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Musafer (Reisende) – Sikhi is Travelling | Deutschlandpremiere in Frankfurt am Main Sikh-Forum | 11/2009 Der von zwei deutschen Filmemachern gedrehte Dokumentarfilm Musafer - Sikhi is Travelling hat Premiere in Deutschland im Rahmen der Interkulturellen Wochen Frankfurt gefeiert. Der international gedrehte Dokumentarfilm begleitet laut den Filmemachern “erstmalig fünf junge Sikhs in Europa, den USA und Indien bei ihrer Reise durch das Leben. Der Film gibt sehr persönliche Einblicke in die Lebenswelt der Protagonisten und porträtiert, wie sie mit persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen umgehen und diese reflektieren. Die Rolle von Religion und Musik als grenzüberschreitende und identitätsstiftende Facetten findet dabei besondere Beachtung.”
Außergewöhnlich an dem Filmprojekt ist, dass sich erstmals ein deutscher Sikh als Filmemacher hervortut. Die Köpfe hinter dem Film sind die Sozialanthropologen Dr. Michael Nijhawan und Khushwant Singh. Beide verbindet eine langjährige Freundschaft und das Interesse an Migration, Religion und Musik.
Blog mit aktuellen Informationen zum Film: www.musaferthefilm.blogspot.com E-Mail: musaferthefilm@gmail.com
Gebete des Frankfurter Rates der Religionen für den Frieden - Feier zur Eröffnung der Interkulturellen Wochen am 3.11.2009 in der Evangelischen Stadtakademie Khushwant Singh | 11/2009
Mit Texten, Gebeten und kulturellen Beiträgen aus den verschiedenen Traditionen wurden die interkulturellen Wochen eröffnet. Die Sikhs führten erstmalig Kirtan auf (Rezitationen aus dem Guru Granth Sahib - GGS - in Begleitung von Instrumenten). Es sangen Ravinderpal Singh aus England und Sikh Jugendliche aus Frankfut, Tabla spielte Sarbjit Singh aus Dietzenbach.
Frieden zwischen den Geschlechtern Guru Granth Sahib, Seite 473, Erster Guru Nanak.
Von der Frau wird man geboren. In der Frau wächst man heran. Mit einer Frau verlobt und vermählt man sich. || Durch die Frau entsteht Freundschaft. Durch die Frau setzt sich der Gang (der Welt) fort. || Stirbt die Frau, macht man sich auf die Suche nach einer Neuen. Durch die Frau erst entstehen Verwandtschaften. || Wie kann man sie als minderwertig bezeichnen, wo sie doch Königen das Leben schenkt? || Aus einer Frau entsteht eine Frau. Niemand wäre (hier) ohne die Frau. || Nanak sagt, ganz ohne Frau ist nur die Eine (Schöpferin hervorgegangen, die sich selbst erschaffen hat). || Diejenigen (Frauen und Männer), die immerfort die Eine (die Weibliches und Männliches in sich vereint) im Herzen vergegenwärtigen, sind schön und gesegnet. || Nanak sagt, dies sind diejenigen, deren Antlitz im Angesicht der Schöpferin erstrahlt. ||2||
Freundschaft mit der Schöpfung Guru Granth Sahib, Seite 924, Fünfter Guru Arjan
Eine Unendliche Einheit. Erfahrbar durch die universelle göttliche Weisheit. || Geliebter. Mein geliebter (Schöpfer). Du bist mir immer ganz nah. Mein Geliebter. || Wertvoller als das (körperliche) Leben bist Du mir. Mit meinen (inneren) Augen habe ich Dich erkannt. Du, der mir wertvoller bist, als das (körperliche) Leben. || Mit meinen (inneren) Augen habe ich Dich unermesslich liebenden Schöpfer erfahren. Du, der immerfort bei uns bist. Doch die, die Dich nicht erkennen, können nicht von Dir kosten. || Betäubt von der materiellen Welt, geben sie sich dem alltäglichen Tratsch hin. Und erfahren Dich wegen der oberflächlichen Täuschung nicht. || Nanak sagt, ohne die (göttliche) Weisheit ist kein Erkennen des uns nahe stehenden Geliebten möglich. ||1||
Hinweis: Im Original vereint der Schöpfer/die Schöpferin Männliches und Weibliches. Im Deutschen ist eine geschlechtsneutrale Übersetzung, die zudem die poetische Schönheit des Originals wiedergibt, ohne weiteres nicht möglich.
Ein Sikh - Ein Rap Sikh-Forum | 8/2007 Sukhdeep Singh, ein junger Sikh aus Autralien, zeigt, wie es sich mit der Sikh-Geschichte rappt. “Just 2 Live Another Day” heißt sein Song und entführt uns in heldenhafte Zeiten, in denen religiöse Tugenden und Menschenrechte aufopferungsvoll verteidigt wurden. Der Beat und der Text bringen eine lang ersehnte Frische in die Musik-Welt der Sikhs.
Der Turban - Kopffrage, Geschmacksfrage oder Vermarktungsfrage? Sikh-Forum | 4/2007 Eine Umfrage und ein Model: Ja, sie bringen ihn zusammen, den Turban. Laut einer Umfrage von Infratest vom März 2006 im Auftrag des Spiegels (12/2006, S. 20), waren 79% der 1000 befragten Deutschen gegen Polizisten und Polizistinnen mit Turban bzw. Kopftuch. 12% waren dafür und 7% war es egal. Hintergrund der Frage war der Vorschlag von Politikern der Grünen, dass Tragen von Turban bzw. Kopftuch mit Uniform, wie etwa in Großbritannien und Schweden, auch in Deutschland zu erlauben. Die ablehnende Haltung erstaunt vor dem Hintergrund, dass man bereits das Jahr 2006 schreibt und seit vielen Jahrzehnten in einer zunehmend kulturell pluralen Welt lebt. Sie erstaunt jedoch nicht, wenn man bedenkt, wie undifferenziert weltweit Kopftrachten spätestens seit dem 11. September wahrgenommen werden. Noch erstaunlicher, dass es wohl ausreicht, die richtige “Restverpackung” zu entwerfen und diese von einem Global Player der Modeindustrie zu vermarkten, um dem Turban den Geruch von negativer “Fremdheit” zu nehmen. Das Model von Ralph Lauren jedenfalls fand Entzückung und Bewunderung für die Fusion von würdevoller Eleganz, Exotik (Turban) und androgyner Seriosität (Anzug). Fest steht: Wer sich im Alltag mit einem Turban blicken lässt, ist nicht nur unglaublich schön, sondern auch unglaublich selbstbewusst.
Guru Nanak in der Türkei? Sikh-Forum | 4/2007 Wie das Magazin Sikh Virsa (11/2006, S. 51-53) berichtet, hat der kanadische Wissenschaftler Prof. Devinder Singh (Institute for Understanding Sikhism) bei einem Konferenzbesuch in der Türkei im Jahre 1994 eine interessante Zufallsentdeckung gemacht. Bei einer Besichtigungstour stieß er in einem Park in Istanbul auf ein Monument, dessen Inschrift möglicherweise Guru Nanak gewidmet ist. Die alttürkische Inschrift in arabischer Schrift, die aufgrund von Schäden und Witterungseinflüssen nur schwer lesbar ist, lautet: “Jahagier jamman hind lat abad al majied Nanak (Panjabi: Jamane da malik, hind da banda, rab da Nanak). Nanak, der Meister des Zeitalters, abstammend aus Indien (Hind), Mann Gottes.” Die weiteren Zeilen konnten bisher nicht entziffert werden. Der Fund ist historisch interessant. Bisher ist man davon ausgegangen, dass Guru Nanak bei seinen Reisen außerhalb Indiens vor allem arabische Länder besuchte, darunter Mekka im heutigen Saudi-Arabien und den Irak. In einem jüngst erschienenem Artikel (Sikh Virsa, 8/2007, S. 56) relativiert Devinder Singh allerdings seinen Pfund. Die Inschrift weise nach neusten Aswertungen wohl doch nicht auf Nanak hin, sondern birgt die Inschrift “Khanak” (des Khans). Alles nur viel Lärm um nichts? Wir bleiben am Monument.
Schöne Sikhs - Ein Modelwettbewerb in Indien zeigt einige Prachtexemplare Spokesman | 12/2005 Über Schönheit lässt sich bekanntlich streiten. Vor allem was die Männerwelt angeht. Auch junge Sikhs fragen sich: bin ich schön? Sikh-Männer, die von ihrer Schönheit ziemlich überzeugt sind, haben diese kürzlich in einem Sikh-Modelwettbewerb in Chandigarh (Indien) zur Schau getragen. Die Organisation “Akal Purkh Ki Fauj” (APKF) rief speziell Sikh-Männer auf, die gemäß der Sikh-Tradition einen Turban tragen und ihr Haar ungeschnitten bewahren, sich zu bewerben. Die Resonanz war sehr positiv. Zahlreiche Bewerber stellten sich dem harten Wettkampf. Als Gewinner der 44 Finalisten wurde Harpreet Singh aus Patiala gekürt. Er darf sich nun mit dem Titel Mr. International krönen. Ob einige der Zuschauerrinnen bei der Show in Ohnmacht gefallen sind oder nicht, ist leider nicht bekannt. Vorstellbar ist das aber schon, oder? Die Veranstaltung jedenfalls war so erfolgreich, dass sie bereits Nachahmer gefunden hat. Weitere Informationen rund um das Event gibt es hier.
Anschläge in London - Sikhs sehen sich mit Gewalt und Stigmatisierung konfrontiert Sikh-Forum | 7/2005 Wir alle sind über die durch Hass motivierten Anschläge in London tief betroffen. Unser Mitgefühl gilt allen Angehörigen der Opfer. Wir wollen aber auch all diejenigen Menschen auf dieser Welt nicht vergessen, die nicht im Mittelpunkt der Medien stehen und täglich Opfer von Gewalt, Unterdrückung und Hunger werden.
Leider ist es in England nicht bei den Bombenanschlägen geblieben. In den letzten Tagen wurden - wie auch nach den Anschlägen am 11. September in New York - Sikhs sowie Gurdwara (Gemeindestätten der Sikhs) angegriffen. Unschuldige Sikhs wurden schlichtweg wegen ihres vermeintlich fremden Aussehens als Sündenböcke abgestempelt. Ein Sikh Busfahrer in Dänemark wurde mit Baseballschlägern verprügelt, in England wurden Brandsätze auf zwei Gurdwara geworfen. Auch zahlreiche muslimische Brüder und Schwestern haben seither wieder verstärkt unter Ausgrenzung und Rassismus zu leiden. Das Muster ist dabei immer gleich: Wird ein männlicher Mensch mit Kopfbedeckung gesichtet, wird dieser mit Osama Bin Laden oder der Taliban in Verbindung gebracht. Da vor allem männliche Sikhs einen Turban tragen, sind sie ein beliebtes Opfer. In Deutschland ist es mittlerweile ein ALLTÄGLICHES Phänomen. Sikhs werden auf offener Straße zumeist von Menschen in Gruppen mit den Worten “Terrorist”, “Scheiß-Taliban”, “Al-Qaida” oder “fanatischer Moslem” angepöbelt. Auch Sätze wie “Da haben wir ja den Bin Laden. Wir sollten den gleich abliefern und das Lösegeld absahnen”, fallen öfters.
Wir möchten alle Leser daher bitten, Menschen in eurem Umfeld (Familie, Freunde, Lehrer, Klassenkameraden, Arbeitskollegen, Vereinsmitglieder als auch Politiker) über diese Vorfälle zu informieren und sie gleichzeitig über Sikhs und ihre Religion aufzuklären. Nur durch persönliches Engagement kann erreicht werden, dass Menschen nicht länger jeden Menschen, der eine Kopfbedeckung trägt, über einen Kamm scheren (“sind doch eh alles fanatische Terroristen”). Es ist wichtig in diesen Tagen der Vorverurteilung und Kategorisierung unsere Mitmenschen zu unterrichten und interkulturelle Verständigung zu fördern.
Wir bitten insbesondere unsere Besucher aus der Medienbranche über die rassistischen Alltagserfahrungen der Sikhs zwecks Ausklärung und Sensibilisierung zu berichten. Denn es sind gerade die Bilder der Medien (Osama Bin Laden mit Kopfbedeckung), die unreflektierten Menschen eine Kategorisierungsschablone für Vorverurteilung liefern. Weitere Informationen über die friedliebende Lebensphilosophie der Sikhi (Sikh-Religion) findet ihr in dem Artikel “Philosophie der Sikhi”. Informationen darüber, warum Sikhs traditionell ihre Haare bedecken findet Ihr hier. Siehe auch: www.unitedsikhs.org. Wir danken für euer Verständnis und Mitarbeit!
“Keep On Walking”: Ein atemberaubendes Album über Sikh-Helden Sikh-Forum | 1/2005 Indi Kaur aus London hat mit ihrem Debut-Album eindrucksvoll ihr musikalisches Talent unter Beweis gestellt. Ihr Album ist eine fasziniierende Reise durch die Geschichte der Sikhs. In den Songs begegnet der Zuhörer Guru Nanak, Guru Gobind Singh oder der Heldin Mai Phago, die durch ihren Mut bewies, das Geschlechtergleichheit nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, sondern gelebt werden kann. Indi Kaur verbindent indische Elemente mit unterschiedlichsten Musiktraditionen und erschafft dadurch eine einzigartiges kraftvolles Klangerlebnis. Eine kostenlose Kostprobe haben wir für Musik interessierte bereitgestellt. Mehr über das Album und die Künsterlin erfahrt ihr unter www.mus1k.com.
72 Jahre alt - Na und, ich fahre trotzdem Radrennen Sikh Virsa | 7/2003 Pritam Singh aus Hoshiarpur im Panjab fährt leidenschaftlich gerne Radrennen; am liebsten auf den verschiedenen Kontinenten. 1993 fanden seine Leistungen Eingang ins Buch der Rekorde. Als Radfahrer gewann er sechs Goldmedaillen bei renommierten Rennen, darunter 1994 bei den World Masters in Australien. Über seinen Alltag sagt der Rentner: “Morgens um 3.30 stehe ich auf, mache mich fertig und bete dann bis etwa 4.30; von 4.30 bis 5 Uhr laufe ich fünf Kilometer. Anschließend frühstücke ich nach alter Panjabi Art. Dann schwinge ich mich auf mein Rad und fahre wohin mich mein Rad trägt.” Schade, dass Pritam Singh in seinem Heimatland so wenig Aufmerksamkeit bekommt. “Ich habe bis auf ein paar kleine Ausnahmen keine Anerkennung von der Regierung bekommen. Meine Auslandsaufenthalte bezahle ich allesamt aus der eigenen Tasche.”
93 Jahre alt - Na und, ich laufe trotzdem Marathon Sikh-Forum | 5/2004 Der in London lebende Sikh Fauja Singh lief nach 5 Stunden, 40 Minuten und 4 Sekunden beim Toronto Marathon souverän über die Ziellinie. Fauja Singh, stolze 93 Jahre alt, zählt unter den Marathonläufern zu den jungen Hasen. Erst mit 89 Jahren begann der 1911 Geborene bei Marathonwettläufen mit zu laufen. Inzwischen hat der in London lebende Sikh, der bei seinen Läufen die Blicke der Zuschauer und Mitläufer regelmäßig auf sich zieht, mit der Firma Adidas einen Werbevertrag abgeschlossen. Seht selbst und staunt!
Damit die Post auch wirklich ankommt - Briefmarke der Sikhs in Kanada Sikh-Forum | 1/2004 In Kanada gibt es seit 1999 eine Briefmarke, die der Sikh- Gemeinschaft gewidmet ist. Sie wurde anlässlich des 300 jährigen Jubiläums des Khalsa entworfen. Auf der Marke mit dem Symbol des Khalsa ist auf Englisch “Sikh Canadians” und in Französisch “Les Sikhs au Canada” zu lesen. In Kanada ist derartiges möglich, weil die kanadische Regierung bereits seit Jahrzehnten eine progressive und offene Politik gegenüber Einwanderern befürwortet. Es verwundert daher nicht, dass ein Sikh im Parlament sitzt, andere als Sicherheitsbeamte auf dem Flughafen arbeiten oder als Polizist im Dienste des Staates stehen.
Architektonisches Highlight - Größter und modernster Gurdwara in Europa Sikh-Forum | 6/2003 In Southall, einem Stadtteil von London mit einem Anteil von über 40.000 Sikhs wurde im März 2003 der größte Gurdwara außerhalb des Panjabs eröffnet. Die Kosten beliefen sich auf knapp 20 Millionen Euro. Die Architektur des Gurdwara Sri Guru Singh Sabha Southall vereint moderne und klassische Stilelemente. Der Gurdwara bietet Platz für über 2500 Gläubige und ist behindertengerecht ausgestattet. Im Juni besuchte Prinz Charles den Gurdwara und war sichtlich beeindruckt: “The Sikh community has served this country with great loyality for hundred years, adding to the rich tapestry in Britain. I want to congratulate all those who worked tirelessly to make their dream a reality.” Die BBC hat über die Eröffnungsfeier berichtet (RealPlayer erforderlich). Link ->
Vermeintlicher Taliban ermordet - Balbir Singh aus Arizona, USA erschossen Sikh Virsa | 10/2001 Balbir Singh, ein Tankstellenbesitzer aus Arizona wurde am 15.9.2001, wenige Tage nach der Zerstörung des WTC, ermordet. Er wurde von den Tätern für einen Muslim gehalten und aus Rache an den Anschlägen erschossen. Weitere Sikhs in verschiednen Städten Nordamerikas wurden tätlich angegriffen. Im Zuge der tragischen Ereignisse in den USA werden viele Sikhs für “Moslems” oder “Talibans” gehalten und auf offener Straße beleidigt. Viele Sikhs aus Deutschland wurden mit “Scheiß-Taliban”, “Scheiß-Arafat”, “Bin Laden” und “Terrorist” beschimpft. Der Turban der Sikhs und ihre ungeschnittenen Bärte veranlasst viele zu denken, es handele sich um “Talibans”. Dies zeigt, dass neben Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit auch große Unwissenheit bei vielen Menschen herrscht. Es ist daher wünschenswert, wenn jeder in seinem Umfeld (wenn es geht, auch in der Presse) die Menschen darüber aufklärt, was Sikhs sind und was nicht. Natürlich sollte auch alles dafür getan werden, dass die Menschen, die Anhänger des Islams oder irgendeiner anderen Religion sind, nicht angefeindet und vorverurteilt werden. Toleranz und reflektiertes Vorgehen ist jetzt wichtiger den je. Wir hoffen, ihr könnt in eurem Umfeld einen Beitrag dazu leisten.
Motorrad + Sikh mit Turban = Ranjit Singh Sikh-Forum | 7/2001 Ranjit Singh aus Hamburg darf endlich Motorrad fahren. Diverse Anfragen und anwaltlicher Beistand waren nötig, um eine Fahrerlaubnis von den örtlichen Behörden zu bekommen. Die Behörden hatten darüber zu entscheiden, ob er als Sikh mit Turban Motorrad fahren darf oder nicht. Nach einem Beschluss des Bund-Länderausschusses für Straßenverkehr aus dem Jahr 1986 können Sikhs aus religiösen Gründen von der Helmpflicht befreit werden. Auch in anderen Gemeinden waren Sikhs mit ähnlichen Anliegen erfolgreich. In Großbritannien oder den USA dürfen Sikhs mit Turban seit Jahrzehnten Motorrad fahren. Es bleibt abzuwarten, wie sich diesbezüglich die Sachlage in den kommenden Jahren bundesweit entwickeln wird.
Harshmir Kaur wird Offizier bei der U.S Air Force www.burningpunjab.com | 6/2001 Harshmir Kaur gehört nun zu den wenigen Frauen mit asiatischem Familienhintergrund, die bei der U.S. Air Force in Yuba City Offizier wird. Laut den Statistiken des Verteidigungsministeriums sind zurzeit lediglich fünf U.S. Amerikaner mit indischen Wurzeln bei der Air Force. “Ich denke, es wird spannend”, sagt Harshmir Kaur. “Es wird den indischen Frauen eine neue Perspektive vermitteln, wie sie aktiv in dem Land in dem sie leben, agieren können.” Harshmir Kaur, die Psychologie in Sacramento studiert hat, sieht sich selbst als Amerikanerin, ihre Wurzeln zum Panjab will sie nicht verlieren. “Es spielt keine Rolle, ob Du ein Sikh, ein Christ oder sonst etwas bist, wir sind alle Menschen ... Ich werde in diesem Land leben und sterben.”
Ein Polizist von der besonderen Sorte - Jasvir Singh wird Polizist in Kanada Sikh Virsa | 10/2000 Jasvir Singh ist der erste Sikh, der eine Polizeiuniform in Kanada tragen darf. Der in Calgary (Kanada) lebende Sikh darf auch im Dienst seinen Turban und die anderen religiösen Merkmale eines getauften Sikhs tragen. Statt des üblichen Huts trägt er seinen Turban mit Polizeimarke vorne dran. Die Sikh-Community begüßte die offene Haltung der Polizei und wertete sie als richtungsweisend auch für andere Berufszweige. In England dürfen Sikhs schön länger mit Turban im Polizeidienst tätig sien. Ähnliches ist in Deutschland derzeit leider nur schwer vorstellbar. Es ist in den meisten Bundesländern nicht einmal mehr möglich, mit Kopftuch im öffentlichen Dienst tätig zu werden. Berufe wie Lehrerin oder Busfahrerin sind damit mehr oder weniger tabu.
▪ (10/2004) Sikhs in Frankreich: Eine Chronologie der Ausgrenzung.
▪ (8/2004) New Yorker Sikh-Polizisten dürfen Turban tragen.
▪ (3/2004) Internationale Petition von Sikhs gegen die Einschränkung von Religionsfreiheit.
▪ (2/2004) Verbot: Frankreich verbietet das Tragen religiöser Trachten in Schulen.
▪ (1983) Erlaubins: In britischen Schulen dürfen Sikhs laut Gerichtsurteil Kopfbedeckung tragen.
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