. The literal meaning is prince.

Khalsa (Khalsaa)
Die seelisch Reinen. Seit Gründung der
Khalsa-Bruderschaft 1699 durch Guru Gobind Singh ist damit die Gemeinschaft aller getauften Sikhs gemeint. Bezüge zum Khalsa finden sich in verschiedenen Überlieferungen wie dem Khalsa Maihmaa (“Khaalsaa mero roop hai khaas ...”).
A pure and spiritual person who is full of virtues and serves mankind. The members of Khalsa brotherhood are called Khalsa.

ਕਹੁ ਕਬੀਰ ਜਨ ਭਏ ਖਾਲਸੇ ਪ੍ਰੇਮ ਭਗਤਿ ਜਿਹ ਜਾਨੀ ॥੪॥੩॥ AGGS, S. 655, Kabir
ਪੂਰਨ ਜੋਤ ਜਗੈ ਘਟ ਮੈ ਤਬ ਖਾਲਸ ਤਾਹਿ ਨਖਾਲਸ ਜਾਨੈ ॥੧॥ DG 1350
ਖ਼ਾਲਸਾ ਮੇਰੋ ਰੂਪ ਹੈ ਖ਼ਾਸ ॥ ... ਖ਼ਾਲਸਾ ਮੇਰੋ ਬੁਧ ਅਰ ਗਿਆਨ ॥ ... ਜਬ ਇਹ ਗਹੈ ਬਿਪਰਨ ਕੀ ਰੀਤ ॥ ਮੈਂ ਨ ਕਰੋਂ ਇਨ ਕੀ ਪ੍ਰਤੀਤ ॥ Amrit Kirtan 291

Khanda
Ein doppelschneidiges Schwert, welches früher von Sikhs bei Verteidigungsschlachten eingesetzt wurde. Einige
Nihang tragen es auch heute noch. Bei der Taufe zum Khalsa wird immer ein Khanda verwendet. Im AGGS wird das Wort Khaddag verwendet. Es symbolisiert das innere Schwert der Weisheit, das beim Kampf gegen Egoismus, Gewissenlosigkeit und Weltlichkeit zum Einsatz kommt.
Double edged sword of wisdom that is used to fight inner darkness in this life and hereafter. Also the actual weapon is called Khanda.

ਗਿਆਨ ਖੜਗੁ ਲੈ ਮਨ ਸਿਉ ਲੂਝੈ ਮਨਸਾ ਮਨਹਿ ਸਮਾਈ ਹੇ ॥੩॥ AGGS, S. 1022, M. 1
ਸਤਿਗੁਰੂ ਕਾ ਖੜਗੁ ਸੰਜੋਉ ਹਰਿ ਭਗਤਿ ਹੈ ਜਿਤੁ ਕਾਲੁ ਕੰਟਕੁ ਮਾਰਿ ਵਿਡਾਰਿਆ ॥ AGGS, S. 312, M. 4
ਗਿਆਨ ਖੜਗ ਪੰਚ ਦੂਤ ਸੰਘਾਰੇ ਗੁਰਮਤਿ ਜਾਗੈ ਸੋਇ ॥  AGGS, S. 1414, M. 3

Khande di pahul
Die
Taufe nach dem Vorbild Guru Gobind Singhs. Sie dient der Aufnahme in die Khalsa-Gemeinschaft. Die Taufe wird im Alltag oft fälschlicherweise als Amrit bezeichnet.
Initiation ceremony of Khalsa brotherhood. In general, the initiation to Khalsa brotherhood is mistakenly called Amrit.

Kirtan
Hingabe an den Schöpfer. Allgemein wird heute darunter fälschlicherweise nur
religiöser Gesang in Begleitung von Instrumenten verstanden.
Devotion to the creator. In general, the term is mistakenly only used to describe the recitation of Gurbaanni.

ਗੁਰ ਗਿਆਨ ਕੀਰਤਨ ਗੋਬਿੰਦ ਰਮਣੰ ਕਾਟੀਐ ਜਮ ਜਾਲ ॥੨॥ AGGS, S. 502, M. 5
ਐਸਾ ਕੀਰਤਨੁ ਕਰਿ ਮਨ ਮੇਰੇ ॥ ਈਹਾ ਊਹਾ ਜੋ ਕਾਮਿ ਤੇਰੈ ॥੧॥ ਰਹਾਉ ॥ AGGS, S. 236, M. 5
ਚੀਤਿ ਆਵੈ ਸਦ ਕੀਰਤਨੁ ਕਰਤਾ ॥ ਮਨੁ ਮਾਨਿਆ ਨਾਨਕ ਭਗਵੰਤਾ ॥੪॥੮॥੨੧॥ AGGS, S. 1141, M. 5

Kirt karni
Bemühen, den seelischen Lebenssinn zu erkennen. Heute wird darunter irrtümlicherweise der ehrliche Verdienst des Lebensunterhaltes verstanden.
Devotion to the real spiritual purpose of life. In general, the term is mistakenly used to describe when one earns an honest living.

ਜੈ ਘਰਿ ਕੀਰਤਿ ਆਖੀਐ ਕਰਤੇ ਕਾ ਹੋਇ ਬੀਚਾਰੋ ॥ AGGS, S. 12, M. 1
ਗੁਰਮਤਿ ਨਾਮੁ ਮੇਰਾ ਪ੍ਰਾਨ ਸਖਾਈ ਹਰਿ ਕੀਰਤਿ ਹਮਰੀ ਰਹਰਾਸਿ ॥੧॥ ਰਹਾਉ ॥   AGGS, S. 10, M. 4
ਹਰਿ ਕੀਰਤਿ ਉਤਮੁ ਨਾਮੁ ਹੈ ਵਿਚਿ ਕਲਿਜੁਗ ਕਰਣੀ ਸਾਰੁ ॥ ਮਤਿ ਗੁਰਮਤਿ ਕੀਰਤਿ ਪਾਈਐ ਹਰਿ ਨਾਮਾ ਹਰਿ ਉਰਿ ਹਾਰੁ ॥ AGGS, S. 1314, M. 4

Langar
Religiöses Wissen, das der Seele als Nahrung dient. Allgemein wird damit vor allem die
Freiküche bezeichnet, die zu jeder Sikh-Gemeinde gehört. Hier wird dem Ideal nach Essen für Besucher zubereitet, die von weit her angereist sind und für Bedürftige wie Obdachlose. Jeder, unabhängig von Religion, ‘Kaste’ und Herkunft ist eingeladen, gemeinsam zu speisen.
Religious knowledge for the soul. In general, the term is used for the kitchen in a gurduara that offers free vegetarian food to visitors who came from far away and needy ones like homeless people.

ਲੰਗਰੁ ਚਲੈ ਗੁਰ ਸਬਦਿ ਹਰਿ ਤੋਟਿ ਨ ਆਵੀ ਖਟੀਐ ॥ AGGS, S. 967, Bhatt Sathaa & Balvand

Maya
Anziehungskraft des Vergänglichen. Der Begriff umfasst sowohl materielle Objekte wie den Körper sowie Gedanken und Gefühle.
Worldly attraction for everything that is ephemeral. It includes material objects such as the body, thoughts and feelings.

ਸਰੰਜਾਮਿ ਲਾਗੁ ਭਵਜਲ ਤਰਨ ਕੈ ॥ ਜਨਮੁ ਬ੍ਰਿਥਾ ਜਾਤ ਰੰਗਿ ਮਾਇਆ ਕੈ ॥੧॥ ਰਹਾਉ ॥ AGGS, S. 12, M. 5
ਮਾਇਆ ਮੋਹਿ ਵਿਸਾਰਿਆ ਜਗਤ ਪਿਤਾ ਪ੍ਰਤਿਪਾਲਿ ॥ AGGS, S. 30, M. 3
ਸਿਰਜਣਹਾਰਿ ਭੁਲਾਇਆ ਵਿਣੁ ਨਾਵੈ ਨਾਪਾਕ ॥੨॥ ਲੈਦਾ ਬਦ ਦੁਆਇ ਤੂੰ ਮਾਇਆ ਕਰਹਿ ਇਕਤ ॥ ਜਿਸ ਨੋ ਤੂੰ ਪਤੀਆਇਦਾ ਸੋ ਸਣੁ ਤੁਝੈ ਅਨਿਤ ॥  AGGS, S. 42, M. 5
ਪ੍ਰਾਨੀ ਰਾਮੁ ਨ ਚੇਤਈ ਮਦਿ ਮਾਇਆ ਕੈ ਅੰਧੁ ॥ AGGS, S. 128, M. 9

Nihang
Bewahrer der Religion.
A defender of religion.

Nam (Naam)
Seelische Erkenntnis sowie die Weisheit, Tugend und Allmacht des Schöpfers. Unter einigen Sikhs wird missverständlicherweise der vermeintliche Name des Namenlosen darunter verstanden, den es so oft wie möglich zu wiederholen gelte.
Spiritual wisdom, enlightenment, virtues and omnipotence of the One. The term is mistakenly used for the “name” of the nameless One.

ਤੇਰਾ ਨਾਮੁ ਸਚਾ ਜੀਉ ਸਬਦੁ ਸਚਾ ਵੀਚਾਰੋ ॥ AGGS, S. 234, M. 1
ਏਕੋ ਨਾਮੁ ਹੁਕਮੁ ਹੈ ਨਾਨਕ ਸਤਿਗੁਰਿ ਦੀਆ ਬੁਝਾਇ ਜੀਉ ॥੫॥ AGGS, S. 72, M. 1
ਸੋ ਐਸਾ ਹਰਿ ਨਾਮੁ ਧਿਆਈਐ ਮਨ ਮੇਰੇ ਜੋ ਸਭਨਾ ਉਪਰਿ ਹੁਕਮੁ ਚਲਾਏ ॥ AGGS, S. 89, M. 5
ਨਾਨਕ ਗੁਰਮੁਖਿ ਨਾਮੁ ਜਪੀਐ ਇਕ ਬਾਰ ॥੧॥ AGGS, S. 265, M. 5

Panj Piare
Wörtlich die “
Fünf Geliebten”. Die ersten fünf Männer, die 1699 von Guru Gobind Singh durch die Taufe als Mitglieder der Khalsa initiiert wurden. Sie alle gehörten unterschiedlichsten sozialen Schichten an. Nach der Taufe nahmen sie die von Guru Gobind Singh ausgewählten Namen: Daya Singh, Dharam Singh, Himat Singh, Mohkam Singh und Sahib Singh. Ihre alten Nachnamen, die auf ihre vermeintliche ‘Kaste’ bzw. ihren Klan hinwiesen, wurden durch den gemeinsamen Nachnamen “Singh” ersetzt. Die Tradition dieser Namensgebung wird von Sikhs bis heute fortgeführt. Wichtige Sikh-Institutionen basieren auf dem Repräsentationssystem der “Fünf Geliebten”. Das System gibt vor, dass immer fünf Sikhs gemeinschaftlich die Belange der Religion und der Gemeinde verantworten.
Five beloved ones who became the first members of Khalsa brotherhood.

Panth
Der Weg der Religion. Das Wort kommt in der Gurbani nicht vor. Vor allem politisierte Sikhs, die den eigentlichen religiösen Werten wenig Beachtung schneknen, reden vom “Sikh-Panth”, der Nation der Sikhs. Sie propagieren, dass die Religion über einen eigenen Nationalstaat verfügen muss. Dies steht im deutlichen Widerspruch zu der Einsicht der Sikh-Religion. Diese sieht die Verantwortung der Religion vor allem darin, die Politik zu einem ethischen und langfristigen Handeln zu ermahnen.
Literally path. The word ist not used in Gurbani. In Sikhi it means the way of religion. Mostly politicised Sikhs, who put little emphasis on the actual religious values, misuse the spiritual term to speak of a Sikh nation. This contradicts the wisdom of Sikhi. The religion sees its responsibility mainly in resorting rulers to act ethically and long-term oriented.

ਗੁਰਮੁਖਾ ਨੋ ਪੰਥੁ ਪਰਗਟਾ ਦਰਿ ਠਾਕ ਨ ਕੋਈ ਪਾਇ ॥ AGGS, S. 42, M. 4
ਰਾਜੁ ਨ ਚਾਹਉ ਮੁਕਤਿ ਨ ਚਾਹਉ ਮਨਿ ਪ੍ਰੀਤਿ ਚਰਨ ਕਮਲਾਰੇ ॥ AGGS, S. 534, M. 4
ਜਿਸ ਕਾ ਰਾਜੁ ਤਿਸੈ ਕਾ ਸੁਪਨਾ ॥ ਜਿਨਿ ਮਾਇਆ ਦੀਨੀ ਤਿਨਿ ਲਾਈ ਤ੍ਰਿਸਨਾ ॥ AGGS, S. 179, M. 5
ਰਾਜੁ ਜੋਬਨੁ ਅਵਧ ਜੋ ਦੀਸੈ ਸਭੁ ਕਿਛੁ ਜੁਗ ਮਹਿ ਘਾਟਿਆ ॥ AGGS, S. 207, M. 5
ਰਾਜੁ ਮਾਲੁ ਜੰਜਾਲੁ ਕਾਜਿ ਨ ਕਿਤੈ ਗਨੋ ॥ AGGS, S. 398, M. 5
ਰਾਜੁ ਰੂਪੁ ਝੂਠਾ ਦਿਨ ਚਾਰਿ ॥ AGGS, S. 796, M. 1

Parchar
Alle Aktivitäten, die darauf abzielen, Inhalte der Sikhi zu unterrichten. Sikhs sprechen auch von Dharam parchar genannt. Der Parcharak ist ein Sikh, der diese Aufgabe ausübt. Parchaar bedeutet nicht missionieren. Die Missionierung von Menschen ist dem Wesen der Sikhi fremd.
Spread the wisdom and virtues of the One amongst students of religion.

Piri-Miri
Konzept der religiöse und weltlichen Balance. In der Gurbani finden sich keine Bezüge dazu.

Qaum
Nation. Das Wort persischen Ursprungs bezeichnet institutionalisierte und abgrenzbare politische Gemeinschaften. Das Konzept “Sikh-Qaum” findet sich nicht in der Gurmat und wurde erst nach der Zeit Gurus mit der Sikh-Religion in Verbindung gebracht. Siehe auch
Panth.
Nation. The word ist not used in Gurbani. Mostly politicised Sikhs, who put little emphasis on the actual religious values, use the term to speak of a Sikh nation.

Raagi (Ragi)
Der Begriff ist von Raag, einer melodischen Grundform, abgeleitet. Gemeint sind damit
Sänger, die religiöse Texte mit instrumentaler Begleitung gegen Bezahlung rezitieren. Ein Kirtani hingegen ist ein weiser Mensch, der aus Liebe zu dem Einen singt und dafür keine Entlohung annimmt.
The term is used for a singer who professionally recites Gurbani along with instruments. A Kirtani is an enlightened person who sings out of joy and without taking money.

ਕੋਈ ਗਾਵੈ ਰਾਗੀ ਨਾਦੀ ਬੇਦੀ ਬਹੁ ਭਾਤਿ ਕਰਿ ਨਹੀ ਹਰਿ ਹਰਿ ਭੀਜੈ ਰਾਮ ਰਾਜੇ ॥ AGGS, S. 450, M. 4
ਜਬ ਦੇਖਾ ਤਬ ਗਾਵਾ ॥ ਤਉ ਜਨ ਧੀਰਜੁ ਪਾਵਾ ॥੧॥ AGGS, S. 656, Naam Dev
ਸਚਾ ਅਲਖ ਅਭੇਉ ਹਠਿ ਨ ਪਤੀਜਈ ॥ ਇਕਿ ਗਾਵਹਿ ਰਾਗ ਪਰੀਆ ਰਾਗਿ ਨ ਭੀਜਈ ॥  AGGS, S. 1285, M. 3
ਸਭਨਾ ਰਾਗਾਂ ਵਿਚਿ ਸੋ ਭਲਾ ਭਾਈ ਜਿਤੁ ਵਸਿਆ ਮਨਿ ਆਇ ॥ AGGS, S. 1423, M. 4

Sahibzaade
Die vier Söhne (Chaar Sahibzaade) Guru Gobind Singhs. Ajit Singh (geboren 1687) und Jujhar Singh (geboren 1691) fielen in einer Verteidigungsschlacht im Jahre 1705. Zorawar Singh (geboren 1696) und Fateh Singh (geboren 1699) wurden zur selben Zeit in Gefangenschaft hingerichtet.
The four sons of the tenth master. They were all killed by the enemies of Sikhi in early years.

Sangat
Nähe zum Schöpfer oder Gemeinde derer, die dem Schöpfer nahe sind.
Inner closeness to the One and community of students of religion.

ਵਡਭਾਗੀ ਮਿਲੁ ਸੰਗਤੀ ਸਚਾ ਸਬਦੁ ਵਿਸਾਹੁ ॥ AGGS, S. 46, M. 5
ਹਮ ਅਪਰਾਧੀ ਰਾਖੇ ਗੁਰ ਸੰਗਤੀ ਉਪਦੇਸੁ ਦੀਓ ਹਰਿ ਨਾਮੁ ਛਡਾਵੈ ॥੨॥ AGGS, S. 167, M. 4
ਸਚੁ ਪਾਇਓ ਗੁਰ ਸਬਦਿ ਸਚੁ ਨਾਮੁ ਸੰਗਤੀ ਬੋਹੈ ॥ AGGS, S. 1392, Bhatt Kaal

Sant-Sipaahi
Heliger-Soldat. Der Begriff ist der Gurbani fremd. In der Sikh-Tradition verkörpern die
Nihang den Heiligen-Verteidigungskrieger, der aus Überzeugung handelt und eben nicht ein bezahlter Soldat ist.
Saint-soldier. The term is not used in Gurbani. In Sikh tradition the nihang are the defenders of religion. They act out of conviction and are not paid soldiers.

Sarbat Khalsa
Alle Anhänger der Khalsa-Gemeinschaft.
Alle members of Khalsa brotherhood.

Seva (Sevaa, Sewa)
Selbstlose Hingabe an den Schöpfer. Allgemein wird darunter
wohltätiger Dienst verstanden.
Selfless dedication to the One. In general, the term is used for charitable work.

ਧੰਨੁ ਧਨੁ ਸੇਵਾ ਸਫਲ ਸਤਿਗੁਰੂ ਕੀ ਜਿਤੁ ਹਰਿ ਹਰਿ ਨਾਮੁ ਜਪਿ ਹਰਿ ਸੁਖੁ ਪਾਇਆ ॥੨॥ AGGS, S. 166, M. 4
ਗੁਰ ਸੇਵਾ ਤੇ ਆਪੁ ਪਛਾਤਾ ॥  AGGS, S. 415, M. 1
ਗੁਰ ਕੀ ਸੇਵਾ ਸੋ ਕਰੇ ਜਿਸੁ ਆਪਿ ਕਰਾਏ ॥ AGGS, S. 421, M. 1

Shabad
Bezeichnet die innere Stimme des Schöpfers, der sich ein religiöser Mensch hingibt. Allgemeinen wird damit ein Wort aus der
Gurbaanni bezeichnet.
Inner voice of the soul. In general, the term is used for a word from Gurbaanni.

ਏਕੁ ਸਬਦੁ ਬੀਚਾਰੀਐ ਜਾ ਤੂ ਤਾ ਕਿਆ ਹੋਰਿ ॥੧॥ ਰਹਾਉ ॥ AGGS, S. 17, M. 1
ਊਤਮ ਕਰਣੀ ਸਬਦ ਬੀਚਾਰ ॥੩॥ AGGS, S. 158, M. 3
ਏਕੁ ਸਬਦੁ ਬੀਚਾਰੀਐ ਜਾ ਤੂ ਤਾ ਕਿਆ ਹੋਰਿ ॥੧॥ ਰਹਾਉ ॥ AGGS, S. 18, M. 1
ਅਖੀ ਬਾਝਹੁ ਵੇਖਣਾ ਵਿਣੁ ਕੰਨਾ ਸੁਨਣਾ ॥ AGGS, S. 139, M. 2

Shiromani Gurdwara Parbandhak Committee (S.G.P.C.)
1920 gegründetes Komitee, das für die historischen Gurduara verantwortlich ist. Das einflussreiche Komitee besteht aus 175 Mitgliedern. Es wird formal alle fünf Jahre neu gewählt werden. Die Institution ist stark von der Partei Akali Dal abhängig. Sie verwaltet die sehr hohen Summen, die durch  Spendengelder in den bedeutendsten Sikh-Gemeinden zusammen kommen. Das Komitee ist gekennzeichnet von Intransparenz und religiöser Unkenntnis.
Influential committee that manages the immense income of the historical gurduaras. The institution is marked by intransparency and lack of religious knowledge.

Sikh Rahet Maryada (auch Raihet, Reht, Rahat)
1945 von der S.G.P.C. veröffentlichter
Verhaltenskodex für Sikhs, der nach erbitterten Verhandlungen verabschiedet wurde. Dieser schreibt in dogmatischer Weise gemeinschaftliche Regeln vor und steht in vielerlei Hinsicht im Widerspruch zu Gurbani.
Sikh code of conduct that was published in 1945. The dogmatic code of conduct is the product of bitter ideological and political disputes between various groups and contradicts gurbani in many ways.

Singh
Löwe,
Nachname für männliche Sikhs.
Common family name of Sikh men. The literal meaning is lion.

Singh Sabha
Sikh-Bewegung, die ab 1873 versuchte, Sikhs mit den Idealen ihrer Religion vertraut zu machen und gegen hinduistische und christliche Missionsbestrebungen vorzugehen. Daraus entwickelte sich aber ein dogmatisches und ritualisiertes Religionsverständnis, das bis heute die religiöse Praxis in den Sikh-Gemeinden prägt. Der Verhaltenskodex ist ein Ergebnis dieser Zeit.
Sikh movement that tried to make Sikhs familiar with the ideals of their religion and tackle Hindu and Christian missionary efforts. The movement developed a dogmatic and ritualistic understanding of the religion that characterizes the practice of religion in the Sikh communities until today. The code of conduct is a result of that time.

Wahe guru (Waheguru)
Wundervoller Schöpfer. Im AGGS wird der Begriff nicht wie im Alltag als
Eigennamen verwendet, sondern als bewundernder Ausdruck für die Unermesslichkeit des namenlosen Schöpfers.
Term to express amazement for the wonderful creator. In general, the word is mistakenly used as a proper name for the nameless One.

ਸਤਿ ਸਾਚੁ ਸ੍ਰੀ ਨਿਵਾਸੁ ਆਦਿ ਪੁਰਖੁ ਸਦਾ ਤੁਹੀ ਵਾਹਿ ਗੁਰੂ ਵਾਹਿ ਗੁਰੂ ਵਾਹਿ ਗੁਰੂ ਵਾਹਿ ਜੀਉ ॥੧॥੬॥ AGGS, S. 1402, Bhatt Giand
ਵਾਹਿ ਗੁਰੂ ਵਾਹਿ ਗੁਰੂ ਵਾਹਿ ਗੁਰੂ ਵਾਹਿ ਜੀਉ ॥ ਕਵਲ ਨੈਨ ਮਧੁਰ ਬੈਨ ਕੋਟਿ ਸੈਨ ਸੰਗ ਸੋਭ ਕਹਤ ਮਾ ਜਸੋਦ ਜਿਸਹਿ ਦਹੀ ਭਾਤੁ ਖਾਹਿ ਜੀਉ ॥ AGGS, S. 1402, Bhatt Giand
ਸੇਵਕ ਕੈ ਭਰਪੂਰ ਜੁਗੁ ਜੁਗੁ ਵਾਹ ਗੁਰੂ ਤੇਰਾ ਸਭੁ ਸਦਕਾ ॥ AGGS, S. 1403, Bhatt Giand

Weakheakar
Ein Mensch, der
Gurbani verinnerlicht hat und in der Lage ist, diese umfassend zu erklären.
Spiritual person who is capable of explaining the purpose of religion comprehensively according to Gurbaanni.

 

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